01.06.2026 11:30
Mit dem Abriss des ehemaligen Kulturhauses in Kleinopitz soll ein markanter baulicher Schandfleck im Wilsdruffer Ortsteil Kleinopitz endgültig verschwinden. Stattdessen ist im Ortszentrum die Errichtung einer modernen, multifunktionalen Gemeinschaftsfläche für alle Generationen geplant. Landrat Michael Geisler übergab für dieses Vorhaben am 1. Juni 2026 den offiziellen Förderbescheid an den Wilsdruffer Bürgermeister Ralf Rother.
Die Zuwendung erfolgt auf Basis der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung zur Umsetzung von LEADER-Entwicklungsstrategien (FRL LEADER/2023).
Das Projekt setzt einen bedeutenden Impuls für die ländliche Entwicklung der gesamten Region.
Landrat Michael Geisler betont die Wichtigkeit des Vorhabens für die Gemeinschaft: „Mit dieser Förderung unterstützen wir ein Projekt, das die Lebensqualität vor Ort spürbar verbessert. Indem wir den alten Leerstand beseitigen und Platz für Begegnungen schaffen, stärken wir das gesellschaftliche Miteinander in Kleinopitz nachhaltig. Die LEADER-Förderung erweist sich hier einmal mehr als passgenaues Instrument für den ländlichen Raum.“
Hohe Investition in die Dorfgemeinschaft
Das ambitionierte Projekt der Antragstellerin Stadt Wilsdruff umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 485.500 Euro. Die förderfähigen Ausgaben belaufen sich auf circa 482.500 Euro. Dank der bewilligten LEADER-Förderung wird das Vorhaben mit einem Fördersatz von 75 Prozent unterstützt. Dies entspricht einer Zuwendung von rund 362.000 Euro.
Vom Schandfleck zur multifunktionalen Freifläche
Das Bauprojekt gliedert sich in mehrere Kernmaßnahmen, die das Areal rund um das bestehende Dorf- und Vereinshaus Kleinopitz optisch und funktionell aufwerten: Hier wird unter anderem ein Verkehrsgarten gestaltet, der insbesondere für die kleineren Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zur Verkehrserziehung sowie für weitere sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen wird.
Die neu entstehende Freifläche wird als Basketballplatz nutzbar sein und bietet darüber hinaus Platz für Feste sowie Veranstaltungen. Davon profitiert unter anderem auch der neu gegründete Verein der Landfrauen.
Auch ein Stück Historie bleibt erhalten. Der Sandsteinsockel des alten Kulturhauses wird bei den Abrissarbeiten geborgen und als geschichtliches Element in die Neugestaltung integriert.
Durch die Umgestaltung erhält der Ort ein neues, lebendiges Zentrum für das dörfliche Zusammenleben.