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Aktuelles

Tierseuchenübung am 14.03.2020 „Afrikanische Schweinepest“ im Walderlebniszentrum Leupoldishain

Sehr geehrte Jägerinnen und Jäger,

 

mit dem am 22.01.2020 offiziell bestätigten Fall der ASP[1] in Polen ist die Tierseuche auf 12 km an die Grenze von Sachsen herangerückt. Der Freistaat errichtet zwar eine Wildtierbarriere entlang der Grenze, aber das Friedrich-Löffler-Institut hat das Risiko für den Eintrag der Seuche durch einwandernde infizierte Wildschweine als „hoch“ eingestuft.[2]

 

Die landesweite Tierseuchenübung in Sachsen im Dezember 2019 hat gezeigt, dass nur die Zusammenarbeit von allen erforderlichen Mitwirkenden zu einem schnellen und konsequenten Handeln führen kann. In der Initialphase des Ausbruches wird eine unverzügliche Aktivierung der Einsatzstrukturen von großer Bedeutung sein, um wichtige Daten zur Bewertung der Seuchensituation zu erlangen. Dazu zählen die verstärkte Fallwildsuche im Ausbruchsgebiet und die sachgerechte Kadaverbergung mit Beprobung und die epidemiologische Erfassung der Fundstellen.

 

Für unseren Landkreis wollen wir deswegen - hoffentlich noch rechtzeitig - eine Tierseuchenübung mit Schwerpunkt auf der operativen Seite durchführen. Am 13. und 14.03.2020 wird in Kooperation mit dem Sachsenforst, den hiesigen Jagdverbänden, dem THW und dem Referat für Katastrophenschutz eine ASP-Übung organisiert werden. Am ersten Tag soll v. a. die administrative Seite im Stabsraum des Landratsamtes durchgespielt werden.

 

Am Samstag, dem 14.03.2020, soll in dem vom Staatsbetrieb Sachsenforst unterhaltenen Walderlebniszentrum Leupoldishain eine Wildschweinkadaversuche und -bergung mittels der drei favorisierten Methoden (Menschenkette, Hundestaffeln und Drohnen) durchgeführt werden. Des Weiteren planen wir für die Teilnehmer einen Workshop, bei dem sie sich an einzelnen Stationen zu Fragen der zu erwartenden Maßnahmen im Ernstfall, zur Biosicherheit auf der Jagd, Kastenfangmethoden und zur Fallwildsuche und Kadaverbergung informieren können.

 

Wir bitten alle interessierten Jäger*innen des Landkreises Sächsische Schweiz Osterzgebirge sich verbindlich bis zum 10.03.2020 unter Angabe ihres Namens und Jagdbezirkes telefonisch zu den Öffnungszeiten (03501 515 2401) oder unter folgender E-Mail-Adresse anzumelden:
lueva@landratsamt-pirna.de.

 

Der Katastrophenschutzzug wird eine Gulaschkanone zur Verpflegung bereitstellen, wo sich jeder Teilnehmer gegen einen kleinen Unkostenbeitrag stärken kann.

 

 

Datum:            14.03.2020

Zeit:                 Registrierung ab 09:00 Uhr

                        Beginn der Veranstaltung 10:00 Uhr

                        Voraussichtliches Ende gegen 15:00 Uhr

Ort:                  Walderlebniszentrum Leupoldishain

                        Nikolsdorfer  Berg 10
                        01824 Königstein OT Leupoldishain

 

Anreise mit dem Auto:

A17, Ausfahrt 6 – Pirna Richtung Pirna, weiter auf B172 Richtung Königstein, Bad Schandau, im Kreisverkehr auf Königsteiner Straße Richtung Leupoldishain, in Leupoldishain leicht rechts abbiegen auf Nikolsdorfer Berg. Die Parkplätze sind limitiert, daher möchten wir Sie bitten, Fahrgemeinschaften zu bilden.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie als aktiver Jäger an dieser Veranstaltung teilnehmen und mit uns gemeinsam in einen Erfahrungsaustausch zu diesem hochbrisanten Thema treten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Forgber

