Ländliche Entwicklung & Bodenordnung

Aktuelle Informationen zu Baumaßnahmen oder zu wichtigen Verfahrensschritten in der Flurbereinigung

Hier werden regelmäßig aktuelle Informationen aus den Flurbereinigungsverfahren, die in den Referaten Ländliche Entwicklung 1 und 2 bearbeitet werden, veröffentlicht.

 

In einem Pilotprojekt sollen neue Formate und Möglichkeiten zur Information in laufenden Neuordnungsverfahren untersucht und getestet werden. Mit der App "PLACEm" wird die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Bielatal einen Schritt in Richtung Digitalisierung gehen und die Teilnehmerinnen des Verfahrens Flurbereinigung Bielatal schnell, zeitnah und mit einem sehr geringen Aufwand für die Beteiligten informieren, was im Verfahren geschieht. Die App dient als zusätzliche Informationsquelle. Bekanntmachungen und Informationen zum Verfahren Flurbereinigung Bielatal werden wie bisher auf den üblichen Wegen (Amtsblatt, Internetseite des VLN Sachsen, etc.) veröffentlicht.

Weiterführende Informationen sind unter https://www.vlnsachsen.de/landkreise/soe/bielatal/allgemeine-informationen zu finden.

Anlage einer Blüh- und Streuobstwiese und Rückbau der Wetterstation

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch hat am südwestlichen Ortsrand des Kurortes Gohrisch im Frühjahr 2022 eine Blüh- und Streuobstwiese als weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für Eingriffe in die Natur und Landschaft im Verfahrensgebiet neu angelegt.

Die im Landschaftsschutzgebiet „Sächsische Schweiz“ gelegene Maßnahme beinhaltet die Neuanlage einer ca. 2000 m² großen insektenfreundlichen Blühwiese auf einer ehemals intensiv bewirtschafteten Grünlandfläche sowie die Anlage einer Streuobstwiese, beides unter Verwendung von gebietsheimischem Pflanz- bzw. Saatgut gemäß den rechtlichen Vorgaben.

Die Anlage der Blühfläche erfolgte im Rahmen der Initiative des Sächsischen Landtages „Sachsen blüht“. So konnte die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) das standortgerechte Saatgut zur Neuanlage der blütenreichen Wiesenfläche kostenlos beziehen.  

Nach einer intensiven Bodenvorbereitung durch wiederholtes Pflügen und Grubbern zur Herstellung einer Schwarzbrache wurde im Mai 2022 die Aussaat vorgenommen. Die Pflege der Blühwiese erfolgt in den kommenden 5 Jahren nach den Empfehlungen der Initiative „Sachsen blüht“. Die Fläche soll langfristig insektenfreundlich bewirtschaftet werden (Teilflächenmahd, Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel u.a.), um als Lebensraum für zahlreiche Insektenarten zu dienen und die Biotopvernetzung zu fördern.

Die zusätzliche Anlage einer Streuobstwiese mit 8 Obstbäumen neben der Blühfläche stellt eine zusätzliche Aufwertung dar. Auch hier kam gebietsheimisches Pflanzgut zum Einsatz, es wurden alte Obstbaumsorten wie z. B. die Apfelsorten „Rote Sternrenette“ und „Edelborsdorfer“ oder die Birne „Gute Luise“ gepflanzt.

Im Vorfeld der Neuanlage der Blüh- und Streuobstwiese hat die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch im Dezember 2021 mit dem Rückbau einer ehemaligen Wetterstation, welche sich unmittelbar angrenzend an die Blühwiese am Ortsrand befand, eine weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme umgesetzt.

Bilddokumentation Wetterstation (Vorher)

Neben den positiven ökologischen Effekten trägt die Entsiegelungsmaßnahme auch zur Verbesserung des Landschaftsbildes und einer harmonischen Ortsrandgestaltung bei.

Die Ausführungskosten für die Umsetzung der Entsiegelung und der Anlage der Streuobstwiese belaufen sich auf insgesamt ca. 18.600 Euro.

Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 83 % der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Bilddokumentation: Nach Rückbau der Wetterstation - Aussaat der Blühwiese - Streuobstwiese

Zur fortlaufenden Nachverfolgung der weiteren Entwicklung der Blüh- und Streuobstwiese steht Ihnen ebenfalls der nachstehende Blog zur Verfügung:

https://www.schmetterlingswiesen.de/pagessw/LocalityView.aspx?id=164663

Rückbau ehemaliges Ferienheim im Kurort Gohrisch

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch hat mit dem Rückbau eines ehemaligen Ferienheimes an der Königsteiner Straße in Gohrisch eine weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz umgesetzt.

Die betreffende Fläche befindet sich im Außenbereich nach § 35 BauGB sowie im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz.

Das Grundstück war mit einer Baracke und weiteren baulichen Anlagen bebaut. Seit 2012 waren die Gebäude und Anlagen ohne Nutzung und befanden sich daher in einem desolaten Zustand.

Im Rahmen der Umsetzung der geplanten Maßnahme erfolgten ein vollständiger Rückbau der baulichen Anlagen sowie eine fachgerechte Entsorgung. Der Rückbau umfasste neben dem Abbruch der Baracken und des Schuppens auch alle befestigten Außenanlagen wie Terrassen, Wege und Beleuchtungsanlagen sowie die Beräumung von noch auf dem Grundstück befindlichen alten Spielgeräten.

Bilddokumentation (vorher/nachher)

Die auf dem Grundstück vorhandene Garage wurde im Zuge der Vorhabensumsetzung als Ersatzquartier für verschiedene Fledermausarten, unter anderem die Kleine Hufeisennase, umgebaut. Dies erfolgte unter sachkundiger Anleitung durch eine ökologische Baubegleitung.

Mit der Umsetzung der o. g. Maßnahme wurde ein Beitrag zur Aufwertung des Landschaftsbildes sowie der Leistungsfähigkeit des Schutzgutes Boden geleistet.

Die Ausführungskosten belaufen sich auf ca. 85.000,00 Euro.

Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 83 % der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Bauliche Maßnahme zum Schutz vor wild abfließendem Oberflächenwasser in der Ländlichen Neuordnung Sadisdorf fertiggestellt

In den vergangenen Jahren kam es im Dippoldiswalder Ortsteil Sadisdorf bei Starkregenereignissen mehrfach zu Sturzfluten im Einzugsgebiet des Ochsenbachs. Diese haben teilweise massive Schäden hinterlassen. In einer Abflussbahn nördlich der Ortslage waren insbesondere Grünland- und Ackerflächen sowie teilweise die Wohnbebauung betroffen.

Die Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Sadisdorf setzte sich das Ziel, zukünftig das wild abfließende Oberflächenwasser oberhalb der Bebauung zurückzuhalten, im weiteren Verlauf effizienter zu fassen und insgesamt schadloser in den Ochsenbach abzuleiten.                                                 

In einer ersten Maßnahme waren eine Rohrleitung zu ersetzen, um eine hydraulische Engstelle in der Anbindung an die Vorflut des Ochsenbachs zu beseitigen, und eine Wasserfassung herzustellen, um das bislang umläufige Oberflächenwasser gezielter der Rohrleitung zuzuführen.

Die Hauptbauleistungen bestanden aus dem Aushub eines Geländetrichters in der Abflussbahn, dem Ersatzneubau einer Rohrleitung mit hydraulisch günstiger Verbindung zwischen Trichter und einem bestehenden Schacht an der Bundesstraße B 171, dem Einbau von Winkelstützelementen zur Gewährleistung der Standsicherheit des Trichter-Damms, dem Bau eines Schachtes für die Be- und Entlüftung der Rohrleitung, dem Setzen von Wasserbausteinen zur Sicherung des Trichters gegen Wassererosion und dem Anbringen eines Rechen am Rohreinlauf.

Die Baukosten für die Maßnahme beliefen sich auf ca. 80.000 Euro. Die Investition wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts in Höhe von 89 % finanziell unterstützt.

Die Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Sadisdorf in Höhe von 11 % der Baukosten wurde durch die Große Kreisstadt Dippoldiswalde getragen.

