Ausschreibungen

1. Frage:

Weshalb wird in den Losen 3 und 4 ein unterschiedlicher Bedarf gesehen, wie wurde der Bedarf ermittelt?

Antwort

Das unterschiedliche Budget für die Lose 3 und 4 begründet sich in der unterschiedlichen Anzahl der erforderlichen Kurse in den beiden Losen:

Los 3: ein Fremdpflegekurs/Jahr und ein Verwandtenpflegekurs/Jahr,

Los 4: ein Fremdpflegekurs/Jahr und zwei Verwandtenpflegekurse/Jahr.

Der Bedarf wurde anhand der Erfahrungswerte (Anmeldezahlen) der letzten Jahre ermittelt.

 

2. Frage:

Für Los 5 wurde nicht verpflichtend die Ausbildung als Supervisorin gefordert, warum?

Antwort

Supervision ist eine Form der Beratung, die zur Reflexion eigenen Handelns anregen sowie die Qualität in der Arbeit sichern und verbessern soll. Supervisionen werden von einem Supervisor geleitet, der zumeist eine entsprechende Qualifikation oder Zusatzausbildung hat. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen lernen in der Supervision, ihr berufliches oder ehrenamtliches Handeln zu prüfen und zu verbessern.

Die Anforderungen an das Personal wurden im IBV definiert. Zusatzqualifikation im Bereich der Beratung sind von Vorteil, wurden jedoch nicht verpflichtend beschrieben. Grundsätzlich sollte zudem neben der fachlichen Kompetenz und der persönlichen Eignung eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem vergleichbaren Arbeitsfeld mit überwiegend beraterischen Anteilen vorhanden sein. Dem interessierten Bieter wird damit im Hinblick auf die Anforderung an das Personal ausreichend Spielraum zum Nachweis der Fachlichkeit seines Personals gegeben.

 

3. Frage:

Im Rahmen der als Sachkosten abgegrenzten Ausgaben dürfen Verwaltungskosten für die fachliche und administrative Leitung von angestelltem Personal (Overheadkosten) in Höhe von maximal 3.000,00 EUR je eingesetzter VzÄ/pro Jahr pauschal erhoben und abgegrenzt werden.

Bedeutet das, dass für Sachkosten auch 3 T€ angesetzt werden dürfen? Also Sachkosten 3 T€ und für Verwaltungskosten 3 T€. In der Beschreibung werden die Sachkosten von den Verwaltungskosten, welche auch Sachkosten sind, abgegrenzt.

Antwort:

Die Regelung sagt aus, dass im Rahmen der Sachkosten pauschal bis zu 3.000 EUR je eingesetzter VzÄ/Jahr Verwaltungskosten geplant werden dürfen (als ein Teil der Sachkosten). Die sonstigen Sachkosten, die über diese Verwaltungskosten hinaus anfallen, sind in ihrer Höhe nicht vorgegeben.

 

4. Frage:

Was gehört alles zum Angebot?

Lt. Bekanntmachung

Bestandteile des Angebotes:

  • der Teilnahmeantrag (formloses Schreiben) am Interessenbekundungsverfahren,
  • die Konzeption des Bieters mit ausführlicher Darstellung der einzelnen Arbeitsschwerpunkte je nach Los unter Beachtung der Konzeption des Pflegekinderdienstes (PKD) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 12.07.2016,
  • der gesamte Kosten- und Finanzierungsplan zum Angebot,
  • detaillierte Angabe zur angebotenen Jahresarbeitsstundenzahl/Preis pro Arbeitsstunde.

Unter dieser Rubrik steht nicht nochmal, dass der  „Der Nachweis der Vertretungsberechtigung ist beizufügen. …“ ist. Das steht nur weiter oben.

Ein Ausbildungsplan wird auch nicht verlangt – ist das richtig?

Antwort:

Die oben genannten Bestandteile des Angebotes sind zwingend vom beim Bieter  vertretungsberechtigten Vertreter zu unterzeichnen. Der Nachweis der Vertretungsberechtigung ist beizufügen. Der Nachweis ist damit eine Formvorgabe innerhalb des Interessenbekundungsverfahrens.

Die Vorlage eines Ausbildungsplanes wird nicht verlangt. 

 

5 Frage:

Bleibt der Landkreis mit im Boot, um Werbung zu machen, dass Pflegeeltern gesucht werden oder muss dass ein Leistungserbringer allein bewältigen?

Antwort:

Der Leistungsträger muss Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung machen.

Werbung um neue Pflegeeltern bleibt darüber hinaus die Aufgabe des Jugendamtes.

