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26.03.2020 | 48/2020

Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Symbolbild

In Anbetracht der gegenwärtigen Ausnahmesituation ist Kurzarbeit ein wichtiges Mittel, den Verdienstausfall zumindest teilweise auszugleichen und durch die Sicherung der Beschäftigung Arbeitslosigkeit in der Region zu vermeiden.

Diese Möglichkeit wird rege genutzt und die Anzeigen zu Kurzarbeit sind rasant in die Höhe geschossen.

Um allen Arbeitgebern einen möglichst breiten Überblick zu gewährleisten, sind hier die wichtigsten Infos zum Thema Kurzarbeit zusammengefasst.

 

Das ist neu:

Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mehr als 10 Prozent haben.

Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent durch die Bundesagentur für Arbeit erstattet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese so genannten „Remanenzkosten“ in voller Höhe selbst übernehmen.

Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld erhalten, das war bisher nicht möglich.

Negative Arbeitszeitsalden müssen nicht aufgebaut werden, bevor Kurzarbeitergeld beantragt werden kann.

Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft treten, rückwirkend ausgezahlt und gelten bis 31.12.2020. Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.

 

Voraussetzungen:

Es muss ein erheblicher Arbeitsausfall vorliegen, der unvermeidbar und von vorübergehender Natur ist und der auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht.

Im Fall des Corona-Virus kann das zum Beispiel der Fall sein, wenn Lieferungen ausbleiben oder staatliche Schutzmaßnahmen (Anordnung des Gesundheitsamtes) dazu führen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird und dadurch ein Entgeltausfall für die Arbeitnehmer entsteht.

 

So geht´s:

  • Kurzarbeit anzeigen
  • Kurzarbeit können Sie über diesen Vordruck anzeigen. Den unterzeichneten Vordruck reichen Sie dann bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit ein.
  • Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme werden geprüft und die Arbeitsagentur entscheidet über Bewilligung oder Ablehnung.
  • Ist die Anzeige bewilligt, kann der Betrieb das Kurzarbeitergeld für den jeweiligen Kalendermonat beantragen.
  • Kurzarbeitergeld beantragen
  • Den Leistungsantrag können Sie auch online ausfüllen oder ausdrucken > ausfüllen und per Post an uns senden. Weitere Hinweise zum Vordruck.
  • Kurzarbeitergeld abrechnen
  • Die konkreten Ansprüche werden berechnet und nachträglich überwiesen. Das heißt: Der Arbeitgeber zahlt zunächst das Geld an seine Mitarbeiter aus und erhält es nachträglich von der Bundesagentur.
  • Nutzen Sie dafür diese Vorlage und reichen diese mit Ihrem Antrag bei uns ein.

 

Wichtig:

Die Anzeige zum Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber in dem Monat eingereicht werden, in dem der Arbeitsausfall entsteht. Warten Sie keinesfalls bis zum letzten Tag des Monats.

Gezahlt wird Kurzarbeitergeld monatlich nachträglich. Die Höhe beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgeltes, lebt mindestens ein Kind im Haushalt werden 67 Prozent gezahlt.

 

Kontakt und Beratung:

Neben der Hotline für Arbeitgeber mit der Rufnummer 0800 45555 20 wurden weitere Kontaktmöglichkeiten für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld eingerichtet:

E-Mail: Dresden.031-OS@arbeitsagentur.de

FAX: 0351 2885 292031.

 

Unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/dresden/arbeitgeber-corona-kug finden Sie weitere Informationen, alle Vordrucke, Erklär-Videos und Informationen anderer Institutionen rund um das Kurzarbeitergeld.

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