Unterstützungs- & Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen & Vereine

Das Sächsische Staatsminsterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr informiert mit einer Übersicht über die möglichen Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen und Selbstständige.

Wenn Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses die Arbeitszeit vorübergehend verringern, können sie Kurzarbeit anzeigen. Bei vorübergehendem Arbeitsausfall soll so die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmer ermöglicht und Entlassungen vermieden werden.
 
Mit dem Gesetz zu Erleichterungen der Kurzarbeit gilt rückwirkend zum 01.03.2020 bis 31.12.2020:
  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent durch die Bundesagentur für Arbeit erstattet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese so genannten „Remanenzkosten“ in voller Höhe selbst übernehmen.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld erhalten, das war bisher nicht möglich.
  • Negative Arbeitszeitsalden müssen nicht aufgebaut werden, bevor Kurzarbeitergeld beantragt werden kann.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.
 
Voraussetzungen
Es muss ein erheblicher Arbeitsausfall vorliegen, der unvermeidbar und von vorübergehender Natur ist und der auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht.
Im Fall des Corona-Virus kann das zum Beispiel der Fall sein, wenn Lieferungen ausbleiben oder staatliche Schutzmaßnahmen (Anordnung des Gesundheitsamtes) dazu führen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird und dadurch ein Entgeltausfall für die Arbeitnehmer entsteht.
 
Kurzarbeit anzeigen
  • Kurzarbeit können Sie über diesen Vordruck anzeigen. Den unterzeichneten Vordruck reichen Sie dann bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit ein.
  • Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme werden geprüft und die Arbeitsagentur entscheidet über Bewilligung oder Ablehnung.
  • Ist die Anzeige bewilligt, kann der Betrieb das Kurzarbeitergeld für den jeweiligen Kalendermonat beantragen.
 
Wichtig!
Die Anzeige zum Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber in dem Monat eingereicht werden, in dem der Arbeitsausfall entsteht. Warten Sie keinesfalls bis zum letzten Tag des Monats.
Gezahlt wird Kurzarbeitergeld monatlich nachträglich. Die Bundesagentur für Arbeit ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens: Bei kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.
Am 23.04.2020 einigte sich der Koalitionsausschuss auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes. Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020.
 
Kurzarbeitergeld beantragen
  • Den Leistungsantrag können Sie auch online ausfüllen oder ausdrucken > ausfüllen und per Post an uns senden. Weitere Hinweise zum Vordruck.
Unter www.arbeitsagentur.de finden Sie weitere Informationen, alle Vordrucke, Erklärvideos und Informationen anderer Institutionen rund um das Kurzarbeitergeld.
Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Kurzarbeitergeld finden Sie unter hier.
 
Kurzarbeitergeld abrechnen
Die konkreten Ansprüche werden berechnet und nachträglich überwiesen. Das heißt: Der Arbeitgeber zahlt zunächst das Geld an seine Mitarbeiter aus und erhält es nachträglich von der Bundesagentur.
Nutzen Sie dafür diese Vorlage und reichen diese mit Ihrem Antrag bei uns ein.
 
Kontakt und Beratung
Neben der Hotline für Arbeitgeber 0800 45555 20 wurden weitere Kontaktmöglichkeiten für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld eingerichtet:
Für weitere Fragen steht Ihnen auch gern Ihr Arbeitgeberservice per E-Mail zur Verfügung.
 
 
Stand der Informationen: 23. April 2020
Ein Teil der jungen Menschen, die sich momentan in Ausbildung befinden, kann von einem Arbeitsausfall durch das Corona-Virus oder andere konjunkturelle Ursachen betroffen sein. Diesen jungen Menschen steht für die ersten sechs Wochen eines möglichen Arbeitsausfalls die volle Ausbildungsvergütung zu. Ab der siebenten Woche kann auch für sie Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Die Industrie-und Handelskammern, die Handwerkskammern und die Bundesagentur für Arbeit appellieren an die Wirtschaft, diese künftigen Fachkräfte auch in den jetzt schwierigen Zeiten im Unternehmen zu halten und weiter ans Morgen zu denken.
 
Kurzarbeitergeld soll dazu beitragen, einen Arbeitsausfall zumindest teilweise zu kompensieren, um so den Unternehmen die Fachkräfte als auch die Nachwuchskräfte zu erhalten. Jeder einzelne wird gebraucht.
 
Die Ausbildung im Betrieb sollte nicht eingestellt werden
In der Regel sind Auszubildende aber nicht von Kurzarbeit betroffen, denn der Ausbildungsbetrieb muss versuchen, die Ausbildung weiter zu ermöglichen. Das gelingt beispielsweise durch die Umstellung eines Ausbildungsplans, die Verlagerung der Ausbildung in eine andere Abteilung oder die Nutzung von Online- Seminaren. Wegen des Corona-Virus haben viele Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn der Betrieb geschlossen werden muss. In so einem Fall ist Kurzarbeit auch eine Option für Auszubildende.
 
Sechs Wochen Fortzahlung der Ausbildungsvergütung
Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld für Auszubildende ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollte im Betrieb alles Zumutbare versucht werden, um die Ausbildung fortzusetzen. Ist dennoch die Kurzarbeit für Auszubildende unvermeidbar, hat der Auszubildende zunächst für die Dauer von sechs Wochen einen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung – nach dem Berufsbildungsgesetz (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG).
 
Ab der siebenten Woche kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden
Nach der Beteiligung der nach dem Berufsbildungsgesetz zuständigen Stelle (z. B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) kann Kurzarbeitergeld für Auszubildende gewährt werden.
 
 
Zuschuss zur Ausbildungsvergütung für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe
Die von der Corona-Krise betroffenen Ausbildungsbetriebe in Sachsen werden mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung unterstützt. Es werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.
Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO), für die Kurzarbeit bewilligt worden ist. Die Förderanträge können ab dem 27. April 2020 bei den zuständigen Stellen (z.B. Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) eingereicht werden und werden von dort nach Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses an die Bewilligungsbehörde (Landesdirektion Sachsen) zur Bearbeitung weitergeleitet.
Die Zuwendung wird für den Zeitraum gewährt, in dem für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit besteht. Der Zuschuss wird bewilligt, wenn der Auszubildende gegenüber seinem Ausbildungsbetrieb einen Anspruch auf Zahlung der Ausbildungsvergütung gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG für 6 Wochen (1,5 Monate) hat.
 
An- und Rückfragen zum Programm können auch an das Postfach ausbildungszuschuss@lds.sachsen.de gesandt werden.
 
Stand der Informationen: 24. April 2020
Dem Grunde nach können auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Grenzregionen, die zur Arbeit nach Deutschland pendeln, Kurzarbeitergeld bekommen.
 
Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist daran geknüpft, dass in dem Betrieb oder Betriebsteil, der sich in Deutschland befindet, wegen einer behördlichen Anordnung oder fehlender Auslastung gar nicht mehr oder nicht mehr voll gearbeitet werden kann. Sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Grenzgänger sind, von dem Arbeitsausfall im Betrieb betroffen, bekommen sie für die ausgefallene Arbeitszeit Kurzarbeitergeld. Dies gilt auch dann, wenn es zu einer Grenzschließung oder Quarantänemaßnahme kommt, von der sie betroffen sind.
 
Stand der Informationen: 7. Mai 2020
»Sachsen hilft sofort«: Mit dieser Soforthilfe mit Liquiditätshilfedarlehen werden Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer, Freiberufler und Kreative unterstützt, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.
 
Seit dem 17. April 2020 können größere Unternehmen mit nicht mehr als 100 Beschäftigten und mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über einer Million Euro ein Darlehen auch über 50.000 EUR und bis zu 100.000 EUR elektronisch über das Förderportal der SAB beantragen.
 
Wer ist antragsberechtigt?
Zuwendungsempfänger sind
  • Solo-Selbstständige sowie Unternehmen (insb. das Handwerk, der Handel, die Dienstleister, die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie wirtschaftliche tätige Angehörige der Freien Berufe) mit zu begünstigender Betriebsstätte im Freistaat Sachsen, deren Jahresumsatz eine Million Euro nicht übersteigt; 
  • größere Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Sachsen mit bis zu 100 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) und mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über einer Million Euro
Beachten Sie bitte, dass bei einem Jahresumsatz über einer Million Euro zusätzlich zur Eigenerklärung des Antragstellers die Bestätigung eines sachverständigen Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) vorzulegen ist, dass der Jahresumsatz größer als eine Million Euro ist und die beantragte Darlehenssumme den von dem sachverständigen Dritten geschätzten Liquiditätsbedarf nicht übersteigt.
 
In welcher Höhe ist das Darlehen zu erhalten?
Die Zuwendung wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen von mindestens 5.000 Euro und höchstens 100.000 Euro gewährt.
  • Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 bis zu 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 50.000 EUR begrenzt.
  • Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 100.000 EUR begrenzt.
Das Darlehen wird als öffentliches Darlehen aus Mitteln des Freistaates Sachsen direkt von der SAB in privatrechtlicher Form bewilligt und in einer Tranche ausgezahlt. Es ist ein sogenanntes Staatsdarlehen, dessen Vorteil darin besteht, dass die Bewilligung ohne Hausbank funktioniert und das Darlehen somit schnell und flexibel gegeben werden kann.
 
Unter welchen Voraussetzungen kann die Zuwendung gewährt werden?
Die Zuwendung kann erfolgen, wenn der Antragsteller zum 31. Dezember 2019 wirtschaftlich gesund war und für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent prognostiziert. Die Rückzahlung des Darlehens muss bei normalem wirtschaftlichem Ablauf innerhalb der Laufzeit des Darlehens zu erwarten sein. Darüber hinaus darf das Darlehen nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen gewährt werden.
 
Wann und wie hat die Rückzahlung zu erfolgen?
Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren zinslos und bis zu 36 Monate tilgungsfrei. Auf Antrag des Unternehmens kann nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit mit der SAB eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Wichtig ist, dass das Darlehen nachrangig ausgestaltet ist, also nicht zur Überschuldung führen oder beitragen kann.
 
Tilgung
  • Quartalsweise nach tilgungsfreier Zeit.
  • Sondertilgungen sind jederzeit möglich.
  • Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 % der Darlehenssumme innerhalb von drei Jahren nach Darlehensgewährung wird der restliche Darlehensbetrag erlassen.
  • Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht, wird auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 % gewährt.
 
Wo sind die Antragsformulare zu finden und bei wem ist der Antrag auf das Sachsen-Darlehen zu stellen?
Die Beantragung und Ausreichung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB). Die Anträge auf Förderung können bei der SAB als der zuständigen Bewilligungsstelle laufend bis spätestens zum 30. September 2020 eingereicht werden. Der Antragsteller hat die erforderlichen Eigenerklärungen abzugeben. Die erforderlichen Formulare stehen elektronisch unter Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) bereit.
Bitte beachten Sie, dass Anträge, die ab dem 15. April 2020 per E-Mail eingereicht werden, nicht mehr bearbeitet werden. Bitte stellen Sie Ihren Antrag über das Förderportal. In Ausnahmefällen können Sie diesen auch postalisch einreichen.
Das Beratungszentrum der SAB ist unter der Hotline-Nummer 0351 4910-1100 zu erreichen.
 
Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es für Stundung und Erlass des Darlehens bei Zahlungsproblemen nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit?
Bei Unternehmen und Selbstständigen, welche die jetzt entgangenen Gewinne nicht nachholen können, wird nach frühestens 36 Monaten geprüft, ob eine Stundung möglich ist oder die Voraussetzungen vorliegen, auf eine Rückzahlung zu verzichten. Vorteil der Soforthilfe ist es, dass die Bewilligung ohne Hausbank funktioniert und das Geld schnell und flexibel ausgereicht werden kann.
 
Wenn bereits andere Entschädigungsleistungen in Anspruch genommen werden: Besteht dennoch einen Anspruch auf das Soforthilfe-Darlehen?
Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie Versicherungsleistungen für Betriebsunterbrechungen / Betriebsausfall sind vorrangig in Anspruch zu nehmen. Sollte während der Laufzeit dieses Programms ein Förderprogramm des Bundes oder der Europäischen Union mit ähnlicher Zielrichtung für die Zuwendungsempfänger in Kraft treten, so sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen. Wenn die Voraussetzungen der Richtlinie erfüllt sind, kann für den darüberhinausgehenden Liquiditätsbedarf eine Zuwendung nach dieser Richtlinie gewährt werden.
 
Stand der Informationen: 17. April 2020

Am 12. Juni 2020 hat das Bundeskabinett Eckpunkten zur Überbrückungshilfe beschlossen und damit einen Beschluss des Koalitionsausschusses vom 3. Juni umgesetzt. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Den Unternehmen werden nicht-rückzahlbare Zuschüsse zu den fixen Betriebskosten gewährt.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die im April und Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 nachweisen können. Je nach Umsatzeinbruch werden zwischen 40 Prozent und 80 Prozent der Fixkosten (max. 150.000 Euro) erstattet. Für das Programm stehen 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Zuständig für die Bewilligung der Zuschüsse werden die Länder sein.