21.08.2020

Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge führt ein Interessenbekundungsverfahren im Hinblick auf die

  • Erbringung von Aufgaben der Pflegeelternberatung im Rahmen der Beratung und Unterstützung von Pflegepersonen gemäß § 37 SGB VIII, Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum gesamten Angebot,
  • Vorbereitung von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot,
  • Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot  

durch.

 

Diese Veröffentlichung ist gleichzeitig eine Aufforderung an alle Interessentensich am Verfahren zu beteiligen.

Mit Beschluss-Nr. 2016/6/0334 beschloss der Jugendhilfeausschuss (JHA) in seiner Sitzung am 08.09.2016 die Konzeption des Pflegekinderdienstes (PKD) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 12.07.2016 als Arbeitsgrundlage ab 01.01.2017. Mit der Konzeption wurden fachliche Standards überarbeitet und Qualitätsmerkmale definiert. Mit Beschluss-Nr. 2018/6/0538 beschloss der JHA, dass die Konzeption auch in den Jahren 2018 ff. Arbeits- und Evaluationsgrundlage des Landkreises sein wird.

Gemäß § 3 SGB VIII ist die Jugendhilfe durch die Vielfalt der Träger gekennzeichnet. Unter Beachtung des Gebotes der Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf den Einsatz von Haushaltsmitteln des Landkreises erfolgt hiermit die Aufforderung an alle freien Träger der Jugendhilfe zur Abgabe eines Angebotes zur Erfüllung der Pflegeelternberatung ab 1. Januar 2021 im gesamten Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Angebot soll eine Leistungserfüllung für vorerst 5 Jahre umfassen.  

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst (PKD) des Jugend- und Bildungsamtes des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Hinblick auf die konkrete Beauftragung und Ausgestaltung der Lose ist dabei verpflichtend.

 

Ziel

Es wohnen derzeit 170 Pflegefamilien im Landkreis. Pflegeeltern haben vor und während der Dauer des Pflegeverhältnisses einen Anspruch auf Beratung und Unterstützung gegenüber dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemäß § 37 Abs. 2 SGB VIII. Dies gilt auch für Pflegepersonen, die keine Hilfe zur Erziehung leisten oder nicht der Erlaubnis nach § 44 SGB VIII bedürfen. Eine ortsnahe Beratung und Unterstützung ist sicherzustellen.

 

Zielgruppe

Es ist folgende Zielgruppe angesprochen:

  • Personen, die sich zum Thema Vollzeitpflege informieren möchten,
  • konkrete Bewerber,
  • aktive Pflegeeltern,
  • Pflegekinder.

 

Formvorgaben

Die Veröffentlichung dieser Unterlagen enthält eine Aufforderung zur Abgabe einer Interessenbekundung.

Alle einzureichenden Bestandteile des Angebots sind ausschließlich schriftlich und in einem besonders gekennzeichneten und verschlossenen Umschlag zu übermitteln. Die Kennzeichnung muss deutlich machen, dass es sich um ein Angebot in diesem Interessenbekundungsverfahren handelt, auf welches Los sich das Angebot bezieht und wer Absender des Angebots ist. Angebote, welche per E-Mail bzw. Fax eingehen, werden ausgeschlossen. Zusätzlich zur Schriftform ist eine CD mit allen Angebotsunterlagen einzureichen. Die vorzulegende Konzeption darf maximal 10 Seiten (Arial 11, Zeilenabstand 1,0, Seitenränder 2,5) umfassen.

 

Auf dem Umschlag ist deutlich sichtbar zu vermerken:

„Nicht vor dem Submissionstermin öffnen!

Angebot Pflegeelternberatung

2020-56

 

Wenn Sie für mehrere Lose bieten, erstellen Sie für jedes Los ein komplettes Angebot mit allen Unterlagen. Die Unterlagen sind so zu kennzeichnen, dass sie zweifelsfrei dem angebotenen Los zugeordnet werden können. Die einzelnen Bestandteile des Angebotes sind zwingend vom beim Bieter vertretungsberechtigten Vertreter zu unterzeichnen, das betrifft im Einzelnen

  • den Teilnahmeantrag (formloses Schreiben) am Interessenbekundungsverfahren,
  • die Konzeption des Bieters mit ausführlicher Darstellung der einzelnen
  • Arbeitsschwerpunkte je nach Los unter Beachtung der Konzeption des Pflegekinderdienstes (PKD) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 12.07.2016,
  • der gesamte Kosten- und Finanzierungsplan zum Angebot je nach Los,
  • detaillierte Angabe zur angebotenen Jahresarbeitsstundenzahl/Preis pro Arbeitsstunde je nach Los.