Amtsleiterin

 

[1] Quelle ADNS  https://www.oie.int/wahis_2/public/wahid.php/Diseaseinformation/WI Stand 30.01.2020

[2] Quelle Friedrich Löffler Institut „Qualitative Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus Verbreitungsgebieten in Europa nach Deutschland“ Stand Dezember 2019

Medikamentöse Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroatose - Medikamentenbestellung

Für die medikamentöse Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroatose gemäß Richtlinie des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Bekämpfung der Varroatose bei Honigbienen vom 12. Oktober 1994 (Sächs.ABl. S. 1363), enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 11. Dezember 2009 (SächsABl.SDr. S. 2553),

erfolgt auch 2020 die kostenlose Auslieferung der Medikamente über das Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- u. Veterinäramt.

Folgende Festlegungen sind zu beachten:

  1. Grundlage für die Medikamentenbestellung ist die erfolgte Meldung der Anzahl der Völker und die entsprechende Beitragszahlung an die Sächsische Tierseuchenkasse.
  1. Je gemeldetes Volk erhält der Imker
      • 50 ml Oxalsäuredihydrat (3,5%)  oder
      • 0,5 l   Ameisensäure (60 %ig)   oder
      • 2 Schalen Apiguard pro Volk

Bei der Bestellung von Oxalsäuredihydrat ist zu berücksichtigen, dass der Hersteller nur Packungsgrößen zu je 500 ml in den Verkehr bringt. Um den ordnungsgemäßen Umgang mit diesem Medikament zu sichern, bedeutet das, dass an Imker mit weniger als 10 Völkern nur  Ameisensäure oder Apiguard abgegeben wird (bitte auch bei Vereinen beachten!).

  1. Der Bezug erfolgt über das Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat   Lebensmittelüberwachungs- u. Veterinäramt des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Bestellung ist bis 15.04.2020 durch die Imkervereine oder nicht organisierte Imker anzumelden.

Kontakt:        lueva@landratsamt-pirna.de

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz,

Referat Lebensmittelüberwachungs- u. Veterinäramt

Schloßhof 2/4, 01796 Pirna

Tel. 03501 515-2401

Bestellformular Bienenmedikamente

An alle Schweinehalter des Landkreises mit einer derzeit gültigen Genehmigung zur Freilandhaltung von Schweinen

Allgemeinverfügung

Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der Schweinehaltungshygiene - Verordnung

 

Das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge erlässt folgende

 

Allgemeinverfügung:

  1. Alle derzeitig gültigen Genehmigungen zur Haltung von Schweinen in Freilandhaltung werden mit Wirkung zum 01.02.2020 widerrufen.

Hinweis:

Alle gewerblichen Schweinehalter, welche Schweine ab dem 01.02.2020 in Freilandhaltung halten, haben bis zum 31.01.2020 einen formlosen Antrag zur Genehmigung der Freilandhaltung schriftlich oder elektronisch beim Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt zu stellen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird diese Genehmigung (mit entsprechenden tierseuchenrechtlichen Auflagen gemäß  § 4 Abs. 3 Satz 4 Schweinehaltungshygiene – Verordnung) kostenfrei erteilt.

  1. Für die Anordnung unter Ziffer 1 wird die sofortige Vollziehung angeordnet.
  2. Sollten Schweine nach Erlöschen der Genehmigung gemäß Ziffer 1 in Freilandhaltung gehalten werden und keine fristgerechte Antragstellung erfolgt sein, wird hiermit ein Zwangsgeld in Höhe von 2.000,00 € für jeden Fall der Zuwiderhandlung angedroht.
  3. Diese Allgemeinverfügung tritt mit dem auf die Bekanntmachung folgenden Tag in Kraft.
  4. Für diese Allgemeinverfügung werden keine Kosten erhoben.