Betrieben der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur steht in Sachsen seit dem 8. April 2020 ein eigenes Hilfsprogramm zu Verfügung. Einzelunternehmer, kleinste, kleine und mittlere Betriebe dieser Branchen können nun Liquiditätshilfen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) erhalten. Selbstständige, die die Tätigkeit im Nebenerwerb ausüben, werden nicht gefördert.
 
Eckpunkte der Richtlinie
Die Hilfe besteht aus zinsgünstigen Darlehen und dient der Liquiditätssicherung bei unverschuldeten wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie. Mögliche Zuwendungsempfänger sind Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden und einer Betriebsstätte in Sachsen.
Die Unternehmen müssen in den Branchen Landwirtschaft einschließlich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Forstwirtschaft oder Fischerei und Aquakultur tätig sein.
 
Voraussetzungen
  • Geschäftstätigkeit wird im Haupterwerb ausgeführt
  • Sitz oder Betriebsstätte befindet sich im Freistaat Sachsen und der Liquiditätsbedarf besteht für diese Einrichtungen
  • Das Unternehmen hat max. 100 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)
  • Unternehmen war per 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Die Rückzahlung des Darlehens muss bei normalem wirtschaftlichem Ablauf innerhalb der Laufzeit des Darlehens zu erwarten sein
  • Das Darlehen darf nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen gewährt werden
 
Konditionen:
  • Darlehenshöhe: mind. 5.000 EUR bis max. 100.000 EUR
  • Zinssatz:
    • 1. Jahr: 0,10 % p.a.
    • ab dem 2. Jahr: 0,19 % p.a.
    • ab dem 4. Jahr: 0,69 % p.a.
  • Laufzeit: 6 Jahre, davon 2 Jahre tilgungsfrei
  • Sicherheiten: keine
  • Auszahlung 100 % in einer Tranche
  • Tilgung: Quartalsweise nach tilgungsfreier Zeit
  • Sonderzahlungen sind jederzeit möglich
Beantragt werden können die Darlehen bis zum 31. August 2020 bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Damit die Anträge kurzfristig bearbeitet und die Hilfen schnell ausgezahlt werden können, werden die Voraussetzungen anhand von Eigenerklärungen der Antragsteller geprüft.
 
Verfahrensablauf:
Der Antrag auf Förderung ist unter Verwendung der vorgegebenen Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.
Verwenden Sie dazu bitte ausschließlich das Förderportal der SAB.
 
Wichtiger Hinweis:
Die Auszahlung des Soforthilfe-Darlehens erfolgt ausschließlich auf die Bankverbindung, die gegenüber der Finanzverwaltung z. B. im Rahmen Ihres Einkommensteuerbescheids/Körperschaftsteuerbescheids angegeben wurde. Geben Sie diese Bankverbindung bitte bei der Antragstellung an.
 
Frist / Dauer:
Ausschließlich Bearbeitung laufender Maßnahmen – keine Neuantragstellung seit dem 31.08.2020 mehr möglich.
 
Stand der Informationen: 01. Oktober 2020
Die Bundesregierung hat einen kfW-Schnellkredit auf den Weg gebracht, bei dem der Staat 100 % der Kreditrisiken übernimmt. Er wendet sich an kleinere und mittlere Firmen und Betriebe, die jetzt sehr rasche Unterstützung benötigen.
 
Ab 15.04. beantragen: KfW-Schnellkredit 2020
Sie sind durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit? Ab dem 15.04. können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Kredite können Sie nicht direkt bei der KfW beantragen.
Aktuelle Informationen zum kfW-Schnellkredit finden Sie unter www.kfw.de.
 
Das Wichtigste in Kürze
  • für Anschaffungen und laufende Kosten
  • kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
  • bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • bie KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos
 
Was wird gefördert?
Mit dem KfW-Schnellkredit 2020 wir alles gefördert, was für Ihre unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen:
  • Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
  • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Warenlager (Betriebsmittel)
 
Wer wird gefördert?
Mit dem KfW-Schnellkredit werden Selbstständige und Unternehmen gefördert
  • mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt haben – oder im kürzeren Zeitraum, wenn Sie noch nicht seit 2017 am Markt sind.
 
Laufzeiten und Zinssätze I Kredithöhe und Auszahlung
  • Bis zu 10 Jahre Laufzeit – in dieser Zeit zahlen Sie Ihren Kredit zurück.
  • Auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn – das senkt Ihre Belastung.
  • Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird spätestens mit Zusage der KfW festgelegt.
  • max. 500.000 Euro für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis einschließlich 50 Mitarbeitern.
  • max. 800.000 Euro für Unternehmen mit mehr 50 als Mitarbeitern.
 
Kombination mit anderen Fördermitteln
Wichtig: Zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 können Sie auch die Zusschüsse der Soforthilfeprogramme des Bundes und der Länder nutzen.
Den KfW-Schnellkredit können Sie spätestens am 31.12.2020 abschließen. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie keinen weiteren KfW-Kredit beantragen.
Ein Wechsel vom KfW-Sonderprogramm 2020 (Programmnummern 037/047/075/076/855) zum KfW-Schnellkredit (078) ist ausgeschlossen. Ausgeschlossen ist auch eine Kumulierung mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder mit den Programmen der Bürgschaftsbanken, die wegen der Coronakrise erweitert wurden.
 
Leichter Zugang zum Kredit
  • Sie erhalten den KfW-Schnellkredit 2020 ohne Risikoprüfung.
  • Die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos von Ihrer Bank.
  • Als Kreditnehmer haften Sie zu 100 % für die Rückzahlung.
  • Sie brauchen nur wenige Unterlagen, mit denen Sie Ihre Zahlen nachweisen.
 
Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9000.
 
Stand der Informationen: 15. April 2020
Die Bundesregierung ergänzt die bereits bestehenden Unterstützungsprogramme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnitten ist.Start-ups und junge Unternehmen können – wie auch in konjunkturell „normalen“ Zeiten – häufig das Kreditangebot von Banken nicht in Anspruch nehmen, da sie oft die Anforderungen aufgrund ihres jungen Alters und meist sehr innovativen Geschäftsmodells nicht erfüllen. Aus diesem Grund wurde das bereits bestehende Unterstützungsprogramm der Bundesregierung um ein speziell auf Start-ups zugeschnittenes Maßnahmenpaket im Umfang von 2 Milliarden Euro ergänzt.
 
