Präventionsveranstaltung zum Thema Blackout

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27.10.2026 13:40

Foto von der Veranstaltung
v.l.n.r.: Moderator Lars Werthmann, Amtsleiter Mirko Göhler, Bürgermeister Heiko Wersig und Landrat Michael Geisler in der Podiumsdiskussion

Ein großflächiger, unkontrollierter und länger andauernder Stromausfall wird als Blackout bezeichnet. Seine Bewältigung erfordert eine sorgfältige Planung und enge Abstimmung aller Beteiligten. Städte und Gemeinden müssen Maßnahmen entwickeln, um die Bevölkerung zu schützen und zu unterstützen. Wichtige Aspekte sind dabei die Eigenvorsorge, die Vorsorge für die Infrastruktur, der Katastrophenschutz sowie die Erstellung und Abstimmung von Notfallplänen.

Landrat Michael Geisler hatte zum Montag, dem 26. Oktober 2026, zu einer Präventionsveranstaltung „Blackout“ Kreisrätinnen und Kreisräte, (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeister, Betreiber der KRITIS (kritischer Infrastruktur) und Vertreter der Blaulichtgruppen wie Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen in den Kreistagssaal des Schlosses Pirna Sonnenstein eingeladen. Gemeinsam mit den Fachreferenten wurde ein Einblick in die Vorbereitungen und den aktuellen Stand der Planungen im Landkreis und darüber hinaus gegeben.

Zum abendlichen Schwerpunkt auf Blackout und Krisenvorsorge stimmte Landrat Geisler ein: „Es geht darum, die Systeme zu härten und die Vorbereitung auf einen Blackout-Fall sowie die Fragen nach den ersten Tagen in den Blick zu nehmen. Unser Ziel ist es, die Bevölkerung, Akteure in den Kommunen, bei den Hilfsorganisationen und in den zuständigen Behörden so vorzubereiten, dass sie im Idealfall für 72 Stunden handlungsfähig sind. Nur so können wir im Ernstfall schnell und koordiniert reagieren.“

Über den Abend fanden drei Impulsvorträge statt: 

  • Albrecht Broemme, Experte für Bevölkerungsschutz, referierte über Blackout-Risiken, Hürden und Lösungsansätze, 
  • Mirko Göhler, Amtsleiter Bevölkerungsschutz, zu KRITIS  im Fokus und der Blackout-Vorbereitung zwischen KRITIS-Betreibern und Landkreisverwaltung sowie 
  • Heiko Wersig, Bürgermeister der Gemeinde Bannewitz, zur kommunalen Blackout-Übung. 

Im Anschluss wurde ein moderiertes Dialogformat mit Moderator Lars Werthmann, Abteilungsleiter beim DRK Landesverband Sachsen e.V. und Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks, durchgeführt, währenddessen auch Fragen aus dem Publikum eingebracht werden konnten. 

Begleitend zu den Impulsvorträgen und der Podiumsdiskussion bot das Amt für Bevölkerungsschutz ein World-Café an, das den direkten fachlichen Austausch zwischen Teilnehmenden und Mitarbeitenden ermöglichte. Darüber hinaus wurden auf dem Vorplatz, im Erdgeschoss sowie im Foyer verschiedene Exponate und Informationen zu Selbstvorsorge, Krisenvorbereitung, Netzersatzanlagen, Unterbringung, Krisenkommunikation und Treibstoffsicherung präsentiert. Zu sehen waren unter anderem mobile Tankstellen, Bevölkerungsschutz-Pavillons sowie Paletten mit Feldbetten, Hygieneartikeln und weiteren anschaulichen Materialien.

Auch in den kommenden Jahren werden Präventionsveranstaltungen zum Thema Blackout geplant und zu einem dauerhaften Bestandteil der jährlichen Landkreisveranstaltung heranwachsen. So kann eine dauerhafte Vernetzung der betroffenen Akteure unterstützt und die Verbreitung von neuen Erkenntnissen und Informationen gefördert werden.