Archivverbund

Eingeschränkter Benutzerverkehr im Archivverbund Pirna

Ab Montag, den 20.07.2020 gelten folgende Einschränkungen im Benutzerverkehr des Archivverbundes Pirna:

  • Die maximale Anzahl von Benutzern ist je nach zur Verfügung stehenden Räumen auf 3-5 Personen begrenzt. Für den Besuch ist vorab eine Terminvereinbarung per E-Mail oder Telefon notwendig.
  • Vorerst stehen kein Benutzer-PC für die Einsicht in digitalisierte Zeitungen und kein Microfilmlesegerät zur Verfügung.
  • Während des Aufenthalts im Archivverbund ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen.
  • Benutzer mit Termin werden am Eingang von Archivmitarbeitern abgeholt und müssen bei Eintritt ihre Hände desinfizieren.
  • Körperkontakt zu anderen Benutzern sowie zu Mitarbeitern des Archivverbundes ist zu unterlassen und ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Der zugewiesene Arbeitsplatz soll nur bei Bedarf verlassen werden.
  • Nach Abschluss der Benutzung ist der Archivverbund umgehend zu verlassen.

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Einschränkungen und wünschen Ihnen weiterhin gute Gesundheit.

Willkommen auf der Internetseite des Archivverbundes Pirna

Der Archivverbund Pirna ist ein öffentliches Archiv gemäß § 13 Archivgesetz für den Freistaat Sachsen. Wir sichern, bewerten, erschließen und verwahren Unterlagen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Stadtverwaltung von Pirna und der kreisangehörigen Kommunen und machen sie schließlich nutzbar. Wir garantieren, dass auch künftigen Generationen authentische Quellen zur Verfügung stehen werden.

Als Gedächtnis von Stadt und Landkreis ist das Archiv die Anlaufstelle für Fragen zur Geschichte der Region. Wir unterstützen Forschung, Lehre und Studium durch Beratung, Auskünfte und Bereitstellung von Quellen. Die Benutzung des Archivs steht jedermann offen. Dadurch tragen wir auch zur Transparenz der öffentlichen Verwaltung bei.

Gleichzeitig ist das Archiv ein Dienstleister für die Verwaltung und alle Einrichtungen des Landkreises und der Stadt Pirna. Wir garantieren rechtssichere Entscheidungsgrundlagen, beraten in Fragen der Schriftgutverwaltung und sind Ansprechpartner bei einer Aktenaussonderung.

Als Archivbenutzung zählen schriftliche Anfragen, Beratung durch Archivmitarbeiter oder persönliche Akteneinsicht im Lesesaal. Der erste Schritt ist in der Regel die schriftliche Anfrage (als Email, Briefpost oder Fax, Kontaktdaten siehe rechts) mit Angabe Ihres Namens, Ihrer Kontaktdaten und des Sie interessierenden Gegenstandes. Wir werden uns anschließend mit Ihnen über das weitere Vorgehen abstimmen (bevorzugt via Email).

Da eine Archivbenutzung eine Vorbereitung erfordert ist Ihr unangemeldetes Erscheinen zu den Öffnungszeiten ohne vorherige Abstimmung mit uns zwar möglich aber nicht ratsam.

Einfache Benutzungsanliegen können oft schon durch eine Antwort unsererseits auf Ihre schriftliche Anfrage geklärt werden. Dabei können allerdings Gebühren für Recherchen, Kopien und Beglaubigungen anfallen. Gebühren fallen dabei unabhängig davon an, ob im Rahmen einer Anfrage auch tatsächlich Archivunterlagen oder Informationen zu dem Sie interessierenden Gegenstand gefunden werden konnten.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns bei komplexeren Anfragen auf die Nennung einschlägiger Bestände, einzelner Archivalien oder auch von Sekundärliteratur beschränken müssen. Die Auswertung dieser Unterlagen in Hinblick auf für Sie interessante Aspekte würde Ihnen dann bei einem Archivbesuch in unserem Lesesaal überlassen bleiben.

