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Foto-Impressionen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

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750 Jahre Ersterwähnung Burg Pirna

Foto von der Urkunde

Erste urkundliche Erwähnung des Castrum Pirne - Abschrift der Urkunde im Sächsischen Staatsarchiv

Das Schloss Sonnenstein, früher eine mittelalterliche Burg, wird 750 Jahre alt. Mit vielen Jubiläumsveranstaltungen wird auf Blütezeiten, aber auch auf dunkle Kapitel in der Geschichte der Burg zurückgeblickt.

Schon von Weitem ist das Schloss Sonnenstein auszumachen. Die historische Festungsanlage thront auf dem letzten linkselbischen Ausläufer der Sächsischen Schweiz. Unmittelbar über dem historischen Ortskern gelegen, prägt der heutige Verwaltungssitz des Landkreises das Antlitz der Sandsteinstadt – seit nunmehr 750 Jahren. Mit einem bunten Jubiläumsprogramm sollen die besten Jahre des Schlosses, aber auch dessen dunkle Kapitel beleuchtet werden.

Am umfangreichen Veranstaltungskalender für das Festjahr beteiligen sich unter anderem die Kuratorien Altstadt Pirna und Gedenkstätte Sonnenstein, die städtische Kultur- und Tourismusgesellschaft, das Landratsamt sowie das Festival „Sandstein & Musik“. Das Programm beginnt am 27. April mit der Eröffnung einer Sonderschau im Stadtmuseum Pirna.

Das Schloss Sonnenstein kann auf eine ereignisreiche Historie zurückblicken: Am 5. Dezember 1269 wurde die Pirnaer Burg erstmals urkundlich erwähnt. Der Prachtbau war im Mittelalter eine bedeutsame Grenzburg. Die sächsischen Kurfürsten ließen die Gebäudeanlage seit dem 16. Jahrhundert zu einer wichtigen sächsischen Landesfestung ausbauen. Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichte die Festung zwischen 1670 und 1740.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war auf dem Sonnenstein das neben dem Königstein bedeutendste sächsische Staatsgefängnis untergebracht. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges wurde der Sonnenstein mit Ausnahme einer Episode in der Zeit der napoleonischen Kriege nicht mehr als Festung genutzt.

Im Jahre 1811 wurde auf dem Festungsareal die landesweit erste größere Heilanstalt für psychisch kranke Menschen gegründet, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts europäischen Ruhm erlangte. Nach der Auflösung der Heilanstalt 1939 begann das furchtbarste Kapitel in der Geschichte des Sonnensteins: 1940 und 1941 wurden in den Räumen der heutigen Gedenkstätte etwa 15 000 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen in der von den Nationalsozialisten eingerichteten Tötungsanstalt ermordet.

In den Nachkriegsjahren befanden sich auf dem Sonnenstein ein großes Flüchtlingslager und eine Polizeischule. Erst 1991 wurden große Teile des ehemaligen Anstaltskomplexes der Öffentlichkeit zugänglich. Nach einer umfangreichen Sanierung zog 2011 das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in das Schloss Sonnenstein ein, wo auch heute noch Verwaltung und Kreistag ihren Sitz haben.

Quelle: DNN vom 12.03.2019 www.dnn.de/Region/Umland/Pirna-feiert-750-Jahre-Schloss-Sonnenstein 

Kolloquium mit dem Archivverbund Pirna


Foto Monogramm Karl VI.

War mehrfach im damals böhmischen Pirna: Der Kaiser und böhmische König Karl IV. Quelle: Monogramm Karls in der Urkunde Stadtarchiv Pirna U16, 1359.

Logos

2019 steht im Zeichen der Ersterwähnung der Burg Pirna vor 750 Jahren. Der Archivverbund Pirna, in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Kreisarchiv Decin, beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen am Jubiläumsprogramm. Es soll den tschechisch-deutschen Austausch in der Grenzregion fördern und auf die lange Geschichte des Sonnensteins zwischen Böhmen im Süden und Sachsen im Norden aufmerksam machen.

Die Ausstellung und das Kolloquium erfolgen in grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Děčín und werden speziell durch das „Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014 - 2020“ (www.sn-cz2020.eu) im Rahmen des Kleinprojektefonds in der Euroregion Elbe/Labe gefördert.

Der Beitrag des Archivverbundes besteht aus zwei Teilen: Einem deutsch-tschechischen Kolloquium am 17. und 18.5.2019 und einer Archivausstellung vom 20.5.2019 bis zum Ende des Jahres.

