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Referate Ländliche Entwicklung / Bodenordnung 1 und 2

Aktuelles

Flurneuordnung Niederhermsdorf, Weitere landschaftpflegerische Maßnahmen umgesetzt

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Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf setzt weitere vier Maßnahmen aus dem Bereich Naturschutz und Landschaftspflege um

 

Die Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf hat im Frühjahr 2020 vier weitere Pflanzmaßnahmen im Flurneuordnungsgebiet Niederhermsdorf umgesetzt. Die Maßnahmen dienen nicht nur der optischen und ökologischen Aufwertung der Landschaft, sondern sind auch ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung eines leistungsfähigen Naturhaushaltes. Die landschaftliche Vielfalt und damit der Erlebniswert der Landschaft werden dadurch gewinnen.

 

Als Beitrag zur Gestaltung und Aufwertung des Landschaftsbildes wurde eine Feldhecke auf einer Fläche von 1.275 m² neu angelegt. Der 2-reihige Heckenstreifen bringt als Saum zu den angrenzenden Feldern wieder eine Struktur in die Landschaft und bietet damit und durch die Wahl des landschaftstypischen Pflanzmaterials   für eine Vielzahl von Pflanzen, Tieren und Kleinlebewesen einen natürlichen Lebensraum. Zudem soll die Feldhecke die Bodenerosion durch Wind und Wasser nachhaltig verringern und das Kleinklima positiv beeinflussen.

 

Des Weiteren wurden an drei verschiedenen Standorten insgesamt 46 heimische Obstbäume gepflanzt. Zielstellung ist, durch die Pflanzungen typische vorhandene Strukturen, wie Streuobstwiesen, wirtschaftsstruktur- und wegebegleitende Baumreihen zu ergänzen, Lücken zu schließen oder wieder neu anzulegen.

 

Die Lieferung der Gehölze und Bäume erfolgte durch die fachkundige Baumschule Alexander Klein, Hetzdorf. Die fachgerechte Durchführung der Pflanzmaßnahme erfolgte durch einen Teilnehmer der Flurneuordnung im Eigenbetrieb. Dieser wird auch in den nächsten Jahren die Fertigstellungs- und Entwicklungspflegen übernehmen.

 

Die Gesamtkosten für die Leistungen belaufen sich auf  ca. 14.000,00 EUR. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts mit einem Zuschuss von 90 Prozent finanziell unterstützt.

Flurbereinigung Bielatal, Information zur Finanzierung von Maßnahmen in der Flurbereinigung

Sehr geehrte Teilnehmer und Teilnehmerinnen,

im Zuge der Verfahrensbearbeitung sowie der Vorbereitung zur Umsetzung von Maßnahmen der Teilnehmergemeinschaft (TG) sind gehäuft Fragen zur Finanzierung im Flurbereinigungsverfahren an uns gerichtet worden. Wir haben ihnen daher im folgenden Informationsblatt die wichtigsten Punkte auf einen Blick zusammengefasst.

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Bielatal plant im Rahmen der angeordneten Flurbereinigung nach Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) die Realisierung zahlreicher gemeinschaftlicher Anlagen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Wegebaumaßnahmen sowie daraus resultierende Kompensationsmaßnahmen (Pflanzmaßnahmen). Der konkrete Maßnahmenumfang wird allen Teilnehmern noch in einer Teilnehmerversammlung vorgestellt. Beachten Sie hierzu bitte Bekanntmachungen im jeweiligen Amtsblatt Ihrer Kommune. Bei der Finanzierung der Maßnahmen der TG fallen sogenannte Ausführungskosten an.

Diese Ausführungskosten werden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen zu 84% (bei Dorfentwicklungsmaßnahmen 75%) bezuschusst. Die verbleibende Eigenleistung (16 bzw. 25%) tragen die Teilnehmer des Verfahrens. Teilnehmer sind die Eigentümer der zum Neuordnungsgebiet gehörenden Grundstücke sowie die Erbbauberechtigten. Die Teilnehmer bilden die Teilnehmergemeinschaft.

Zur Finanzierung der Eigenleistung kann die TG die Teilnehmer zu Beiträgen (§ 19 FlurbG; Geld- oder Sachbeiträge) heranziehen. Maßstab für die Beiträge ist der Wert der neuen Grundstücke (Abfindungsgrundstücke). Die genaue Höhe der Beiträge steht allerdings erst mit dem Flurbereinigungsplan fest. Bis zu diesem Verfahrensschritt kann die Teilnehmergemeinschaft daher einen vorläufigen Beitragsmaßstab (z. B. die Fläche der alten Grundstücke) festlegen und Vorschüsse auf den endgültigen Beitrag erheben.