Der Nachweis der Vertretungsberechtigung ist beizufügen. Für die einzelnen Bestandteile des Angebotes gibt es keine vorgefertigten Formulare, die zu verwenden sind.

 

Angebotsfrist

Die Angebote zum Interessenbekundungsverfahren sind ab 24. August 2020 mit allen erforderlichen Unterlagen bis zum 30. September 2020, 08:00 Uhr an

Landratsamt, Amt für Finanzverwaltung, Vergabestelle,
Schloßhof 2/4,
01796 Pirna                                                                                                       

zu übersenden.

Abgegebene Angebote, die nach dem 30. September 2020, 08:00 Uhr eingehen, bleiben unberücksichtigt.

 

Rückfragen bei Unklarheiten der Unterlagen etc. sind zu richten an:

telefonisch: 03501 515 4104, per E-Mail: vergabestelle@landratsamt-pirna.de,

per Fax: 03501 515 4119

 

Die Antworten auf eingehende Fragen der Bieter werden innerhalb der Angebotsfrist jeweils auf der Internetseite des Landkreises unter https://www.landratsamt-pirna.de/ausschreibungen.html veröffentlicht. Bieter haben sich regelmäßig während des Veröffentlichungszeitraumes selbst über eventuell neu eingestellte Dokumente zu informieren. Jeder Bieter hat somit den gleichen Informationsstand im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens.

 

Losaufteilung

Die Leistung wird in folgenden Losen vergeben:

 

Los 1: Erbringung von Aufgaben der Pflegeelternberatung im Rahmen der Beratung und Unterstützung von Pflegepersonen gemäß § 37 SGB VIII im Sozialraum 1, 2 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe), Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum gesamten Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

mit mindestens zu erbringenden 214 Jahresarbeitsstunden,

 

Los 2: Erbringung von Aufgaben der Pflegeelternberatung im Rahmen der Beratung und Unterstützung von Pflegepersonen gemäß § 37 SGB VIII im Sozialraum 4, 5 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe), Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum gesamten Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

mit mindestens zu erbringenden 214 Jahresarbeitsstunden,

 

Los 3: Vorbereitung von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft im Sozialraum 1, 2 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

mit mindestens zu erbringenden 48 Jahresarbeitsstunden,

 

Los 4: Vorbereitung von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft im Sozialraum 4, 5 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

mit mindestens zu erbringenden 64 Jahresarbeitsstunden,

 

Los 5:  Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

mit mindestens zu erbringenden 36 Jahresarbeitsstunden.

 

Hinweis

Angebote können für ein oder mehrere Lose eingereicht werden. Es gibt keine Loslimitierung. Vorgesehen ist eine getrennte Vergabe der Lose.

Eignungskriterien zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren, Bestandteile des Angebotes und Ausschlusskriterien zur Teilnahme

Mit der Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren sind zeitgleich die folgenden Eignungsnachweise sowie die geforderten Unterlagen für das Angebot (Bestandteile des Angebotes) einzureichen:

 

Eignungsnachweise:

  • Anerkennungsnachweis als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (in einfacher Ausfertigung),
  • aktueller Vereinsregister oder Handelsregisterauszug (in einfacher Ausfertigung),
  • aktuelle Satzung (in einfacher Ausfertigung),
  • aktuelle Bestätigung zur Gemeinnützigkeit z. B. durch das Finanzamt (in einfacher Ausfertigung),


Bestandteile des Angebotes:

  • der Teilnahmeantrag (formloses Schreiben) am Interessenbekundungsverfahren,
  • die Konzeption des Bieters mit ausführlicher Darstellung der einzelnen Arbeitsschwerpunkte je nach Los unter Beachtung der Konzeption des Pflegekinderdienstes (PKD) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 12.07.2016,
  • der gesamte Kosten- und Finanzierungsplan zum Angebot,
  • detaillierte Angabe zur angebotenen Jahresarbeitsstundenzahl/Preis pro Arbeitsstunde.

 

Folgende Ausschlusskriterien zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren bestehen:

Das je Los vorgegebene Maximalbudget (jährlich) ist zwingend einzuhalten. Angebote mit einer Überschreitung des Maximalbudgets im Angebotspreis führen zum Ausschluss am Interessenbekundungsverfahren. Das Maximalbudget je Los beträgt:

Los 1: 11.300,00 Euro,  

Los 2: 11.300,00 Euro,

Los 3:   2.400,00 Euro,

Los 4:   3.200,00 Euro,

Los 5:   3.500,00 Euro.