Im Lesesaal stehen Ihnen 15 Arbeitsplätze, darunter ein Mikrofilmlesegerät und ein Rechner mit Digitalisaten zur Verfügung. Schließfächer für Ihre persönlichen Gegenstände sind vorhanden.

Es besteht die Möglichkeit gegen Gebühr Kopien (als Papierausdruck oder Digitalisat auf CD bzw. als Emailanhang) zu bestellen. Das selbstständige Anfertigen von Kopien mittels privater Geräte (Fotoapparat, Smartphone) ist leider noch nicht möglich.

In diesem Abschnitt werden immer wiederkehrende Arten von Archivbenutzungen und die zugehörigen Quellen im Archivverbund beschrieben und was für Archivbenutzer dabei zu beachten ist.

Personenstandsanfragen

Für die Regelung von Erbschaftsangelegenheiten aber auch für private Familien- bzw. Ahnenforschung sind die Unterlagen der Standesämter (v.a. Geburts-, Heirats- und Sterberegisterbücher und die zugehörigen Sammelakten) eine wichtige Quelle. Sie werden von den Standesämtern gemäß den Fristen des Personenstandsgesetzes (Geburtsbücher nach 110 Jahren, Heiratsbücher nach 80 Jahren, Sterbebücher nach 30 Jahren) an die zuständigen Kommunalarchive abgegeben. Sofern sie noch nicht insgesamt frei von allen archivischen Schutzfristen sind, können sie aktuell nur über konkrete schriftliche Anfragen zu einer bestimmten Person genutzt werden. Solche Anfragen sind gebührenpflichtig.

Für die Bearbeitung einer solchen Anfrage benötigen wir:

  • Name und Vorname(n) der gesuchten Person. Hatte Sie mehrere Vornamen, sollte der Rufname (sofern bekannt) gekennzeichnet werden
  • Datum und / oder Registernummer der Geburts- / Heirats- / Sterbeurkunde. Ist das genaue Datum bzw. die Nummer nicht bekannt, kann eine Suche immer noch über die alphabetischen Namensverzeichnisse der Register erfolgen.
  • Ort der Geburt / Heirat / des Todes da dies über das damals zuständige Standesamt und daraus folgend über den richtigen Archivbestand entscheidet. Ohne den Ort ist eine Suche zwar nicht aussichtslos aber mitunter sehr langwierig und teuer, da sie sich über mehrere Standesamtsbestände erstrecken kann.
  • Ihre Rechnungsanschrift und eine formlose Einverständniserklärung zur Kostenübernahme
  • Angabe, ob Kopien benötigt werden und wenn ja nur von den Urkunden der Register oder auch der Sammelakten und ob für diese Kopien eine Beglaubigung benötigt wird. Grundsätzlich muss bei Kopien aus den Registerbüchern wegen der engen Bindung mit Informationsverlust im Buchfalz gerechnet werden.

Je nach Umfang der Anfrage und den bereits vorhandenen Informationen können die Gebühren stark schwanken. Grundsätzlich berechnen wir 25 € pro angefangene halbe Arbeitsstunde, 0,70 € pro schwarz/weiße A4-Kopie bzw. 1,40 € pro farbige A4-Kopie und 5 € für Beglaubigungen.

Die Überlieferung des Archivverbundes Pirna besteht zwei Teilen: Unterlagen der Stadtverwaltung Pirna (Stadtarchiv) und der Kreisverwaltung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Kreisarchiv). Daneben finden sich auch die Unterlagen derjenigen kreisangehörigen Kommunen im Kreisarchiv, die kein eigenes Gemeindearchiv unterhalten sowie Unterlagen der ehemaligen volkseigenen Wirtschaft.

