Waldbrandübung „Heidefeuer“: Ernstfall Waldbrand unter explosiven Bedingungen wird geprobt

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13.05.2026 11:45

Symbolbild mit Feuerwehrauto

NEWS - Information Stadtverwaltung Rabenau

Großübung in der Dippoldiswalder Heide am 16. Mai – 250 Einsatzkräfte trainieren unter realitätsnahen Bedingungen

Dippoldiswalde/Rabenau. Ein Waldbrand in der Dippoldiswalder Heide wäre kein gewöhnlicher Einsatz: Verborgene Kampfmittel im Boden zwingen Einsatzkräfte im Ernstfall zu Sicherheitsabständen von bis zu 1.000 Metern – ein Löschen aus nächster Nähe wäre kaum möglich. Genau dieses Szenario steht im Mittelpunkt der groß angelegten Waldbrandübung „Heidefeuer“ am Samstag, den 16. Mai 2026.

Gemeinsam proben der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die Große Kreisstadt Dippoldiswalde und die Stadt Rabenau den Ernstfall. Rund 250 Einsatzkräfte sind zwischen 8:00 und 14:00 Uhr im Einsatz. Unterstützt werden sie vom Technischen Hilfswerk mit moderner Drohnentechnik sowie vom Deutschen Roten Kreuz, das mit einem Versorgungszug die Absicherung der Kräfte übernimmt. Parallel dazu arbeiten auch die Verwaltungsstäbe der oben genannten Behörden – ein entscheidender Baustein, um im Krisenfall schnelle und abgestimmte Entscheidungen treffen zu können.

Für ein möglichst realistisches Lagebild wird im Rahmen der Übung ein kontrolliertes Feuer entfacht. Auch der Einsatz größerer Mengen Löschwasser ist vorgesehen. Die Bevölkerung wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine Übung handelt. Dennoch kann es zu sichtbarer Rauchentwicklung kommen, und auch außerhalb des unmittelbaren Übungsbereiches sind Einschränkungen möglich. Waldbesucher werden aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu meiden, um die Übung nicht zu behindern.

Die Übung hat konkrete Hintergründe: Große Teile der Dippoldiswalder Heide sind weiterhin mit Kampfmitteln belastet. Im Ernstfall würde dies nicht nur die Brandbekämpfung erheblich erschweren, sondern auch Evakuierungen umliegender Wohngebiete erforderlich machen. Ziel von „Heidefeuer“ ist es, genau diese komplexen Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu festigen.

Im Umfeld der Übung kommt es zu Einschränkungen. Die Parkplätze gegenüber dem Romantikhotel Heidemühle, am ehemaligen Campingplatz, an der Dippoldhütte sowie im Bereich der Feuerwehr Karsdorf werden gesperrt. Darüber hinaus kann es auch zu Straßensperrungen im Bereich der Dippoldiswalder Heide kommen.

Mit der Übung setzen die beteiligten Behörden ein deutliches Signal: Auf besondere Gefahrenlagen wird sich in der Region gezielt vorbereitet – auch unter Bedingungen, die im Ernstfall ein hohes Maß an Koordination und Umsicht erfordern.

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