 

Die Anforderungen an das Personal sind einzuhalten insbesondere hinsichtlich der Qualifizierung sowie der Regelung zum Besserstellungsverbot. Eine Missachtung dessen führt zum Ausschluss vom Interessenbekundungsverfahren. Hinsichtlich der Qualifizierung ist die Formulierung einer nichtbesetzten Stelle möglich, insofern kein qualifiziertes Personal vorhanden ist. Im Kosten- und Finanzierungsplan muss aber ersichtlich werden, dass die geplante Stelle die Qualifikationsanforderungen erfüllt.

Weiterhin sind die sonstigen Anforderungen einzuhalten. Eine Missachtung führt zum Ausschluss vom Interessenbekundungsverfahren.

 

Anforderungen an das Personal

Für die gesamte Leistungserbringung ist zwingend entsprechend qualifiziertes Fachpersonal einzusetzen:

Sozialpädagogische Fachkräfte mit Diplom/gleichwertigem Abschluss, Pädagogen, Psychologen

  • sozialpädagogische Fachkräfte mit entsprechendem Abschluss als DiplomsozialpädagogIn/ DiplompädagogIn o.ä., erworben an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie oder
  • Abschluss als DiplompsychologIn o.ä., erworben an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie oder
  • der Abschluss „Bachelor of Arts“ (ist nach Erteilung der staatlichen Anerkennung dem staatlich anerkannten Sozialpädagogen gleichgestellt) und
  • persönliche Eignung (Erfahrung sowie Identifikation mit den besonderen Anforderungen des Leistungsbereiches § 37 Abs. 2 SGB VIII, eine Kurzeinschätzung des Bieters ist beizugügen).

Zusatzqualifikationen im Bereich der Beratung/ systemischen Beratung sind von Vorteil. Grundsätzlich soll neben der fachlichen Kompetenz und der persönlichen Eignung eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem vergleichbaren Arbeitsfeld mit überwiegend beraterischen Anteilen vorhanden sein.

Der Träger hat generell die Einhaltung des §§ 72, 72 a SGB VIII sicherzustellen.

Darüber hinaus hat der Träger die Wahrnehmung des Schutzauftrages bei der Prüfung einer Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII zu erfüllen und die eingesetzten Fachkräfte entsprechend umfassend und verständlich über den gesetzlichen Schutzauftrag nach § 8a Abs. 4 SGB VIII zu informieren und über die damit verbundenen Pflichten in Kenntnis zu setzen. Hierzu ist mit Zuschlagserteilung eine Vereinbarung nach § 8a Abs. 4 und § 72a Abs. 1 SGB VIII zwischen dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem umsetzenden Träger abzuschließen oder, insofern diese Vereinbarung bereits abgeschlossen wurde, diese mit Zuschlagserteilung in Kopie einzureichen.

Seitens des Bieters wird zudem die Sicherstellung der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern (z. B. Gewährleistung von Fort- u. Weiterbildungen, Teamberatung, Supervision, kollegiale Fallberatung usw.) erwartet.

Der Bieter hat außerdem eine Datenschutzvereinbarung mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vorzulegen. Jedoch spätestens mit Zuschlagserteilung ist diese Datenschutzvereinbarung abzuschließen.

 

Sonstige Anforderungen

Folgende sonstige Anforderungen sind in der einzureichenden Leistungsbeschreibung auszuführen und müssen umgesetzt werden:

  • regelmäßige (mindestens einmal im Quartal) Abstimmungen mit dem PKD zu den Bedarfen und Leistungen (betrifft alle fünf Lose),
  • Erstellung eines Jahresberichtes und Durchführung eines Jahresauswertungsgesprächs mit dem PKD im Januar des Folgejahres für das vergangene Jahr (betrifft alle fünf Lose),
  • Angaben zu räumlicher und sächlicher Ausstattung (Erforderlichkeit von Beratungsräumen und Gruppenräumen, betrifft alle fünf Lose),
  • Vorhandensein eines Führerscheins je Fachkraft und eines dienstlich nutzbaren PKWs beim Bieter zur Realisierung der Leistungserbringung (betrifft alle fünf Lose).

 

Erstattungsfähige Kosten

Sofern der Bieter bereits einen Fachleistungsstundensatz mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vereinbart hat, kommt dieser bis zum Maximalbudget pro Los bei der Abrechnung zur Anwendung.

Alternativ gilt:

 

Personalkosten

Anerkannt werden Personalkosten unter der Bedingung, dass diesen Kosten die für eine Einstufung nach entsprechender Vergütungsgruppe des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst, Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE) maximal anfallenden Ausgaben zugrunde liegen. Der Leistungserbringer darf seine Bediensteten nicht besser stellen als vergleichbare Bedienstete des öffentlichen Dienstes. Die rechtmäßige Einstufung liegt im Verantwortungsbereich des Bieters. Zu Unrecht gezahlte Entgelte unterliegen insoweit dem Vorbehalt der Rückforderung.