Begründung:

  1. Sachverhalt

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ursprünglich auf Afrika begrenzt war. Ab Juni 2007 breitete sich die ASP von Georgien in die Nachbarländer aus. Seit 2014 tritt sie in den baltischen Staaten und Polen auf. 2017 breitete sie sich in die Tschechische Republik, nach Moldawien und Rumänien aus. Im Jahr 2018 wurden erste Fälle in Ungarn, Bulgarien und Belgien sowie in China gemeldet und im Jahr 2019 in der Slowakei, Serbien, Mongolei, Vietnam, Kambodscha, Nordkorea, Myanmar, Südkorea, Philippinen, Ost-Timor, Indonesien und Laos. 

 

Am 14.11.2019 wurde ein Ausbruch in Westpolen im Distrikt von Wschowski im Westen von Polen festgestellt. Mit heutigem Stand wurde ein ASP-Virus positives Schwein ca. 21 km von der deutschen Grenze entfernt aufgefunden. Die Restriktionszonen reichen bis an die deutsche Grenze heran. Dieses flächenhafte Seuchengeschehen bedingt eine erneute Risikobewertung der Gefährdungslage zum Eintrag des ASP - Erregers in die Schwarzwildpopulation nach Deutschland. [1]

 

II.         Rechtliche Würdigung

 

Grundlage unserer sachlichen Zuständigkeit und dieser Verfügung ist das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst im Freistaat Sachsen (SächsGDG) vom 11. Dezember 1991 (SächsGVBl. Bl.-Nr. 34 S. 413) § 8 Abs. 2 das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst im Freistaat Sachsen (SächsGDG) vom 11. Dezember 1991 (SächsGVBl. S. 413), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 2. April 2014 (SächsGVBl. S. 266) in Verbindung mit § 1 Abs. 2 des Sächsisches Ausführungsgesetz zum Tiergesundheitsgesetz (SächsAGTierGesG) vom 9. Juli 2014.

 

Unsere örtliche Zuständigkeit geht aus § 3 VwVfG (Verwaltungsverfahrensgesetz) vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102) zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749) in Verbindung mit dem Gesetz zur Regelung des Verwaltungsverfahrens- und des Verwaltungszustellungsrechts für den Freistaat Sachsen und zur Änderung anderer Gesetze vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. Bl.-Nr. 6 S. 142) hervor.

 

Zu Ziffer 1:

 

Gemäß § 4 Abs. 3 Schweinehaltungshygiene - Verordnung ist die Haltung von Schweinen in Freilandhaltung genehmigungspflichtig. Mit dem am 14.11.2019 amtlichen festgestellten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Schwarzwild in Westpolen und der Ausbreitung der Tierseuche bis auf 21 km vor der deutschen Grenze hat die Gefährdungslage in Sachsen erheblich erhöht. Das Friedrich Löffler Institut, das Nationale Referenzlabor für ASP, bewertet das Risiko des Eintrages durch die Migration von infizierten Wildschweinen als hoch. Die Verschleppung des Erregers durch den Menschen wird weiterhin in der aktuellen Risikobewertung als hoch eingestuft. [1]

 

Nach Aktenlage haben derzeit Schweinehalter eine Genehmigung zur Freilandhaltung ohne tierseuchenrechtliche Auflagen, welche nicht der aktuellen Gefährdungslage entsprechen. Die derzeit gültigen Genehmigungen können gemäß § 4 Abs. 3 Satz 5 Nr. 2 Schweinehaltungshygiene - Verordnung i. V. m. § 49 Abs. 2 Nr.1 Verwaltungsverfahrensgesetz widerrufen werden, wenn der Betrieb in einem Gebiet liegt, das durch Tierseuchen bei Wildtieren gefährdet ist. Dies ist aufgrund der Annäherung der ASP an das Bundesgebiet und der vorgenannten Risikobewertung der Fall.

