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Aktuelles

Amerikanische Faulbrut - AUFHEBUNG des erweiterten Sperrbezirkes Pirna - Graupa

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Amtstierärztliche Verfügung

zur Aufhebung eines Sperrbezirkes wegen Amerikanischer Faulbrut der Bienen

Nach amtlicher Feststellung von Amerikanischer Faulbrut im Ortsteil Graupa der Stadt Pirna wurde gemäß § 10 der Bienenseuchenverordnung(BGBL: I S.2738) am 28.04.2017 ein Sperrbezirk angeordnet. Dieser wurde am 31.05.2017 per Allgemeinverfügung auf folgende Ortsteile der Stadt Pirna erweitert: Bonnewitz, Liebethal und Jessen.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Bekämpfungsmaßnahmen gemäß Bienenseuchenverordnung werden alle für das oben genannte Territorium verfügten Schutzmaßregeln mit Wirkung vom 27.09.2017 aufgehoben.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Landratsamt -, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

Ein etwaiger Widerspruch hat nach § 37 des Tiergesundheitsgesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324) keine aufschiebende Wirkung.

DVM B. Plischke

Amtstierärztin

Amerikanische Faulbrut Sperrbezirk Hetzdorf

Sperrbezirk Hetzdorf

Amtstierärztliche Verfügung

zur Bildung eines Sperrbezirkes wegen Amerikanischer Faulbrut (AFB) der Bienen

Pirna, 04.08.2017

Das Amt für Gesundheits- und  Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- u. Veterinäramt des Landkreises Sächsische Schweiz gibt bekannt, dass in einem Bienenstand in der Gemeinde Halsbrücke OT Hetzdorf des Landkreises Mittelsachsen am 28. Juli 2017 die Amerikanische Faulbrut (Erreger: Paenibacillus larvae larvae) amtlich festgestellt wurde.

Gemäß § 10 Abs. 1 Bienenseuchenverordnung ist um den betroffenen Bienenstand ein Sperrbezirk zu bilden. In diesen Sperrbezirk fallen in dem Zuständigkeitsgebiet des Landkreises Sächsische Schweiz –Osterzgebirge:

folgende Ortsteile der Gemeinde Wildsruff:

                                   Helbigsdorf, Herzogswalde und Mohorn

folgendes Waldgebiet der Gemeinde Tharandt:

                        von Pohrsdorf halbkreisförmig in südwestlicher Richtung an der Landkreisgrenze zu Mittelsachsen auf der Straße S 194 mündend

Für den Sperrbezirk wird Folgendes festgelegt:

1. Jeder Halter von Bienen hat seinen Bestand unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes dem Amt für Gesundheits- und  Verbraucherschutz, Referat Lebensmittelüberwachungs- u. Veterinäramt (LÜVA) anzuzeigen. Die Anzeige kann entfallen, wenn der Halter von Bienen den Standort dem LÜVA bereits mitgeteilt hat.

2. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind nach näherer Anweisung des LÜVA auf Amerikanische Faulbrut untersuchen zu lassen.

3. Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

4. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

5. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

6. Wachs darf nur verbrannt oder als Seuchenwachs an einen zugelassenen Verarbeitungsbetrieb abgegeben werden.

7. Honig darf nicht an Bienen verfüttert werden und darf nur zum Zweck der Lebensmittelgewinnung aus den Bienenständen verbracht werden.

8. Ausnahmen von den genannten Regeln sind nur nach Genehmigung des LÜVA möglich.

Die angeordneten Sperrmaßnahmen sind aufzuheben, wenn die Amerikanische Faulbrut im betroffenen Bestand erfolgreich bekämpft und danach erneut alle im Sperrbezirk befindlichen Bienenvölker und Bienenstände amtstierärztlich mit negativem Befund auf Amerikanische Faulbrut untersucht wurden.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Landratsamt -, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

Ein etwaiger Widerspruch hat nach § 37 des Tiergesundheitsgesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324) keine aufschiebende Wirkung.

B. Plischke

Amtstierärztin

Afrikanische Schwienepest ist in Tschechien angekommen

Vet-afrikanische-Schweinepest

Gesamtsituation 06-2017

Afrikanische_Schweinepest_Detail_06-2017

Situation in Tschechien

Die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen ist nun auch in Tschechien angekommen und stellt eine Bedrohung für unsere Schwarzwild- und Hausschweinebestände dar.