Sachkosten im Zusammenhang mit der Leistungserbringung

Projektkosten, Verwaltungskosten, Weiterbildung/Supervision, Fahrtkosten, Ausstattung/Kleinreparaturen, sonstige Sachkosten, Honorar,  Aufwandsentschädigung

Im Rahmen der als Sachkosten abgegrenzten Ausgaben dürfen Verwaltungskosten für die fachliche und administrative Leitung von angestelltem Personal (Overheadkosten) in Höhe von maximal 3.000,00 EUR je eingesetzter VzÄ/pro Jahr pauschal erhoben und abgegrenzt werden.

Fahrtkosten werden im Sinne einer Dienstreise und als Aufwandsentschädigung in Anlehnung an das jeweils gültige Sächsische Reisekostengesetz (SächsRKG) gewährt. Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder gemieteten Fahrzeugen werden entsprechend dem (Nutzungs-) Nachweis/Fahrkarte/Vertrag  anerkannt.

Honorar bezeichnet die Vergütung freiberuflicher (selbständiger oder nebenberuflicher) Tätigkeiten. Für Honorartätigkeiten ist ein Honorarvertrag abzuschließen. Die Leistungserbringung ist nachweislich abzurechnen. Die Empfängerin bzw. der Empfänger muss den Erhalt des Honorars geeignet bestätigen und auf der Grundlage des Honorarvertrages Steuern selbständig abführen.

Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten bezeichnet den Ersatz tatsächlich entstandener Aufwendungen (Fahrtkosten nach SächsRKG, Kopien, Literatur, Telefon) bzw. die Gewährung einer Pauschale entsprechend § 3 Nr. 26 Einkommenssteuergesetz (EStG) (Übungsleiter bzw. Ehrenamtspauschale). Bei der Zahlung von Pauschalen ist ein Vertrag mit der Empfängerin bzw. dem Empfänger auf der Grundlage der Satzung zu schließen. Alle erforderlichen Unterlagen (Satzung, evtl. Beschluss der Mitgliederversammlung/des Vorstandes, Verträge, Rechnungen, Zahlungsnachweise) sind der Bewilligungsstelle vorzulegen.

Geräte und Ausstattungsgegenstände, die selbstständig nutzungs- und bewertungsfähig sind, und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten den in § 6 Abs. 2 EStG genannten Betrag (abhängig von der Berechtigung zum Vorsteuerabzug der Antragstellerin bzw. des Antragstellers) nicht übersteigen. Eine Zergliederung von technisch oder wirtschaftlich miteinander verbundenen Wirtschaftsgütern, die von ihrer Bestimmung her nur in dieser Verbindung genutzt werden, ist nicht zulässig.

 

Nicht erstattungsfähig sind folgende Sachkosten:

  • Investitionen,
  • Entgeltfinanzierte Leistungen nach § 78a SGB VIII,
  • Rückstellungen,
  • Bußgelder, Mahngebühren, Ersatz für Schäden und Geldstrafen,
  • Leasing für Fahrzeuge,
  • Kautionen,
  • Darlehen, Kreditprovisionen, Zinsen etc.,
  • Abschreibungen und Wertminderungen,
  • alkoholische Getränke und Genussmittel,
  • nicht in Anspruch genommene Skonti, Rabatte,
  • Pfand,
  • wenn folgende Ausgaben weder im Angebot noch in der Abrechnung im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Projekt stehen:
    • Präsente/Blumen
    • Getränke, Lebensmittel und Cateringkosten
    • Dekoration.

 

Zahlungsmodalitäten

Die Auszahlung des Budgets pro Los erfolgt anteilig vierteljährig nach Rechnungslegung der erbrachten Leistung auf der Grundlage der abgegebenen Interessenbekundung. Auf der Rechnungslegung muss nachvollziehbar erkennbar sein, welche Leistung abgerechnet wird.

 

Arbeitsschwerpunkte

Los 1: Erbringung von Aufgaben der Pflegeelternberatung im Rahmen der Beratung und Unterstützung von Pflegepersonen gemäß § 37 SGB VIII im Sozialraum 1, 2 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe), Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) einschließlich Öffentlichkeits-arbeit zum gesamten Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

Der Bieter gewährleistet ein Beratungsangebot an mindestens einem Standort im Sozialraum 1 und 2 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Bieter gewährleistet eine telefonische, aufsuchende und nichtaufsuchende Form der Beratung von Pflegepersonen im Rahmen des § 33 SGB VIII (Einzelgespräche). Die Beratung erfolgt ohne konkrete Beauftragung durch den Pflegekinderdienst des Jugend- und Bildungsamtes.