Das Maßnahmenpaket umfasst insbesondere folgende Elemente, die schrittweise umgesetzt werden:
  • Öffentlichen Wagniskapitalinvestoren auf Dachfonds- und auf Fondsebene (z.B. KfW Capital, Europäischer Investitionsfonds, High-Tech Gründerfonds, coparion) werden kurzfristig zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt, die im Rahmen der Ko-Investition zusammen mit privaten Investoren für Finanzierungsrunden von Start-ups eingesetzt werden können.
  • Die Dachfondsinvestoren KfW Capital und Europäischer Investitionsfonds (EIF) werden perspektivisch mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln in die Lage versetzt, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen.
  • Für junge Start-ups ohne Wagniskapitalgeber im Gesellschafterkreis und kleine Mittelständler wird die Finanzierung mit Wagniskapital und Eigenkapital-ersetzenden Finanzierungsformen erleichtert.
Parallel zur Umsetzung des Maßnahmenpakets stimmt die Bundesregierung weiter die Ausgestaltung des Zukunftsfonds für Start-ups ab, der mittelfristig den Weg aus der Krise unterstützen soll.
 
Stand der Informationen: 05. Mai 2020
Die Auswirkungen des Coronavirus haben Deutschland in einem Maß getroffen, auf das sich keiner vorbereiten konnte. Die wirtschaftlichen Folgen sind unter anderem Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Diesen negativen Auswirkungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie die Freien Berufe gilt es entgegenzutreten.
 
Da dabei schnell gehandelt werden muss, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 im Sinne eines Sofortprogramms ergänzt. Mit der Modifizierung leistet der Bund schnelle und unbürokratische finanzielle Unterstützung bei der Inanspruchnahme einer Unternehmensberatung.
 
Ein externer Unternehmensberater kann Ihnen hierzu vielfältig Hilfestellung geben, ob Sie neue Geschäftsfelder suchen, Ihre Geschäfte umstellen/digitalisieren sollten oder aber auch wie Sie Ihre Liquidität wiederherstellen.

Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. 
 
Es wird darauf hingewiesen, dass nach der bestehenden Richtlinie bei allen Modulen ausschließlich konzeptionelle, individuelle Beratungsleistungen förderfähig sind. Reine Fördermittelberatungen sind hier nicht zulässig und können nicht gefördert werden.
 
Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.
 
Anträge auf Gewährung eines Zuschusses zu den Kosten einer geplanten Beratung können online über die Antragsplattform des BAFA gestellt werden. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das beratene Unternehmen.
 
Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.
Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank
Der Freistaat Sachsen gewährt betroffenen Unternehmen zinssubventionierte Liquiditätshilfedarlehen, staatliche Bürgschaften etc., um wegen Lieferengpässen, Auftragsstornierungen oder Zahlungsausfällen entstehende Liquiditätsschwierigkeiten zu überbrücken. Ansprechpartner dafür ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB). Die Beratungen dazu sind kostenfrei, das Beratungszentrum der SAB ist unter der Hotline-Nummer 0351 4910-1100 zu erreichen. Informationen bietet die SAB auch online.
 
KfW-Corona-Hilfe für Unternehmen
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern.
Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.
 


Bestandsunternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind:
 

KfW-Unternehmerkredit 
  • Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) von bis zu 80 % für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung auch für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR).
 
KfW Kredit für Wachstum 
  • Temporäre Erweiterung auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inkl. Betriebsmittel im Wege der Konsortialfinanzierung (bisher Beschränkung auf Investitionen in Innovation und Digitalisierung) 
  • Erhöhung der Umsatzgrenze für antragsberechtigte Unternehmen von 2 Mrd. auf 5 Mrd. EUR.
  • Erhöhung der anteiligen Risikoübernahme auf bis zu 70 %. Hierdurch wird der Zugang von mittelständischen und größeren Unternehmen zu individuell strukturierten, passgenauen Konsortialfinanzierungen erleichtert
 

Junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind:


ERP-Gründerkredit - Universell 
  • Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80 % für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR) geöffnet werden.
 
ERP-Gründerkredit Startgeld
  • Zielgruppe: Kleine gewerbliche Unternehmen und Freiberufler bis zu 50 Beschäftigte und Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme von max. 10 Mio. Euro, die noch keine 5 Jahre bestehen
  • Höchstbetrag: maximal 30.000 Euro für Betriebsmittel (Gesamtfremdkapitalbedarf max. 100.000 Euro)
  • Laufzeit: maximal 10 Jahre mit zwei Tilgungsfreijahren
  • Sicherheiten: Bankübliche Besicherung bei 80 Prozent Haftungsfreistellung für Hausbank
 
KfW-Sonderprogramm für alle entsprechenden Unternehmen

Darüber hinaus wird die KfW ein Sonderprogramm vorbereiten und schnellstmöglich einführen. Dafür werden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert und betragen bei Betriebsmitteln bis zu 80 %, bei Investitionen sogar bis zu 90 %. Diese sollen auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten (krisenadäquate Erhöhung der Risikotoleranz) geraten sind.

Überdies wird die KfW für diese Unternehmen konsortiale Strukturen anbieten.
Der Start dieser Sonderprogramme unterliegt dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Europäische Kommission.

Unternehmen, die Bürgschaften für Kredite in Anspruch nehmen möchten, wenden sich an die Bürgschaftsbank Sachsen.

KfW-Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.
 
Corona-Hilfen der Bürgschaftsbank Sachsen
Bei der Bewältigung der Folgen des Coronavirus unterstützt die Bürgschaftbank Sachsen kleine und mittlere Unternehmen.

Welche Maßnahmen werden für Kredite zur Überbrückung der Corona-Krise umgesetzt?
  1. Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf € 2,5 Mio. erhöht.
  2. Die Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite werden verbessert.
  3. Der Bewilligungsprozess wird beschleunigt
Was heißt das konkret?
1. Erhöhung des Bürgschaftsbetrages
  • Der bisherige Bürgschaftshöchstbetrag wird von € 2,0 Mio. auf € 2,5 Mio. erhöht. Damit erhöht sich das mögliche zu verbürgende Kreditvolumen auf über € 3,0 Mio.
2. Verbesserung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite
  • Verbürgung von bis zu 90% der Kredithöhe statt bisher 60%
  • Halbierung der Bearbeitungsgebühr
3. Beschleunigung des Bewilligungsprozesses
  • Der Turnus für die Bewilligungsausschüsse wurde von 14-tägig auf wöchentlich reduziert.
  • Zusagen von "Express-Liquidität" - Bürgschaften von bis zu TEUR 500 innerhalb eines Bankarbeitstages
Für den Kammerbezirk Dresden hat die Bürgschaftsbank Sachsen die Hotline-Nummer 0172 6028464 eingerichtet. Informationen zum Antragsverfahren unter www.bbs-sachsen.de.
 
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat außerdem Hotlines eingerichtet:
Informationen für Unternehmen
Hotline: 030 18615 1515
Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr 
Hier erhalten Unternehmen zentrale Informationen zu möglichen Finanzhilfen und Unterstützungsmaßnahmen.
 
