Kinderschutz

Meldung von Kindeswohlgefährdungen

Sie haben Hinweise auf eine Vernachlässigung, seelische, körperliche oder sexuelle Gewalt, Verwahrlosung, Gewalt zwischen den Eltern oder nehmen etwas Beunruhigendes wahr und wissen nicht, wie Sie dem Kind helfen können?

Dann rufen Sie in Ihrem nächstgelegenen Kinderschutzstandort an oder schreiben Sie eine E-Mail. In akuten lebensbedrohlichen Situationen benachrichtigen Sie die Polizei. Nutzen Sie den Notruf 110.

Auch Kinder und Jugendliche können sich selbst beim Jugendamt melden, wenn sie beschimpft oder geschlagen werden, sexuelle Gewalt erleben, sich bedroht oder hilflos fühlen, Gewalt zwischen den Eltern erleben, sich um Geschwister oder Eltern Sorgen machen, es zu Hause nicht mehr aushalten oder von zu Hause weggelaufen sind.
 
Landratsamt in Pirna
Landratsamt in Dippoldiswalde
Landratsamt in Freital

Kinder- und Jugendtelefon - Beratung für Kinder und Jugendliche

www.nummergegenkummer.de, anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz, montags bis samstag von 14 bis 20 Uhr, montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 20 Uhr

Für Kinder- und Jugendliche gibt es zusätzlich eine kostenlose Telefonhotline, die "Nummer gegen Kummer". Dort wird jungen Menschen bei ihren Sorgen wie z. B. Mobbing, Abzocke, Angst, Missbrauch, Essstörung, Depression, Sucht zugehört und nach Lösungen gesucht.

 

Nummer gegen Kummer - Kinder- und Jugendtelefon

Elterntelefon - Beratung für Eltern

www.nummergegenkummer.de/elterntelefon, anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr
 
Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, sich überfordert oder manchmal sogar hilflos fühlen, ist das Elterntelefon für Sie da. Ob bei Erziehungsproblemen, Schwierigkeiten in der Schule, Familienkrisen, Sucht oder Internet-Gefahren. Es macht keinen Unterschied, ob Sie „nur“ eine Frage haben oder Rat brauchen, weil Sie sich überfordert fühlen oder keinen Zugang mehr zu Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn finden.
 
Beim Elterntelefon wird gemeinsam nach einem Ausweg gesucht.
 
 

Elternbroschüre - Beratungs- und Hilfsangebote für Eltern

Scheuen Sie sich auch als Eltern nicht, auf Ihre schwierige Situation aufmerksam zu machen, nehmen Sie Beratung in Anspruch. Alle Beratungs- und Hilfsangebote für Eltern finden Sie in der Elternbroschüre des Landkreises.
 

Kontakte und Materialien für Fachkräfte* zum Thema Kinderschutz

* z. B. Pädagogen in Einrichtungen, Sozialarbeiter, Ärzte, Lehrer, Erzieher, Hebammen, Psychologen, Pflegeltern, Therapeuten

Sind Ihre Möglichkeiten und Ressourcen der Unterstützung der Sorgeberechtigten, z. B. als Lehrer oder Erzieher erschöpft, motivieren Sie die Eltern zur Annahme von Hilfen beim Jugendamt.

Ansprechpartner für die Vermittlung zu Hilfsangeboten des Allgemeinen Sozialen Dienstes finden unter dem Punkt "Ansprechpartner des Allgemeinen Sozialen Dienstes". Nutzen Sie auch die Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.

Möchten Sie das Jugendamt über eine Kindeswohlgefährdung informieren, verwenden Sie bitte den digitalen Meldebogen auf dieser Seite. In Notsituationen erreichen Sie den Bereitschaftsdienst unter den oben genannten Kontaktdaten.

Ansprechpartner des Allgemeinen Sozialen Dienstes

Möchten Sie eine bestimmte Mitarbeiterin oder einen bestimmten Mitarbeiter sprechen, bitten wir Sie, telefonisch oder per Mail einen Termin zu vereinbaren. Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich.

Träger und Anschrift

Kontakt

Einsatzgebiet

Frau Dawid-Hofbauer
AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
Maxim-Gorki-Straße 15, 01796 Pirna
03501/ 52 81 57
Pirna

Frau Pfemfert

Frau Straßberger-Göhler
DRK - KV Pirna
Erziehungs- und Familienberatungsstelle
Lange Straße 38a, 01796 Pirna

03501/ 571 27 19

Pirna

Pirna, Sächs. Schweiz, Neustadt, Sebnitz

 

Frau Richter
Diakonie Pirna
Erziehungs- und Familienberatungsstelle
Rosa-Luxemburg-Straße 29
01796 Pirna
03501/ 47 00 30
Pirna
Frau Peters
ASG Sachsen mbH
Niederlassung Pirna
Schlosspark 30, 01796 Pirna
03501/ 46 65 19
Pirna
Frau Hartmann
ASG Sachsen mbH
Niederlassung Pirna
Schlosspark 30, 01796 Pirna
03501/ 5 82 64 66
Pirna
Frau Cellar
Sozialverband VdK Sachsen e. V.
Kita "Flohkiste"
Dr.-Otto-Nuschke-Str. 1
01809 Heidenau
03529 / 51 25 20
Heidenau, Pirna
Herr Große
DRK- KV Sebnitz e.V.
Mehrgenerationenhaus
Schandauer Str. 10, 01855 Sebnitz
035971/ 806329 
Sebnitz, Neustadt
Herr Beier
ASB OV Neustadt in Sachsen e. V.
Kita "Kleiner Bahnhof"
Max-Jacob-Straße 8
01848 Hohnstein
035975/ 81452

