Behindertenbeauftragte

Zur Wahrung der Interessen von Menschen mit Behinderung bestellte der Kreistag eine Behindertenbeauftragte. Sie wirkt darauf hin, dass die Verantwortung des Landkreises, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird.

Die Behindertenbeauftragte ist Mittler zwischen den Interessen von Menschen mit Behinderung, deren Selbsthilfegruppen, Verbänden und Organisationen u. ä. sowie der öffentlichen Verwaltung. Sie arbeitet ressort- und sachgebietsübergreifend auf den verschiedensten Ebenen der Sozial- und Gesundheitspolitik und wirkt bei neuen Vorhaben auf die Berücksichtigung der Interessen von Menschen mit Behinderung hin.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lebten im Jahr 2020 knapp 23.650 Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 %. Das sind 9,6 % der Gesamtbevölkerung.

Als Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen bietet die Behindertenbeauftragte regelmäßig Sprechstunden in Pirna an. Um eine Terminabsprache wird gebeten.

Insbesondere kommen folenden Themen/Angelegenheiten in Betracht:

  • Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen (z. B. Bildung, Arbeit, Freizeit, Kultur und Wohnen);
  • barrierefreie Gestaltung von baulichen und sonstigen Anlagen, Verkehrsmitteln, technischen Gebrauchsgegenständen, Systemen der Informationsverarbeitung, akustischen und visuellen Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie anderen Lebensbereichen;
  • Fragen zu Leistungen der Teilhabe für Menschen mit Behinderung;
  • Angebote von Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Bei Fragen zu einen Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung bzw. einer Anpassung des Grades bitten wir Sie, sich direkt mit dem Referat Eingliederungs- und Behindertenhilfe in Verbindung zu setzen bzw. die Formulare unter http://www.landratsamt-pirna.de/eingliederungs-behindertenhilfe.html zu verwenden.

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis

Seit März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) für Deutschland verbindlich. Die Idee der Inklusion - also gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen - ist ein zentraler Gedanke, den es umzusetzen gilt. Es soll künftig allen Menschen die Mitbestimmung und Mitgestaltung in der Gesellschaft möglich sein. 2014 wurde der „Kommunale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ beschlossen. In 5 Handlungsfeldern wurden im Aktionsplan verschiedene Ziele und Maßnahmen zur Realisierung notiert. Die dazugehörigen 5 Arbeitsgruppen arbeiten themenspezifisch kontinuierlich an der Umsetzung der Ziele. Den am 10. Februar 2014 vom Kreistag beschlossenen Kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge können Sie unten angefügt einsehen (nicht barrierefrei).

An der 1. Fortschreibung des Kommunalen Aktionsplans arbeiten die Akteure derzeit intensiv. Einen aktuellen Überblick zum Sachstand der Handlungsfelder erhalten Sie nachfolgend:

  • Handlungsfeld 1 „Kita / Schulen / Bildung“: Im Handlungsfeld 1 bieten bereits 89 Kindertageseinrichtungen insgesamt 476 Plätze mit einer integrativen Betreuung an. Die Novelle des Schulgesetzes des Freistaates Sachsen unterstützt den Gedanken einer wohnortnahen Beschulung indem die generelle Förderschulpflicht nicht mehr besteht. Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten erhält man unter: www.landratsamt-pirna.de/eingliederungshilfe.html  
  • Handlungsfeld 2 „Ausbildung und Beruf“: Im Handlungsfeld 2 werden zwischen Arbeitgebern, dem Landratsamt sowie externen Partnern, z. B. IHK und Agentur für Arbeit, Möglichkeiten geschaffen, Betroffene am Arbeitsmarkt zu integrieren. Informationen geben die Wirtschaftsverbände unter www.inklusion-gelingt.de. Um den richtigen Arbeitsplatz zu finden, können Informationen unter www.wfb-sachsen.de eingeholt werden. „Studieren mit Handicap?“ ist an sächsischen Universitäten und Hochschulen ebenfalls kein Problem. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gibt unter www.pack-dein-studium.de Tipps und Hinweise.
  • Handlungsfeld 3 „Senioren / Gesundheit / Pflege / Wohnen“: Ausführliche Informationen zu den Themen des Handlungsfeldes 3 erhalten Sie unter www.pflegenetz.sachsen.de. Aber auch der Seniorenratgeber des Landkreises bietet zahlreiche Hinweise. Der Ratgeber steht als Broschüre sowie unter Lokalinfos Deutschland, Stadtinfos, lokales Branchenbuch (total-lokal.de)  zur Verfügung.
     