Bestehende Förderinstrumente für Unternehmen
Förderhotline: 030 186 15 8000
Montag – Donnerstag, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Hier können sich Unternehmen über mögliche Fördermaßnahmen informieren.
Die Prüfung der Zuwendungsvoraussetzungen bei den Corona-Soforthilfen erfolgt i. d. R. auf Grundlage von Eigenerklärungen des Antragstellers. Der Antragsteller ist verpflichtet, dem Fördermittelgeber auf Anforderung - auch nach Bewilligung und Auszahlung des Darlehens - die zur Überprüfung der Zuwendungsvoraussetzungen erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen.

Die IHK Dresden hat daher für Antragsteller eine Vorlage für eine Liquiditätsplanung für die kommenden Monate erstellt.
Um Unternehmen in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat dazu mit den obersten Landesfinanzbehörden eine Reihe konkreter steuerlicher Erleichterungen abgestimmt.
 
Liquiditätshilfe: Unternehmen, die wegen der Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr einen Verlust ausweisen werden, erhalten eine Liquiditätshilfe. Diese wird Unternehmen gewährt, indem absehbare Verluste pauschal mit Gewinnen für 2019 verrechnet werden können.
Unternehmen können daher ab sofort neben der Erstattung von bereits für 2020 geleisteten Steuervorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlten Beträgen bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr. Mit dieser Maßnahme schaffen wir für kleine Unternehmen und Selbständige im Handel, in der Kultur und im Gastronomiebereich notwendige Liquidität. Die konkreten Details sind in einem BMF-Schreiben geregelt.
 
Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen.
An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer. Auch eine Stundung der Kraftfahrzeugsteuer möglich. Hierzu ist bis 31. Dezember 2020 beim zuständigen Hauptzollamt ein entsprechender Stundungsantrag zu stellen.
 
Anpassung und Erstattung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Bereits für 2020 geleistete Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer können zudem auf Antrag erstattet werden. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.
 
Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen: Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
Zu vergleichbaren Maßnahmen hat das Bundesfinanzministerium darüber hinaus die Zollverwaltung angewiesen, die u.a. die Energiesteuer und Luftverkehrsteuer verwaltet. Sie gelten außerdem für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer, soweit diese vom Bundeszentralamt für Steuern verwaltet wird.
Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Entsprechende BMF-Schreiben und Erlasse werden hier zusammengefasst. Zudem stehen zwei FAQ-Übersichten zur Verfügung: Die Ausführungen in den "FAQ "Corona" (Steuern)" gelten als allgemeine Hinweise im Umgang mit den sich aufdrängenden Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Die FAQ "Fragen und Antworten zum Milliarden-Schutzschild für Deutschland" greifen einige fachliche steuerliche Fragestellungen in einer etwas allgemeineren Form auf. Die FAQ werden fortlaufend aktualisiert.
 
Bonuszahlungen an Beschäftigte: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kümmern sich Tag für Tag darum, die Menschen in Deutschland zu versorgen. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie machen sie das unter erschwerten Bedingungen – sei es als Pflegekraft, an der Supermarktkasse, als Arzt im Krankenhaus oder hinter dem Lenkrad eines Lkw. Zahlreiche Arbeitgeber haben deshalb angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.
 
Die Regelungen gelten bis 31. Dezember 2020 und werden in Sachsen auch auf Landessteuern angewendet.
 
Auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums finden Sie nähere Einzelheiten der entsprechenden Maßnahmen. 
 
Für die konkrete Inanspruchnahme der beschriebenen Steuererleichterungen setzen Sie sich bitte direkt mit Ihrem Finanzamt in Verbindung. Geht es Ihnen um die Stundung der Gewerbesteuer, ist Ihr zuständiger Ansprechpartner die Gemeinde-/Stadtverwaltung, da dieser die Festsetzung und Erhebung der Steuern obliegt.
Zur Beantragung entsprechender Steuererleichterungen wird ein ausfüllbares Formular zur Verfügung gestellt. Es gilt zu beachten, dass Steuerstundungen nur für bereits festgesetzte bzw. angemeldete Steuern gewährt werden können. Für künftige Steuerforderungen ist ein neuer Antrag zu stellen.
Geht es um die Versicherungssteuer oder das sogenannte Verfahren VAT on e-Services (besonderes Umsatzsteuerverfahren) sprechen Sie bitte das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an.
 
Bei Fragen können sich Unternehmen und Bürger auch an die zentrale kostenfreie Corona-Hotline unter 0800 / 100 0214 wenden. Diese ist von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 18 Uhr sowie am Wochenende von 12 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.
 
Stand der Informationen: 29. April 2020

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, wird daher durch eine gesetzliche Regelung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt. Voraussetzung für die Aussetzung ist, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Bislang bis 30. September 2020 befristete gesetzliche Regelung soll mit inhaltlichen Einschränkungen bis 31. Dezember 2020 verlängert werden.

Arbeitslosengeld I
Wenn Unternehmer freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, können sie, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.
Da die Agentur für Arbeit aktuell für Besucherverkehr geschlossen ist, wird darum gebeten sich online oder telefonisch in Verbindung zu setzen. 
  • Agentur für Arbeit Pirna Tel. 03501 / 791 555
 
Arbeitslosengeld II
Hilfsbedürftige Gewerbetreibende, auch Freiberufler und Kreative, wie beispielsweise Tanzlehrer, Musiker oder freie Künstler, haben aber auch die Möglichkeit, Arbeitslosengeld II (ALG II) als Grundsicherung für Selbstständige vom Jobcenter zu erhalten. Es bestehen mit der Änderung Ende März 2020 folgende Neuregelungen:
  • Keine Vermögensprüfung. Man muss jedoch angeben, dass kein Vermögen in "erheblichem"     Umfang besteht. 
  • Die Kosten für die Wohnung werden in vollem Umfang anerkannt. Es gibt also keine Prüfung der Wohnungsgröße.
  • Keine Aufnahme in die Arbeitsvermittlung
  • Es wird geprüft, ob es Einkünfte aus der Bedarfsgemeinschaft gibt, die zur Deckung des    Lebensunterhalts genutzt werden müssen.
 
WICHTIG: Gezahlt wird das ALG II maximal rückwirkend zum Anfang des laufenden Monats. Das bedeutet, wenn man rückwirkend zum 01.03. Leistungen erhalten will, muss der Antrag bis zum 31.03.2020 gefaxt oder per Post beim Jobcentes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sein. Die Formulare nach der Neuregelung des ALG II Ende März sind noch nicht online. Der Antrag kann deshalb zunächst formlos gestellt werden.
Das "neue" ALG II ist auch mit den Zuschüssen des Bundes für Selbständige und Kleinstunternehmen kombinierbar.
 
