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Aktuelles

Information nach § 37 Abs. 2 SächsNatSchG zu Erfassungen des LfULG im Bereich Naturschutz

29.04.2019

Gemäß § 1 Nr. 12 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Zuständigkeit der Naturschutzbehörden (Zuständigkeitsverordnung Naturschutz – NatSchZuVO) vom 13. August 2013 hat das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Aufgaben, fachliche Grundlagen für regionale Förderschwerpunkte und -maßnahmen zu erarbeiten sowie Fördermaßnahmen zu bewerten, fachlich zu begleiten und ihren Erfolg zu kontrollieren.

Auf der Grundlage des § 37 Abs. 2 SächsNatSchG sind die Bediensteten und Beauftragten der Naturschutzbehörden und Fachbehörden befugt, zur Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege während der Tageszeit Grundstücke zu betreten. Ihnen ist es im Rahmen von Satz 1 auch gestattet, dort Erhebungen, naturschutzfachliche Beobachtungen, Vermessungen und Bodenuntersuchungen sowie ähnliche Dienstgeschäfte vorzunehmen. Als Tageszeit gilt die Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr. Grundstücke in der freien Landschaft oder im Wald können für naturschutzfachliche Beobachtungen auch während der Nachtzeit betreten werden, wobei Störungen der Jagdausübung zu vermeiden sind.

Gemäß § 37 Abs. 2 SächsNatSchG sind die Grundstückseigentümer und die sonstigen Berechtigten zu benachrichtigen.

Im Jahr 2019 sind im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von der Abteilung Naturschutz, Landschaftspflege folgende Untersuchungen geplant:

  • Erfassungen zum Indikator „Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert“ (high nature value farmland = HNV-Farmland-Indikator): Sachsenweite Kartierung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Landschaftselementen nach Qualität und Umfang auf jeweils 100 ha großen Stichprobenflächen.
  • Untersuchungen zum Rückgang ausgewählter, hochgradig gefährdeter Tagfalter, Rot- und Grünwidderchen: Erfassung ausgewählter Arten der Tagfalter, Rot- und Grünwidderchen in verschiedenen Lebensräumen.

Weil sich die Erhebungen im Rahmen der oben genannten Untersuchungen insgesamt  auf eine Vielzahl von Grundstücken erstrecken, werden sie öffentlich bekannt gemacht.

Die für die oben genannten Aufgaben legitimierten LfULG-Bediensteten und deren Beauftragte führen die Dienstausweise bzw. ein entsprechendes Nachweisdokument mit.

Konzept zur Streuobstwiesenerhaltung und -entwicklung für die Kommunen Kreischa, Dohna und Müglitztal

29.04.2019

EPLR-Logo

Streuobstwiesen sind wertvolle Elemente der Kulturlandschaft, die eine hohe Bedeutung für das Landschaftsbild haben. Viele gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten wie Eremit, Wendehals, Neuntöter u.s.w. finden in Streuobstwiesen ihren Lebensraum. Streuobstwiesen sind als Schwerpunktflächen im Biotopverbund anzusehen. In der Roten Liste der Biotoptypen Sachsen sind sie als gefährdet bis stark gefährdet eingestuft. Die Erhaltung und Entwicklung der Streuobstwiesen hat daher besondere Bedeutung.

Seit dem Frühjahr 2019 wird daher ein Konzept zur Streuobstwiesenerhaltung und -entwicklung für das Gebiet der Kommunen Kreischa, Dohna und Müglitztal erstellt. Ziel des Konzeptes ist alle Streuobstwiesenbestände zu erfassen und zu bewerten. Daraus sind allgemeine Handlungsgrundsätze sowie konkrete Handlungsvorschläge zur Erhaltung und Entwicklung der Streuobstwiesen zu erarbeiten. Außerdem sind mögliche Streuobstwiesen-Entwicklungsflächen zur Stärkung des Biotopverbunds vorzuschlagen.

