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Foto-Impressionen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

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Behindertenbeauftragter

Zur Wahrung der Interessen von Menschen mit Behinderung bestellt der Kreistag einen Behindertenbeauftragten. Er wirkt darauf hin, dass die Verantwortung des Landkreises, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lebten im Jahr 2013 21.745 Menschen mit mindestens 50% Grad der Behinderung. Das sind 8,84 % der Gesamtbevölkerung.

Der Behindertenbeauftragte ist Mittler zwischen den Interessen von Menschen mit Behinderung, deren Selbsthilfegruppen, Verbänden und Organisationen u.ä. sowie der öffentlichen Verwaltung. Er arbeitet ressort- und sachgebietsübergreifend auf den verschiedensten Ebenen der Sozial- und Gesundheitspolitik und wirkt bei neuen Vorhaben auf die Berücksichtigung der Interessen von Menschen mit Behinderung hin.

Als Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen bietet der Behindertenbeauftragte regelmäßig Sprechstunden in Pirna an. Um eine Terminabsprache wird gebeten.

Den am 10. Februar 2014 vom Kreistag beschlossenen Kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge können Sie hier einsehen. (nicht barrierefrei)

 

Aufgaben

Zur Verwirklichung einer umfassenden Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen wird die Mitwirkung des Behindertenbeauftragten bei Angelegenheiten, die die Belange der behinderten Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises berühren, sicher gestellt.

Insbesondere kommen als Angelegenheiten in Betracht:

  • Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen (z.B. Bildung, Arbeit, Freizeit, Kultur und Wohnen)
  • Barrierefreie Gestaltung von baulichen und sonstigen Anlagen, Verkehrsmitteln, technischen Gebrauchsgegenständen, Systemen der Informationsverarbeitung, akustischen und visuellen Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie anderen Lebensbereichen
  • Fragen zu Leistungen der Teilhabe für Menschen mit Behinderung
  • Angebote von Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Er wirkt bei allen Vorhaben und Maßnahmen des Landkreises mit, die diese Angelegenheiten berühren. Bei dieser Querschnittsaufgabe sind alle Bereiche der Landkreisverwaltung einbezogen.

Dabei arbeitet der Behindertenbeauftragte in enger Abstimmung mit dem Behindertenbeirat des Landkreises zusammen.

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis

Seit März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) für Deutschland verbindlich. Die Idee der Inklusion - also gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen - ist ein zentraler Gedanke, den es umzusetzen gilt. Es soll künftig allen Menschen die Mitbestimmung und Mitgestaltung in der Gesellschaft möglich sein. 2014 wurde der „Kommunale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ beschlossen. In 5 Handlungsfelder wurden im Aktionsplan verschiedene Ziele und Maßnahmen zur Realisierung notiert. Die dazugehörigen 5 Arbeitsgruppen arbeiten themenspezifisch kontinuierlich an der Umsetzung der Ziele.

Im März 2018 zogen die Mitglieder der „AG Inklusion“ ein positives Fazit zu dem bisher erreichten.

 

  • Handlungsfeld 1 „Kita / Schulen / Bildung“: Im Handlungsfeld 1 bieten bereits 89 Kindertageseinrichtungen insgesamt 476 Plätze mit einer integrativen Betreuung an. Die Novelle des Schulgesetzes des Freistaates Sachsen unterstützt den Gedanken einer wohnortnahen Beschulung indem die generelle Förderschulpflicht nicht mehr besteht. Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten erhält man unter: www.landratsamt-pirna.de/eingliederungshilfe.html.

 

  • Handlungsfeld 2 „Ausbildung und Beruf“: Im Handlungsfeld 2 werden zwischen Arbeitgebern, dem Landratsamt sowie externen Partner, z. B. IHK und Agentur für Arbeit, Möglichkeiten geschaffen, Betroffene am Arbeitsmarkt zu integrieren. Informationen geben die Wirtschaftsverbände unter www.inklusion-gelingt.de. Die Diakonie, die AWO-Sonnenstein gGmbH bzw. die Lebenshilfe bieten in verschiedenen Bereichen die Möglichkeit zur Teilhabe am Berufsleben an. Um den richtigen Arbeitsplatz zu finden, können Informationen unter www.wfb-sachsen.de eingeholt werden. Parallel empfehlen wir den Arbeitgeber, Werkstätten im Rahmen von Leistungsvergaben (Ausschreibung) zu berücksichtigen. „Studieren mit Handicap?“ ist an sächsischen Universitäten und Hochschulen ebenfalls kein Problem. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gibt unter www.pack-dein-studium.de Tipps und Hinweise.