Da auch das Jobcenter derzeit für Besucherverkehr geschlossen ist, wird ebenfalls daraum gebeten sich online oder telefonisch in Verbindung zu setzen. 
  • Jobcenter Sächsiche Schweiz-Osterzgebirge Tel.  03501/791 150 oder 03501/791 669
 
Wohngeld
Je nach Einkommenssituation kann auch die Beantragung von Wohngeld infrage kommen. Informationen zu den jeweiligen Ansprechpartnern finden Sie auf der Seite des Landratsamtes.
 
Stand der Informationen: 30. März 2020
Mitgliedsvereine des Landessportbund Sachsen, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen COVID-19-Pandemie unverschuldet in ihrer Existenz bedroht sind, können ab sofort finanzielle Unterstützung in Form einer einmaligen Soforthilfe-Zahlung sowie eines Liquiditätsdarlehens beantragen.
Dazu hat das Sächsische Innenministerium eine entsprechende Förderrichtlinie erlassen. Die Soforthilfe-Zuschüsse für Vereine können bis zu 10.000 Euro, die Darlehen zur Liquiditätssicherung bis zu 350.000 Euro betragen.
 

Soforthilfe für Sportvereine

 
Gegenstand der Förderung
Die Soforthilfe soll dem Sportverein insbesondere zur Existenzsicherung dienen. Der Bedarf ist dabei nachzuweisen.
 
Zuwendungsempfänger
Zuwendungen können die im Landessportbund Sachsen organisierten Sportvereine erhalten.
 
Zuwendungsvoraussetzungen
nur unter folgenden Voraussetzungen
  1. Antragsteller war zum 15. März 2020 ordentliches Mitglied im Landessportbund
  2. Nachweis in geeigneter Weise, dass die geltend gemachten Kosten aufgrund der Pandemiemaßnahmen entstanden sind. Dabei kann es sich um unabweisbare Einnahmeverluste oder zusätzliche Ausgaben handeln. Im Falle der unabweisbaren Einnahmeverluste weist der Zuwendungsempfänger nach, dass die Zuschussförderung zur Deckung der allgemeinen Betriebskosten erforderlich ist.
Die Prüfung erfolgt auf Grundlage von Eigenerklärungen des Antragstellers.
 
Art, Umfang und Höhe der Zuwendungen
  1. Die Soforthilfe wird in Form von Zuweisungen als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.
  2. Festbetragsfinanzierung in Form einer einmaligen Zuwendung.
  3. Höhe der Zuwendung bis zu 10.000 EUR in Abhängigkeit vom nachgewiesenen Finanzierungsbedarf. Zuwendungen werden nur bewilligt, wenn der Betrag im Einzelfall mindesten 1.000 Euro beträgt.
 
Verfahren
Die Soforthilfe zur Existenzsicherung in Höhe von bis zu 10.000 Euro können Vereine über den Landessportbund Sachsen beantragen. Das entsprechende Formular sowie weiterführende Informationen finden Sie unter www.sport-fuer-sachsen.de/soforthilfe.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Soforthilfe finden Sie in der folgenden FAQ-Liste.
 
 

Liquiditätsdarlehen für Trägervereine von Sport und Sportleiterschulen sowie Sportvereine und deren als juristische Personen des Privatrechts ausgegliederten Spielbetriebsabteilungen

 
Gegenstand der Förderung
Gegenstand der Förderung ist die Unterstützung zur Überwindung von Liquiditätsengpässen.
 
Zuwendungsempfänger
  1. Trägervereine von Sport- und Sportleiterschulen
  2. die im Landessportbund Sachsen organisierten Sportvereine sowie
  3. deren als juristische Personen des Privatrechts ausgegliederten Spielbetriebsabteilungen.
 
Zuwendungsvoraussetzungen
  • Antragsteller war am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten;
  • Umsatzrückgang oder Einnahmeausfälle von mindesten 20% für das laufende Wirtschaftsjahr aufgrund der Pandemiemaßnahmen;
  • Rückzahlung des Darlehens muss bei normalen wirtschaftlichen Ablauf innerhalb der Laufzeit des Darlehens zu erwarten sein;
  • Das Darlehen darf nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen verwendet werden.
  •  Zuwendungsempfänger (zu Nr. 1) war zum 15. März 2020 bereits Trägerverein einer Sport- und Sportleiterschule
  • Zuwendungsempfänger (zu Nr. 2) war zum 15. März 2020 ordentliches Mitglied im Landessportbund Sachsen
  • Zuwendungsempfänger (zu Nr. 3) hat Sitz und seinen überwiegenden Tätigkeitsbereich im Freistaat Sachsen
  • Prüfung erfolgt aufgrund Eigenerklärung.
  • Der Antragsteller ist verpflichtet, auf Anforderung notwendige Unterlagen der SAB zur Verfügung zu stellen
  • Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz, aus Versicherungsleistungen und etwaiger Förderprogramme der EU und des Bundes sind vorrangig in Anspruch zu nehmen.
 
Art, Umfang und Höhe der Zuwendungen
  • Zuwendung wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen bis zu maximal 5% des Jahresumsatzes des Jahres 2019, jedoch minimal 5.000 Euro höchstens 350.000 Euro, gewährt.
  • Wenn nach einem Zeitraum von vier Monaten ein höherer Liquiditätsbedarf besteht, kann das Darlehen in begründeten Ausnahmefällen auf Folgeantrag bis zu maximal 10% des Jahresumsatzes (Höchstbetrag 500.000 Euro) angehoben werden.
  • Das Darlehen ist drei Jahre tilgungsfrei, die Laufzeit beträgt 10 Jahre.
 
Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Es werden keine Sicherheiten bestellt.
a) Bei Tilgung von 50% innerhalb von fünf Jahren kann der restliche Darlehensbetrag auf Grundlage einer Einzelfallentscheidung des SMI erlassen werden.
b) Ist der Darlehensnehmer wirtschaftlich nicht in der Lage, das Darlehen ab den 5. Jahr zurückzuführen, kann er beim SMI einen Antrag auf anteiligen Erlass stellen.
 
Achtung: a) und b) finden keine Anwendung bei Antragstellern gem. Nr. 3 derZuwendungsempfänger (juristische Personen des Privatrechts ausgegliederten Spielbetriebsabteilungen)
Das Darlehen wird direkt von der SAB in privatrechtlicher Form bewilligt und in einer Tranche ausgezahlt.
 
Verfahren
Anträge auf Förderung sind bei der SAB einzureichen. Die SAB entscheidet über die Förderfähigkeit und im Rahmen ihres Ermessens über die Höhe des Darlehens. Formulare und weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank.
 