Im Juni 2017 wurden in der Nähe von Zlin (Tschechien) 2 tote Wildschweine positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest getestet. Bisher waren nur der Nordosten von Polen und die Baltischen Staaten in der EU betroffen (s. Karte unten Stand 28.06.2017).

Das Virus ist sehr widerstandsfähig und hält sich sehr lange in Fleisch und Fleischprodukten (Wochen bis Jahre). Auch in gepökelter und geräucherter Ware kann es monatelang überleben. Deshalb sollten solche Produkte nur so entsorgt werden, dass weder Wild- noch Hausschweine damit in Berührung kommen. Die Verfütterung von Speiseabfällen an Schweine ist strengstens untersagt.

Im eigenen Interesse müssen Schweinehalter und auch die bestandsbetreuenden Tierärzte entsprechend der Schweinehaltungshygieneverordnung nun noch besser auf Biosicherheitsmaßnahmen achten (z.B. betriebseigene Kleidung, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, Zutritt zu den Stallungen nur durch befugte Personen etc.).

Wer Jäger ist und auch Hausschweine hält, musst Jagd und Stallarbeit strengstens trennen.

Tot aufgefundene Wildschweine sollten der unteren Jagdbehörde zügig gemeldet werden, um Beprobung und Beseitigung zeitnah erledigen zu können.

Umgang mit Küchen- und Speiseabfällen

Aufgrund der aufgetretenen Fälle von Afrikanischer Schweinepest an den Ostgrenzen der EU (Ukraine, Weißrussland) und jetzt auch in Tschechien wird eindringlich auf folgendes hingewiesen:

 

Das Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen jeglicher Art (auch aus privaten Haushalten) an Tiere ist gesetzlich verboten!

Der Grund: Durch ein Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen können sehr leicht Tierseuchen – besonders Schweinepest – übertragen und verbreitet werden.

Gewerbliche Küchen- und Speiseabfälle (aus Kantinen, Gaststätten, Imbisseinrichtungen, Küchen…) sind mit Nachweis durch dafür zugelassene Unternehmen zu entsorgen (Rechnung ist als Nachweis ausreichend)! Auf dem freien Markt gibt es eine größere Anzahl von zugelassenen Unternehmen.

Nähere Informationen erhalten Sie über den Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal:  Tel.: 0351- 4040450

Bei der Lagerung von Küchen- und Speiseabfällen bis zur Abholung ist zu beachten:

  • Behältnisse sicher abdecken,
  • keine direkte Sonneneinstrahlung,
  • regelmäßiges Entsorgen.

Für die Entsorgung in privaten Haushalten empfehlen wir die Bio- oder Restabfalltonne.

Eine Entsorgung auf dem Komposthaufen wird als problematisch gesehen, da Wildschweine diese Speisereste aufnehmen können.

Selbst bei einem Verdacht auf Schweinepest werden auch gesunde Schweinebestände im Umkreis von 3 km des Verdachtsbestandes getötet!

Verstöße gegen das Verfütterungsverbot werden mit Bußgeld geahndet.

Plischke

Amtstierärztin

Tierärztlicher Notdienst

 

Raum Pirna, Heidenau, Bad Schandau  

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

Dr. Schönfeld, Berggießhübel
Dr. Knop, Pirna-Sonnenstein
Dr. Walther, Pirna
Dr. Kühnel, Pirna
TÄ Wustmann, Bad Schandau
Dr. Schönfeld, Berggießhübel
Dr. Nachtigall, Heidenau
TÄ Wustmann, Bad Schandau
Dr. Mauer, Pirna

035023 51169, 015222652653
03501 790798, 01728757598
03501 528640, 03501 523293
03501 528640, 035025 51191
035022 40081, 01723416421
035023 51169, 015222652653
03529 519422, 03529 511508
035022 40081, 01723416421
03501 582662, 0177 5603144

 

Raum Lohmen, Stolpen, Neustadt

 

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

Klinik Drs. Düring, Stolpen
Klinik Drs. Düring, Stolpen
Klinik Drs. Düring, Stolpen
Dr. Carina Schirm,Lohmen
Klinik Drs. Düring, Stolpen
Klinik Drs. Düring, Stolpen
Dr. Carina Schirm
Klinik Drs. Düring, Stolpen
Klinik Drs. Düring, Stolpen

035973 2830
035973 2830
035973 2830
03501 571400 oder 0162 1082025
035973 2830
035973 2830
03501 571400, 01621082025
035973 2830
035973 2830

 

Raum Freital

 