 

Schweine in Freilandhaltung sind aufgrund der besonderen Haltungsbedingungen und baulichen Gegebenheiten einem höheren Risiko der Übertragung infektiöser Wildschweinkrankheiten ausgesetzt als eingestallte Schweine. Der Eintrag der ASP als anzeigepflichtige Tierseuche in den Hausschweinebestand geht mit erheblichen tierseuchenrechtlichen Maßnahmen für alle Schweinehalter in den Restriktionszonen einher. Der drohende volkswirtschaftliche Schaden in ganz Deutschland setzt sich neben den Entschädigungsleistungen der Tierseuchenkassen auch aus Aufwendungen zur Bekämpfung der Seuche, aus Einbußen beim Handel sowie Erlösverlusten der Fleischwarenindustrie zusammen, d. h. die vor- und nachgelagerten Industriezweige wären auch erheblich betroffen.

 

Der Widerruf der derzeitig gültigen Freilandhaltungsgenehmigungen für Schweine, welche nicht der aktuellen Gefährdungslage durch die ASP entsprechen, und der Erlass neuer Genehmigungen mit tierseuchenrechtlichen Auflagen, ist das geeignete und mildeste Mittel, um die Genehmigungen der aktuellen Gefährdungslage anzupassen.

 

Das öffentliche Interesse, eine Einschleppung des ASP-Virus in den Hausschweinebestand bzw. eine Verschleppung des Virus zu verhindern, ist nach der bestehenden Gefährdungslage höher zu bewerten als das Interesse des einzelnen Schweinehalters an einer auflagenfreien Freilandhaltung. Um im Tierseuchenfall schnell und konsequent handeln zu können, sind die Genehmigungen mit entsprechenden tierseuchenrechtlichen Auflagen gemäß  § 4 Abs. 3 Satz 4 Schweinehaltungshygiene - Verordnung entsprechend der aktuellen Gefährdungslage zu erlassen. Im Ausbruchsfall sind alle Schweine unverzüglich aufzustallen, um das Risiko eines Eintrags des Erregers von der Wildschweinpopulation in die Hausschweinpopulation zu minimieren. Ist eine Aufstallung der Schweine nicht möglich, sind diese Schweine unverzüglich zu schlachten bzw. töten zu lassen.

 

Zu Ziffer 2:

 

Gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsverordnung wird die sofortige Vollziehung angeordnet. Die sofortige Vollziehung liegt im öffentlichen Interesse und überwiegt das Interesse des einzelnen Schweinehalters an der Nichtvollziehbarkeit während der Dauer eines Widerspruchsverfahrens. Das Abwarten der Widerspruchsentscheidung würde dazu führen, dass bestehende Genehmigungen zur Freilandhaltung von Schweinen ohne tierseuchenrechtliche Auflagen bis zur Entscheidung über den Widerspruch Bestand hätten. Ohne tierseuchenrechtliche Auflagen gemäß  § 4 Abs. 3 Satz 4 Schweinehaltungshygiene - Verordnung (Aufstallung im Ausbruchsfall) könnte jedoch im Tierseuchenfall nicht schnell genug und konsequent gehandelt werden, um das Risiko eines Eintrags des Erregers von der Wildschweinpopulation in die Hausschweinpopulation zu minimieren.

 

Zu Ziffer 3:

 

Die Androhung der Zwangsmittel beruht auf §§ 19, 20, 21, 24 SächsVwVG (Sächsisches Verwaltungsvollstreckungsgesetz).

Maßnahmen können im Falle, dass der Tierhalter seine Mitwirkung verweigert, zwangsweise im Wege des Verwaltungszwangs durchgesetzt und damit vollstreckt werden. Gemäß §§ 19 und 20 des Sächsischen Verwaltungsvollstreckungsgesetzes wird hiermit die Vollstreckung der Anordnungen unter Ziffer 2 mittels Zwangsgeld in Höhe von 2.000,00 € angedroht. Die aktuelle Gefährdungslage erfordert zwingend den Erlass von Genehmigungen zur Freilandhaltung von Schweinen mit entsprechenden tierseuchenrechtlichen Auflagen, um das Risiko der Verschleppung der ASP zu minimieren.

 

Das angedrohte Zwangsmittel ist angemessen, erforderlich und zweckmäßig, um die Anordnungen unter Ziffer 2 zu vollziehen.

