Vorsorge & Selbsthilfe

Ein Feuer, ein Unfall oder eine Katastrophe kommen meistens völlig unerwartet. Wenn die Wasserversorgung zusammenbricht, kann man keine Wasservorräte mehr anlegen. Wenn der Strom flächendeckend ausfällt, können Sie keine Vorräte mehr einkaufen.  Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät. Wenn es brennt, müssen Sie sofort reagieren. Wenn Sie und Ihre Familie evakuiert werden müssen, können Sie nicht erst beginnen, Ihr Notgepäck zu packen. Wenn der Strom für Tage ausfällt, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben.

Sorgen Sie also vor!

Im Normalfall gibt es alle wichtigen Verbrauchsgüter im Geschäft um die Ecke. Frische Ware ist in der Regel immer da. Auch Medikamente sind in der Apotheke verfügbar oder schnell zu besorgen. Trinkwasser kommt selbstverständlich aus dem Wasserhahn, so wie Strom aus der Steckdose. Aber das kann durch Katastrophen beeinträchtigt werden oder ausfallen.

Durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde eine Ratgeber sowie eine Checkliste entwickelt, welche wertvolle Informationen zu allen wichtigen Themen für ihre persönliche Notfallvorsorge bereithält. Vom Lebensmittelvorat über die Hausapothke bis hin zum Notgepäck bieten Ihnen die Dokumente wertvolle Hilfestellungen um persönlich für den Notfall gerüstet zu sein.

Mit der Kinderinternetseite www.max-und-flocke-helferland.de bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Internetseite an, um auch Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren mit Gefahren im Alltag vertraut zu machen. Kinder und Jugendliche können hier wichtige Verhaltensregeln zu den Themen Brandschutz, Erste Hilfe und Selbsthilfe erlernen, die sich sehr nachhaltig auf das gesamte weitere Leben auswirken. Sie erhalten Informationen über das deutsche Hilfeleistungssystem (wie z.B. Rettungsdienst und Feuerwehr) und die ehrenamtliche Tätigkeit. Aber vor allem soll ihnen die Angst vor Notfällen und Katastrophen genommen werden und ihre Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden.

Im Mittelpunkt steht dabei ein Abenteuerspiel. Gemeinsam mit dem Hund „Flocke“ - dem Maskottchen der Website - suchen die jungen Nutzer nach dessen Herrchen Max und müssen dabei verschiedenen Gefahren wie Feuer, Hochwasser oder Gewitter trotzen. Die Erstellung der Seite wurde durchweg von einer Pädagogin begleitet und die Jugendschutzbestimmungen wurden beachtet.

Internetseite Max und Flocke Helferland des BBK

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

jeder kann von einer Notsituation betroffen sein. Sei es ein Unwetter, das mit seiner zerstörerischen Kraft unser Hab und Gut, oftmals auch Gesundheit oder sogar Leben bedroht, ein Brand, Chemieunfall, Explosion o. ä. - schnelles Handeln ist in jedem Fall erforderlich.

Ausgebildete Hilfskräfte, wie Feuerwehr und Rettungsdienste stehen für derartige Notfälle bereit, um die betroffene Bevölkerung zu schützen und Gefahren abzuwenden. In Katastrophenfällen werden zusätzliche Kräfte mobilisiert. Dazu gehören u. a. auch das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr. Der Verwaltungsstab des Landkreises koordiniert dann in engem Zusammenwirken mit den Gemeinden die Hilfsmaßnahmen.

In Notsituationen besonders wichtig ist aber auch, dass jeder Einzelne weiß, wie er sich und sein Eigentum schützen und anderen helfen kann. Bereits vor dem Eintreten einer dieser Situationen kann und sollte Eigenvorsorge getroffen werden.

In den letzten Jahren hat die Hochwassergefahr immer mehr zugenommen. Viele Betroffene haben daraus gelernt und individuelle Schutzmaßnahmen ergriffen. Das ist gut und richtig so, denn jeder hat eine Eigenverantwortung und darf sich nicht nur darauf verlassen, dass Hilfe von Dritten kommt.

In dieser Broschüre, die vom Landkreis gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband und der Landestalsperrenverwaltung erarbeitet wurde, sollen Anregungen und Ratschläge gegeben werden, wie man sich vor einem Notfall schützen kann. Enthalten sind auch Verhaltensempfehlungen in verschiedenen Notsituationen. Dass die Broschüre allen Haushalten des Landkreises kostenfrei zur Verfügung gestellt werden konnte, ist der großzügigen Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden zu verdanken - dafür herzlichen Dank!

Ich empfehle Ihnen: Platzieren Sie diese Informationsbroschüre griffbereit und schauen Sie öfter einmal hinein. Nehmen Sie sie nicht erst dann zur Hand, wenn die Notsituation eingetreten ist! Wenn Sie die hier gegebenen Hinweise beachten und Ihre Kenntnisse immer wieder auffrischen, werden Sie leichter mit Notfällen umgehen können. Sie helfen damit sich selbst und anderen.

Ihr Landrat

Michael Geisler

Kai Ritter-Kittelmann - Referatsleiter Katastrophenschutz

01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

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03501 515-4309
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