Fachkräfteallianz

Für Sachsen bedeutet der demografische Wandel eine zentrale Herausforderung: Die Wirtschaft wächst, Unternehmen expandieren und schon heute werden in einzelnen Branchen Fachkräfte dringend gesucht. Zahlreiche Lehrstellen und Arbeitsplätze bleiben unbesetzt, Vakanzzeiten steigen regionen- und branchenabhängig an. Die Gewinnung von Fachkräften für den sächsischen Arbeitsmarkt wird daher künftig noch mehr Anstrengungen erfordern, um im Wettbewerb mit anderen Regionen mit konkurrenzfähigen Arbeitsplätzen, die faire, sichere und gut bezahlte Arbeit bieten, bestehen zu können.

Die Staatsregierung hat deshalb frühzeitig eine Fachkräftestrategie Sachsen erarbeitet, die zentrale Handlungsfelder der Staatsregierung für die Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen zur Sicherung der sächsischen Fachkräftebasis beschreibt: Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gesteuerte Zuwanderung und Ansiedlung von Fachkräften.

Um die Fachkräftesicherung für Sachsen zu gewährleisten, ist die Fachkräfteallianz der zentrale Baustein zur Umsetzung. Seit 2016 werden auch regionale Maßnahmen der Fachkräftesicherung gefördert.

Fachkräfteallianz Sachsen

Die Fachkräfteallianz Sachsen umfasst neben Vertretern der sächsischen Wirtschaft und Wirtschaftsverbänden, die sächsischen Industrie- und Handelskammern, die sächsischen Handwerkskammern sowie die Gewerkschaften, die kommunalen Spitzenverbände, die Bundesagentur für Arbeit und die Sächsische Staatsregierung.

Sie wird zukünftig Empfehlungen zur Verbesserung des Fachkräftepotentials in Sachsen geben und konkrete Maßnahmen initiieren.

Fachkräfteallianz Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Zur regionalen Umsetzung wurde die Fachkräfteallianz Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gebildet. Diese entwickelt ein eigenes regionales Handlungskonzept und schreibt es fort.

Im Rahmen der Fachkräfterichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr erhalten die regionalen Fachkräfteallianzen jährlich ein Regionalbudget, um Projekte zu befürworten und zur Förderung an die SAB weiterzugegeben. Die Förderung soll unter Berücksichtigung der zentralen Handlungsfelder und Zielstellungen der sächsischen Fachkräftestrategie, die sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte als familienfreundlicher Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten, als Raum mit attraktiven Arbeitsangeboten etablieren.

Für Städte und Landkreise im Freistaat Sachsen sind 2020 insgesamt 4,55 Mio. EUR Fördermittel eingeplant. Das Regionalbudget für den Landkreis beträgt 266.000,00 EUR.

2020 I Aktuelle Projekte der Fachkräfteallianz Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Handlungsleitfaden "Familienfreundliche und lebensphasenorientierte Dienstplangestaltung in der (Alten-)Pflege

Laufzeit: 07/2019 - 12/2022
Nach einer Bestandsaufnahme zur Dienstplangestaltung beim ASB und anderen Pflegeanbietern der Region soll ein Handlungsleitfaden zur Einführung familienfreundlicher und lebensphasenorientierter Dienstpläne erstellt werden. Damit soll der Erhöhung der Attraktivität von Pflegeberufen durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Lebensphase und Beruf Rechnung getragen werden.

Zukunftsgerichtete Personalpolitik unter den Bedingungen demografischen Wandels

Laufzeit: 08/2019 - 12/2020

Im Rahmen des Vorhabens soll eine konkrete Problemanalyse unter dem Blickwinkel zukunftsgerichteter Personalpolitik unter den Bedingungen des demografischen Wandels im Landkreis erstellt werden.

Recruiting-Kampagne für das Berufsbild Mechaniker/in

Laufzeit: 11/2019 - 05/2020

Mittels Baukastensystem und begleitend wirksamer Strategie zur Bewerbung des Beruf des Mechanikers soll zur Erhöhung der Standortattraktivität und zur Nachwuchsgewinnung vor Ort beigetragen werden.

Employer Branding - Erfolgsfaktor Arbeitgebermarke im Gastgewerbe

Laufzeit: 08/2019 - 12/2020

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Dienstleistungsmanagement der SRH Hochschule Berlin, Campus Dresden soll die Attraktivität und das Image gastgewerblicher Unternehmen in der Region gesteigert werden. Das Besondere dabei: Die Unternehmen erarbeiten ihre Konzepte dazu gemeinsam selbst. In einer Workshopreihe werden sie dabei durch das Professorenteam des Hochschulinstituts fachlich angeleitet. Aber auch die Studierenden des SRH Campus Dresden werden aktiv miteinbezogen. Als Teil der heißbegehrten Zielgruppe "Nachwuchskraft" liefern sie bspw. die besten Informationen zu ihren Auswahlkriterien hinsichtlich eines Arbeitgebers.

Innerhalb des Projektes soll sich außerdem ein regionales Unternehmensnetzwerk etablieren, welches auch zukünftig als zentrale Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch dient. Zum Abschluss werden die Ergebnisse des Projektes und die erarbeiteten Erfolgsfaktoren in einem Leitfaden zum "Employer Branding" komprimiert dargestellt.

Katrin Hentschel - komm. Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung

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