Sportinternat Altenberg: Landrat fordert Unterstützung des Freistaates Sachsen

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10.03.2026 16:00

Sportinternat Altenberg

In seiner Sitzung am 9. März 2026 beschloss der Kreistag einstimmig die Einleitung aller erforderlichen Schritte zur Übernahme der Betreibung des Internates der Stadt Altenberg am Sportgymnasium durch den Landkreis.

Der Kreistag folgte damit einhellig dem Vorschlag der Verwaltung, das Internat für die kommenden zwei Schuljahre 2026/27 und 2027/28 durch eine kreiseigene Gesellschaft des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu betreiben.  Eine dauerhafte Betreibung kann erfolgen, wenn die Evaluierung nach einem Jahr erfolgreich ist und der Kreistag 2028 einer erneuten Beschlussfassung zustimmt.

Ausgangspunkt dieser Entscheidung war der Stadtratsbeschluss der Stadt Altenberg vom April letzten Jahres, das Internat an einen neuen Betreiber zu übergeben, weil die Betreiberkosten die Stadt angesichts deren Verschuldung überforderten.

Landrat Michael Geisler sagt dazu: „Um den Leistungssportlerinnen und -sportlern und deren Eltern Planungssicherheit für die folgenden Schuljahre zu geben, sah sich der Landkreis veranlasst, zunächst in Vorleistung zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Die Entscheidung für die Eliteschule des Sports sollte nicht von einer ungewissen Zukunft des Internats in Frage gestellt sein. Ich bin den Kreisrätinnen und Kreisräten daher sehr dankbar, dass sie den notbedingten Eintritt in den Internatsbetrieb mittragen.“

Die Betreibung eines Internates für junge Leistungssportlerinnen und -sportler gehört indes nicht zu den kommunalen Aufgaben. Daher hatten der Landrat und seine Beigeordnete für Bau und Umwelt beim Kultus- und Innenministerium um Unterstützung des Internatsbetriebs ersucht. Bislang hat sich der Freistaat noch nicht zu einer solchen bekannt.

Landrat Geisler macht deutlich: „Der Kreistag sieht in erster Linie den Freistaat in der Verantwortung und fordert einen finanziellen Beitrag zur Sicherung des Internates verbindlich zuzusichern. Das Elitegymnasium des Sports mit dem Internat ist von nationaler sportpolitischer Bedeutung, wenn man sieht, dass sieben der 26 deutschen olympischen Wintersportmedaillen von Sportlerinnen und Sportlern errungen wurden, die in ihrer leistungssportlichen Kindheit und Jugend im Altenberger Internat gewohnt haben. Damit dürfte ein außerordentliches Interesse des Freistaates am Fortbestand des Internates außer Frage stehen und ich setze in Abstimmungen mit der staatlichen Ebene über deren Unterstützung große Erwartungen. Mit den Sportverbänden habe ich inzwischen das Gespräch zu deren Beitrag gesucht, ebenso mit der Stadt Altenberg.“