Gemäß der Aufklärungsversammlung vom 23.02.2010 beträgt die voraussichtliche Eigenleistung in der Flurbereinigung Bielatal maximal 160 € je Hektar. Dies bedeutet, dem Beispiel nach der Fläche folgend, dass ein Grundstück in der Ortslage mit ca. 1.000 m² Grundstücksfläche 16,- € an Vorschuss zu zahlen hat. Hierbei handelt es sich nicht um einen wiederkehrenden Betrag, der jährlich zu entrichten ist. Der gezahlte Vorschuss wird später mit dem tatsächlichen Beitrag nach dem Wert der Abfindungsgrundstücke verrechnet. Bei größeren Beträgen ist eine Ratenzahlung möglich.

Im Rahmen der Flurbereinigung werden die Kosten der einzelnen Maßnahmen nicht auf die an die Maßnahme angrenzenden Grundstückseigentümer umgelegt, wie das z.B. bei Erschließungsbeiträgen nach dem Baugesetzbuch der Fall ist. Vielmehr tragen alle Verfahrensteilnehmer solidarisch die Kosten der vom gewählten Vorstand beschlossenen Maßnahmen. Damit verteilen sich die Kosten auf einen größeren Kreis von Eigentümern und der Einzelne wird entlastet.

Da die TG mit der aufgeklärten Eigenleistung in Höhe von max. 160,- €/ha nicht alle derzeit geplanten Maßnahmen finanzieren kann, bemüht sich die TG Eigenleistung bei Dritten (vorwiegend die Gemeinde Rosenthal-Bielatal und die Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel) einzuwerben.

Die in 2020/2021 geplanten Maßnahmen an der ehemaligen Bäckerei in Hermsdorf sowie der erste Abschnitt der Alten Eisenstraße werden von der Gemeinde Rosenthal-Bielatal vorfinanziert, so dass frühestens 2021 mit einer Vorschusserhebung zu rechnen ist. Die Vorschusserhebung wird den Teilnehmern vorher an Hand von Beispielen in einer Teilnehmerversammlung näher erläutert.

Der Vorstand wird alle Angelegenheiten der Finanzierung stets transparent und nachvollziehbar gestalten. Bei Bedarf können die Teilnehmer jederzeit Einsicht in die Unterlagen nehmen.

Um die Region an der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen und zur Verbesserung des persönlichen Wohn- und Arbeitsumfeldes im Ländlichen Raum beizutragen, ist die Mitwirkung aller Akteure notwendig. Die Flurbereinigung ist ein aufwändiger und damit zeitintensiver Prozess. Um die eröffnete Entwicklungschance wahrzunehmen ist es daher wichtig, dass alle handelnden Behörden, Kommunen sowie die Eigentümer und Bürger im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitwirken und so zum Gelingen beitragen. Nur so wird es möglich sein die zahlreichen Maßnahmen umzusetzen und erhebliche Fördermittel in der Region zu binden.

Für Rückfragen stehen Ihnen die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiter des Landratsamtes jederzeit gern zur Verfügung:

  • Frau Cathrin Flöter (Die Vorsitzende des Vorstandes der TG; Tel.: 03501 515-3610; cathrin.floeter@landratsamt-pirna.de)
  • Herr Bert Kilian (stellv. Vorsitzender des Vorstandes der TG; Tel.: 03501 515-3612; bert.kilian@landratsamt-pirna.de)

Die Anschrift lautet:

Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Bielatal
Landratsamt Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge
Schloßhof 2/4
01796 Pirna

Sie finden diese Information jederzeit zum Nachlesen auch auf der Internetseite des Landratsamtes http://www.landratsamt-pirna.de/laendliche-entwicklung-bodenordnung.html unter Aktuelles.

Allgemeine Information finden sie weiterhin unter www.laendlicher-raum.sachsen.de/338.htm.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Vorstandsvorsitzende

Flurbereinigung Papstdorf, Erste Maßnahme der Teilnehmergemeinschaft umgesetzt!

Bauabnahme

Traditionelle Freigabe des Weges nach dem grundhaften Ausbau. Die Vertreter von Gemeinde und Stadtverwaltung, des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft, die Bewirtschafter und die ausführende Baufirma beim Durchschneiden des Bandes.