An einem Nachmittag des Monats in der Zeit ab 17:00 Uhr gewährleistet der Bieter ein offenes Beratungsangebot für alle Personen, die sich zum Thema Vollzeitpflege informieren möchten, sowie für alle Pflegekinder. Der Bieter stellt sicher, dass die Beratungsangebote (offenes Angebot, Angebot für Pflegekinder) räumlich und personell unabhängig voneinander  erfolgen können.   

Der Bieter gewährleistet eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot der Pflegeelternberatung in geeigneter Form. Geeignet sind alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen, dass Pflegepersonen nach § 33 SGB VIII sowie alle Personen, die sich zum Thema Vollzeitpflege informieren möchten, Kenntnis vom Angebot erlangen können.

Der Bieter hat in seinem Aufgabenprofil auch die Leistung der Fachberatung im aufsuchenden Bereich nach Beauftragung des Jugend- und Bildungsamtes (Hilfeplan) als Anschlussleistung außerhalb dieses Interessenbekundungsverfahrens vorzuhalten.

Der Bieter gewährleistet die Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) für verwandte und nichtverwandte Pflegepersonen mit Kinderbetreuung und einem Beschäftigungsangebot.

Zwei Pflegeelterntreffen/Jahr sollen in diesem Zusammenhang am Standort Freital und zwei Pflegeelterntreffen/Jahr am Standort Dippoldiswalde erfolgen. Die Treffen sollen jeweils mindestens zwei Stunden dauern.

Die Pflegeelterntreffen sollen Kinderbetreuung und ein Beschäftigungsangebot für die Kinder umfassen. Die Kinderbetreuung bei diesen entlastenden Angeboten für Pflegeeltern kann durch in der Kinderbetreuung erfahrene Hilfskräfte abgesichert werden. Die Einschätzung der Befähigung obliegt dem Bieter.

 

Los 2: Erbringung von Aufgaben der Pflegeelternberatung im Rahmen der Beratung und Unterstützung von Pflegepersonen gemäß § 37 SGB VIII im Sozialraum 4, 5 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe), Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) einschließlich Öffentlichkeits-arbeit zum gesamten Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

Der Bieter gewährleistet ein Beratungsangebot an mindestens einem Standort im Sozialraum 4 und 5 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Bieter gewährleistet eine telefonische, aufsuchende und nichtaufsuchende Form der Beratung von Pflegepersonen im Rahmen des § 33 SGB VIII (Einzelgespräche). Die Beratung erfolgt ohne konkrete Beauftragung durch den Pflegekinderdienst des Jugend- und Bildungsamtes.

An einem Nachmittag des Monats in der Zeit ab 17:00 Uhr gewährleistet der Bieter ein offenes Beratungsangebot für alle Personen, die sich zum Thema Vollzeitpflege informieren möchten, sowie für alle Pflegekinder. Der Bieter stellt sicher, dass die Beratungsangebote (offenes Angebot, Angebot für Pflegekinder) räumlich und personell unabhängig voneinander  erfolgen können.   

Der Bieter gewährleistet eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot der Pflegeelternberatung in geeigneter Form. Geeignet sind alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen, dass Pflegepersonen nach § 33 SGB VIII sowie alle Personen, die sich zum Thema Vollzeitpflege informieren möchten, Kenntnis vom Angebot erlangen können.

Der Bieter hat in seinem Aufgabenprofil auch die Leistung der Fachberatung im aufsuchenden Bereich nach Beauftragung des Jugend- und Bildungsamtes (Hilfeplan) als Anschlussleistung außerhalb dieses Interessenbekundungsverfahrens vorzuhalten.

Der Bieter gewährleistet die Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern in Form von Pflegeelterntreffen (sogenannte Pflegeelterncafes) für verwandte und nichtverwandte Pflegepersonen mit Kinderbetreuung und einem Beschäftigungsangebot.

Zwei Pflegeelterntreffen/Jahr sollen in diesem Zusammenhang am Standort Pirna und zwei Pflegeelterntreffen/Jahr am Standort Neustadt erfolgen. Die Treffen sollen jeweils mindestens zwei Stunden dauern.

Die Pflegeelterntreffen sollen Kinderbetreuung und ein Beschäftigungsangebot für die Kinder umfassen. Die Kinderbetreuung bei diesen entlastenden Angeboten für Pflegeeltern kann durch in der Kinderbetreuung erfahrene Hilfskräfte abgesichert werden. Die Einschätzung der Befähigung obliegt dem Bieter.