 

Zu Ziffer 4:

 

Die Bekanntgabe der Allgemeinverfügung erfolgt auf der Grundlage des § 1 des Gesetzes zur Regelung des Verwaltungsverfahrens und des Verwaltungszustellungsrechts für den Freistaat Sachsen (m. § 41 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Danach gilt eine Allgemeinverfügung zwei Wochen nach der ortsüblichen Bekanntmachung als bekannt gegeben. Die Bekanntmachung erfolgt nach § 41 Abs. 4 S. 1 und 2 VwVfG durch die ortsübliche Bekanntmachung des verfügenden Teils. Die vollständige Begründung kann in jeder Dienststelle der Landesdirektion Sachsen zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.
 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Adressatenkreis so groß ist, dass er, bezogen auf Zeit und Zweck der Regelung, vernünftigerweise nicht mehr in Form einer Einzelbekanntgabe angesprochen werden kann. Von einer Anhörung wurde daher auf der Grundlage des § 28 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG abgesehen.

Die Bekanntgabe der Allgemeinverfügung erfolgt auf der Grundlage des § 1 des Gesetzes zur Regelung des Verwaltungsverfahrens und des Verwaltungszustellungsrechts für den Freistaat Sachsen (SächsVwVfZG) i. V. m. § 41 Abs. 4  Satz 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Danach gilt eine Allgemeinverfügung zwei Wochen nach der ortsüblichen Bekanntmachung als bekannt gegeben. In einer Allgemeinverfügung kann ein hiervon abweichender Tag, jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag, bestimmt werden.

 

Die Bekanntmachung erfolgt nach § 41 Abs. 4 S. 1 und 2 VwVfG durch die ortsübliche Bekanntmachung des verfügenden Teils. Die vollständige Begründung kann zu den Geschäftszeiten des Amtes für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna eingesehen werden.

 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Adressatenkreis so groß ist, dass er, bezogen auf Zeit und Zweck der Regelung, vernünftigerweise nicht mehr in Form einer Einzelbekanntgabe angesprochen werden kann. Von einer Anhörung wurde daher auf der Grundlage des § 28 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG abgesehen.

 

Die Allgemeinverfügung kann zu den Geschäftszeiten in den Räumen des Amtes für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes (Adresse: Schloßhof 2/4, 01796 Pirna) eingesehen werden.

 

Zu Ziffer 5:

 

Die Kostenentscheidung ergibt sich aus § 3 Abs. 1 Nr. 3 des Verwaltungskostengesetzes des Freistaates Sachsen (SächsVwKG).

 

Rechtsbehelfsbelehrung:

 

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, Landratsamt, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna schriftlich, in elektronischer Form nach § 3 a Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes oder zur Niederschrift einzulegen.

 

Benita Plischke

Amtstierärztin

 

[1] Quelle Friedrich Löffler Institut „Qualitative Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus Verbreitungsgebieten in Europa nach Deutschland“ Stand Dezember 2019

Die Amtstierärztin Benita Plischke informiert zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Die hochansteckende seuchenhaft verlaufende Viruserkrankung - ASP bedroht unsere heimische Schwarzwildbestände und die Schweinebestände in der Landwirtschaft. Für Menschen und andere Tiere ist sie ungefährlich. Die Übertragung des Virus erfolgt insbesondere über virushaltige Lebensmittel (Fleisch und Wurstwaren aus infizierten Gebieten), kontaminierte Gegenstände und direkt von Tier zu Tier.

Seit mehreren Jahren grassiert die Seuche schon in den Baltischen Staaten und in Polen. Seit letztem Sommer trat die ASP zum ersten Mal in Tschechien und in Rumänien auf. Die Infektion verläuft fast immer tödlich für die erkrankten Schweine. Um einen Eintrag der ASP frühzeitig zu erkennen, muss jedes totes Wildschwein(Fallwild) untersucht werden.

Wie können Sie helfen, dass diese Seuche nicht nach Deutschland eingeschleppt wird:

1. Küchenabfälle oder Essensreste dürfen grundsätzlich nicht an Schweine (Haus- und Wild-schweine) verfüttert werden!

2. Entsorgen Sie alle Lebensmittel wildtiersicher! (Stein auf die Biotonnen, keine Fleisch- und Wurstwaren auf dem offenen Kompost etc.)

