06.03.2026 08:30
Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landratsamtes nimmt die Aufgaben des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Zusammenhang mit der Lebensmittelüberwachung und Fleischhygiene sowie dem Tierschutz wahr. Folgende Schwerpunkte bestimmten die Arbeit des Fachamtes im Jahr 2025:
Veterinärdienst
Das Referat Veterinärdienst überwacht Tierseuchen, den Einsatz von Arzneimitteln sowie die Einhaltung von Tierschutzstandards. Im Jahr 2025 gingen 467 Tierschutzanzeigen ein. Während Kontrollen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung – insbesondere bei Kälbern, Schweinen und Geflügel – ein überwiegend positives Bild moderner Haltungsbedingungen und professioneller Versorgung zeigten, gab es im Kleintierbereich Herausforderungen.
Vereinzelt wurden Fälle massiver Vernachlässigung von Hunde-, Katzen- oder Heimtierhaltungen festgestellt. Diese Tiere wurden entweder bereits tot aufgefunden oder mussten aufgrund ihres kritischen Zustandes notgetötet werden, um ihnen weiteres Leid zu ersparen. Da hierbei der Verdacht einer Straftat bestand, wurde die Staatsanwaltschaft einbezogen.
Oft waren nach Grenzkontrollen mehrwöchige Quarantänen nötig, da Impfschutznachweise fehlten oder Jungtiere zu früh vom Muttertier getrennt wurden. Ergänzend führte das Amt quartalsweise Transportkontrollen mit der Polizei auf der Autobahn durch, wobei Mängel primär bei der Fahrerqualifikation, der Verfügbarkeit von Tränkwasser während der Fahrt und den Transportplänen festgestellt wurden.
Obwohl der Landkreis 2025 von Tierseuchenausbrüchen verschont blieb, erforderte das Umland durch die Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) oder der Geflügelpest erhöhte Wachsamkeit. Im Rahmen des Monitorings der Wildvogelgeflügelpest wurden in guter Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden alle tot aufgefundenen Tiere zur virologischen Abklärungsuntersuchung zur Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen gegeben. Dank einer gezielten Vorbereitung und der konstruktiven Kooperation mit den Geflügelzuchtverbänden konnten alle geplanten Schauveranstaltungen im Landkreis durchgeführt werden.
Lebensmittelüberwachung
Zum Schutz der Verbraucher vor Gesundheitsgefahren und Täuschung führte das Referat Lebensmittelüberwachung 1.655 Routinekontrollen und 106 Nachkontrollen durch. In zwei Fällen mussten Unternehmen vorübergehend geschlossen werden. Dies erfolgte aufgrund der Feststellung von gravierenden hygienischen Mängeln. Nach der Überprüfung der grundhaften Reinigung konnten die Einrichtungen den Betrieb wieder aufnehmen.
Von den 1.076 entnommenen Proben wurden 145 beanstandet. Hauptgrund waren Kennzeichnungsfehler. In drei Fällen wurden die Lebensmittel als nicht sicher, also gesundheitsgefährlich eingestuft. Ursächlich hierfür waren in einem Fall pathogene Mikroorganismen sowie in zwei weiteren Fällen die Überschreitung von Pflanzenschutzmittel- Höchstmengen. Etwa 20 Prozent der Beanstandungen resultierten aus erhöhten Keimgehalten infolge von Hygienedefiziten oder zu langer Lagerung.
Ein wichtiger Erfolg gelang im privaten Reiseverkehr aus Drittländern: Rund 950 Kilogramm Lebensmittel tierischen Ursprungs wurden ohne Papiere beschlagnahmt und vernichtet, um die Einschleppung von Seuchen, wie der Maul- und Klauenseuche zu verhindern. Einen weiteren Fokus legte das Amt auf die fachliche Beratung bei Ortsfesten und Weihnachtsmärkten, um die Sicherheit der dort angebotenen Waren zu gewährleisten.
Weitere Informationen und Formulare sind unter www.landratsamt-pirna.de/lebensmittelueberwachungs-veterinaeramt.html zu finden.