  • Handlungsfeld 4 „Infrastruktur / Freizeit / Tourismus / ÖPNV": Das Handlungsfeld 4 befasst sich u. a. mit den baulichen Voraussetzungen und Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Thema „Barrierefreiheit“. Zahlreiche Informationen und Fördermöglichkeiten dazu finden Sie u. a. unter:
  1. "Altersgerecht Umbauen" – Ein Programm zur Finanzierung von Maßnahmen zur Barrierereduzierung in bestehenden Wohngebäuden: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Altersgerecht-umbauen-(159)/index-2.html
  2. "Investitionen Teilhabe" – Förderprogramm zum Bau und Erhalt von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen: https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-planen-kommunale-investitionen/investitionen-teilhabe.jsp

  3. Wohnraumanpassung – Sächsisches Förderprogramm zur Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: www.bauen-wohnen.sachsen.de/8144.htm bzw. http://amt24.sachsen.de/ZFinder/lebenslagen.do?action=showdetail&modul=LL&id=33486!0&name=Barrierefreies+Bauen .

  4. Das Selbsthilfenetzwerk Sachsen stellt als Beratungsstelle weitere Hinweise zur Wohnraumförderung unter https://www.selbsthilfenetzwerk-sachsen.de/index.php?menuid=418  bereit.

  5. "Lieblingsplätze für alle" sowie "Sachsen barrierefrei 2030" sind Investitionsprogramme zum barrierefreien Bauen. Informationen sowie Antragsformulare erhalten Sie unter: Fördermittelmanagement - Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge (landratsamt-pirna.de)  .

  6. Fördermöglichkeiten gibt es jedoch auch für die Errichtung/den Aus- bzw. Umbau barrierefreier Haltestellen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bietet neben diesen Fördermöglichkeiten aber auch umfangreiche Details zum barrierefreien Reisen unter: www.vvo-online.de/de/service/barrierefreies-reisen/index.cshtml.

  7. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz sowie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) haben eine Vielzahl barrierefreier Angebote im Bereich Tourismus (Hotel, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten) in Broschüren und online unter www.sachsen-tourismus.de/reisethemen/sachsen-barrierefrei zusammengefasst.

  • Handlungsfeld 5 „Barrierefreie Kommunikation“: Das Handlungsfeld 5 hat zum Ziel, dass alle Menschen barrierefrei an Informationen und an der Kommunikation teilhaben können.

Viele weitere Informationen sowie hilfreiche Hinweise zur Inklusion und Barrierefreiheit erhalten Sie unter www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion/barrierefreiheit-bedeutung.html sowie unter www.teilhabeberatung.de und www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Gesetzesvorhaben/BTHG/EUTB/EUTB.html .

Kommunaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Inklusion - Gleichberechtigung für Behinderte schaffen

Neben dem Kommunalen Aktionsplan des Landkreises wurde 2014 auch eine Leitlinie zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge verabschiedet, sie kann unter folgendem Link eingesehen werden:

Sprechzeiten Behindertenbeauftragte

Montag: geschlossen
Dienstag: geschlossen
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 09:00 - 12:00 Uhr 13:00 - 18:00 Uhr
Freitag: geschlossen

Lydia Schmid - Behindertenbeauftragte

01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus SF, Zi. 3.37)

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

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