Sanierung eines Stillgewässers im FND „Feuchtgebiet bei Waltersdorf“ abgeschlossen

08.11.2018

Stark verlandeter Tümpel

Stark verlandeter, teilweise zugewachsener Tümpel. (Foto C. Jost, 31.3.2017)

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Teich Waltersdorf 02

Verschlammte Bereiche mit Rohrkolben wurden entnommen, aufgeladen und abgefahren. (Foto C. Jost, 10.8.2018)

Zum Schutz seltener Lebensraumtypen und gefährdeter Pflanzen- und Tierarten, darunter der Libellenarten „Große Moosjungfer“ und „Gefleckte Heidelibelle“ wurde im August und September 2018 im flächenhaften Naturdenkmal „Feuchtgebiet bei Waltersdorf“  in der Gemeinde Liebstadt im Osterzgebirge eine Entschlammung vorgenommen. Diese war notwendig, weil das im Rahmen eines Tonabbaus geschaffene flache Gewässer stark verlandet war und in den warmen Sommern der letzten Jahre regelmäßig austrocknete.

Die Maßnahme wurde von der Beschäftigungsgesellschaft Pirna e.V. durchgeführt und vom Landschaftspflegeverband „Sächsische Schweiz – Osterzgebirge“ fachlich begleitet. Gefördert wurde Sie durch den Freistaat Sachsen im Rahmen der Richtlinie „Natürliches Erbe“. Mit einem Bagger wurde vorsichtig Schlamm und dichter Bewuchs von Rohrkolben aus dem Gewässer entnommen, ohne die wasserundurchlässige Tonschicht zu beschädigen. Verlandungsbereiche mit seltenen Arten der Schwingrasen-Moore blieben stehen. Nach Abschluss der Maßnahme hoffen die Beteiligten, dass sich der Teich im Winterhalbjahr schnell mit Wasser füllt, damit er im nächsten Frühjahr wieder seine Funktion als Lebensraum  gefährdeter Pflanzen- und Tierarten erfüllen kann.

Kontakt:
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Umweltamt
Referat Naturschutz
Weißeritzstraße 7
0174 Dippoldiswalde
Tel.: 03501 515-3430
E-Mail: naturschutz@landratsamt-pirna.de
 
Landschaftspflegeverband „Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“
Alte Straße 13
01744 Dippoldiswalde
OT Ulberndorf
Tel.: 03504 629660
E-Mail: info@lpv-osterzgebirge.de
 

Grenzübergreifendes Naturschutzprojekt: Revitialisierung von Mooren und Habitatmanagement für das Birkhuhn im Osterzgebirge

14.06.2018

Karte Projektgebiet

Karte Projektgebiet

TetraoVit

Europäische Union. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.

Vom 1.1.2018 bis zum 31.12.2020 läuft im oberen Osterzgebirge bei Zinnwald und Cinovec im Rahmen des EFRE-Förderprogramms „Ahoj sousede – hallo Nachbar“ der Europäischen Union das grenzübergreifende Naturschutzprojekt „TetraoVit“, das sich mit der Revitalisierung von Hochmooren und dem Erhalt der Birkhuhnhabitate beschäftigt. Projektpartner sind die TU Dresden, Institut für Botanik, als „lead partner“, sowie der Staatsbetrieb Sachsenforst, der tschechische Staatsforst (Lesy České republiky), der Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, der Bezirk Usti nad Labem (Ústecký kraj) und die Naturschutzorganisation „Spolek Ametyst“.

Das Birkhuhn (Tetrao tetrix) war in Mitteleuropa einst weit verbreitet und ist heute außerhalb der Hochgebirge nur noch vereinzelt zu finden. Die Vogelart ist als stark gefährdet anzusehen und streng geschützt. Die Vorkommen im Erzgebirge stellen eine der bedeutsamsten Populationen Mitteleuropas nördlich der Alpen dar. Der Erhalt dieser Vorkommen ist eine Verpflichtung und im waldgeprägten Erzgebirge auch eine Herausforderung.  Die natürlichen Habitatflächen des Birkhuhns im Erzgebirge sind die Randbereiche der Moore sowie lichte Waldbestände mit Heide und Beersträuchern im Bereich der felsigen und blockreichen Kuppen.

Die Moorlandschaften des Erzgebirges beherbergen geschützte und prioritäre Lebensraumtypen im europäischen Schutzgebietssystem „Natura 2000“ und sind gleichzeitig wichtiger Bestandteil des Habitats der heimischen Birkhühner. Aufgrund historischer Nutzungen, Torfabbau und Veränderungen des Landschaftswasserhaushalts sind die Moore des Erzgebirges gestört. Der Erhalt und die Revitalisierung der verbliebenen Moorkörper sind vordringliche Aufgaben, um die heimische Biodiversität zu bewahren und das Klima zu schützen.