Stadtarchiv Pirna

  • Unterlagen der Stadtverwaltung (ab dem Mittelalter, dichte Überlieferung ab dem 19. Jahrhundert)
  • Unterlagen der nach Pirna eingemeindeten Orte
  • Einwohnermeldekarteien
  • Geburts-, Heirats- und Sterbebücher der Stadt Pirna (ab 1876, Geburtsbücher sofern älter als 110 Jahre, Heiratsbücher älter als 80 Jahre, Sterbebücher älter als 30 Jahre)
  • Geburts-, Heirats- und Sterbebücher der bei Eingemeindung nach Pirna aufgehobenen Standesämter (ab 1876)
    • Copitz ("Pirna 2")
    • Pirna - Land ("Pirna 3")
    • Zuschendorf
    • Liebethal
    • Graupa
    • Großcotta
  • Bauakten der Stadt Pirna
  • Schulen in städtischer Trägerschaft
  • Unterlagen der volkseigenen Wirtschaft im Stadtgebiet (bis 1989/1990)

Kreisarchiv

  • Unterlagen des Landratsamtes und der nachgeordneten Behörden (ab 2008)
  • Unterlagen der Altkreise Sächsische Schweiz und Weißeritz (1994-2008)
  • Unterlagen der Altkreise Dippoldiswalde, Freital, Pirna und Sebnitz (1952-1994, teilweise mit älteren Vorakten)
  • Unterlagen der nachgeordneten Behörden der (Alt)Kreise, darunter
    • Bauämter
    • Jugendämter
    • Kinderheime
    • Schulen
  • Gemeindearchive der kreisangehörigen Kommunen, sofern diese kein eigenes Archiv betreiben, darunter
    • Einwohnermeldekarteien
    • Geburts-, Heirats- und Sterbebücher der Standesämter (ab 1876)
      • Wilsdruff
      • Kreischa
      • Oelsa
      • Rabenau
      • Tharandt
  • Unterlagen der volkseigenen Wirtschaft im Kreisgebiet, sofern sie nicht in das Staatsarchiv Dresden gelangt sind (bis 1989/1990)
  • Grundherrschaft Bärenstein (1449-1910)

 

Detaillierte Beständeübersichten für den Archivverbund befinden sich in Erarbeitung. In allen Teilen des Archivbestandes muss mit Überlieferungslücken durch das Hochwasser von 2002 gerechnet werden.

Archiv- und Verwaltungsbibliothek

Die Archivbibliothek sammelt, erschließt und vermittelt Medien zur Regional- und Ortsgeschichte des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Vorgängerkreise Dippoldiswalde, Freital, Pirna und Sebnitz.

Sammlungsschwerpunkte sind:

  • Publikationen zur Kreisgeschichte
  • Ortschroniken
  • Festschriften
  • Zeitungssammlung
  • Amtsblätter
  • Betriebszeitungen
  • Ansichtskartensammlung
  • Dias
  • Gesetzessammlung
  • Belegexemplare

Diese Medien stehen den Archivnutzern ausschließlich im Lesesaal zur Verfügung.
 
Die Verwaltungsbibliothek ist Dienstbibliothek des Landratsamtes.

Paläographie

Notwendig für die Benutzung von Archivquellen bis weit in das 20. Jahrhundert hinein ist die Kenntnis alter Schriften.

Nützlich für das Verständnis lokaler Wortbedeutungen des Sächsischen sind außerdem

  • Müller-Fraureuth, Karl: Wörterbuch der obersächsischen und erzgebirgischen Mundarten, 1914
  • Kollektiv: Wörterbuch der obersächsischen Mundarten, 1994-2003

Sie liegen bislang nur in gedruckter Form vor.

Zeitrechnung

Noch im 20. Jahrhundert gehen in manchen Archivalien die Uhren anders.

 

Montag: 08.00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 08.00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 08.00 - 18:00 Uhr
Freitag: 08.00 - 12:00 Uhr

 

01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
Fax
03501 515-84448
E-Mail