24.06.2026 11:30
Für viele Menschen ist schönes Sommerwetter mit strahlendem Sonnenschein die schönste Zeit im Jahr. Doch die richtig heißen Tage können für den Körper und die Gesundheit schnell zur Belastung werden. Die hohen Temperaturen im Sommer beeinflussen den Körper auf vielfältige Weise und bereits bestehende Gesundheitsprobleme können verstärkt werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Kinder und Menschen, die im Freien arbeiten.
Um gegen diese Gefahren gut aufgestellt zu sein und sich mit anderen Einrichtungen auszutauschen nahm das Gesundheitsamt des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am 11. Juni 2026 an dem durch den DRK-Landesverband Sachsen e. V. initiierten Hitzeaktionstag in Dresden teil. Dieser stand unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“. Verschiedene Beiträge beteiligter Akteure zeigten, welche Maßnahmen notwendig sind, um Menschen wirksam zu schützen und die Hitzeresilienz zu stärken.
Am Informationsstand des Gesundheitsamtes wurde über das Hitzeschutzkonzept des Landkreises sowie über bereits ergriffene Maßnahmen zur Hitzevorsorge informiert. Im gemeinsamen Austausch mit Akteuren aus Gesundheits-, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Behörden konnten vor allem fachliche Expertise, der Zugang zu gefährdeten Gruppen, Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit und Bedarfen sowie die praktische Umsetzung vor Ort besprochen werden. Dabei wurden gemeinsame Synergien erkannt und Handlungsempfehlungen für die Einrichtungen weitergegeben. Diese umfassen vorallem die Erstellung von einrichtungsbezogenen Hitzeschutzplänen, Nutzung von Hitzewarnsystemen, Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie die Verwendung von Informationsmaterialien.
Eigene Maßnahmen, um gut durch die Hitzewelle zu kommen, können bereits einen wichtigen Unterschied machen. Der Körper benötigt über den Tag etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Dafür eignet sich am besten Wasser oder ungesüßter Tee. Mit einem angepassten Tagesablauf kann man außerdem den höchsten Temperaturen entgehen. Aktivitäten sollten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder späteren Abendstunden verlegt werden, wobei allgemein körperlich anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden sind. Durch Verschattung und nächtliches Lüften können Innenräume kühl gehalten werden.
Die Wirkung von Medikamenten kann durch Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen beeinträchtigt werden und sollte davor geschützt werden. Hitzebedingte Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Nackensteife, Übelkeit, Schwindel oder Erbrechen sind ein Anzeichen von Überhitzung. Bei starken Symptomen ist der Hausarzt oder Bereitschaftsdienst (116 117) zu konsultieren.
Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Landratsamtes bereitgestellt. Die Informationsbroschüre „Hitzeknigge“ sowie das „Hitzeschutzkonzept“ sind auf der Seite des Gesundheitsamtes, gesundheitlicher Bevölkerungsschutz, unter www.landratsamt-pirna.de/gesundheitlicher-bevoelkerungsschutz.html zu finden.