Weg vorher

Der öffentlich beschränkte Feldweg vor dem Ausbau. Ähnliche Schäden befanden sich entlang des kompletten Weges.

Ausweiche

Ausweichstellen ermöglichen den Begegnungsverkehr und Sichtschutzstangen zeigen dem Landwirt die Lage von Schächten an.

Weg nachher

Der Querweg nach der Fertigstellung. Blick vom Bauanfang an der S 169.

Schacht

Die Bankette und Gräben werden ab nächstem Frühjahr durchgrünen.

Mit der Fertigstellung des Ausbaus vom Querweg (MKZ 111-01) in diesem Jahr hat die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Papstdorf die erste Maßnahme des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz umgesetzt. Weitere Ausbauvorhaben sind in den nächsten Jahren geplant.

 

Der Querweg liegt im südöstlichen Teil des Verfahrensgebietes und ist nach der Fertigstellung mit der Übergabe an die Gemeinde Gohrisch eine Gemeindeverbindungsstraße und kann vom Individualverkehr als Verbindung zwischen Cunnersdorf und Papstdorf genutzt werden. Zugleich ist der Querweg für die Landwirtschaft Hauptwirtschaftsweg. Über diese Straße sind ca. 1/3 der landwirtschaftlich genutzten Schläge des Verfahrensgebietes erschlossen.

 

Der vorher schlechte bauliche Zustand des Querwegs erfüllte nicht die Anforderungen an einen heutigen, dem Stand der Technik entsprechenden landwirtschaftlichen Verbindungs- und Bewirtschaftungsweg.

 

Im Zuge der Baumaßnahmen wurde die ca. 2 km lange Straße frostsicher mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 m in Asphalt ausgebaut. Dies erfolgte auf alter Trasse. Auf Grund der vorhandenen Streckencharakteristik beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Mit dem Ausbau wurden mehrere 25 m lange Ausweichstellen angelegt, die einen problemlosen Begegnungsverkehr ermöglichen.

 

Die Ableitung des Oberflächenwassers erfolgt vorrangig über die Seitenbereiche (Bankette) in die angrenzende Feld- bzw. Wiesenlage zur breitflächigen Versickerung. Vorhandene Wegseitengräben wurden ertüchtigt und entsprechend notwendiger Verbreiterungen erneuert. Mehrere vorhandene marode Einlaufbauwerke wurden durch Neubauten ersetzt.

 

Mit der Ausführung der Baumaßnahme wurde Anfang September diesen Jahres begonnen und am 06.12.2019 fertig gestellt. Die Abnahme des Bauvorhabens erfolgte unter anderem im Beisein von Vertretern der Gemeinde Gohrisch als zukünftigen Unterhaltungsträger.

 

Die Baukosten belaufen sich auf ca. 840.000,00 Euro. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen in Höhe von 82 % gefördert. Den verbleibenden Eigenleistungsanteil der Teilnehmergemeinschaft Papstdorf trägt die Gemeinde Gohrisch.

 

Die Umsetzung des Vorhabens zeigt, dass die Flurbereinigung ein wichtiges Entwicklungsinstrument für den ländlichen Raum ist, dass vielfältige Interessenlagen zusammen bringt und komplexe Nutzungskonflikte in nachhaltigen Gesamtlösungen bieten kann.

 

Die Maßnahme ist ein gelungener Auftakt für die Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes. Neben den noch geplanten Straßen- und Wegebaumaßnahmen sollen im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege Maßnahmen wie z.B. Pflanzung von Hecken, Baumreihen sowie die Anlage einer Obstwiese durchgeführt werden.

 

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Papstdorf bedankt sich bei allen Akteuren die zum Gelingen der Maßnahme beigetragen haben.