Für den Birkhuhnschutz wird im Rahmen des Projektes ein Verfahren entwickelt, das die (semi-) automatisierte Erfassung der Parametern ermöglicht, die für die Beurteilung und Prognose der Eignung von Waldflächen als Birkhuhnhabitate maßgeblich sind (Baumart, Baumhöhe, Deckungsgrad der Bäume, Klassifikation der Bodenvegetation). Dies soll unter Nutzung von verfügbaren Fernerkundungsdaten (Luftbildern, hochauflösenden Satellitendaten, Digitalen Geländemodellen) erfolgen. Anschließend erfolgen eine naturschutzfachliche Interpretation der Ergebnisse sowie die Herleitung konkreter Empfehlungen für das Habitatmanagement, das im gesamten Erzgebirge angewendet werden kann.

Für den Moorschutz wird anhand von intensiven hydrologischen Untersuchungen und terrestrischen Biotopkartierungen im ca. 120 ha großen Moorkomplex zwischen Georgenfelder Hochmoor und dem tschechischen Moor „U Jezera“ eine Prognose zur Moorregenerationspotential erstellt und daraus Maßnahmeempfehlungen abgeleitet. Für den Grenzgraben am Georgenfelder Hochmoor sind im Rahmen des Projektes mehrere Staumaßnahmen vorgesehen. Dafür läuft im Jahr 2018 die hydrologische Planung.

Machbarkeitsstudie für ein Folgekonzept für das Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“ fertiggestellt

02.02.2018

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Blick auf den Erzgebirgskamm von Glashütte - Dittersdorfer Höhe

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Steinrücken Rückenhain Neudörfel

 

Das Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“, das seit dem Jahr 1999 eine bedeutende naturschutzfachliche Arbeit im Osterzgebirge leistet, läuft 2018 aus (www.bergwiesen-osterzgebirge.de) .

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine Machbarkeitsstudie mit der Aufgabe in Auftrag gegeben, die Weiterführung der positiven Entwicklung der erfolgreichen Naturschutzarbeit auf eine breite Grundlage zu stellen. Dabei wurde neben dem bisherigen Projektgebiet das gesamte Osterzgebirge innerhalb des Landkreises Sächsische Schweiz - Osterzgebirge einbezogen. Das Planungsbüro „plan T“ hat dafür auf Grundlage vorhandener Daten in Behörden und Institutionen eine umfassende naturschutzfachliche Analyse erstellt, Gespräche mit beteiligten Akteuren und Landnutzern in den Gemeinden geführt und  für die Belange des Naturschutzes, des Tourismus, der Land- und Forstwirtschaft sowie des Hochwasserschutzes ausgewertet.

Auf dieser Grundlage wurden Vorschläge für die Weiterentwicklung der Kooperation mit den Landnutzern, Kommunen und Naturschutzvereinen in einer Naturschutzstation sowie die Vorbereitung eines Großschutzgebietes erarbeitet.

Die Details der Machbarkeitsstudie können in der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises eingesehen bzw. vom Referat Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. Ansprechpartner ist Dr. Hachmöller, Tel. 03501-5153430, e-mail:  Bernard.Hachmoeller@landratsamt-pirna.de

Bergwiesen im Gebiet des Naturschutzgroßprojektes

Bergwiese

Bergwiese

Die Bergwiesen im Gebiet unseres Naturschutzgroßprojektes stellen in jeder Jahreszeit ein eindrucksvolles Erlebnis dar. Optische und akustische Impressionen belegen dies beim Öffnen des folgenden Links.
 

