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25.01.2018 | 011/2018

Neujahrstreffen des Landrates im Jubiläumsjahr - 10 Jahre Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Foto von Neujahrstreffen

Landrat fordert von der Staatsregierung, dass sie sich an Zusagen hält

„Ach du liebe Zeit schon wieder ein Jahr vorbei.“, mit diesen beschwingten Worten begrüßte Landrat Michael Geisler die 120 Gäste des diesjährigen Neujahrstreffens am 25.01.2018 im Kreistagssaal von Schloss Sonnenstein. Traditionell hatte er Kreisräte, Bürgermeister, Vertreter aus Vereinen und Verbänden sowie weitere Partner aus Politik und Wirtschaft eingeladen.

Ein Rückblick auf die Jahre seit 2008

Mit Bildern wichtiger Meilensteine aus den Jahren 2008 bis 2018 wurden die Gäste zu Beginn eingestimmt. 10 Jahre sind seit der Kreisreform vergangen, in dieser Zeit hat sich eine ganze Menge in unserem Landkreis getan. Mit den gebündelten Kräften und Mitteln konnten zahlreiche Investitionen durchgeführt werden, die ein einzelner Partner nicht hätte stemmen können. „Ich denke da zum Beispiel an die Sanierung des Schlosses Sonnenstein, die Wiederinbetriebnahme der Weißeritztalbahn, an Schulbauten oder Straßenbauprojekte. Der Baubeginn der Südumfahrung Pirna, die nun auf einem guten Weg ist.“ zieht Landrat Michael Geisler Bilanz aus dieser Zeit.

Das Phänomen Zeit war dann auch der rote Faden der sich durch die Veranstaltung zog. Mit dem Blick zurück und der Zeit voraus ging der Landrat in seiner Rede auf die Errungenschaften, Ziele und die aktuellen Forderung an die Politik ein.

Schulpolitik – nicht nur an junge Lehrer denken

Ein zentrales Thema des Abends war die Schulpolitik in Sachsen. „Eine Lehrergeneration, die eine solide Ausbildung erhielt und den Grundstock für unser gutes Bildungsniveau in Sachsen gelegt hat, die vor vielen Jahren der Forderung nach Teilzeit nachkam, soll nicht verbeamtet werden. Mein Appell: denkt nicht nur an die Jungen, sondern auch an die, die da sind.“, so die Forderung des Landrates an die Landespolitik.

Pirnaer Kameradinnen und Kameraden jetzt im Einsatz

Wenn es um das Gemeinwohl geht, stellt sich für den Landrat auch die Frage, nach dem Umgang miteinander. Rettungskräfte, Feuerwehr, THW, Polizei können davon berichten, der Umgang fällt mitunter rüde aus: „Doch jedem muss klar sein, dass gerade diese Rettungskräfte für uns immer da sind. Sie tun ihren Dienst für uns. Ich danke allen Hilfskräften, die in der Sturmnacht der vergangenen Woche zur Stelle waren. Gerade jetzt in diesem Moment sind die Kameradinnen und Kameraden der Pirnaer Feuerwehr unterwegs und Organisieren die großflächige Evakuierung während wir hier auf das neue Jahr blicken. Wir sind stolz und dankbar, dass es sie gibt.“ Grund für die Evakuierung war der Fund einer Fliegerbombe im Stadtteil Sonnenstein.

Landrat fordert von der Staatsregierung, dass sie sich an Zusagen hält

Unser Gemeinwohl muss aber auch auskömmlich finanziert werden. In seiner Rede machte der Landrat deutlich, dass zwar die Finanzkrise an unserem Landkreis relativ spurlos vorbeigegangen ist. Aber wo Licht ist,  ist auch Schatten, denn unser Bruttoinlandsprodukt fällt im Vergleich mit anderen Landkreisen gering aus, was wiederum mangelnde Steuereinnahmen zur Folge hat. Die Einnahmen des Landkreises sind zwar in den letzten Jahren gestiegen, aber auch die Ausgaben haben sich dramatisch entwickelt. „Wenn neue Einnahmen nicht realisiert werden können, dann kann man auch nicht weiterdenken“, so der Landrat.

Landrat Michael Geisler erwartet von der Staatsregierung in Dresden, dass sie unsere Dörfer, Gemeinden und unseren Landkreis unterstützt, denn die Kostenschraube dreht sich immer weiter nach oben. Gleich zeitig fordert er, dass die  Regierung in Dresden ihre Zusagen einhält.

Was die Zeit im kommenden Jahr von uns verlangt?
Getroffene Beschlüsse des Kreistages umsetzen.
Finanzen in Ordnung bringen.
Baumaßnahmen zu Ende bringen.

Es ist das Jahr des Abarbeitens.

Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an die Jazzband der Musikschule Sächsische Schweiz für die angenehme und anspruchsvolle musikalische Begleitung.

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