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

DVM Elisabeth Schmöckel, Freital
TA Thomas Kießling, Possendorf
Dr. Tobias Gieseler, Dorfhain
TA Jens Richter, Freital
DVM Elisabeth Schmöckel, Freital
TÄ Dr. Doreen Solarek
TA Thomas Kießling
TA Lutz Gläser
TA-Praxis Pesterwitz

0351 4600824
035206 21381
035055 64558
0351 6491285
0351 4600824
0171 9810092
035206 21381
0171 4089928
0351 6503029

 

Raum Dippoldiswalde

 

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

TAP G. Zimmermann, Dippoldiswalde
TAP Dr. Hurlbeck, Dippoldiswalde
TAP G. Zimmermann, Dippoldiswalde
TAP Dr. Hurlbeck, Dippoldiswalde
TAP Dr. Hurlbeck, Dippoldiswalde
TAP G. Zimmermann, Dippoldiswalde
TAP Dr. Hurlbeck, Dippoldiswalde
TAP G. Zimmermann, Dippoldiswalde
TAP Dr. Hurlbeck, Dippoldiswalde

03504 611392, 10747202953
03504 612527 oder 0170 9612666
03504 611392 oder 0174 7202953
03504 612527 oder 0170 9612666
03504 612527 oder 0170 9612666
03504 611392, 01747202953
03504 612527, 01709612666
03504 611392, 01747202953
03504 612527, 01709612666

 

Raum Altenberg

 

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

TA Dr. Auerswald, Geising
TA Romero, Geising
TA Romero, Geising
TA Otys, Geising
TA Romero, Geising
TA Romero, Geising
TA Otys, Geising
TA Romero, Geising
Dr. Auerswald, Geising

035056 35911, 01722775699
0157 71157098
0157 71157098
0157 71157098
0157 71157098
0157 71157098
0157 71157098
0157 71157098
035056 35911

 

Raum Hartmannsdorf

 

20.10.-27.10.
27.10.-03.11.
03.11.-10.11.
10.11.-17.11.
17.11.-24.11.
24.11.-01.12.
01.12.-08.12.
08.12.-15.12.
15.12.-22.12.

TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf
TAP Hänel, Hartmannsdorf

03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516
03732 69186, 0172 2713516

 

Programm zur diagnostischen Abklärung von Tierverlusten bei Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen

Um Tierseuchen frühzeitig zu erkennen und Tierkrankheiten diagnostisch abzuklären, ist eine Sektion von verendeten bzw. zu diesem Zweck getöteten Tieren unverzichtbar. Derzeit besteht die Möglichkeit der Großtiersektion an den Standorten Leipzig und Dresden. Die Tierseuchenkasse unterstützt die Landwirte mit einem Sektionsprogramm. Mehr Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link (über dem Text).

Amerikanische Faulbrut - Sperrbezirk Oelsa

Karte Sperrbezirk Faulbrut Oelsa

          Pirna, den 06.06.2017

                                               Amtstierärztliche Verfügung

zur Errichtung eines Sperrbezirkes wegen Amerikanischer Faulbrut (AFB) der Bienen

Nach amtlicher Feststellungen der AFB in einem Bienenbestand in Rabenau/ OT Oelsa wird ein Sperrbezirk gemäß der Karte ausgewiesen.

Der Sperrbezirk umfasst den gesamten Ortsteil Oelsa der Stadt Rabenau.

Für alle Imker im Sperrbezirk gilt:

1. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind, soweit nicht schon geschehen, umgehend amtlich auf Amerikanische Faulbrut zu untersuchen.

2. Alle Imker im Sperrbezirk haben sich unverzüglich beim Amt für Verbraucherschutz  des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna zu melden. (Tel.: 03501 515-2401), soweit sie nicht bereits dort registriert sind.

3. Die Untersuchungen der Bienenvölker im Sperrbezirk werden unverzüglich eingeleitet.

4. Bienenvölker dürfen von Ihrem Standort nicht entfernt werden.

5. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, wenn sie an Wachs verarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden. Dies gilt gleichfalls nicht für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

Honig aus den Bienenvölkern ist für den menschlichen Verzehr ohne Einschränkungen verkehrsfähig!

 Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Landratsamt -, Schloßhof 2/4, 01796 Pirna schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

Ein etwaiger Widerspruch hat nach § 37 des Tiergesundheitsgesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324) keine aufschiebende Wirkung.