Stand der Informationen: 23.04.2020
Das Zuschussprogramm des Bundes schließt gemeinnützige Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform ausdrücklich ein, wenn sie wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind. Das heißt, den Antrag dürfen gemeinnützige Unternehmen stellen, die unternehmerisch tätig sind. Dies umfasst auch entsprechende Vereine, wenn sie sich zwar wirtschaftlich betätigen, aber eine gemeinnützige Tätigkeit im Vordergrund steht (BGH, Beschl. V. 16.5.2017, Az. II ZB /716).
 
Beim antragstellenden Verein muss jedoch ein erheblicher Teil der Einnahmen aus erzielten Umsätzen bestanden haben, die durch die Corona-Krise beeinträchtigt wurden. Ein Verein, der überwiegend von Beiträgen, kommunalen Zuschüssen oder Sponsoring lebt und wenig gewerblich am Markt mit seinen Dienstleistungen tätig ist, kann keinen Antrag stellen, weil er nicht unternehmerisch tätig ist.
 
Das Darlehensprogramm »Sachsen hilft sofort« zielt ausschließlich auf Wirtschaftsförderung, also gewerbliche Unternehmen und Freiberufler, und schließt gemeinnützige Vereine aus, auch wenn sie wirtschaftlich tätig sind.
 
Stand der Informationen: 2. April 2020
Mit der jährlichen Antragstellung auf Förderung für das Folgejahr reichen die Musikschulen einen Jahreswirtschaftsplan ein. Diese Zahlen liegen dem SMKT vor. Gem. dem Verband Deutscher Musikschulen (LVdM) wird mit insgesamt 38 Unterrichtswochen geplant. Gemäß LVdM kann zwei Drittel des Musikschulunterrichtes in alternativen Formen stattfinden.
Entsprechend sinken die Einnahmen um ein Drittel gegenüber den Planzahlen. Dieses Drittel soll ausgeglichen werden.
 

Musikschulen

  • Finanzhilfen für Aufwendungen von Betriebskosten;
  • Bedingung: Vom SMKT geförderte Musikschule, die nicht in kommunaler Trägerschaft ist;
  • gewährt wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss innerhalb des Zeitraumes, in dem aus Infektionsschutzgründen der Musikschulunterricht aus zu Teilen nicht möglich ist;
  • Der maximale Fördersatz ergibt sich aus den geplanten Einnahmen durch Unterrichtsentgelte und Veranstaltungen gem. vorliegender Wirtschaftspläne. Davon können 33% im Rahmen des Hilfsprogramms ausgeglichen werden.
  • Antragstellung online über die Webseite des Sächsischen Musikrat e.V.
  • Auszahlung erfolgt in drei Tranchen:
  1. Zeitraum 17.03. bis 28.04.2020
  2. Zeitraum 29.04. bis 10.06.2020
  3. Zeitraum 11.06. bis 17.07.2020
 

Freie und private Anbieter von außerschulischem Musikunterricht

  • erhalten Unterstützung wenn sie haupterwerbsmäßig und selbständig tätig sind und ihr Einkommen durch die Freiberuflichkeit verdienen, d.h. Musikunterricht wurde bisher nicht nur als Nebentätigkeit  erbracht = “Solo-Selbststädige”
  • Bei Nachweis der Einnahmeausfälle kann ein nicht rükzahlbarer Zuschuss von bis zu 60% gewährt werden, entspricht einer Zahlung von Kurzarbeitergeld
  • max. Summe beträt 750 EUR / Woche (Berechnungsgrundlage ist eine vergleichbare Anstellung an einer Musikschule, TV-L E9,)
  • Auszahlung erfolgt in drei Tranchen:
  1. 17.03. bis 28.04.2020
  2. 29.04. bis 14.06.2020
  3. 15.06. bis 17.07.2020
 
Antragstellung online über die Webseite des Sächsischen Musikrat e.V. unter Vorlage von:
  • Nachweis Mitgliedschaft Küstlersozialkasse
  • Honorarvereinbarung oder Vertrag mit Stichtag vor 15.03.2020
  • Darlegung des Einnahmeausfalls
  • Bestätigung über den Wohnsitz in Sachsen
Sächsische Künstlerinnen und Künstler können ein Stipendium in Höhe von 2.000 Euro erhalten, um auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer Arbeit festhalten zu können. Gefördert werden Konzepte, Ideen und Formate zum Umgang mit der Corona-Krise.
 
Das Programm ist offen für unterschiedliche Ansätze und richtet sich an alle Sparten der Künste. Die Stipendien werden in Form einer einmaligen Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt.
Eine kurze Skizzierung des Vorhabens ist ausreichend. Durch ein einfaches Antragsverfahren sollen die Mittel zügig an die Antragsteller ausgereicht werden. Anträge können online über die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen gestellt werden.
 
Gegenstand der Förderung
Gefördert werden Konzepte, Ansätze und Formate die sich mit künstlerischen Mitteln theoretisch und praktisch mit den Bedarfen und Herausforderungen des gegenwärtigen gesellschaftlichen Ausnahmezustandes auseinandersetzen. Insb. Recherche- und Konzeptarbeiten, Ideen der künstlerischen Reflexion der Krise wie die Erarbeitung digitaler Interaktionstechniken und Veranstaltungsangebote sowie Restrukturierung oder Neubewertung von Arbeitsprozessen.
 
Zuwendungsempfänger
  • freiberuflich tätige Künstler mit Hauptwohnsitz in Sachsen
  • weder an einer Hochschule immatrikuliert noch in Ausbildung
  • künstlerische Tätigkeit muss haupterwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausgeübt werden
  • Begründung der existenzbedrohlichen Lage aufgrund Corona
  • Voraussetzung: keine anderen analogen Stipendienförderungen oder weitere Förderungen für denselben Zweck
  • Zum Zeitpunkt der Bewilligung des Stipendiums sind Veranstaltung durch Allgemeinverfügung verboten
 
Art, Umfang und Höhe
  • nichtrückzahlbarer Zuschuss für die Dauer von in der Regel 2 Monaten
  • insgesamt maximal 2.000 EUR
 
Verfahren
 
Fragen zum Programm beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturstiftung unter denkzeit@kdfs.de sowie der Telefonnummer 0351-88480-33.
 
Stand der Information: 22. April 2020
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultur und Tourismus

Weitere Links und lokale Initiativen

Auf dem Informationsportal www.coronavirus.sachsen.de finden Sie alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in Sachsen, darunter wichtige Telefonnummern, präventive Maßnahmen sowie Informationen für Verbraucher, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Eltern, Lehrkräfte, medizinisches Personal, Polizei und Justiz.
 
