Gedenken zum Grubenunglück in Freital im Jahr 1869

05.08.2019

Am 2. August 1869 kam es in den miteinander verbundenen Grubenfeldern des Segen-Gottes- und Neue-Hoffnung-Schachtes zu einer Schlagwetterexplosion, bei der 276 Bergleute verunglückten. Es war das seinerzeit schwerste sächsische Grubenunglück. Anlässlich des 150. Jahrestages veranstalten die Große Kreisstadt Freital und der Bergbau- und Hüttenverein Freital am Sonntag, dem 4. August 2019 eine Gedenkfeier für die verunglückten Bergleute.

Zu diesem Anlass begrüßte Oberbürgermeister Uwe Rumberg gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Freitaler Bergbau- und Hüttenvereins Wieland Büttner zahlreiche Gäste, unter ihnen auch Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller und Landrat Michael Geisler. Sie gedachten der damaligen Opfer, zu denen letztlich auch die vielen Familienangehörigen gehörten – nämlich über 200 Witwen und fast 500 vaterlose Kinder. Schon damals war die Anteilnahme groß: Überlieferungen zufolge war noch am Tag des Unglücks der sächsische Kronprinz Georg am Unglücksort und auch einige sächsische Minister sowie Sachsens Kronprinzessin Carola folgten, um sich nach Hilfsmöglichkeiten für die Familien zu erkundigen.

Landrat Geisler lobte die herausragende Vereinsarbeit, die Ereignisse wie diese sowie die Bergbautradition in Osterzgebirgsregion am Leben hält.