Mit freundlichen Grüßen

B. Plischke

Amtstierärztin

Verbringen von Rindern - BHV1 freies Gebiet

 

Stand: 3. März 2015

Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist der Rechtstext

Merkblatt für Landwirte, Viehhändler und Tierärzte
Verbringen von Rindern

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg - Vorpommern sind frei von der anzeige- und bekämpfungspflichtigen Tierseuche „BHV1-Infektion des Rindes“

Rechtsgrundlage

DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS 2015/250/EU DER KOMMISSION vom 13. Februar 2015 zur Änderung des Anhangs II der Entscheidung 2004/558/EG der Kommission vom 15. Juli 2004 hinsichtlich des Status der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern als frei von der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (BHV1-Infektion des Rindes).

Die genannten Bundesländer gehören nun zu den Regionen der Mitgliedstaaten, in denen die ergänzenden Garantien für die infektiöse bovine Rhinotracheitis gemäß Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG im Handel mit Rindern gelten.

Was ist neu?

Zum Schutz dieses Status gelten ab sofort die spezifischen Vorschriften bei der Verbringung von Rindern aus nichtanerkannt BHV1-freien Regionen auch für die neu hinzugekommenen Bundesländer. In der EU besitzen Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden, die Provinz  Bozen in Italien sowie in Deutschland die Freistaaten Bayern, Thüringen, Sachsen und die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Berlin den Status „BHV1-freie Region“. Auch die Schweiz ist „BHV1-frei“.

Was muss jeder Rinderhalter und Viehhändler beachten?

a)    Grundsätze

-  Keine Versendung von geimpften Rindern innerhalb sowie zwischen BHV1-freien Regionen in der EU

-  Untersuchungsverpflichtungen zur Aufrechterhaltung des Status gem. § 1 Abs. 2 Nr. 1 in Verbindung mit Anlage II Abschnitt 2 BHV1-VO gelten weiterhin

-  Verbringungen in Deutschland weiterhin mit Bescheinigungen nach BHV1-VO (auch innerhalb und zwischen den BHV1-freien Regionen)

b)    Verbringung von Zucht- und Nutzrindern, die nicht aus BHV1-freien Regionen stammen (gilt auch für das Verbringen von Mastrindern in gemischte Betriebe mit Zucht und Mast sowie für Rinder, die eine BHV1-freie Region auch nur zeitweilig verlassen haben, z.B. Auktionen, Ausstellungen)

-  Jedes in die BHV1-freie Region zu verbringende Rind darf nichtgegen BHV1 geimpft sein.

-  Im Herkunftsbetrieb dürfen in den letzten 12 Monaten keine klinischen oder pathologischen Anzeichen einer BHV1-Infektion aufgetreten sein.

-  Die zu verbringenden Tiere sind in den letzten 30 Tagen unmittelbar vor dem Verbringen in einer von der zuständigen Behörde genehmigten Isoliereinrichtung zu halten (Quarantäne!).

-  Während der Isolierzeit dürfen bei keinem Tier klinische Anzeichen einer BHV1-Infektion auftreten.

-  Alle Tiere in dieser Isoliereinrichtung sind frühestens am 21. Tag nach dem Einstellen (des letzten Tieres) mit negativem Ergebnis serologisch auf Antikörper gegen das gesamte Bovine Herpes Virus 1 (BHV1) zu untersuchen.

-  Empfehlung für Quarantäne:

Zusätzliche freiwillige Blutuntersuchung vor der Einstellung in die Quarantäne, da bei einem positiven Ergebnis nur bei einem Tier bei der Quarantäne-Blutuntersuchung (ab 21. Tag nach Einstallung) die gesamte Tiergruppe nicht verbracht werden darf.

-  Für jedes Rind muss zusätzlich auf der BHV1-Bescheinigung, ausgestellt von der für die Isoliereinrichtung zuständigen Behörde, die Einhaltung dieser Bedingungen gemäß Artikel 3 Absatz 1 Entscheidung 2004/558/EG amtlich bescheinigt werden. Beim innergemeinschaftlichen Verbringen ist diese Zusatzerklärung auf der Gesundheitsbescheinigung im Abschnitt C Nr. II.3.3 zu ergänzen,

-  Diese Vorgaben gelten auch für Mastrinder, sofern im Bestimmungsbetrieb nicht alle Rinder ausschließlich in Stallhaltung gemästet und von dort nur direkt zum Schlachtbetrieb verbracht werden.

c)     Verbringung von Mastrindern zur Endmast, die nicht aus BHV1-freien Regionen stammen

-  Der Bestimmungsbetrieb ist BHV1-frei, alle Rinder dort werden ausschließlich in Stallhaltung gemästet und von dort direkt zum Schlachtbetrieb verbracht.