 

 

  • Handlungsfeld 4 „Infrastruktur / Freizeit / Tourismus / ÖPNV": Das Handlungsfeld 4 befasst sich u. a. mit den baulichen Voraussetzungen und Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Thema „Barrierefreiheit“. Zahlreiche Informationen und Fördermöglichkeiten dazu finden Sie u. a. unter:
  1. "Altersgerecht Umbauen" – Ein Programm zur Finanzierung von Maßnahmen zur Barrierereduzierung in bestehenden Wohngebäuden: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Altersgerecht-umbauen-(159)/index-2.html
  2. "Investitionen Teilhabe" – Förderprogramm zum Bau und Erhalt von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen: www.sab.sachsen.de/unternehmen/förderprogramme/investitionen-teilhabe.jsp?topicID=73036
  3. Wohnraumanpassung – Sächsisches Förderprogramm zur Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: www.bauen-wohnen.sachsen.de/8144.htm bzw. http://amt24.sachsen.de/ZFinder/lebenslagen.do?action=showdetail&modul=LL&id=33486!0&name=Barrierefreies+Bauen
  4. Das Selbsthilfenetzwerk Sachsen stellt als Beratungsstelle weitere Hinweise zur Wohnraumförderung unter www.selbsthilfenetzwerk-sachsen.de/index.php?menuid=418m bereit.
  5. "Lieblingsplätze für alle" – Ein Investitionsprogramm zum barrierefreien Bauen, Informationen sowie Antragsformulare erhalten Sie unter: www.landratsamt-pirna.de/behindertenbeauftragter-aktuelles.html. Seit 2014 konnten mit diesem Programm im Landkreis bereits 43 Kleinmaßnahmen realisiert werden.
  6. Fördermöglichkeiten gibt es jedoch auch für die Errichtung/den Aus- bzw. Umbau barrierefreier Haltestellen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bietet neben diesen Fördermöglichkeiten aber auch umfangreiche Details zum Barrierefreien Reisen unter: www.vvo-online.de/de/service/barrierefreies-reisen/index.cshtml. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz sowie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) haben eine Vielzahl barrierefreier Angebote im Bereich Tourismus (Hotel, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten) in Broschüren und online unter www.sachsen-tourismus.de/reisethemen/sachsen-barrierefrei zusammengefasst.

 

  • Handlungsfeld 5 „Barrierefreie Kommunikation“: Das Handlungsfeld 5 hat zum Ziel, dass alle Menschen barrierefrei an Informationen und an der Kommunikation teilhaben können. Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat Deutschland sich verpflichtet, diesem Recht auf Information Folge zu leisten. Artikel 21: „Recht der freien Meinungsäußerung, Meinungsfreiheit und Zugang zu Informationen“ enthält ganz klar die Forderung, Informationen für die Allgemeinheit auch zugänglich für jeden zu gestalten. Das beinhaltet die Verwendung von Brailleschrift, Gebärdensprache, Leichter Sprache und sonstigen Kommunikationsformen und -hilfen.

 

Schrittweise sind vorhandene Zugangshindernisse und –barrieren zu beseitigen. Insbesondere werden mit der Bereitstellung barrierefreier elektronischer Dokumente, sowie eines barrierefreien Internetauftritts Maßnahmen ergriffen, um Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zur öffentlichen Verwaltung des Landratsamtes zu ermöglichen. 

Viele weitere Informationen sowie hilfreiche Hinweise zur Inklusion und Barrierefreiheit erhalten Sie unter www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion/barrierefreiheit-bedeutung.html sowie unter www.teilhabeberatung.de und www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Gesetzesvorhaben/BTHG/EUTB/EUTB.html.

Michael Clauß, Beauftragter für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis

Die Amtszeit der bisherigen Behindertenbeauftragten Marlies Kunath endete am 31.03.2015.

Der Kreistag berief am 23.03.2015 Michael Clauß, zum neuen Beauftragten für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung.

Als langjähriger Mitarbeiter der Landkreisverwaltung arbeitete er seit vielen Jahren als Vertrauensperson der Schwerbehindertenvertretung des Landratsamtes.

Der Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung setzt sich für behinderte Bürgerinnen und Bürger ein und hat darauf hinzuwirken, dass die Verantwortung des Landkreises, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird. Die Berufung ist bis 31.12.2019 befristet.

Inklusion - Gleichberechtigung für Behinderte schaffen

Seit März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) für Deutschland verbindlich. Die Idee der Inklusion - also gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen - ist ein zentraler Gedanke, den es umzusetzen gilt. Es soll künftig allen Menschen die Mitbestimmung und Mitgestaltung in der Gesellschaft möglich sein.

  • Leitlinie des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge [Download,*.pdf, 0,17 MB ]
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    Michael Clauß - Behindertenbeauftragter

    Hausanschrift:
    01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF, Zi. 1.09)

    Postanschrift:
    01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

    Telefon: 03501 515-2005
    E-Mail: E-Mail

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