LEADER Fördermittel für die Sanierung des historischen Gasthofs in Lungkwitz

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22.09.2026 15:45

Landrat Geisler überreicht den Fördermittelbescheid an den Bürgermeister und den Karnevalsverein

Am 22. September 2026 übergab Landrat Michael Geisler an Kreischas Bürgermeister Frank Schöning einen Zuwendungsbescheid über rund 384.500 Euro. Die Mittel fließen in die Sanierung des historischen Gasthofs Lungkwitz, der zu einem barrierefreien Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wird.

„Das traditionsreiche Gebäude, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, soll wieder zum zentralen Treffpunkt der Gemeinde werden“, so Landrat Michael Geisler. „Ziel ist es, einen offenen Begegnungsraum für Einwohner, Vereine sowie Kunst und Kultur zu schaffen. Künftig wird der Gasthof Generationen zusammenbringen und sich zu einem lebendigen Mittelpunkt des Ortsteils entwickeln.“

Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf die umfassende Substanzsicherung. Vorgesehen sind die Stabilisierung und Sicherung der bestehenden Fundamente, notwendige Abbruch- und Bauarbeiten sowie die Sanierung der Außenwände. Zudem werden Fenster und Türen erneuert oder angepasst. Einen Schwerpunkt bildet die Dachsanierung, die von der Konstruktion über die Eindeckung bis hin zur Entwässerung reicht.

Für Barrierefreiheit und Sicherheit sorgt künftig ein neuer Aufzugsschacht mit Aufzugsturm inklusive Lift. Zudem entsteht eine neue Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg. Auch der Unterbau der Bühne wird modernisiert, ergänzt durch Arbeiten an den Außenanlagen. Damit schafft die Gemeinde die baulichen Voraussetzungen für eine langfristige und zeitgemäße Nutzung des historischen Denkmals.

Nach Abschluss der Arbeiten öffnet der Gasthof seine Türen für Begegnung, Kultur und Vereinsleben. Im ersten Obergeschoss bleiben der Saal und die dazugehörigen Umkleiden für größere Veranstaltungen erhalten. Der Kunst- und Kulturverein sowie der Karnevalsclub beziehen dort eigene Räume. Das zweite Obergeschoss bietet künftig unter anderem Platz für die Büros der Bürgerstiftung „Wir sind Kreischa!“ sowie für die Saaltechnik. Im neu erschlossenen Dachgeschoss entsteht zudem ein Bereich, um Kunstwerke sicher aufzubewahren und auszustellen.

Die Förderung in Höhe von rund 384.500 Euro erfolgt im Rahmen des GAP-Strategieplans für die Bundesrepublik Deutschland. Bei veranschlagten Gesamtkosten von rund 517.700 Euro finanziert die Gemeinde Kreischa die verbleibende Restsumme aus Eigenmitteln sowie aus dem Preisgeld des simul+Mitmachfonds in Höhe von rund 54.000 Euro.