-  Die Tiere sind nicht gegen BHV1 geimpft; sie stammen aus amtlich anerkannt BHV1-freien Betrieben und haben diese seit Geburt nicht verlassen.

-  Sie haben in den letzten 30 Tagen (bei jüngeren Tieren seit der Geburt) vor dem Verbringen den Herkunftsbetrieb oder eine von der zuständigen Behörde genehmigte Isoliereinrichtung nicht verlassen.

-  Im Herkunftsbetrieb sowie in einem Umkreis von 5 km um den Betrieb bzw. die Isoliereinrichtung gab es in den vorausgegangenen 30 Tagen keine klinischen oder pathologischen Anzeichen einer BHV1-Infektion.

-  Binnen sieben Tagen vor der Versendung aus dem Herkunftsbetrieb oder der Isoliereinrichtung erfolgte eine serologische Blutuntersuchung mit negativem Ergebnis auf BHV1-Antikörper oder, wenn das Tier aus einem geimpften Bestand stammt, auf Glykoprotein E (gE)-Antikörper.

-  Der Transport darf nur mit Tieren mit gleichem Gesundheitsstatus (d. h. nur aus BHV1-freiem Betrieb, negatives BHV1-Untersuchungsergebnis für jedes Rind, jedes Rind ist nicht gegen BHV1 geimpft) erfolgen, Kontakte zu Tieren mit einem niedrigerem Gesundheitsstatus dürfen nicht stattfinden.

-  Binnen 21 bis 28 Tagen nach Ankunft im BHV1-freien Bestimmungsbetrieb erfolgte eine serologische Blutuntersuchung auf Antikörper gegen das Glykoprotein E des BHV1 oder das gesamte BHV1.

-  Für jedes Rind muss zusätzlich auf der BHV1-Bescheinigung, ausgestellt von der für den Herkunftsbetrieb (bzw. ggf. die Isoliereinrichtung) zuständigen Behörde, die Einhaltung dieser Bedingungen gemäß Artikel 3 Absatz 4 Entscheidung 2004/558/EG amtlich bescheinigt werden. Beim innergemeinschaftlichen Verbringen ist diese Zusatzerklärung auf der Gesundheitsbescheinigung im Abschnitt C Nr. II.3.3 zu ergänzen.

Weitere Informationen zur BHV1 erteilen die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte

vorbeugenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Allgemeinverfügung zur Genehmigung der vorbeugenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

An alle Halter von Rindern, Schafen u. Ziegen im

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der EG Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung1

Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit der Landesdirektion Sachsen vom 24.08.2016 - Genehmigung zur vorbeugenden Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

 

Die Landesdirektion Sachsen erlässt folgende

Allgemeinverfügung:

1.          Allen Haltern von Rindern, Schafen oder Ziegen im Freistaat Sachsen wird die Genehmigung erteil, Tiere dieser Arten mit einem inaktivierten Impfstoff gegen die Erreger der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 und Serotyp 8 impfen zu lassen.

2.          Die Genehmigung unter Ziffer 1 wird unter folgenden Auflagen erteilt:

a. Der Tierhalter hat einen Tierarzt seiner Wahl mit der Durchführung der Impfung zu
beauftragen.

b. Die Impfung darf nur mit zugelassenen inaktivierten Impfstoffen und nach den Angaben
des Impfstoffherstellers durchgeführt werden.

c. Der Tierhalter hat dem für den jeweiligen Bestand örtlich zuständigen Lebensmittelüber-
wachungs- und Veterinäramt (Amt für Verbraucherschutz unseres Landkreises) des
Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt jede Impfung innerhalb von sieben Tagen nach
der Durchführung unter Angabe

- der Registriernummer seines Betriebes,
- des Datums der Impfung und
- des verwendeten Impfstoffes

mitzuteilen.

d. Rinderhalter haben den die Impfung durchführenden Tierarzt zu beauftragen, die
Impfung innerhalb von 7 Tagen nach der Durchführung unter Angabe

- des Datums der Impfung und
- des verwendeten Impfstoffes
_____________________
1Verordnung zur Durchführung gemeinschaftsrechtlicher und unionsrechtlicher Vorschriften über Maßnahmen zur Bekämpfung, Überwachung und Beobachtung der Blauzungenkrankheit (EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungs-VO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 2015 (BGB.l. I S. 1098), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung  vom 3. Mai 2016  (BGBl. I S. 1057)
einzeltierbezogen im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere
(www.hi-tier.de) einzutragen.


