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Referate Ländliche Entwicklung / Bodenordnung 1 und 2

Aktuelles

Flurbereinigung Gohrisch, Eingrünung des Wanderparkplatzes in Pfaffendorf abgeschlossen

Im Zuge der Umsetzung der Maßnahmen des genehmigten Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz hat die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch im November 2018 eine weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme fertiggestellt.

Die Grünordnung um den neu geschaffenen Wanderparkplatz an der Cunnersdorfer Straße im Ortsteil Pfaffendorf wurde auch mit dem Ziel vorgenommen, die Auswirkungen des Parkplatzes auf die Natur und Landschaft zu reduzieren und das Landschaftsbild aufzuwerten.

Die ohnehin schon vorhandene Baum- und Gehölzgruppe wurde um zwei weitere Hainbuchen sowie diverse Sträucher ergänzt. Im Bereich des neu angelegten Parkplatzes wurden die dafür vorgesehenen Pflanzinseln ebenfalls mit Sträuchern bepflanzt. Im Anschluss an den neu geschaffenen Parkplatz wurde ein neuer  5 m breiter Grünstreifen mit mehreren Bäumen und Sträuchern bepflanzt, dieser stellt auch eine Abgrenzung zu den landwirtschaftlichen Flächen dar und soll künftig noch um zwei Sitzgruppen als Rastplatz ergänzt werden.

Insgesamt wurden 7 Bäume sowie 52 Sträucher neu gepflanzt, diese landschaftspflegerischen Arbeiten wurden  im Auftrag der Teilgemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch durch die  Firma Garten- und Landschaftsbau M. Hamisch, Kleinhennersdorf ausgeführt. Die Kosten hierfür belaufen sich, inklusive einer 3-jährigen Entwicklungspflege der Pflanzung, auf ca. 17.000 EUR.

Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 83% der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Die Eigenmittel der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch wurden von der Stadt Königstein übernommen.

Flurneuordnung Niederhermsdorf, Weg zur Quäne fertig gestellt

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Weg vor dem Ausbau

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Weg nach dem grundhaften Ausbau

Die Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf schließt den Ausbau der Maßnahme MKZ 116-05 „Weg zur Quäne“ ab.

Mit dem Bauvorhaben „Weg zur Quäne“ konnte die Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf eine weitere Infrastrukturmaßnahme des plangenehmigten Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz zwischenzeitlich für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigeben.

Angepasst an die Beanspruchung des Wirtschaftsweges erfolgte ein grundhafter Ausbau mit einer Ortbetonspurbahn auf einer Länge von 315m, die Fahrbahnbreite des Weges beträgt 3,00 m, die Kronenbreite 4,00 m, wobei die beiden Fahrspuren jeweils eine Breite von 1,00 m aufweisen.

Der an den ländlichen Charakter angepasste Ausbau des Wirtschaftsweges mit einer vergleichswiese geringen Versiegelung dient vorrangig der Erschließung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und ermöglicht eine nachhaltige Landnutzung, ihm kommt aber auch eine touristische Funktion als Rad- und Wanderweg zu.

Mit der Ausführung der Baumaßnahme wurde am 18.06.2018 durch die Firma STRABAG AG, Niederlassung Dresden, begonnen. Die Abnahme des Bauvorhabens erfolgte am 30.08.2018.

Die Baukosten beliefen sich auf ca. 165.000 Euro. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 90% der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Die Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf wurde von der Großen Kreisstadt Freital übernommen.

Im Kalenderjahr 2019 plant die Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Niederhermsdorf die weitere Gestaltung des Randbereiches des Wirtschaftsweges durch die Neuanlage einer wegebegleitenden Obstbaumpflanzung.

 

 

 

Flurbereinigung Gohrisch, Neuer Wanderparkplatz in Pfaffendorf hergestellt

Das Landschaftsbild der Sächsischen Schweiz ist durch ein enges Nebeneinander von unberührter Natur, Besiedelung und Tourismus sowie land- und forstwirtschaftlicher Bewirtschaftung geprägt. Das macht sie aus, die Vielfalt einer Kulturlandschaft. Das schafft aber auch Konflikte, für die man ausgeglichene Lösungen suchen muss.

Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen des Wege- und Gewässerplanes nach § 41 Flurbereinigungsgesetz hat die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch daher im Zeitraum vom 09.04.2018 bis 15.06.2018 den Ausbau des land- und forstwirtschaftlichen „Weges zum Königsteiner Steig“ und in diesem Zusammenhang auch den Neubau eines Wanderparkplatzes an der Cunnersdorfer Straße im Ortsteil Pfaffendorf abgeschlossen. Ausgangspunkt war der schlechte Zustand des Wirtschaftsweges, der auch auf die hohe Beanspruchung durch parkende und wendende PKW zurückzuführen war, die aufgrund fehlender Parkmöglichkeiten auf dem Wirtschaftsweg sowie den angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen parkten.

Damit verbunden waren auch Aufwuchs- und Ertragsschäden für die jeweiligen Flächenbewirtschafter. Gleichzeitig führte insbesondere die zugeparkte Einfahrt des Weges vielfach zu Schwierigkeiten bei der Erreichbarkeit der Flächen mit der entsprechenden land- und forstwirtschaftlichen Technik. Bedingt durch die Nähe zum Pfaffenstein besitzt der Weg zum Königsteiner Steig neben der Erschließungsfunktion der land- und forstwirtschaftlichen Flächen in den Gemarkungen Pfaffendorf und Cunnersdorf auch eine unmittelbare Anbindung an das Wanderwegenetz und ist somit ein zentraler Ausgangspunkt für den Wandertourismus.

Der grundhafte Ausbau des Wirtschaftsweges erfolgte unter Berücksichtigung der zukünftigen Beanspruchung im Bereich der gemeinsam genutzten Zufahrt zum Parkplatz in Asphaltbauweise. Im weiteren Verlauf wurde der Weg auf etwa 100m mit einer sandgeschlämmten Schotterdecke versehen. Die öffentlichen Stellplätze für den ruhenden Verkehr in der Nähe des Pfaffensteins sollen nun die Freihaltung der Fahrstreifen des Weges zum Königsteiner Steig für den fließenden land- und forstwirtschaftlichen Verkehr gewährleisten. Gleichzeitig konnte eine verkehrssichere und barrierefreie Zugänglichkeit für Besucher geschaffen werden.

Der Wanderparkplatz weist 40 Stellflächen für PKW aus und wurde hinter einer bestehenden Baum- und Gehölzgruppe platziert, so dass dieser das Landschaftsbild durch Fahrzeuge nur eingeschränkt beeinträchtigt. Die Parkflächen wurden bedarfs- und umweltgerecht befestigt, auch unter dem Aspekt, dass das anfallende Oberflächenwasser von den Parkflächen schadlos abgeleitet werden kann. Weitere Gestaltungs- und Bepflanzungsmaßnahmen, wie die Eingrünung mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern, das Aufstellen zweier Sitzgruppen sowie einer Informationstafel mit Wanderkarte, sind seitens der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch für den Herbst 2018 geplant.

Die Bereitstellung der für den Parkplatz benötigten Eigentumsflächen konnte im Rahmen der Flurbereinigung durch einen Flächentausch und den Abschluss von Abfindungsvereinbarungen realisiert werden. Den Auftrag für den Bau erhielt die Firma Sebnitztalbau GmbH in Sebnitz. Die Kosten hierfür beliefen sich auf ca. 159 TEUR. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mit einer Förderung von 83% der Gesamtausführungskosten finanziell unterstützt.

Die Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kurort Gohrisch wurde von der Stadt Königstein übernommen. Die Umsetzung des Vorhabens zeigt, dass die Flurbereinigung ein Entwicklungsinstrument für den ländlichen Raum sein kann, das vielfältige Interessenlagen, aber auch komplexe Nutzungskonflikte zu nachhaltigen Gesamtlösungen führen und dafür notwendige Flächen ohne maßgeblichen Flächenentzug bei Einzelnen in den Vorhabensbereich gelegt werden können.

Ländliche Neuordnung Grumbach, Allgemeine Informationen zum Neuordnungsverfahren

Das Flurbereinigungsverfahren Ländliche Neuordnung Grumbach wurde 1998 durch die obere Flurbereinigungsbehörde beim ehemaligen Staatlichen Amt für Ländliche Neuordnung Kamenz angeordnet. Es ist ca. 1624 ha groß und es sind derzeit 746 Besitzstände beteiligt. Teilnehmer am Verfahren sind die Grundstückseigentümer und mögliche Erbbauberechtigte. Pächter und Rechteinhaber sind am Verfahren Nebenbeteiligte.