In den nächsten Jahren plant die Teilnehmergemeinschaft Ländliche Neuordnung Sadisdorf in enger Abstimmung mit der Stadt Dippoldiswalde den Bau von Wasserrückhaltungen oberhalb der beschriebenen Maßnahme. So sollen im Zuge des Teilausbaus der „Alten Straße“ die Entwässerungsanlagen als Retentionsmulden neu gestaltet und oberhalb des Agrarstützpunktes eine Retentionsmulde mit erosionssicherem Auslauf unter dem Durchlass der Obererzgebirgischen Straße neu angelegt werden. Ziel ist es, starkregenbedingte Spitzenabflüsse und somit das lokale Schadenspotenzial wirksam zu reduzieren.

Begleitpflanzung Panoramaweg

Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz hat die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch eine weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme durchgeführt und eine neue Baumreihe in der Gemarkung Gohrisch entlang des sog. Panoramaweges, welcher vom Mittelweg zur Hedeleite führt, angelegt.

Auf einer Länge von ca. 320 m wurden insgesamt 27 Bäume angepflanzt. Die Sortenauswahl beinhaltet neben den heimischen Sorten Wildapfel, Vogelkirsche, Edeleberesche und Bergahorn auch die seltener vorkommenden Sorten Elsbeere und Speierling, um einen Kontext zu dem in der Nähe befindlichen Arboretum aus Bäumen des Jahres zu schaffen.

Das Pflanzmaterial wurde durch die Leutersdorfer Baumschulen geliefert, die Pflanzarbeiten erfolgten im Eigenbetrieb der Teilnehmergemeinschaft durch den Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz / Heimatfreunde Kurort Gohrisch e.V. Auch die Pflege der Baumreihe in den Folgejahren wird durch den Heimatverein geleistet.

Durch die Pflanzung der Baumreihe wird die unbefestigte Trasse der Wanderwegeverbindung dauerhaft gesichert und es ist gleichzeitig ein Landschaftsbild prägender Lückenschluss des Rundwegenetzes gelungen. Die touristische Erschließung im unmittelbaren Umfeld des Kurortes und damit auch die Erholungsfunktion des ländlichen Raumes haben durch die Pflanzmaßnahme eine Aufwertung erfahren.

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch plant unter diesem Aspekt zeitnah noch die Errichtung einer Sitzgelegenheit in Form einer Schutzhütte sowie zweier Sonnenliegen am Mittelweg.

Die Kosten für die Pflanzung belaufen sich inklusive einer 3-jährigen Entwicklungspflege auf ca. 9.600 EUR.

Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 83% der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Die Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch wird anteilig durch den Heimatverein übernommen sowie über Teilnehmerbeiträge nach § 19 FlurbG finanziert.

 

Weitere Pflanzmaßnahmen im Rahmen der Flurneuordnung Niederhermsdorf abgeschlossen

Im Kalenderjahr 2021 wurden die auf der Grundlage des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz plangenehmigten Pflanzungen MKZ 516-11 „Pflanzung Weg zu den Salbeifeldern“ und MKZ 517-07 „Pflanzung Ullrichs Delle“ ausgeführt.

Der Verband für Ländliche Neuordnung Sachsen wurde seitens der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf damit beauftragt, die Gehölzpflanzungen zu planen und die ordnungsgemäße Ausführung zu überwachen.

Die Bearbeitung umfasste u.a.

  • die Detailabstimmung der Pflanzmaßnahmen mit den örtlichen Landwirten und Grundstückseigentümern (z.B. hinsichtlich der benötigten Zufahrten, Abständen zwischen Wirtschaftsflächen und Zaunanlagen)
  • das Erstellen der Vergabeunterlagen
  • die Bauoberleitung inkl. Rechnungsprüfung und örtlicher Kontrollen
  • Terminabstimmungen und Protokolle der Abnahmen der Pflanzmaßnahmen

Mit der Maßnahme MKZ 516-11 „Pflanzung Weg zu den Salbeifeldern“ wurde entlang der ausgebauten Ortsstraße „Weg zu den Salbeifeldern“ eine wegbegleitende Anpflanzung von 25 Obstbäume neu angelegt. Diese trägt damit zu einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft sowie zur Aufwertung des Landschaftsbildes bei. Die Pflanzmaßnahme wurde von der Kohout’s Garten- und Landschaftsbau GmbH, Prietitz im IV. Quartal 2021 durchgeführt.