3.          Für diese Allgemeinverfügung werden keine Kosten erhoben.

4.          Diese Allgemeinverfügung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe in Kraft.

5.          Der vollständige Inhalt der Allgemeinverfügung kann zu den Geschäftszeiten

- im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in Dresden,
Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden

- im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in Leipzig,
Braustraße 2, 04107 Leipzig oder

- in den Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämtern der Landkreise (in unserem 
Landkreis Amt für Verbraucherschutz) und kreisfreien Städte des Freistaates Sachsen

eingesehen werden.

Gründe:

I.

Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Vektoren (Gnitzen) übertragene, virusbedingte Allgemeinerkrankung der Wiederkäuer, die insbesondere beim Schaf zu schweren klinischen Symptomen führt (Fieber, Ödeme an Lippen, Augenlidern und Ohren, blaurote Färbung (Zyanose) imMaulbereich und vor allem an der Zunge, Schleimhauterosionen und –geschwüre …). Sie kann bei tragenden Tieren Aborte verursachen bzw. zur Geburt missgebildeter oder lebensschwacher Nachkommen führen. Verschiedene Serotypen des Erregers sind in vielen Gebieten der Welt verbreitet.2

Da die Krankheit derzeit in Deutschland nicht auftritt, ist die Impfung dagegen grundsätzlich verboten. Jedoch kann die zuständige Behörde Berücksichtigung einer Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institutes die Genehmigung zur Impfung mit inaktivierten erteilen.

Die aktuelle Risikobewertung des Friedrich-Loefflers-Institutes3 bezieht neben der Entwicklung bei der Ausbreitung von Serotyp 4 die Ausbrüche durch Serotyp 8 in Frankreich ein:

„Das in Südosteuropa kursierende Virus der Blauzungenkrankheit (BT) vom Serotyp 4 (BTV 4) breitet sich mit im Vergleich zum Vorjahr verminderter Geschwindigkeit weiter in Richtung Norden aus. Seit September 2014 berichtet auch Ungarn über BT-Ausbrüche mit dem gleichen Virusstamm, der auch in Griechenland und Rumänien kursiert. Im November 2015 wurde erstmals seit sieben Jahren BT in Östereich festgestellt. Das Virus gehört ebenfalls dem Serotyp 4 an. Auch aus Slowenien wurde ein BT-Ausbruch in unmittelbarer Grenznähe zu Österreich gemeldet. Die

159 km-Restriktionszonen reichen derzeit (30.11.2015) 80 km an die deutsche Grenze heran (vor einem Jahr betrug der Abstand noch 400 km). Darüber hinaus wurden insbesondere in Italien Infektionen mit BTV-4 festgestellt, jedoch handelt es sich nicht um den gleichen Virustyp wie auf dem Balkan.

_______________

2 Zur Vorbereitung in Europa s. http://ec.eruopa.eu/food/animals/docs/ad  controlmeasures  bt  restricted-map.jpg

3  S. www.fli.bund.de → Tierseuchengeschehen → Blauzungenkrankheit

Im September 2015 trat in der Mitte Frankreichs erstmals seit 2010 wieder BTV-8 auf und verbreitete sich über ein großes Gebiet. Bislang wurden 90 Ausbrüche gemeldet. Die Restriktionszonen reichen bis auf ca. 100 km an Deutschland heran (30.11.2015).

Ein Eintragsrisiko für BTV-4 und BTV-8 nach Deutschland besteht

-       durch die Ausbreitung lebender, infizierter Vektoren mit dem Wind,

-       durch die Einschleppung infizierter Vektoren durch den Handel und Verkehr und

-       durch den Handel mit empfänglichen Tieren, Sperma, Embryos und Eizellen.

Auf Grund der schnellen Ausbreitung des Virus in Südosteuropa wird das Eintragsrisiko für die Ausbreitung durch lebende Vektoren in der kommenden Gnitzen-Saison als wahrscheinlich bis hoch eingeschätzt. Das Eintragsrisiko über den Handel wird aufgrund der innergemeinschaftlichen Verbringung von Tieren aus betroffenen Gebieten in der Hochrisikoperiode als gering bis mäßig eingeschätzt.

