Katasterentwicklung

Referat Katasterentwicklung

Beiblatt von 1897
Beiblatt von 1897

Das Referat Katasterentwicklung wirkt mit bei der Verfahrensentwicklung und -präzisierung zur weiteren Automatisierung des Liegenschaftskatasters. Es ist zuständig für die Einführung und Integration der jeweiligen Fachverfahren.

Aufgaben

  • ALKIS Qualitätssicherung
  • Erfassung des aktuellen Gebäudebestandes durch Auswertung der digitalen Orthophotos und Übernahme der Gebäudedaten in den Bestand des Liegenschaftskatasters 
  • Integration von Bodenschätzungsergebnissen in den ALKIS-Datenbestand durch spezielle Digitalisierungsverfahren 
  • Erfassung der analogen Liegenschaftskatasterakten in einem digitalen Dokumenten-Management-System (DMS) durch Scannen, Georeferenzieren  und Sachdatenbeschreibung
  • Recherche extern archivierter Unterlagen des Liegenschaftskatasters mit Übernahme relevanter Unterlagen in das DMS

Die Übernahme der Bodenschätzung schreitet voran

Die untere Vermessungsbehörde beim Landratsamt möchte zum Stand der Übernahme der Bodenschätzungsergebnisse in das Liegenschaftskataster informieren.

Seit einigen Jahren erfolgt die nachrichtliche Übernahme und Digitalisierung der Bodenschätzungsergebnisse der Finanzverwaltung des Freistaates Sachsen als vordringliche Aufgabe.  Ein Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2021 vorgesehen. Ab dann steht flächendeckend für den Landkreis eine digitale Liegenschaftskarte mit den Ergebnissen der Bodenschätzung sowie die Ertragsmesszahlen (EMZ) für die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke zur Verfügung.

Mit heutigem Tage sind von den 323 Gemarkungen im Landkreis nur noch etwa 10 Gemarkungen zu bearbeiten. Erst kürzlich wurden die Städte Bad Schandau, Dippoldiswalde, Glashütte und  Pirna sowie die Gemeinde Rathmannsdorf vollständig erfasst.

Mit der Verfügbarkeit digitaler Bodenschätzungsdaten können zahlreiche Vorgänge in der Verwaltung, aber auch im Privatbereich vereinfacht werden. So spielt die natürliche Ertragsfähigkeit der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke  u. a. bei der gerechten Besteuerung, beim Landtausch (z.B. in der Flurbereinigung) sowie beim Verkauf oder bei der Verpachtung eine wichtige Rolle. Darüber hinaus erlaubt die Kenntnis über die anstehende Bodenart wichtige Rückschlüsse zum Schutz des Bodens u. a. bei Starkregenereignissen oder bei Winderosion. Auch andere Bodeninformationssysteme basieren auf der Bodenschätzung oder nutzen deren Ergebnisse. Im Wege- und Straßenbau ist ohne das Wissen über den anstehenden Baugrund keine vernünftige Planung möglich.

Die rechtlichen Grundlagen sind im Gesetz zur Schätzung des landwirtschaftlichen Kulturbodens (Bodenschätzungsgesetz - BodSchätzG) zu finden. Die Legitimation zur nachrichtlichen Übernahme in das Liegenschaftskataster ist im Sächsisches Vermessungs- und Katastergesetz (SächsVermKatG) verankert.

Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.landesvermessung.sachsen.de/liegenschaftskarte-mit-bodenschaetzung-5651.html.

Sobald die Übernahme im Landkreis vollständig abgeschlossen ist, werden wir wieder informieren.

Pirna, den 23.07.2021

gez. Kilian

Referatsleiter Katasterentwicklung

Bodenschätzungskarte der Finanzverwaltung
Bodenschätzungskarte der Finanzverwaltung
Flurkarte mit Bodenschätzung
Flurkarte mit Bodenschätzung

Katasterentwicklung

01796 Pirna, Schloßpark 22

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
Fax
03501 515-3329
E-Mail