Bundesverdienstorden für Pfarrer i. R. Günter Hartmann

03.07.2020

Günter Hartmann, ehemaliger Pfarrer in Rosenthal, engagiert sich seit vielen Jahren für die Menschen in seiner Region und ganz besonders für Kinder aus Tschernobyl. Dieses herausragende Engagement wird heute, am 3. Juli 2020, mit der Übergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gewürdigt.

„Günter Hartmanns Leben ist geprägt von einer außergewöhnlichen Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und dem Glauben an das Gute. Er freut sich am meisten, wenn andere glücklich sind – und ist es dann selbst. Er hat oftmals gegen Windmühlen gekämpft und ruht erst, wenn er sein Ziel erreicht hat.“, schätzt Landrat Michael Geisler vor allem seine Zielstrebigkeit hoch ein.

Das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986 und die bis heute spürbaren Spätfolgen für die Bewohner der Region war für Günter Hartmann Anlass, das ehrenamtliche Projekt „Kinder von Tschernobyl“ ins Leben zu rufen. So wirkt er seit den neunziger Jahren bis heute aktiv im Rahmen der humanitären Hilfe mit und ließ das Thema auch immer wieder in seine Gemeindearbeit einfließen. Als Pfarrer zwar seit gut 20 Jahren im Ruhestand, ist der 80-Jährige bis heute umso engagierter, um seinen Beitrag zur Verständigung zwischen seiner Heimat und Belarus zu leisten. Er organisierte mehrere Hilfstransporte und Spenden für Braginer Kinder und auch für soziale Einrichtungen vor Ort. In diesem Jahr waren die belarussischen Kinder bereits zum 29. Erholungsaufenthalt in Rosenthal.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Günter Hartmann!