Bei der Expositionsabschätzung wird das Risiko für den Eintrag durch belebte Vektoren als hoch eingeschätzt, für alle anderen Einschleppungsmöglichkeiten als gering.

Die Konsequenzabschätzung ergibt ein hohes Risiko, da sowohl BTV-4 als auch BTV-8 auf eine ungeschützte Population treffen und zu schweren wirtschaftlichen Schäden und beträchtlichen Tierleid führen können.

Bei den Handlungsoptionen besteht neben den gesetzlich vorgegebenen Maßnahmen die Möglichkeit der Impfung. Ein Impfprogramm kann zu erheblichen Kosten führen und die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nur dann verhindern, wenn eine hohe Impfabdeckung erreicht wird.“

Die Anordnung einer flächendeckenden Impfpflicht ist vor diesem Hintergrund nicht vorgesehen. Jedoch sollen die Halter der empfänglichen Nutztierarten in Sachsen in die Lage versetzt werden, ihre Tiere auf freiwilliger Basis gegen die Infektion zu schützen.

II.

Die Zuständigkeit der Landesdirektion Sachsen folgt aus § 1 Abs. 2 i. V. m. Abs. 5 S. 1 des Sächsischen Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz (SächsAGTierGesG) vom 9. Juli 2015 (SächsGVBl. Nr. 10, S. 386).

Diese Allgemeinverfügung dient dazu, im Freistaat Sachsen ein einheitliches Verfahren zu schaffen, damit Halter von Rindern, Schafen u. Ziegen mittels Impfung ihre Tiere gegen die Infektion mit dem Erreger der Blauzungenkrankheit schützen können.

Aufgrund des Ausmaßes und der Folgen dieser Allgemeinverfügung für alle Halter von Rindern, Schafen und Ziegen im Freistaat Sachsen übernimmt die Landesdirektion Sachsen im Sinne einer sachgerechten einheitlichen Wahrnehmung die Aufgaben der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Landkreise und Kreisfreien Städte (TierGesG) und der EG-Blauzungen-bekämpfung-Durchführungsverordnung.

1. Die Genehmigung unter Ziffer 1 basiert auf § 4 Absatz 1 der EG-Blauzungenbekämpfung-

    Durchführungsverordnung.

2. Die Auflage unter Ziffer 2 Buchstabe a) begründet sich damit, dass nach § 43 i. V. mit § 44

    Absatz 7 Tierimpfstoffverordnung4 Impfstoffe gegen anzeigepflichtige Tierseuchen grundsätz-

    lich nur von Tierärzten angewendet werden dürfen.

3. Die Auflage unter Ziffer 2 Buchstabe b) basiert hinsichtlich der Anwendung inaktivierter Impf-

   stoffe auf § 4 Absatz 1 der EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung. Das Zulas-

   sungsgebot für Tierimpfstoffe ist in § 11 Absatz 1 des Tiergesundheitsgesetzes begründet.

4. Die Auflagen unter Ziffer 2 Buchstaben c) und d) basieren auf § 4 Absatz der EG-Blau-

    zungenbekämpfung-Durchführungsverordnung.

     Die für den Vollzug des Tiergesundheitsrechts in Sachsen zuständigen Lebensmittelüberwa-

    chungs- und Veterinärämter der Landkreise bzw. kreisfreien Städte (LÜVA) benötigen zur

    Wahrnehmung ihrer amtlichen Aufgaben in der Tierseuchenbekämpfung Kenntnis darüber,

    welcher Bestand (bei Rindern auch welches konkrete Einzeltier) wann mit welchem Impfstoff

    gegen die Blauzungenkrankheit geimpft wurde. Dies ist bei der Beurteilung der Gefährdung

    potenzieller Kontaktbestände im Seuchenfall ebenso von Belang wie bei der Interpretation von

    im Rahmen anderer Untersuchungen (z. B. Handelsuntersuchungen) erhobenen Befunden mit

    Nachweis von Antikörpern gegen den Erreger der Blauzungenkrankheit.

    Grundsätzlich erfolgt Dokumentation der Impfung im Herkunftssicherungs- und Informations-

    system für Tiere (HIT, www.hi-tier.de). Der Tierhalter selbst hat keine Berechtigung, Impfungen

    im HIT zu erfassen. Dieses darf nur der von ihm entsprechend bevollmächtigte Tierarzt bzw.

    das LÜVA (in unserem Landkreis – Amt für Verbraucherschutz).