Als Ziel des Verfahrens wurden die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft, die Förderung der allgemeinen Landeskultur und der Landentwicklung sowie die Realisierung von Maßnahmen der Dorfentwicklung, des Umwelt- und Naturschutzes und der Landespflege benannt. Konkret sollten die ungeklärten Eigentumsverhältnisse, die fehlende rechtliche Zuwegung bzw. die ungenügende Erschließung einiger Grundstücke, ungeklärte Eigentumsverhältnisse im Bereich öffentlicher Straßen, Wege und Gewässer sowie der schlechte Zustand der Wirtschaftswege beseitigt werden.

Mit der Realisierung der Wegebau- bzw. Pflanzmaßnahmen hat die Teilnehmergemeinschaft (TG) im Jahre 2000 begonnen. Bislang wurden 7 Ortsstraßen im Rahmen der Dorfentwicklung und 7 öffentliche Feld- und Waldwege ausgebaut. Weiterhin wurden 7 Pflanzmaßnahmen sowie eine Renaturierung durchgeführt. Die Straßenbaulast (Herstellung eines verkehrssicheren  Zustandes) aller durch die Teilnehmergemeinschaft hergestellten Straßen und Wege liegt bei der Stadt Wilsdruff.

Die TG möchte darauf hinweisen, dass sie nicht der derzeitige Straßenbaulastträger für die nicht ausgebauten Plattenwege wie .B. der Mittelweg, die Helbigsdorfer Länge, Clausnitzers Feldweg, etc. ist. Die Straßenbaulast soll im noch aufzustellenden Flurbereinigungsplan entsprechend einer Vereinbarung aus dem Jahr 2008 an die Stadt Wilsdruff übergehen. Bereits durchgeführte Verfahrensschritte sind die Ortslagenverhandlung (hier sind bei Notwendigkeit sind Fortführungen möglich), die Vermessung der Gewannen (Zuteilungsfläche im Verfahren, die durch Straßen, Wege, Gewässer, Zäune, Hecken, Wälder begrenzt ist) und die örtlichen Arbeiten der Wertermittlung.

Die TG will in den nächsten Jahren den Bereich von Naumanns Feldweg neu gestalten. Dazu soll der Weg ausgebaut und die angrenzenden Flächen als natürliche Rückhalteflächen für mögliche Hochwasser genutzt werden. Der ebenfalls angrenzende Feldbach soll renaturiert werden. Die entsprechende Planung soll noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Finanziert werden diese Maßnahmen aus Fördermitteln des Bundes und des Freistaates (85 %) sowie dem Eigenleistungsanteil der Teilnehmer (15%). Dieser Eigenleistungsanteil wird auf die gesamte TG umgelegt. In der  Aufklärungsveranstaltung wurde für diesen Anteil eine bergrenze von 350 DM/ha (179 €/ha) genannt. Schon jetzt lässt sich abschätzen, dass dieser Betrag durch die Übernahme des Eigenleistungsanteils von Wegebau- und Pflanzkosten durch die Stadt Wilsdruff und die Agrar GmbH „Dresdener Vorland“ sehr viel geringer für den einzelnen Teilnehmer ausfallen wird.

Informationen zur Arbeit der TG bzw. zum Stand des Verfahrens können die Beteiligten in den Teilnehmerversammlungen erfahren. Diese Versammlungen finden jährlich statt oder sind auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen für bestimmte Verfahrensschritte durchzuführen. Zu diesen Versammlungen erfolgt die Einladung ebenfalls im Amtsblatt. Auskünfte erteile ich gern auch telefonisch unter der Nummer 03501 515 3610 bzw. Herrn Ehrlich unter der Durchwahl -3611 oder senden sie Ihre Fragen per Email an leb@landratsamtpirna. de. Sollten Sie ein persönliches Gespräch wünschen, bitte ich um vorherige Terminvereinbarung. In diesem Fall sind wir unter der Adresse: Krietzschwitzer Straße 1, 01796 Pirna erreichbar. Als Postanschrift nutzen sie bitte 01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54.

Flöter

Vorsitzende des Vorstandes der TG

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