Die Pflanzmaßnahme MKZ 517-07 „Pflanzung Ullrichs Delle“ beinhaltete die Anlage einer 2-reihigen Heckenpflanzung an einer bestehenden Acker- /Grünlandgrenze sowie einer 3-reihigen Heckenpflanzung als Verbindungselement  zu einem bestehenden Mischwald) als Rand- und Saumstruktur auf einer Grünlandfläche.

Durch die Anlage der Hecke wird ein weiteres naturbetonendes Strukturelement angelegt, der vielfältige Lebensraumfunktionen für Flora und Fauna schafft. Außerdem wird die Hecke künftig Nistgelegenheit, Nahrung und Unterschlupf für Tiere bieten. Die Pflanzmaßnahme wurde im Eigenbetrieb der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf durch den Landwirt Andreas Krüger bereits im I. Quartal 2021 ausgeführt.

In den Folgejahren schließen sich für beide Pflanzmaßnahmen die Leistungen der Fertigstellungs- und Entwicklungspflegen an.

Die Kosten für die beiden Pflanzmaßnahmen belaufen sich auf ca. 14.300,00 EUR.

Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts finanziell unterstützt.

 

„Flurbereinigung Bielatal – Wege- und Gewässerplan nach § 41 Flurbereinigungsgesetz“

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

im Folgenden möchten wir Sie über die öffentliche Auslegung und den Inhalt des Planes über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen nach § 41 Flurbereinigungsgesetz (FlurbG), auch Wege- und Gewässerplan genannt, informieren.

Die öffentliche Ankündigung der Auslegung des Wege- und Gewässerplanes finden Sie als PDF im Anhang (Bekanntmachung zur Auslegung Wege- und Gewässerplan.pdf).

Weiterhin möchten wir Ihnen die im Plan über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen nach § 41 FlurbG beschlossenen Maßnahmen in einem Video oder als PDF-Präsentation (Präsentation Wege- und Gewässerplan.pdf) kurz näher vorstellen.

Zeitstempel des Videos

Min:Sek         Folie               Inhalt

00:17                     2                             Inhalt der Präsentation

00:39                     3                             Informationen

01:05                     4                             Aktueller Stand des Verfahrens

01:41                     6                             Der Plan über die gemeinschaftlichen und öffentlichen

                                                               Anlagen nach § 41 Flurbereinigungsgesetz

03:44                     10                           Vorstellung der Einzelmaßnahmen – Eingriff

04:00                     11                           Lückenschluss an den Linden

04:38                     12                           Rosenthaler Straße

05:23                     13                           Wiesenweg

06:24                     14                           Weg am Kohlberg

07:00                     15                           Anliegerweg Bahra

07:34                     16                           Bäckerweg

08:15                     17                           Alte Eisenstraße 1. BA

08:37                     18                           Ebschenweg

09:11                     19                           Wendehammer in der Harthe

09:33                     20                           Forstweg in Reichstein

09:50                     21                           Alte Eisenstraße 2. BA

10:24                     22                           Europäischer Fernwanderweg E3

10:46                     23                           Platzgestaltung Aussichtspunkt Panoramahöhe

11:32                     24                           Vorstellung der Einzelmaßnahmen – Ausgleich

11:56                     25                           Feldhecke Reichstein

12:18                     26                           Ergänzungspflanzung nördlich der Harthe

12:40                     27                           Obstbaumpflanzung am Bäckerweg

13:08                     28                           Eingrünung Wanderparkplatz Reichstein

13:25                     29                           Wegbegleitpflanzung am Wiesenweg

13:42                     30                           Feldhecke am Harthenberg

13:59                     31                           Feldhecke an der Panoramahöhe

14:29                     32                           Feldhecke am Ebschenweg

14:52                     33                           Baumpflanzung Langenhennersdorf

15:07                     34                           Streuobstwiese Langenhennersdorf

15:24                     35                           Feldgehölz am Weg zur Hasenwiese

15:47                     36                           Garten Eden

16:32                     38                           Kontakt

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Vorstandsvorsitzende

 

Die Teilnehmergemeinschaft Bielatal (TG) hat im letzten Jahr mit dem 
Ausbau des Bäckerweges (MKZ 115-01) und der Alten Eisenstraße 1.BA (MKZ116-01) 
zwei Verkehrsbaumaßnahmen durchgeführt.