 

Sebnitz, Neustadt, Hohnstein, Stolpen, Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Wehlen
Frau Wagner
Bürgerhilfe Sachsen e.V.
Bahnhofstrasse 66, 01259 Dresden
0174/ 9 49 74 57
0351/ 25 38 87 510
Dippoldiswalde, Freital
Frau Gardke
AWO Weißeritzkreis e.V.
Dresdner Straße 283, 01705 Freital
0351/ 79664926
Freital
Frau Clemens
DRK
Kinderheim Dorfhain
Bergstraße 7, 01738 Dorfhain
035055/ 6 18 32
0173/ 5 76 18 20
Freital
Frau Rosinski
Diakonie Dippoldiswalde e. V.
Familienberatung
Paul-Büttner-Straße 2
01705 Freital
0351/ 646 32 89
Freital, Dippoldiswalde
Frau Baronick
AWO Weißeritzkreis e.V.
Niedertorstraße 5, 01744 Dippoldiswalde
0351/ 79664926 (Di u. Mi)
03504/ 615 515 
Freital, Dippoldiswalde
Frau Stanja
Deut. Kinderschutzbund KV Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V.
Weißeritzstraße 30, 01744 Dippoldiswalde
03504/ 60 09 60
Dippoldiswalde
Herr Maes
Diakonie Dippoldiswalde
Kinder- und Jugendwohngemeinschaft
Johann-Heinrich-Pestalozzi
Winckelmannstraße 1
01728 Bannewitz
035052/ 206 86
0172/ 970 83 42
Dippoldiswalde, Freital, Pirna

 

 

Schulungsfragen zum Kinderschutz richten Sie an:

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Tel.: 03501 515-2161 Mobil: 0160 8419 898
E-Mail: kerstin.fritsch@landratsamt-pirna.de  

oder

Deutscher Kinderschutzbund
KV Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V.
Tel.: 03504 600 960
E-Mail: maria.wirth@kinderschutzbund-soe.de

Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Seite der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Hans & Gretel ist eine für Ärzte entwickelte App zur Prävention, Diagnose und Dokumentation von Häuslicher Gewalt und Gewalt in der Familie. Über die App auf Ihrem Smartphone erhalten Sie eine geführte Tour bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Die Autorisierung erfolgt über Ihren Fortbildungscode der Sächsischen Landesärztekammer. Die Web-App ist auch auf dem PC verfügbar, es stehen hilfreiche Dokumente zum Download zur Verfügung.

https://www.hansundgretel.help/
 

Die kosterfreie Medizinische Kinderschutzhotline (0800-19 210 00) richtet sich an medizinisches Fachpersonal, also Ärztinnen und Ärzte (in Kliniken oder in Niederlassung), Zahnärztinnen und Zahnärzte, niedergelassene (Kinder- und Jugendlichen-) Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege, sowie der Rettungsdienste. Die Hotline bietet bei Verdacht auf Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch eine direkt verfügbare, kompetente, praxisnahe und kollegiale Beratung und Fallbesprechung per Telefon.

www.kinderschutzhotline.de/


Rechtliche Grundlagen für Ärzte und medizinische Fachkräfte zur Möglichkeit der Meldung des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung

Es gibt in Deutschland keine Meldepflicht bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung, jedoch sind im Straf- und auch Standesrecht (Berufsordnung) explizit rechtliche Regelungen für eine sanktionsfreie Verdachtsmeldung enthalten. Durch Beschluss des Deutschen Bundestages trat am 01.Januar 2012 das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) in Kraft, das Sie als Berufsgeheimnisträger gegenüber dem Jugendamt von der Schweigepflicht bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung entbindet.

Das Gesetz sieht ein abgestuftes Vorgehen bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor.
  1. Gespräch mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen und den Personensorgeberechtigten
  2. Hinwirken auf die Inanspruchnahme von Hilfen bei den Sorgeberechtigten, ggf. Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft
  3. Meldung an das Jugendamt, wenn Gefahr nicht abgewendet werden kann
Gesetzliche Grundlage § 50a Abs. 1 Sächsisches Schulgesetz (SächsSchulG)

"Werden Lehrern an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, soll die Schule die erforderlichen Maßnahmen nach dem Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2975), in der jeweils geltenden Fassung, einleiten."

Das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) sieht ein abgestuftes Vorgehen bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor.
  1. Situation mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen und den Personensorgeberechtigten erörtern
  2. bei den Sorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, ggf. eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen
  3. Meldung an das Jugendamt, wenn Gefahr nicht abgewendet werden kann

Schulischer Kinderschutzauftrag
Es ist Auftrag der Schule, Kindern und Jugendlichen ein sicheres und geborgenes Lernumfeld zu bieten. Das setzt voraus, dass die Schule die realen Möglichkeiten von Gefährdungen kennt, sich Machtmissbrauch, Übergriffen und Gewalt stellt und ihnen aktiv entgegenwirkt.

Schutzkonzepte schaffen Klarheit im Handeln bei Verdacht und Feststellung von Gewalt.

Arbeitshilfe:
www.der-paritaetische.de/publikation/kinder-und-jugendschutz-in-einrichtungen-gefaehrdung-des-kindeswohls-innerhalb-von-institutionen/

Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ - Erarbeitung von Schutzkonzepten
 

Allgemeiner Sozialer Dienst

01705 Freital, Hüttenstraße 14

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
Fax
03501 5158-2185
E-Mail