 

Flöter

Vorstandsvorsitzende

Ländliche Neuordnung Grumbach, Abschluss der Umsetzung aller Maßnahmen

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Der Feldweg vor dem Ausbau (ähnliche Schäden befanden sich entlang des kompletten Weges)

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Der Feldbach nach der Fertigstellung

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Die Rückhaltung nördlich des Feldweges nach der Fertigstellung (das Wasser wird im Bereich um den Schacht sowie in den Gräben zurückgehalten und über ein Mulden-Rigolen-System in den Schacht geführt)

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Blick vom Bauanfang an der Kreuzung vor dem Stützpunkt des Agrarbetriebes (nach Fertigstellung)

Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Grumbach schließt die Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes ab

Mit der Fertigstellung der Renaturierung des Feldbachs (MKZ 212-01), der Rückhaltung an Naumanns Feldweg (MKZ 222-01) und des Ausbaus von Naumanns Feldweg (MKZ 116-17) schließt die Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Grumbach die Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz in diesem Jahr ab. Damit sind alle geplanten Vorhaben umgesetzt und wesentliche Voraussetzungen für die Neugestaltung des Verfahrensgebietes und die noch anstehenden bodenordnerischen Aufgaben erreicht.

Die genannten Maßnahmen im Bereich von Naumanns Feldweg führen im Komplex insbesondere bei Starkniederschlägen zu einer Verbesserung des Abflussverhaltens und bewirken mit der verzögerten Abgabe des Oberflächenwassers eine Hochwasserentlastung der Wilden Sau. Vor allem wird aber auch nährstoffreicher Boden in der Fläche gehalten und dadurch sowohl der Stoffeintrag ins Gewässer vermindert, als auch die Ertragsfähigkeit der Bewirtschaftungsflächen gesichert.

Im Zuge der Baumaßnahmen wurde der ca. 1300 m lange Weg als frostsicherer Hauptwirtschaftsweg mit einer Fahrbahnbreite von 3,00 m in Asphalt ausgebaut. Dies erfolgte auf alter Trasse. Der Begegnungsverkehr ist künftig über zwei Ausweichstellen gewährleistet. Am tiefsten Punkt wurde der Weg zur Schaffung des Rückhalteraumes um etwa 80 cm angehoben.

Das anfallende Oberflächenwasser der nördlichen Feldlage wird über technische Einrichtungen reguliert in den offen gelegten Feldbach geführt. Das Gewässer wurde, mit Bachbett und Gewässerrandstreifen einschließlich der Böschungsbepflanzung, in einem ca. 15 m breiten Korridor naturnah ausgestaltet und schafft damit auch bei Bewirtschaftung Voraussetzungen für Landschafts- und Artenschutz.

Mit der Ausführung der Baumaßnahme wurde am 25.09.2018 begonnen und planmäßig fertig gestellt. Die Abnahme des Bauvorhabens erfolgte am 11.07.2019 unter anderem im Beisein der Stadt Wilsdruff als zukünftigen Unterhaltungsträger.

Die Baukosten belaufen sich auf 500.000 Euro. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen in Höhe von 85 % gefördert. Den verbleibenden Eigenleistungsanteil der Teilnehmergemeinschaft Grumbach trägt die Stadt Wilsdruff.

Die Umsetzung des Vorhabens zeigt, dass die Ländliche Neuordnung ein wichtiges Entwicklungsinstrument für den ländlichen Raum ist, das vielfältige Interessenlagen zusammen bringt und komplexe Nutzungskonflikte in nachhaltigen Gesamtlösungen lösen kann.

Die Komplexmaßnahme ist ein gelungener Abschluss bei der Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes. Bisher wurde mit über 4,5 Millionen Euro sehr umfangreich in die Infrastruktur und den Naturhaushalt investiert. Dem besonderen Interesse der Bundesrepublik und des Freistaates Sachsen an der Umsetzung dieser gemeinschaftlichen Vorhaben entsprechend, konnte dieser Aufwand bisher durch über 3,5 Millionen Euro Fördermittel aus der „Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ unterstützt werden. In 15 Einzelmaßnahmen wurden über 10 km Wege und Straßen nachhaltig ausgebaut. Neben den diesjährigen Rückhalte- und Renaturierungsmaßnahmen erfolgte eine weitere Gewässeroffenlegung. Im Bereich von Naturschutz und Landschaftspflege wurden Hecken, Baumreihen sowie Obstwiesen gepflanzt und eine Aufforstung vorgenommen.

Die Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Grumbach bedankt sich bei allen Akteuren die bereits jetzt zum Gelingen dieser Entwicklung in der Region beigetragen haben.

Ländliche Neuordnung Grumbach, Allgemeine Informationen zum Neuordnungsverfahren

Das Flurbereinigungsverfahren Ländliche Neuordnung Grumbach wurde 1998 durch die obere Flurbereinigungsbehörde beim ehemaligen Staatlichen Amt für Ländliche Neuordnung Kamenz angeordnet. Es ist ca. 1624 ha groß und es sind derzeit 746 Besitzstände beteiligt. Teilnehmer am Verfahren sind die Grundstückseigentümer und mögliche Erbbauberechtigte. Pächter und Rechteinhaber sind am Verfahren Nebenbeteiligte.