Als Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur wird die TG durch drei Firmen fünf Pflanzmaßnahmen anlegen lassen.
In den nächsten Tagen bzw. Wochen werden folgende Pflanzmaßnahmen durchgeführt:

Garten Eden

Garten Eden (MKZ 517-05)

Am Ortseingang von Hermsdorf zwischen der Alten Eisenstraße und der Pirnaer Straße (S 169) befindet sich eine als Grünland genutzte Fläche.

Die Fläche wird mit verschiedenen Obstbäumen unterschiedlicher Sorten (ca. 40-45 Stk.) bepflanzt.

Bäckerweg

Obstbaumpflanzung am Bäckerweg (MKZ 516-06)

Entlang des Bäckerweges am Ortsrand von Hermsdorf werden die bestehenden und zu erhaltenden Obstbäume (Süßkirschen) um weitere Obstbäume zu einer Baumreihe ergänzt.

Die Bäume der beiden Pflanzungen werden mit einem Verbissschutz und einer Baumverankerung versehen.

Harthenberg

Feldhecke am Harthenberg (MKZ 516-09)

Die geplante Feldhecke befindet sich westlich des Harthenberges und verläuft ein Stück weit am östlichen Wegrand der Alten Eisenstraße und biegt anschließend entlang der vorhandenen Bewirtschaftungsgrenze Acker-Grünland ab. Die Pflanzung liegt damit direkt an der Gemeindegrenze zwischen der Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel und der Gemeinde Rosenthal-Bielatal.

Panoramahöhe

Feldhecke an der Panoramahöhe (MKZ 516-10)

Eine vorhandene Hecke in unmittelbarer Nähe der Panoramahöhe soll in Ost- und Westrichtung ergänzt werden.

Ebereschenweg

Feldhecke am Ebschenweg (MKZ 516-11)

Südlich des ehemaligen Kalbenhofes und des Kalbenberges, am Rand der sog. Rosenwiese soll eine Feldhecke angelegt werden. Sie verläuft entlang des östlichen Wegrandes vom Ebschenweg zwischen der Kreuzung mit der Alten Eisenstraße bis zu vorhandenen Gehölzen.  

Zum Schutz der Pflanzen werden alle Feldhecken mit einem umlaufenden Wildschutzzaun versehen.

Sehr geehrte Teilnehmer und Teilnehmerinnen,

im Zuge der Verfahrensbearbeitung sowie der Vorbereitung zur Umsetzung von Maßnahmen der Teilnehmergemeinschaft (TG) sind gehäuft Fragen zur Finanzierung im Flurbereinigungsverfahren an uns gerichtet worden. Wir haben ihnen daher im folgenden Informationsblatt die wichtigsten Punkte auf einen Blick zusammengefasst.

Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Bielatal plant im Rahmen der angeordneten Flurbereinigung nach Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) die Realisierung zahlreicher gemeinschaftlicher Anlagen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Wegebaumaßnahmen sowie daraus resultierende Kompensationsmaßnahmen (Pflanzmaßnahmen). Der konkrete Maßnahmenumfang wird allen Teilnehmern noch in einer Teilnehmerversammlung vorgestellt. Beachten Sie hierzu bitte Bekanntmachungen im jeweiligen Amtsblatt Ihrer Kommune. Bei der Finanzierung der Maßnahmen der TG fallen sogenannte Ausführungskosten an.

Diese Ausführungskosten werden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen zu 84% (bei Dorfentwicklungsmaßnahmen 75%) bezuschusst. Die verbleibende Eigenleistung (16 bzw. 25%) tragen die Teilnehmer des Verfahrens. Teilnehmer sind die Eigentümer der zum Neuordnungsgebiet gehörenden Grundstücke sowie die Erbbauberechtigten. Die Teilnehmer bilden die Teilnehmergemeinschaft.

Zur Finanzierung der Eigenleistung kann die TG die Teilnehmer zu Beiträgen (§ 19 FlurbG; Geld- oder Sachbeiträge) heranziehen. Maßstab für die Beiträge ist der Wert der neuen Grundstücke (Abfindungsgrundstücke). Die genaue Höhe der Beiträge steht allerdings erst mit dem Flurbereinigungsplan fest. Bis zu diesem Verfahrensschritt kann die Teilnehmergemeinschaft daher einen vorläufigen Beitragsmaßstab (z. B. die Fläche der alten Grundstücke) festlegen und Vorschüsse auf den endgültigen Beitrag erheben.

