„GLÜCK SUCHT DICH“

01.07.2020

Mobiles Präventionsangebot im Landkreis geht neue Wege, um Risiko- und Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu stärken

Seit gestern ist der „Glücksbus“ als mobiles Präventionsangebot des Freistaates Sachsen, entwickelt von der Koordinierungsstelle für Suchtprävention in Sachsen, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterwegs. Der Doppeldeckerbus wird heute und morgen in Neustadt in Sachsen und in der Stadt Tharandt Station machen.

Vorgesehen war ursprünglich, dass Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren an acht interaktiven Modulen angeregt werden, sich mit den Themen Glück, Sucht, Identität, Konsumrisiken und Rauschmittel auseinandersetzen, um so die Risiko- und Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln können derzeit nicht wie geplant die Kinder und Jugendlichen verschiedener Schulen das Angebot nutzen, denn laut Hygienekonzept dürfen sich maximal vier Personen gleichzeitig im Bus aufhalten, auch sind einzelne Module aus Hygienegründen gesperrt.

Heute, am 1. Juli 2020, war auch Beigeordnete Kati Hille vor Ort, um sich das Projekt anzuschauen  und mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen. „Ich finde es ganz wichtig, dass bereits frühzeitig unsere Kinder und Jugendlichen auf möglichst verständliche und anschauliche Weise über die Risiken und Gefahren von Sucht- und Rauschmitteln aufgeklärt werden. Dafür ist die Projektidee hervorragend geeignet und wir hoffen sehr, dass es im nächsten Jahr unter besseren Voraussetzungen eine Wiederholung geben wird.“, hält Kati Hille an dem Präventionsangebot fest.

Dennoch kann der mit viel Aufwand jugendgerecht konzipierte Bus nun sinnvoll eingesetzt werden. Ziel ist aktuell die Qualifizierung von sogenannten Multiplikatoren. Insbesondere Schul- und Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Lehrerinnen und Lehrer erhalten jetzt die Gelegenheit, sich aus einer anderen Perspektive den Themen zu nähern, um sie später besser in den beruflichen Alltag einzubringen und sich mit den Kindern und Jugendlichen darüber auszutauschen.

Anschließend wird es eine Auswertung geben. Planmäßig bildet diese die Grundlage für den Einsatz des Busses – hoffentlich dann für Schulklassen – im nächsten Jahr und für einen längeren Zeitraum.

Das Projekt wird im Ergebnis des bereits 2019 initiierten Interessenbekundungsverfahrens durch den Träger HANNO e.V. umgesetzt. Es wird zu 80 % vom Freistaat Sachsen gefördert, der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finanziert 20 % der Kosten (ca. 3.600 Euro) des Projektes.