Fachtag „Digitalisierung trifft Inklusion – Mobilität für alle (#Digital.Mobil.Inklusiv)“ – das sind die Ergebnisse

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17.09.2026 10:30

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Die Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung informiert:

Im Rahmen der „Woche der Inklusion 2026“ veranstaltete der Senioren- und Behindertenbeirat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammen mit der Behindertenbeauftragten und der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten einen Fachtag zum Thema „Digitalisierung trifft Inklusion – Mobilität für alle (#Digital.Mobil.Inklusiv)“. Ziel des Fachtages war es, mit Politikern und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Lösungen für ein gleichberechtigtes Miteinander zu erarbeiten. 

Eine im Vorfeld des Fachtages initiierte Bürgerbefragung zum Nutzungsverhalten mit digitalen Angeboten im öffentlichen Nahverkehr brachte folgende Ergebnisse: 

Von 172 Personen, die insgesamt teilnahmen, füllten 48 Personen den Fragebogen online aus, 124 Personen beantworteten die Fragen in Papierform. Die meisten Teilnehmer waren älter als 60 Jahre und/oder besaßen eine Beeinträchtigung. Fast alle nutzen den ÖPNV häufig. Der Erwerb eines Fahrscheins ist für die meisten mit großen Herausforderungen verbunden. Die wesentlichen Schwierigkeiten zeigt der folgende Überblick:

Was ist besonders schwierig?

  Anzahl Teilnehmer von insgesamt 172
Bedienung von Automaten 72
nur digitale Karte 57
Angst etwas falsch zu machen 49
kenne Tarifzonen nicht 48
nichts davon 46
k.A. 32
fehlende Hilfe 32
kleine Schrift 32
komplizierte Sprache 25

 

Die ÖPNV-Nutzer sind oftmals hinsichtlich der fortschreitenden Digitalisierung der Prozesse (z. B. Auskunftssysteme, Ticketkauf, Apps) überfordert und wünschen sich: 

Was würde Ihnen helfen?

  Anzahl Teilnehmer von insgesamt 172
Fahrkarten aus Papier oder Plastik 80
ein Ticket für alles 71
mehr Personal vor Ort 49
persönliche Beratung 38
einfachere Sprache 32
größere Schrift 28
Schulungen/ Erklärungen 9
anderes 17
k.A. 18

 

Diese zentralen Anliegen und Forderungen haben der Senioren- und Behindertenbeirat und die Beauftragten in einem Positionspapier an die politischen Entscheidungsträger, wie Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbund sowie Landesregierung, zusammengefasst und übergeben. In seinem Positionspapier fordert der Beirat, auch bei zunehmender Digitalisierung dauerhaft barrierefreie und niedrigschwellige Alternativen sicherzustellen. Dazu gehören insbesondere verlässliche Möglichkeiten, Fahrscheine auch ohne Smartphone oder digitale Bezahlmöglichkeiten zu erwerben.

Kontakt:
Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung
Schloßhof 2/4, 01796 Pirna
Telefon: 03501 515-2005
E-Mail: behindertenbeauftragte@landratsamt-pirna.de