    Die HIT-Eintragung der Bestandsimpfung bei Schafen und Ziegen erfolgt entsprechend der

    Meldung des Tierhalters durch das LÜVA (in unserem Landkreis - Amt für Verbraucherschutz).

    Bei Rindern ist die Impfung einzeltierbezogen in HIT zu erfassen. Rinderhalter, die ihre Tiere

    impfen lassen möchten, haben den mit der Impfung beauftragten Tierarzt zusätzlich mit der

    Dokumentation der Impfungen in HIT zu beauftragen. Die LÜVA müssen die Vornahme dieser

    Eintragung prüfen können. Da im Gegensatz zu einer Einzelfallgenehmigung bei einer Allge-

    meinverfügung den LÜVA nicht bereits im Genehmigungsverfahren bekannt wird, welche Tier

    halter gegen die Blauzungenkrankheit impfen, ist dies durch den Tierhalter mitzuteilen.

5. Die Kostenentscheidung in Ziffer 3 ergibt sich aus § 3 Abs. 1 Nr. 3 des Verwaltungskostenge-

    setzes des Freistaates Sachsen (SächsVwKG).

6. Die Bekanntgabe der Allgemeinverfügung nach Ziffer 4 erfolgt auf der Grundlage des § 1 des

    Gesetzes zur Regelung des Verwaltungsverfahrens und des Verwaltungszustellungsrechts für

    den Freistaat Sachsen (SächsVwVfZG) i. V. m. § 41 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensge-

    setzes (VwVfG). Danach gilt eine Allgemeinverfügung zwei Wochen nach der ortsüblichen Be-

    kanntmachung als bekannt gegeben. In der Allgemeinverfügung kann ein hiervon abweichen-

    der Tag, jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag, bestimmt werden, § 41

    Abs. 4 Satz 4 VwVfG. Von dieser Ermächtigung wurde unter Ziffer 5 der Allgemeinverfügung

    Gebrauch gemacht, da die angeordneten tierseuchenrechtlichen Maßnahmen keinen Aufschub

    dulden. Die Bekanntmachung erfolgt nach § 41 Abs. 4 S. 1 und 2 VwVfG durch die ortsübliche

    Bekanntmachung des verfügenden Teils. Die vollständige Begründung kann in jedem Land-

    ratsamt des Freistaates Sachsen zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.

_______________

4 Tierimpfstoff-Verordnung vom 24. Oktober 2006 (BGBl. I, S. 2355), zuletzt geändert durch Artikel 384 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I, S. 1774

 

    Die Allgemeinverfügung wird auf der Grundlage des § 41 Abs. 3 S. 2 VwVfG öffentlich bekannt

   gegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Adressatenkreis so groß ist, dass er, bezogen

   auf Zeit und Zweck der Regelung, vernünftigerweise nicht mehr in Form einer Einzelbekannt-

   gabe angesprochen werden kann. Von einer Anhörung wurde daher auf der Grundlage des

   § 28 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG abgesehen.

 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach ihrer Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch eingelegt werden bei der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz oder den Dienststellen der Landesdirektion Sachsen in Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden oder in Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig. Die Schriftform kann durch die elektronische Form ersetzt werden. In diesem Fall ist das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne des Signaturgesetzes zu versehen. Der Zugang für elektronische Dokumente ist auf die Dateiformate .doc, .docx und .pdf beschränkt. Die Übermittlung des elektronischen Dokuments hat an die Adresse post@lds.sachsen.de zu erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Jens Achterberg

Referatsleiter 24D „Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung“

Aktuelle Änderung der Bovine Virus Diarrhoe (BVD)-Bekämpfungsvorschriften

BVD ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, zu der vom Bund eine BVDV-Verordnung erlassen wurde, die am 1. Januar 2011 in Kraft trat. Die Bekämpfung von BVD hat dadurch in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Am 27. Juni 2016 ist eine neue BVDV-Verordnung in Kraft getreten, die durch entsprechende Änderungen den Abschluss der Sanierung beschleunigen soll.

Die Verordnung ist für alle Rinderhalter verbindlich und hat unter anderem folgende grundsätzliche Auflagen:

•           Alle Rinder müssen bis zur Vollendung des ersten Lebensmonats auf BVD-Virus untersucht werden.

•           Dauerausscheider müssen getötet werden.

•           Es dürfen nur noch BVD-unverdächtige Rinder aus den Beständen abgegeben und gehandelt werden.

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Veterinäramt.

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