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Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und Aufstiegsfortbildungsgesetz (AFBG)

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Zuständiges Amt für die Antragsbearbeitung

...das Amt am Wohnort der Eltern:

Grundsätzlich gilt, dass das Amt für Ausbildungsförderung zuständig ist, in dessen Bezirk (Landkreis oder kreisfreie Stadt) die Eltern des Auszubildenden oder, wenn nur noch ein Elternteil lebt, dieser den ständigen Wohnsitz haben.

...das Amt am Wohnort der auszubildenden Person:

Die Zuständigkeit liegt beim Amt für Ausbildungsförderung am Wohnort der auszubildenden Person, wenn

  • der Auszubildende verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft* verbunden ist oder war,
  • seine Eltern nicht mehr leben,
  • dem überlebenden Elternteil die elterliche Sorge nicht zusteht oder bei Erreichen der Volljährigkeit des Auszubildenden nicht zustand,
  • die Elternteile ihren ständigen Wohnsitz in unterschiedlichen Landkreisen/kreisfreien Städten (z. B. Vater in Dresden, Mutter im Landkreis Mittelsachsen) haben,
  • kein Elternteil einen Wohnsitz im Inland hat,
  • der Auszubildende Ausbildungsförderung für die Teilnahme an Fernunterrichtslehrgängen erhalten soll,
  • der Auszubildende eine Fachschule besucht, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt. 

...das Amt am Ort der Schule oder Hochschule:

Bei Besuch eines Abendgymnasiums, Kollegs oder Höherer Fachschulen und Akademien ist das Amt zuständig, in dessen Bezirk die Ausbildungsstätte liegt. Die an den staatlichen Hochschulen errichteten Ämter für Ausbildungsförderung bei den Studentenwerken sind zuständig für die Studenten dieser Hochschulen.

Ausbildungen

Förderungsfähige Ausbildungen

  • Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln,
  • Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
  • Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen.

Förderungsfähige Ausbildungen unter bestimmten Voraussetzungen

Eine solche Voraussetzung ist u. a., das Fehlen der  räumlichen Nähe zwischen Elternwohnung und Ausbildungsstätte. Die auszubildende Person darf während der Ausbildung nicht bei ihren Eltern wohnhaft sein und muss eine tägliche Weg- und Wartezeit von mehr als zwei Stunden erfüllen oder einen eigenen Haushalt führen und verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft* verbunden sein oder waren oder einen eigenen Haushalt führen und mit mindestens einem Kind zusammenleben. Dies betrifft folgende Ausbildungen:

  • weiterführende allgemeinbildende Schulen (Realschule, Gymnasium) ab Klasse 10
  • Klassen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsgrundbildungsjahr, Berufsvorbereitungsjahr) ab Klasse 10
  • Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt (z. B. zweijährige Fachoberschule)

*nach dem Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft

Bzgl. einer Beratung zur Wegzeit-Berechnung können Sie sich gern an uns wenden.

Persönliche Voraussetzungen

Staatsangehörigkeit

Neben Deutschen können auch Ausländer/innen Anspruch auf Förderung nach dem BAföG haben. Sollten Sie nicht über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügen und machen eine nach dem BAföG förderungsfähige Ausbildung, können Sie sich diesbezüglich gern von uns beraten lassen. 

Alter

Grundsätzlich wird nach § 10 BAföG Ausbildungsförderung nicht geleistet, wenn der Auszubildende bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat. Danach kann Ausbildungsförderung nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 10 Absatz 3 BAföG) gewährt werden.  

Die Förderung ist beispielsweise u. a. möglich, wenn Auszubildende aus persönlichen oder familiären Gründen gehindert waren, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen, weil sie ein eigenes Kind unter zehn Jahren ohne Unterbrechung erziehen und während dieser Zeit höchstens 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt erwerbstätig sind; Alleinerziehende dürfen auch mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig sein.  

Unverzüglich nach Wegfall der Hinderungsgründe muss der Auszubildende dann aber die Ausbildung beginnen. Auch diesbezüglich beraten wir Sie gern.

Antragstellung

Erst- und Wiederholungsanträge müssen schriftlich auf den dafür vorgesehenen Formblättern gestellt werden. Antragsformulare erhalten Sie bei dem für Sie zuständigen Amt für Ausbildungsförderung, in den Bürgerbüros des Landkreises oder auf den entsprechenden Internetseiten. 

Bitte beachten Sie, dass ein wirksamer Antrag auf Ausbildungsförderung erst dann vorliegt, wenn dieser schriftlich, d.h. von der antragstellenden Person bzw. deren gesetzlichen Vertreter eigenhändig unterzeichnet bei der Behörde eingegangen ist. Dazu genügt auch der Eingang mittels Tele- oder Computerfax bzw. per E-Mail mit eingescanntem Dokument.

Über die Gewährung von Förderungsleistungen wird für ein Schuljahr (sog. Bewilligungszeitraum) entschieden. Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Die Bearbeitungszeit eines Antrages auf Ausbildungsförderung nach dem BAföG beträgt etwa 3 Monate.

Mit dem nachfolgend angefügtem Link können Sie BAföG-Antragsformulare ausfüllen und ausdrucken. Mit diesem Link soll auch die elektronische Einreichung mit  Authentifizierung mittels neuem elektronischem Personalausweis ermöglicht werden. Bitte beachten Sie beim Ausfüllen der BAföG-Antragsformulare, dass Felder, in denen Sie keine Eintragungen vornehmen, zu entwerten sind (Strich oder „0“)

 

Die Vermögens-Zusatzerklärung und das Zusatzformular Abwesenheitszeiten sind bei jeder Antragstellung beizufügen.

Aufstiegsfortbildungsgesetz (AFBG)

Zuständig für die Beantragung der Leistungen ist im Freistaat Sachsen die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB), Pirnaische Straße 9, 01069 Dresden (Tel.: 0351 4910-0).

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