 

Los 3:  Vorbereitung von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft im Sozialraum 1, 2 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

Der Bieter gewährleistet das Kursangebot an mindestens einem Standort im Sozialraum 1 und 2 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Bieter gewährleistet die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Vorbereitungskurse von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft.

Die Qualifizierung erfolgt grundsätzlich für acht bis maximal 12 Pflegeelternbewerber (Fremdpflege) im Umfang von ca. 16 Kursstunden (Unterrichtszeit, Termine nach Absprache mit PKD). Der Kurs wird je nach Zuweisung durch den PKD einmal im Jahr durchgeführt.

Der Kurs beinhaltet folgende Themen:

  • Beweggründe für die Aufnahme eines Pflegekindes,
  • Entwicklungspsychologie,
  • Formen der Bindung,
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern,
  • Lösungsstrategien in Konflikten,
  • rechtliche Aspekte des Pflegeverhältnisses (ausgestaltet durch den PKD),
  • Anbahnung und Integration,
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie,
  • Hilfeplanverfahren,
  • Praxisbericht (organisiert durch den PKD).

Die Ausgestaltung des Kurses soll methodisch vielfältig erfolgen. Den Bewerbern wird ein vom Bieter vorbereitetes und mit dem PKD abgestimmtes Handout zu den wichtigsten inhaltlichen Themen zur Verfügung gestellt.

Im Nachgang der Qualifizierung erfolgen die Auswertung gemeinsam mit dem PKD sowie die Ausstellung der Teilnahmezertifikate.

Der Bieter gewährleistet eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot in geeigneter Form. Geeignet sind alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen, dass Pflegeelternbewerber Kenntnis vom Angebot erlangen können.

Die Qualifizierung von verwandten Pflegeelternbewerbern und Netzwerkpflegepersonen erfolgt grundsätzlich gesondert für 8 bis maximal 12 Personen im Umfang von ca. 8 Kursstunden (Unterrichtszeit, Termine nach Absprache mit PKD). Der Kurs wird je nach Zuweisung durch den PKD einmal im Jahr durchgeführt.

Der Zeitpunkt des Pflegeelternkurses muss sich an den Bedürfnissen von verwandten, zum Teil bereits praktizierenden Pflegepersonen orientieren und nach Bedarf eine Kinderbetreuung durch in der Kinderbetreuung erfahrene Hilfskräfte ermöglichen.

Der Kurs beinhaltet folgende Themen:

  • Beweggründe für die Aufnahme des verwandten Pflegekindes,
  • Besonderheiten der Verwandtenpflege (Rollenkonflikte),
  • Entwicklungspsychologie/ Formen der Bindung,
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern,
  • Lösungsstrategien in Konflikten,
  • rechtliche Aspekte des Pflegeverhältnisses (ausgestaltet durch den PKD),
  • Integration in die Pflegefamilie,
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie,
  • Hilfeplanverfahren,
  • Ressourcen.

Die Ausgestaltung des Kurses soll methodisch vielfältig erfolgen. Den Bewerbern wird ein vom Bieter vorbereitetes und mit dem PKD abgestimmtes Handout zu den wichtigsten inhaltlichen Themen zur Verfügung gestellt.

Im Nachgang der Qualifizierung erfolgen die Auswertung gemeinsam mit dem Pflegekinderdienst sowie die Ausstellung der Teilnahmezertifikate.

 

Los 4:  Vorbereitung von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft im Sozialraum 4, 5 (auch zur Nutzung durch die Zielgruppe aus dem Sozialraum 3, je nach Wohnort der Zielgruppe) einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

Der Bieter gewährleistet das Kursangebot an mindestens einem Standort im Sozialraum 4 und 5 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Bieter gewährleistet die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Vorbereitungskurse von Bewerbern auf eine Pflegeelternschaft.

Die Qualifizierung erfolgt grundsätzlich für acht bis maximal 12 Pflegeelternbewerber (Fremdpflege) im Umfang von ca. 16 Kursstunden (Unterrichtszeit, Termine nach Absprache mit PKD). Der Kurs wird je nach Zuweisung durch den PKD einmal im Jahr durchgeführt.

Der Kurs beinhaltet folgende Themen:

  • Beweggründe für die Aufnahme eines Pflegekindes,
  • Entwicklungspsychologie,
  • Formen der Bindung,
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern,
  • Lösungsstrategien in Konflikten,
  • rechtliche Aspekte des Pflegeverhältnisses (ausgestaltet durch den PKD),
  • Anbahnung und Integration,
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie,
  • Hilfeplanverfahren,
  • Praxisbericht (organisiert durch den PKD).