3. Insbesondere von unkontrolliert aus dem Ausland eingeführten Fleisch- und Wursterzeugnissen (z. B. durch Touristen oder ausländische (Saison)-Arbeitskräfte) aus Ländern, in denen Schweinepest auftritt, geht ein erhöhtes Risiko aus. Entsprechende Produkte sollten grundsätzlich nicht mit nach Deutschland gebracht werden.

4. Melden Sie alle toten Wildschweinkadaver dem örtlichen Jagdpächter falls bekannt, dem Veterinäramt unter E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de unter Angabe des genauen Fundortes und Ihrer Kontaktdaten für Rückfragen oder der Polizei (110)!

5. Auch Hobbyhalter von Schweinen (auch Minipigs) sollten sich der Problematik bewusst werden und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, denn gerade in kleinen Schweinehaltungen sind Biosicherheitsmaßnahmen nicht selbstverständlich.

Umgang mit Küchen- und Speiseabfällen

Aufgrund der aufgetretenen Fälle von Afrikanischer Schweinepest an den Ostgrenzen der EU (Ukraine, Weißrussland) und jetzt auch in Tschechien wird eindringlich auf folgendes hingewiesen:

 

Das Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen jeglicher Art (auch aus privaten Haushalten) an Tiere ist gesetzlich verboten!

Der Grund: Durch ein Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen können sehr leicht Tierseuchen – besonders Schweinepest – übertragen und verbreitet werden.

Gewerbliche Küchen- und Speiseabfälle (aus Kantinen, Gaststätten, Imbisseinrichtungen, Küchen…) sind mit Nachweis durch dafür zugelassene Unternehmen zu entsorgen (Rechnung ist als Nachweis ausreichend)! Auf dem freien Markt gibt es eine größere Anzahl von zugelassenen Unternehmen.

Nähere Informationen erhalten Sie über den Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal:  Tel.: 0351- 4040450

Bei der Lagerung von Küchen- und Speiseabfällen bis zur Abholung ist zu beachten:

  • Behältnisse sicher abdecken,
  • keine direkte Sonneneinstrahlung,
  • regelmäßiges Entsorgen.

Für die Entsorgung in privaten Haushalten empfehlen wir die Bio- oder Restabfalltonne.

Eine Entsorgung auf dem Komposthaufen wird als problematisch gesehen, da Wildschweine diese Speisereste aufnehmen können.

Selbst bei einem Verdacht auf Schweinepest werden auch gesunde Schweinebestände im Umkreis von 3 km des Verdachtsbestandes getötet!

Verstöße gegen das Verfütterungsverbot werden mit Bußgeld geahndet.

Plischke

Amtstierärztin

Tierärztlicher Notdienst

 

Raum Pirna, Heidenau, Bad Schandau  
 

06.03. - 13.03.2020

13.03. - 20.03.2020

20.03. - 27.03.2020

27.03. - 03.04.2020

03.04. - 10.04.2020

10.04. - 17.04.2020

17.04. - 24.04.2020

24.04. - 01.05.2020

 

TA Dr. Knop, Pirna-Sonnenstein

TÄ Dr. Nestler, Dohna

TA Dr. Nitzsche, Pirna-Neundorf

TA Dr. Schönfeld, Berggießhübel

TA Dr. Kühnel, Pirna

TÄ Dr. Nachtigal, Heidenau

TA Dr. Mauer, Pirna-Copitz

Ta Dr. Nitzsche, Pirna-Neundorf

 

03501/790798 oder 0172/8757598

0176/43827448

0151/70548337

035023/51169 o. 0152/22652653

03501/528640 o. 035025/51191

03529/519422 o. 03529/511508

03501/582662 o. 0178/6363743

0151/70548337

 

Raum Lohmen, Stolpen, Neustadt

 