 

Kolloquium am 17. und 18.05.2019

Bei einem zweisprachigen Kolloquium am 17. und 18.05.2019 können sich alle Freunde lokaler Geschichte über neuere Forschungen informieren. Schwerpunkt bildet die Entwicklung der Burg Pirna als Burg und Amtssitz im böhmisch-sächsischen Grenzraum. Dabei werden historische, archäologische, kunsthistorische, denkmalpflegerische und wirtschaftliche Aspekte von deutscher wie tschechischer Seite betrachtet. Die geplanten Themen und Fachreferenten finden Sie unten aufgelistet. Dolmetscher werden die Vorträge auch in die jeweils andere Sprache übersetzen.

Das Kolloquium ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist ab sofort, wegen der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen, erwünscht (per E-Mail an: archivverbund@landratsamt-pirna.de telefonisch unter 03501 5154446). Wir freuen uns aber auch über unangemeldet-spontanen Besuch.

 

Themen und Referenten:

17. Mai 2019

geplant sind ca. 30 Minuten Redezeit und eine viertel Stunde Fragen / Diskussionen

10:00 Uhr Einführung  
10:15 - 11:00 Uhr Älter als 750 Jahre - die erste Burg von Pirna Dr. Thomas Westphalen, Landesamt für Archäologie
11:00 - 11:45 Uhr Anfänge von Burg und Stadt Pirna Dr. Mathias Kälble, Sächsische Akademie der Wissenschaften
11:45 - 12:30 Uhr Tabakpfeifen aus Pirna und Mikulasovice / Nixdorf Jan Němec, Staatliches Kreisarchiv Děčín
12:30 - 13:30 Uhr Pause  
13:30 - 14:00 Uhr Die Anfänge der Grenzziehung zwischen Böhmen und Sachsen im rechtselbischen Teil des Elbsandsteingebirges Vojtěch Vaněk, Staatliches Kreisarchiv Kutná Hora
14:15 - 14:45 Uhr Grenzzeichen im Gebiet der böhmischen Schweiz Natalie Belisová, Nationalpark Böhmische Schweiz
15:00 - 15:30 Uhr Die Anfänge der Festungen Königstein und Sonnenstein im 17. Jahrhundert - Eine Betrachtung der Architektur, Festkultur und militärischen Nutzung Dr. Marcus Bitterlich, Festung Königstein

 

18. Mai 2019

10:00 - 10:45 Uhr Die Elbe und ihre Rolle als Verkehrsader an der böhmisch-sächsischen Grenze während des 30jährigen Krieges Michael Plavec und Marek Durčanský, Nationaltechnisches Museum Prag
10:45 - 11:30 Uhr Böhmische Glaubensflüchtlinge in Pirna im Dreißigjährigen Krieg Dr. Frank Metasch, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 
11:30 - 12:15 Uhr Die Sonnensteiner Festungsgarnison zwischen Dreißigjährigem und Siebenjährigem Krieg Dr. Boris Böhm, Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
12:15 - 13:15 Uhr Pause  
13:15 - 14:00 Uhr "in sein Arrest honet zu halten" - Die Festung Sonnenstein als Staatsgefängnis Andrea Tonert, Sächsisches Staatsarchiv
14:00 - 14:45 Uhr Die Grenze des Friedens - Grenzüberreichende Beziehungen zwischen der DDR und der Tschechoslowakei 1949 - 1990 Petr Karlíček, Archiv der Stadt Ústí nad Labem
14:45 - 15:30 Uhr Ausbau des Sonnensteins zum Landratsamt Dr. Ralf-Peter Pinkwart, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

 

Archivausstellung

Archiv-k

An das Kolloquium anschließen wird eine Ausstellung im Lesesaal des Archivverbundes. Besucher können sich hier eigenständig über weitere Aspekte Pirnaer Geschichte informieren. Neben Originalobjekten werden Faksimiles zu sehen sein.

 

 

 

 

Geplante Themen sind:

  • Anfänge der Burg Pirna zwischen Mark Meißen und böhmischer Krone (ab 20.05.2019)
  • Entwicklung der Burg zum heutigen Amtssitz
  • Flucht und Vertreibung
  • Anstaltskirche
  • Prager Frühling 1968
  • Städtepartnerschaft Decin-Pirna

Die Ausstellung kann bis Ende 2019 zu den Öffnungszeiten des Archivverbunds Pirna (montags und freitags von 08:00 bis 12:00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 08:00 bis 18:00 Uhr) besucht werden. Der Eintritt ist frei. Bei größeren Besuchergruppen wird um Anmeldung gebeten (per E-Mail: archivverbund@landratsamt-pirna.de, telefonisch: 03501 5154446)

Kontakt
Archivverbund Pirna
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Schloßhof 2/4, 01796 Pirna
Tel.: 03501 515-4446
E-Mail: archivverbund@landratsamt-pirna.de

Anfahrt: www.landratsamt-pirna.de/verwaltung-anfahrt.html

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Dienstag: 09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr
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