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15.05.2018 | 076/2018

Waidmannsheil! Jägerschaft im Aufwind

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Erfreuliches gibt es aus der Jägerschaft im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zum vermelden: Die Jäger im Landkreis werden durchschnittlich jünger. Betrug das Durchschnittsalter der Waidmänner und -frauen im Landkreis zum 31.12.2012 noch 59,7 Jahre sind es jetzt nunmehr im Schnitt 51 Jahre.

Dabei steigt auch die Anzahl der Jäger im Landkreis stetig an: Waren 2012 noch 1.072 Personen im Besitz des Jagdscheins sind es mittlerweile 1.293. Der „grüne Schein“ liegt also voll im Trend.

Um Jäger zu werden, ist das Bestehen einer Jägerprüfung Pflicht. Diese wird im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zweimal jährlich – in der Regel im April und September – vom Landratsamt als unterer Jagdbehörde durchgeführt. In der diesjährigen Frühjahrsprüfung haben 40 Bewerber die Jägerprüfung erfolgreich absolviert. Insgesamt werden pro Jahr ca. 100 angehende Jungjäger von ehrenamtlich engagierten und erfahrenen Jägerinnen und Jägern geprüft.

Die Prüfung besteht aus 3 Teilen: Bei der Schießprüfung werden die Disziplinen Bock, laufender Keiler und Tontaube beurteilt. Der schriftliche Test besteht aus 200 Multiple Choice Fragen, die innerhalb von 2 Stunden am PC beantwortet werden müssen. In der mündlich-praktischen Prüfung wird Wissen aus den Bereichen Jagdkunde, Waffenkunde, Verbraucherschutz und Recht in einem Prüfungsgespräch abgefragt. Um zur Jägerprüfung zugelassen zu werden, müssen Bewerber nachweisen, dass sie mindestens 120 Stunden theoretisch und praktisch ausgebildet wurden. Des Weiteren müssen Bewerber spätestens 6 Wochen vor Prüfungsbeginn ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und zum Anmeldeschluss mindestens 15 Jahre alt sein.

Die Aufgaben eines Jägers sind vielfältig

Neben der Bewirtschaftung des Wildes steht auch Artenschutz und Biotoppflege sowie die Vermeidung übermäßiger Wildschäden im Vordergrund. In diesem Punkt konnte die Schwarzwildstrecke massiv gesteigert werden. So wurden im Jagdjahr 2017/18 insgesamt 4.395 Stück Schwarzwild erlegt. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurde eine Strecke von 2.855 Stück erzielt. Durch die verstärkte Schwarzwildbejagung soll einerseits Wildschäden vorgebeugt werden. Andererseits bewirkt eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes, dass das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest gemindert wird.

Weitere Informationen zum Jagdwesen finden Sie unter: www.landratsamt-pirna.de/jagdwesen.html

Kontakt:
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Untere Jagdbehörde
Schloßhof 2/4
01796 Pirna
Tel.: 03501 515-4210
E-Mail: waffeundjagd@landratsamt-pirna.de

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