Als Ziel des Verfahrens wurden die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft, die Förderung der allgemeinen Landeskultur und der Landentwicklung sowie die Realisierung von Maßnahmen der Dorfentwicklung, des Umwelt- und Naturschutzes und der Landespflege benannt. Konkret sollten die ungeklärten Eigentumsverhältnisse, die fehlende rechtliche Zuwegung bzw. die ungenügende Erschließung einiger Grundstücke, ungeklärte Eigentumsverhältnisse im Bereich öffentlicher Straßen, Wege und Gewässer sowie der schlechte Zustand der Wirtschaftswege beseitigt werden.

Mit der Realisierung der Wegebau- bzw. Pflanzmaßnahmen hat die Teilnehmergemeinschaft (TG) im Jahre 2000 begonnen. Bislang wurden 7 Ortsstraßen im Rahmen der Dorfentwicklung und 7 öffentliche Feld- und Waldwege ausgebaut. Weiterhin wurden 7 Pflanzmaßnahmen sowie eine Renaturierung durchgeführt. Die Straßenbaulast (Herstellung eines verkehrssicheren  Zustandes) aller durch die Teilnehmergemeinschaft hergestellten Straßen und Wege liegt bei der Stadt Wilsdruff.

Die TG möchte darauf hinweisen, dass sie nicht der derzeitige Straßenbaulastträger für die nicht ausgebauten Plattenwege wie .B. der Mittelweg, die Helbigsdorfer Länge, Clausnitzers Feldweg, etc. ist. Die Straßenbaulast soll im noch aufzustellenden Flurbereinigungsplan entsprechend einer Vereinbarung aus dem Jahr 2008 an die Stadt Wilsdruff übergehen. Bereits durchgeführte Verfahrensschritte sind die Ortslagenverhandlung (hier sind bei Notwendigkeit sind Fortführungen möglich), die Vermessung der Gewannen (Zuteilungsfläche im Verfahren, die durch Straßen, Wege, Gewässer, Zäune, Hecken, Wälder begrenzt ist) und die örtlichen Arbeiten der Wertermittlung.

Die TG will in den nächsten Jahren den Bereich von Naumanns Feldweg neu gestalten. Dazu soll der Weg ausgebaut und die angrenzenden Flächen als natürliche Rückhalteflächen für mögliche Hochwasser genutzt werden. Der ebenfalls angrenzende Feldbach soll renaturiert werden. Die entsprechende Planung soll noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Finanziert werden diese Maßnahmen aus Fördermitteln des Bundes und des Freistaates (85 %) sowie dem Eigenleistungsanteil der Teilnehmer (15%). Dieser Eigenleistungsanteil wird auf die gesamte TG umgelegt. In der  Aufklärungsveranstaltung wurde für diesen Anteil eine bergrenze von 350 DM/ha (179 €/ha) genannt. Schon jetzt lässt sich abschätzen, dass dieser Betrag durch die Übernahme des Eigenleistungsanteils von Wegebau- und Pflanzkosten durch die Stadt Wilsdruff und die Agrar GmbH „Dresdener Vorland“ sehr viel geringer für den einzelnen Teilnehmer ausfallen wird.

Informationen zur Arbeit der TG bzw. zum Stand des Verfahrens können die Beteiligten in den Teilnehmerversammlungen erfahren. Diese Versammlungen finden jährlich statt oder sind auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen für bestimmte Verfahrensschritte durchzuführen. Zu diesen Versammlungen erfolgt die Einladung ebenfalls im Amtsblatt. Auskünfte erteile ich gern auch telefonisch unter der Nummer 03501 515 3610 bzw. Herrn Ehrlich unter der Durchwahl -3611 oder senden sie Ihre Fragen per Email an leb@landratsamtpirna. de. Sollten Sie ein persönliches Gespräch wünschen, bitte ich um vorherige Terminvereinbarung. In diesem Fall sind wir unter der Adresse: Krietzschwitzer Straße 1, 01796 Pirna erreichbar. Als Postanschrift nutzen sie bitte 01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54.

Flöter

Vorsitzende des Vorstandes der TG

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