06.03. - 13.03.2020

13.03. - 20.03.2020

20.03. - 27.03.2020

27.03. - 03.04.2020

03.04. - 10.04.2020

10.04. - 17.04.2020

17.04. - 24.04.2020

24.04. - 01.05.2020

Tierklinik Stolpen

Tierklinik Stolpen

Tierklinik Stolpen

Tierklinik Stolpen

TÄ Dr. C. Schirm, Lohmen

TÄ Dr. C. Schirm, Lohmen

Tierklinik Stolpen

Tierklinik Stolpen

035973/2830

035973/2830

035973/2830

035973/2830

03501/571400 o. 0162/1082025

03501/571400 o. 0162/1082025

035973/2830

035973/2830

 

 

 

 

06.03. - 13.03.2020

13.03. - 20.03.2020

20.03. - 27.03.2020

27.03. - 03.04.2020

04.04. - 09.04.2020

09.04. - 17.04.2020

17.04. - 24.04.2020

24.04. - 01.05.2020

Raum Freital / Dippoldiswalde

 

TA Dr. T. Gieseler, Dorfhain

TA Th. Kießling, Possendorf

DVM E. Schnmöckel, Freital

TÄ Dr. D. Solarek, Wilsdruff

TA L. Gläser, KO Hartha

TA Dr. T. Gieseler,  Dorfhain

TÄ Dr. C. Hurlbeck, DW/Reichstädt

TA J. Richter, Freital/Deuben

 

 

 

035055/64558

035206/21381

0351/4600824

035204/48011

0171/4089928

035055/64558

03504/612527, 0171/9089266 o.0170/9612666

0351/6491285

 

 

Raum Altenberg

 

06.03. - 13.03.2020

13.03. - 20.03.2020

20.03. - 27.03.2020

27.03. - 03.04.2020

03.04. - 10.04.2020

10.04. - 17.04.2020

17.04. - 24.04.2020

24.04. - 01.05.2020

TA Romero, Geising

TA Otys, Geising

TA Romero, Geising

TA Otys, Geising

TA Romero, Geising

TA Otys, Geising

TA Romero, Geising

TA Otys, Geising

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

0157/71157098

 

Raum Hartmannsdorf

 
 

06.03. - 13.03.2020

13.03. - 20.03.2020

20.03. - 27.03.2020

27.03. - 03.04.2020

03.04. - 10.04.2020

10.04. - 17.04.2020

17.04. - 24.04.2020

24.04. - 01.05.2020

 

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

TAP Hänel, Hartmannsdorf

 

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

037326 9186, 0172/2713516

 

Trichinenuntersuchung Wildschwein - Gebührenübernahme durch den Freistaat ab 01.01.2018

Auf Grund der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) zur Reduzierung des Ausbreitungsrisikos der Afrikanischen Schweinepest durch Erstattung der Gebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild (VwV Trichinenerstattung Schwarzwild) vom 17.12.2019, werden die Gebühren für die Trichinenuntersuchungen von Wildschweinen ab 01.01.2018 bis 31.12.2021 vom Freistaat übernommen.

Für den oben angegebenen Zeitraum werden vom Landratsamt keine Gebührenbescheide bezüglich der Trichinenuntersuchung versendet.

Zuwendungen im Bereich des Tier- und Tiergesundheitsschutzes; Maßnahmen zur Kastration, Aufnahme und begrenzten Betreuung von herrenlosen Katzen Neue Regelungen für 2019/2020 - Antragsformular

am 14.12.2018 wurde das Gesetz zur Stärkung der kommunalen Eigenverantwortung bei der Durchführung von Förderverfahren im Freistaat Sachsen beschlossen. Dieses Gesetz ermächtigt das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) durch Rechtsverordnung nähere Bestimmungen über die Ausreichung der Mittel als pauschalierte zweckgebundene Zuwendung zu erlassen. Das hat das SMS mit der Verabschiedung der Sächsischen Kommunalpauschalenverordnung (SächsKomPauschVO) am 02.01.2019 getan. Diese Verordnung ist für 2019 und 2020 gültig.

