Meilenstein für die Sicherheit in Freital: Grundsteinlegung für Zentrale Feuerwache

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04.06.2026 16:30

Grundsteinlegung Rettungswache Freital

Medieninformation der Großen Kreisstadt Freital

Mit der feierlichen Grundsteinlegung für die neue Zentrale Feuerwache in Freital-Döhlen hat die Stadt Freital einen weiteren wichtigen Meilenstein bei einem ihrer bedeutendsten Bauvorhaben erreicht. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 21 Millionen Euro zählt zu den größten kommunalen Investitionen der vergangenen Jahre.

Oberbürgermeister Uwe Rumberg bezeichnete die Grundsteinlegung als einen besonderen Moment für die Stadt: „Sie ist weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie markiert den Zeitpunkt, an dem aus Planungen, politischen Entscheidungen und vielen Monaten intensiver Vorbereitung ein Bauwerk entsteht, das nicht irgendein Gebäude, sondern das künftige Herzstück des Brand- und Katastrophenschutzes unserer Stadt ist – und ein klares Bekenntnis zur Feuerwehr sowie eine Investition für die Sicherheit unserer Bürger.“

Die bestehende Feuerwache am Standort „Am Glaswerk“ blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Hauptgebäude wurde 1917 als Modelltischlerei errichtet und 1927 zum Feuerwehrdepot umgenutzt. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Komplex mehrfach erweitert und umgebaut. Heute entsprechen die räumlichen, technischen und energetischen Bedingungen nicht mehr den Anforderungen.

Bereits im Dezember 2020 hatte der Stadtrat den Erwerb einer rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Feuerwache beschlossen. Die ersten Arbeiten für das Bauvorhaben begannen im Juli 2025 mit der Baufeldfreimachung. Von Januar bis April 2026 folgten umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten. Dabei wurden unter anderem die Baugrube hergestellt, Entwässerungsanlagen sowie Kabelzugschächte errichtet. Seit Mai 2026 laufen die Rohbauarbeiten.

Dabei werden durch die ausführende Firma Züblin die Streifenfundamente des Gebäudes hergestellt. Parallel dazu erfolgten die Einrichtung der Baustelle sowie die Herstellung der notwendigen Infrastruktur. In den kommenden Wochen werden die Grundleitungen unterhalb der Bodenplatte verlegt und die Bodenplatte selbst hergestellt. Anschließend folgen die Montage beziehungsweise Herstellung der Wände, Stützen, Decken und Treppenanlagen. Das Gebäude ist als konventioneller Stahlbetonbau geplant. Die Außenwände werden gedämmt und mit einer langlebigen Ziegelvorsatzschale verkleidet.

Zeitgleich wird die Technische Werke Freital GmbH ab Ende Juni die Anbindung an die zukünftige Wärmeversorgung herstellen. Die neue Feuerwache wird über ein modernes Nahwärmenetz auf Basis eines Geothermiefeldes versorgt. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage.

Die bestehende Wache gegenüber dem Grundstück bleibt während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt in Betrieb. Nach Inbetriebnahme des Neubaus ist ein zweiter Bauabschnitt vorgesehen. Dabei werden die Bestandsgebäude mit Ausnahme einer Halle zurückgebaut und Übungsanlagen geschaffen, auf der auch ein Übungsturm, zusätzliche Stellplätze und Begrünungsmaßnahmen vorgesehen sind.

Der Neubau vereint künftig die Anforderungen der hauptamtlichen Einsatzkräfte, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Jugendfeuerwehr unter einem Dach. Geplant sind Fahrzeughallen, Werkstätten, Schulungs- und Verwaltungsbereiche, Aufenthaltsräume sowie zeitgemäße Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten inklusive Küche, Büros, Sportraum, Ruhebereich, Kleiderkammer, Lager und Sanitärbereiche. Die innere Organisation des Gebäudes wurde konsequent auf kurze Wege und schnelle Einsatzabläufe ausgerichtet. Beim Bau werden auch die Themen Hochwasserschutz (Haustechnik im ersten OG) und Barrierefreiheit (Aufzug und Behinderten-WC) berücksichtigt.

Der Entwurf kommt von den Büros „pussert kosch Architekten Dresden“ und „r+b landschaft s architektur Dresden.“ Er war ihm Rahmen eines Realisierungswettbewerbs und unter Berücksichtigung vielfältiger Kriterien im Jahr 2023 aus 13 eingereichten Beiträgen von einer Jury einstimmig ausgewählt worden.

Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch einen Mix aus Fördermitteln und Eigenmitteln. Über Förderprogramme des Freistaates wurden 2,6 Millionen Euro bewilligt. Weitere 1,7 Millionen Euro sollen hinzukommen. Zusätzlich sollen rund 3,5 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsbudget in das Bauvorhaben fließen. „Ein Projekt dieser Größenordnung ist gerade in finanziell anspruchsvollen Zeiten alles andere als selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam Verantwortung übernommen und tragfähige Lösungen gefunden haben. Es ist gelungen, die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu sichern und gleichzeitig den hohen Anforderungen an einen modernen Feuerwehrstandort gerecht zu werden“, sagt Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Die Inbetriebnahme der neuen Feuerwache ist für Ende 2027 vorgesehen. Der Abschluss des Gesamtprojektes soll bis Oktober 2029 erfolgen. „Wir investieren hier nicht nur in ein Gebäude, sondern in die Sicherheit unserer Bürger, in zeitgemäße Arbeitsbedingungen für unsere Einsatzkräfte und in die Zukunft einer leistungsfähigen Feuerwehr“, fasst Oberbürgermeister Uwe Rumberg zusammen.

Züblin Projektleiter Richard Zimmermann ergänzt: „Der Neubau ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Stadt Freital und ihrer Sicherheitsinfrastruktur. Für unser Dresdner Team ist es ein starkes Zeichen regionaler Zusammenarbeit, hier gemeinsam eine zuverlässige Grundlage für diesen bedeutenden Standort zu schaffen.“ Die Ed. ZÜBLIN AG, Bereich Sachsen der Direktion Ost, bringt dabei gezielt ihre starke regionale Verankerung ein: Vom Standort Dresden aus realisiert ein Team von über 350 Mitarbeitern anspruchsvolle Bauprojekte in ganz Sachsen, unterstützt von mehr als 150 eigenen Handwerkern, die für Qualität und Effizienz auf der Baustelle stehen. Damit fließt auch in dieses Bauvorhaben die gebündelte Kompetenz eines stark regional verwurzelten Teams ein.