Fragen beantwortet die kostenlose Telefon-Hotline der Staatsregierung unter 0800 – 1000 214 oder können per E-Mail an corona-av@sms.sachsen.de gestellt werden.

Fragen zu einzelnen Förderprogrammen im Zusammenhang mit der Coronakrise beantwortet die Sächsische Aufbaubank online oder unter der Hotline 0351 4910-1100.

Die Stadt Freital stellt mit "kauf lokal!" eine Online-Plattform bereit, bei der Freitaler Unternehmen ihre Dienste einstellen können. Kunden erhalten eine Übersicht, wo sie aktuell Waren erwerben, liefern lassen oder selber abholen können. Dabei können sie in der Gesamtübersicht stöbern oder zielgerichtet in Rubriken suchen. In der Detailansicht erhalten sie weitere Informationen über aktuell angebotene Leistungen oder Bestelloptionen.  
Die Stadtverwaltung aktualisiert die Liste fortlaufend und freut sich über jede Ergänzung!
 
Sie sind Ladeninhaber oder Dienstleister und möchten in die Liste aufgenommen werden? Dann können Sie über www.freital.de Ihre Daten und Ihre konkreten Angebote/Dienstleistungen wie Webshop, Lieferung nach telefonischer Bestellung oder kontaktlose Selbstabholung etc. in das Feld "Zusatztext" in das Formular eintragen. Die Stadtverwaltung schaltet Ihren Eintrag dann nach zeitnaher Prüfung frei.
Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Pirna und die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna haben zum gegenseitigen Austausch mit dem Stadtmarketing Pirna die Seite www.pirna-hilft.de ins Leben gerufen. Sie dient dazu, wichtige Informationen, besondere Aktionen und Neuigkeiten zu bündeln und Erfahrungen auszutauschen, denn nicht alle nutzen die gängigen Social Media Kanäle.
 
Zentraler Bestandteil ist das Forum „Wirtschaft“. In diesem können wichtige Fragestellungen, Erfahrungen und Ideen ausgetauscht werden, egal ob Großunternehmen, Mittelstandsbetrieb, Händler, Gastronom, Dienstleister, Handwerker, Einzelunternehmer, Freiberufler, Kreativ- oder Kunstschaffender. Hier soll Know-how gebündelt, Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze gemeinsam diskutiert und das Miteinander gestärkt werden, denn gemeinsam lässt sich diese Krise besser überstehen. Das Forum lebt, wie vieles andere auch, von der Teilhabe vieler Akteure. Aus diesem Grund bitten die Akteure Sie mitzumachen!
Der Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V. möchte mit der Aktion #Sehnsuchtsstiller seine Partner in der Region unterstützen. Der Appell: Gutscheine kaufen, regionale Produkte bestellen oder den Liefer- und Abholservice der Gastronomie vor Ort nutzen hilft den Unternehmen während der Corona-Krise über die Runden zu kommen.
 
Auf der Website stehen dabei Gutschein- und Onlineshopangebote touristischer Partner im Mittelpunkt. Nutzer erhalten einen Überblick über die Angebote und werden auf Partnerseiten weitergeleitet, um Gutscheine zu erwerben.
 
Holen Sie sich die Sächsische Schweiz nach Hause. Wanderberichte daheim auf dem Balkon lesen, regionale Rezepte in der eigenen Küche testen, den nächsten Urlaub in der Sächsischen Schweiz gemeinsam mit der Familie planen. 
Total lokal: Rette jetzt dein Lieblingslokal in deiner Nachbarschaft.
 
Restaurants und Gastrobetriebe dürfen weiter kochen, backen, brutzeln. Mit deiner Essens-Bestellung hilfst du den Wirten und Wirtinnen, sich über Wasser zu halten. Auf der Website kannst du ganz einfach suchen, dein Lieblingsrestaurant finden und bestellen.
 
"Lokalhelden Sachsen" ist eine Aktion des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourimus, der DEHOGA Sachsen und des Digitalexperten XPORT.de
Das TEAM SACHSEN ist eine Initiative der sächsischen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in Kooperation mit dem Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
 
Das Team Sachsen bietet vielfältige Möglichkeiten, sich in der aktuellen Lage rund um den Coronavirus mit Ihrem persönlichen Interesse und Zeitbudget zu engagieren. #füreinander
 
Du bist bereits als Einkaufsheld oder als Nachbarschaftshelfer unterwegs? Dann absolviere unsere Online-Hygieneschulung! Sie ist für alle, die helfen wollen. Denn beim Helfen steht der Selbstschutz im Vordergrund!
 
Warum soll ich helfen?
In der aktuellen Lage aufgrund des Corona-Virus rechnen wir mit einer zunehmenden Infektionsausbreitung. Diese Situation kann zu Problemen in der Versorgung Pflegebedürftiger und der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz führen. Daneben sorgen wir uns um jene Menschen, die aufgrund des Alters oder von Vorerkrankungen zu den besonders gefährdeten Personengruppen zählen und deshalb besser zuhause bleiben und sich nicht unter Menschen begeben sollen. Diese Personen sind auf Solidarität und konkrete Unterstützungsleistungen dringend angewiesen.
 
Unter www.teamsachsen.de kannst du dich als Helferin oder Helfer registrieren. Bitte registriere Dich nur, wenn Du noch nicht in Strukturen einer Hilfsorganisation integriert bist, die im Katastrophenfall zum Einsatz kommen können. Du musst kein Mitglied sein oder werden, um dich beim Team Sachsen zu registrieren!
 
Du kennst jemanden, der Hilfe brauchst oder suchst selbst Unterstützung? Dann kannst du hier dein Hilfegesuche an das Team Sachsen melden.                                                                       

Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI) zur Bewertung von Großveranstaltungen

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/artikel/handlungsempfehlungen-corona-rki.html

FAQ des Robert Koch Institut
 
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
 
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
 
Bundesgesundheitsministerium
 
Informationsportal Coronavirus in Sachsen
 
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
 
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
 
Bundesagentur für Arbeit
 
Merkblatt 8a Kurzarbeitergeld – Dienste und Leistungen der Agentur für Arbeit. Informationen für Arbeitgeber und Betriebsvertretungen (01.2020 Bundesagentur für Arbeit)
 
Sächsische Aufbaubank
 
Industrie- und Handelskammer Dresden
 
DEHOGA Sachsen
 
Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
 
Tourismusverband Erzgebirge e. V.
 
Landesdirektion Sachsen
 
Verkehrsverbund Oberelbe GmbH
 
Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS)
 
COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen – Orientierungshilfe für Ärzte (Stand: 26.2.2020)
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Quellen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Katrin Hentschel - komm. Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung

01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
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03501 5158-1518
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