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Zuwendungsanträge für die Förderung von Maßnahmen zur Aufnahme, Kastration und begrenzten Betreuung von herrenlosen Katzen (außer Investitionen zur Schaffung von Tierheimplätzen) sind ab sofort beim

 

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Sachgebiet Veterinärdienst

Schloßhof 2/4

01796 Pirna

 

zu stellen.

 

Zuwendungen für 2020 beantragen Sie bitte bis zum 31.12.2019. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen gern unter 03501-515 2401 zur Verfügung.

Amtstierärztliche Verfügung zur Bildung eines Sperrbezirkes wegen Amerikanischer Faulbrut (AFB) der Bienen in Dippoldiswalde OT Seifersdorf

Die Amtstierärztin informiert:

Kartenausschnitt

Nach Feststellung der AFB in einem Bienenbestand in Dippoldiswalde OT Seifersdorf wird das in der Karte eingezeichnete Gebiet zum Sperrbezirk erklärt.

Dies betrifft den Ortsteil Seifersdorf der Stadt Dippoldiswalde und die Ortsteile Spechtritz und Oelsa der Stadt Rabenau

Die äußere Grenze des Sperrbezirks wird im Detail örtlich wie folgt beschrieben:

Seifersdorf von der Kreuzung Bergstraße/ Schmiedegasse, in nordöstliche Richtung zum Aschenberg, entlang der nördlichen Begrenzung des Ortsteil Spechtritz, weitergehend in östliche Richtung Oelsabach, entlang der östlichen Begrenzung der Ortsteile Kleinoelsa und Oelsa, entlang der Straße 193 bis auf Höhe Sportplatz und Diebsgrundbach, in Richtung des nördlichen Ufers der Talsperre Malter von dort in Richtung Seifersdorf

 

Für alle Imker im Sperrbezirk gilt:

1. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind, soweit nicht schon geschehen, umgehend amtlich auf Amerikanische Faulbrut zu untersuchen.
 
Alle Imker im Sperrbezirk haben sich unverzüglich beim Amt für Verbraucherschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna zu melden. (Tel.: 03501 515-2401; E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de), soweit sie nicht bereits dort registriert sind.

2. Die Untersuchungen der Bienenvölker im Sperrbezirk werden unverzüglich eingeleitet.

3. Bienenvölker dürfen von Ihrem Standort nicht entfernt werden.

4. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, wenn sie an Wachs verarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden.
Dies gilt gleichfalls nicht für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.
 

Honig aus den Bienenvölkern ist für den menschlichen Verzehr ohne Einschränkungen verkehrsfähig!

 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Landratsamt -, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna schriftlich, in elektronischer Form nach § 3 a Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes oder zur Niederschrift einzulegen.

Ein etwaiger Widerspruch hat nach § 37 des Tiergesundheitsgesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324) keine aufschiebende Wirkung.

Pirna, den 13.08.2019


gez.
B. Plischke
Amtstierärztin

Kontakt:
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt
Schloßhof 2/4, 01796 Pirna
Telefon: 03501 515-2401
E-Mail: lueva@landratsamt-pirna.de

Die Allgemeinverfügung kann im Original zu den Geschäftszeiten im Landratsamt, Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna, eingesehen werden.

Monitoringprogramm Amerikanische Faulbrut

Der Freistaat Sachsen wird von 2019 bis 2022 ein landesweites Monitoringprogramm zur Amerikanischen Faulbrut durchführen. Es wird angestrebt  in diesem Zeitraum alle Bienenvölker flächendeckend und risikobasiert zu beproben.

Im Landkreis  werden pro Jahr die Bienenvölker von  ¼ aller Imker untersucht. Die technischen Details zur Durchführung des Monitoringprogramms müssen noch abgestimmt werden. Für die Probennahme werden grundsätzlich die Bienenseuchensachverständige  amtlich beauftragt werden. Die Kosten der Probennahme und die Untersuchungskosten des Labors werden durch die öffentliche Hand finanziert.

Wir werden Sie zeitnah über die weitere Durchführung des Monitoringprogramms informieren.

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