Die Ausgestaltung des Kurses soll methodisch vielfältig erfolgen. Den Bewerbern wird ein vom Bieter vorbereitetes und mit dem PKD abgestimmtes Handout zu den wichtigsten inhaltlichen Themen zur Verfügung gestellt.

Im Nachgang der Qualifizierung erfolgen die Auswertung gemeinsam mit dem PKD sowie die Ausstellung der Teilnahmezertifikate.

Der Bieter gewährleistet eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot in geeigneter Form. Geeignet sind alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen, dass Pflegeelternbewerber Kenntnis vom Angebot erlangen können.

Die Qualifizierung von verwandten Pflegeelternbewerbern und Netzwerkpflegepersonen erfolgt grundsätzlich gesondert für 8 bis maximal 12 Personen im Umfang von ca. 8 Kursstunden (Unterrichtszeit, Termine nach Absprache mit PKD). Der Kurs wird je nach Zuweisung durch den PKD zweimal im Jahr durchgeführt.

Der Zeitpunkt des Pflegeelternkurses muss sich an den Bedürfnissen von verwandten, zum Teil bereits praktizierenden Pflegepersonen orientieren und nach Bedarf eine Kinderbetreuung durch in der Kinderbetreuung erfahrene Hilfskräfte ermöglichen.

Der Kurs beinhaltet folgende Themen:

  • Beweggründe für die Aufnahme des verwandten Pflegekindes,
  • Besonderheiten der Verwandtenpflege (Rollenkonflikte),
  • Entwicklungspsychologie/ Formen der Bindung,
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern,
  • Lösungsstrategien in Konflikten,
  • rechtliche Aspekte des Pflegeverhältnisses (ausgestaltet durch den PKD),
  • Integration in die Pflegefamilie,
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie,
  • Hilfeplanverfahren,
  • Ressourcen.

Die Ausgestaltung des Kurses soll methodisch vielfältig erfolgen und sich an den individuellen Voraussetzungen in der Gruppe orientieren. Den Bewerbern wird ein vom Bieter vorbereitetes und mit dem PKD abgestimmtes Handout zu den wichtigsten inhaltlichen Themen zur Verfügung gestellt.

Im Nachgang der Qualifizierung erfolgen die Auswertung gemeinsam mit dem Pflegekinderdienst sowie die Ausstellung der Teilnahmezertifikate.

 

Los 5: Durchführung von entlastenden Angeboten für Pflegeeltern einschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Angebot mit dem Ziel des Bekanntmachens der Leistung

Der Bieter gewährleistet mindestens die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Gruppensupervisionen für Pflegeeltern am Standort Freital und Pirna bis zu sechs Terminen im Jahr.

Im Einzelfall gewährleistet der Bieter die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einzelsupervisionen von Pflegeeltern an einem der beiden Standorte, die seitens des PKD vorher beauftragt werden.

Die Bieter werden ausdrücklich aufgefordert, weitere Ideen zur Ausgestaltung von Entlastungsangeboten für Pflegeeltern im Rahmen des Gesamtbudgets in der Leistungsbeschreibung darzustellen.

Der Bieter gewährleistet eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu seinem Angebot in geeigneter Form. Geeignet sind alle Formen der Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen, dass Pflegeeltern Kenntnis vom Angebot erlangen können.

 

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Übersicht der Sozialräume:

Sozialraum 1:

  • Dorfhain
  • Freital
  • Tharandt
  • Wilsdruff

Sozialraum 2:

  • Bannewitz
  • Dippoldiswalde
  • Hartmannsdorf-Reichenau
  • Klingenberg
  • Kreischa
  • Rabenau

Sozialraum 3:

  • Altenberg
  • Bad Gottleuba-Berggießhübel
  • Bahretal
  • Dohna
  • Glashütte
  • Heidenau
  • Hermsdorf/ Erzgeb.
  • Liebstadt
  • Müglitztal

Sozialraum 4:

  • Bad Schandau
  • Dohma
  • Gohrisch
  • Königstein/ Sächs. Schw.
  • Pirna
  • Rathen
  • Reinhardtsdorf-Schöna
  • Rosenthal-Bielatal
  • Struppen

Sozialraum 5:

  • Dürröhrsdorf-Dittersbach
  • Hohnstein
  • Lohmen
  • Neustadt in Sachsen
  • Rathmannsdorf
  • Sebnitz
  • Stadt Wehlen
  • Stolpen

Stellenausschreibungen

Zurzeit sind folgende Stellen in der Landkreisverwaltung ausgeschrieben:


Die ausführlichen Stellenausschreibungen finden Sie auch auf www.interamt.de

Personal

01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)

01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon
Fax
03501 515-84114
E-Mail