Per App schneller in die richtige Klinik

11.02.2022

IVENA App

Mit einer neuen App kann der Rettungsdienst im Einsatzfall schneller mit den Krankenhäusern in der Region kommunizieren und so die Zeit verringern, bis der Patient behandelt werden kann. Dank der webbasierten interdisziplinären Software „IVENA eHealth“. können sich die Einsatzkräfte per Knopfdruck in Echtzeit über die aktuelle Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten der beteiligten Krankenhäuser informieren.

„Im Notfall können Sekunden über Leben und Tod entscheiden“, erklärt Landrat Michael Geisler. „Es ist daher wichtig, dass Patienten schnell in das richtige Krankenhaus gelangen und sofort die richtige Behandlung bekommen. Die neue App unterstützt die Einsatzkräfte dabei, so dass sie ihre Patienten optimal versorgen können.“

Mit der App ist es nicht mehr notwendig, dass der Rettungsdienst sich erst telefonisch über die Aufnahmebereitschaft in den Kliniken erkundigen muss und anschließend um die Aufnahme bittet. Auch vorhersehbare Weiterverlegungen können so vermieden werden. Das kann gerade bei zeitkritischen Erkrankungen und Verletzungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Unfällen entscheidend sein und durch eine Behandlungsverzögerung entstehende Folgeschäden reduzieren.

Im Einsatzfall bekommt der Rettungsdienst über die IVENA-App Vorschläge für Kliniken, die für den Patienten geeignet sind und freie Kapazitäten haben. Dazu erfahren die Einsatzkräfte den zugehörigen „Übergabepunkt“ und die erwartete Ankunftszeit. Die Patienten werden dann auch über die IVENA-App direkt in den Kliniken angemeldet. Dies bedeutet auch einen Zeitvorsprung für das Krankenhaus, das angefahren wird und eine effektivere Nutzung von Krankenhaus-Kapazitäten.

Unter Leitung und mit Unterstützung der Integrierten Regionalleitstelle Dresden wurde das Projekt gemeinsam mit den Kliniken und den Rettungsdiensten umgesetzt. Die App ist seit Mitte Januar im Einsatz und übernimmt die Zuweisung von Notfallpatienten in die Krankenhäuser. Das erfolgt zielgerichtet über einen sogenannten Patientenzuweisungscode auf Basis der Verdachtsdiagnose, des Alters und der Erkrankungsschwere. Dabei werden die Fähigkeiten und vorhandenen Kapazitäten der Krankenhäuser mit einberechnet und transparent allen Beteiligten angezeigt.