Neues Leben im Georgenfelder Hochmoor

Renaturierung Hochmoorkern

Foto 1: Das Georgenfelder Hochmoor wird ein Jahr nach der Wiedervernässung von einer Kette von Wasserflächen im angestauten Bergwerksgraben durchzogen, Foto Holger Menzer, August 2014

Renaturierung Bergwerksgraben

Foto 2: Foto 2: Im Juli 2016 ist erkennbar, dass sich die Torfflächen am angestauten Graben nach und nach begrünen. Am oberen Bildrand sind die tschechische Grenze und der Moorlehrpfad zu sehen. Foto: Holger Menzer

Renaturierungsfläche

Foto 3: In der Renaturierungsfläche sind im Juni 2016 die weißen Fruchtstände des Scheidigen Wollgrases sowie erste flutende Torfmoosrasen zu erkennen. Foto: Bernard Hachmöller

Umfassende Wiedervernässungsmaßnahmen haben neues Leben in das Georgenfelder Hochmoor gebracht. Im Oktober 2013 wurden im dicht bewachsenen Hochmoorkern und auf einer benachbarten Fläche des Staatsbetriebs Sachsenforst insgesamt fast 100 Staue und Grabenverfüllungen angelegt. Grundlage dafür war eine gemeinsame Initiative des Forstbezirks Bärenfels, der Stadt Altenberg, des Landratsamtes und des Fördervereins für die Natur des Osterzgebirges. Die Maßnahmen in Höhe von insgesamt ca. 110.000 Euro wurden durch Naturschutz-Ausgleichsmittel sowie durch Mittel des Freistaates Sachsens und des Landkreises finanziert. Sie wurden mit Hilfe der Baufirma Zier und dem Landschaftsplanungsbüro Siuda umgesetzt und vom Förderverein für die Natur des Osterzgebirges koordiniert.

Seitdem lassen sich in jedem Jahr neu Fortschritte in der Vegetationsentwicklung und Besiedlung durch moortypische Tierarten in den wiedervernässten Flächen beobachten. Ein Vergleich der Luftbilder von August 2014 mit Juni 2016 zeigt eindrucksvoll, dass die angestauten Flächen an dem quer durch den Hochmoorkern verlaufenden Bergwerksgraben nach und nach mit moortypischer Vegetation zuwachsen. Während einige jetzt unter Wasser stehende Moorkiefern absterben, wachsen von den Torfdämmen und der ehemaligen Baggertrasse aus typische Pflanzenarten wie Scheidiges und Schmalblättriges Wollgras, Seggen und Pfeifengras sowie Besenheide und Beersträucher in die Renaturierungsflächen ein. Besonders in der Mitte der angestauten Fläche, in der sich im Urzustand des Moores vermutlich früher ein größerer Kolk befand, wachsen schon flutende Torfmoose in den flachen Wasserflächen. Diese Torfmoose haben das Moor über mehrere Tausend Jahren nach der Eiszeit aufgebaut. Wenn Torfmoospolster wieder die vernässten Flächen überziehen, kann das Moorwachstum langsam wieder beginnen. Dafür sind aber sehr lange Zeiträume erforderlich. Aus der Entwicklung der Moore wurde durch Torfbohrungen gefolgert, dass ein Hochmoor etwa 1000 Jahre braucht, um eine Torfschicht von einem Meter aufzubauen.

Als erste Besiedler aus der Tierwelt sind im Sommer an den Moorgewässern zahlreiche Insekten, darunter die farbenprächtigen Libellen zu beobachten. Die aufgelichteten, wiedervernässten Torfflächen bieten auch Lebensraum für die Reptilienarten Kreuzotter und Waldeidechse und  seltene  Schmetterlinge. 

Maßnahmen zur Moor-Renaturierung haben seit 2013 auch im Rahmen des Naturschutzgroß-projektes "Bergwiesen im Osterzgebirge", z. B. an der Fürstenauer Heide stattgefunden (s. Internet-Seite des Naturschutzgroßprojektes: www.bergwiesen-osterzgebirge.de ). Dort können der urige Moorbirkenwald und die umgebenden, bunt blühenden Feuchtwiesen von einem kleinen Rundweg aus erwandert werden.  

Das Georgenfelder Hochmoor ist vom Moorlehrpfad, der vom Förderverein für die Natur des Osterzgebirges betreut wird, gut erlebbar. Das Moor ist in der Zeit von März bis Ende Oktober von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

Kontakte:
Landratsamt Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
Umweltamt, Referat Naturschutz
z. Hd. Herrn Dr. Hachmöller
Weißeritzstraße 7, 01744 Dippoldiswalde
Tel. 03501-5153430
 
Förderverein für die Natur des Osterzgebirges
Bielatalstraße 28, 01773 Altenberg
Tel.: 035054 29140
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