Gemäß der Aufklärungsversammlung vom 23.02.2010 beträgt die voraussichtliche Eigenleistung in der Flurbereinigung Bielatal maximal 160 € je Hektar. Dies bedeutet, dem Beispiel nach der Fläche folgend, dass ein Grundstück in der Ortslage mit ca. 1.000 m² Grundstücksfläche 16,- € an Vorschuss zu zahlen hat. Hierbei handelt es sich nicht um einen wiederkehrenden Betrag, der jährlich zu entrichten ist. Der gezahlte Vorschuss wird später mit dem tatsächlichen Beitrag nach dem Wert der Abfindungsgrundstücke verrechnet. Bei größeren Beträgen ist eine Ratenzahlung möglich.

Im Rahmen der Flurbereinigung werden die Kosten der einzelnen Maßnahmen nicht auf die an die Maßnahme angrenzenden Grundstückseigentümer umgelegt, wie das z.B. bei Erschließungsbeiträgen nach dem Baugesetzbuch der Fall ist. Vielmehr tragen alle Verfahrensteilnehmer solidarisch die Kosten der vom gewählten Vorstand beschlossenen Maßnahmen. Damit verteilen sich die Kosten auf einen größeren Kreis von Eigentümern und der Einzelne wird entlastet.

Da die TG mit der aufgeklärten Eigenleistung in Höhe von max. 160,- €/ha nicht alle derzeit geplanten Maßnahmen finanzieren kann, bemüht sich die TG Eigenleistung bei Dritten (vorwiegend die Gemeinde Rosenthal-Bielatal und die Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel) einzuwerben.

Die in 2020/2021 geplanten Maßnahmen an der ehemaligen Bäckerei in Hermsdorf sowie der erste Abschnitt der Alten Eisenstraße werden von der Gemeinde Rosenthal-Bielatal vorfinanziert, so dass frühestens 2021 mit einer Vorschusserhebung zu rechnen ist. Die Vorschusserhebung wird den Teilnehmern vorher an Hand von Beispielen in einer Teilnehmerversammlung näher erläutert.

Der Vorstand wird alle Angelegenheiten der Finanzierung stets transparent und nachvollziehbar gestalten. Bei Bedarf können die Teilnehmer jederzeit Einsicht in die Unterlagen nehmen.

Um die Region an der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen und zur Verbesserung des persönlichen Wohn- und Arbeitsumfeldes im Ländlichen Raum beizutragen, ist die Mitwirkung aller Akteure notwendig. Die Flurbereinigung ist ein aufwändiger und damit zeitintensiver Prozess. Um die eröffnete Entwicklungschance wahrzunehmen ist es daher wichtig, dass alle handelnden Behörden, Kommunen sowie die Eigentümer und Bürger im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitwirken und so zum Gelingen beitragen. Nur so wird es möglich sein die zahlreichen Maßnahmen umzusetzen und erhebliche Fördermittel in der Region zu binden.

Für Rückfragen steht Ihnen folgende Mitarbeiterin des Landratsamtes jederzeit gern zur Verfügung:

  • Frau Cathrin Kielstein (Die Vorsitzende des Vorstandes der TG; Tel.: 03501 515-3610; cathrin.kielstein@landratsamt-pirna.de)

Die Anschrift lautet:

Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Bielatal
Landratsamt Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge
Schloßpark 4
01796 Pirna

Sie finden diese Information jederzeit zum Nachlesen auch auf der Internetseite des Landratsamtes http://www.landratsamt-pirna.de/laendliche-entwicklung-bodenordnung.html unter Aktuelles.

Allgemeine Information finden sie weiterhin unter www.laendlicher-raum.sachsen.de/338.htm.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Vorstandsvorsitzende

Weitere allgemeine Informationen erhalten Sie hier: https://www.laendlicher-raum.sachsen.de/

01796 Pirna, Schloßpark 4

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
Fax
03501 5158-3610
E-Mail

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