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Aktuelles

Meldeaufruf zum Schutz der Wiesenbrüterarten Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig

Mai 2017

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Wiesenbrütervorkommen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2016

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Braunkehlchen

Projekt zum Schutz der Wiesenbrüterarten Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig

Die Bestände der Wiesenbrüterarten Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig sind in den letzten Jahren sowohl in Sachsen als auch in ganz Deutschland dramatisch zurückgegangen. Viele Gebiete sind mittlerweile verwaist, sodass dringender Handlungsbedarf besteht. Um die Bestände in Sachsen zu stabilisieren startete das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft 2016 ein Projekt zum Schutz der Wiesenbrüter, in welchem die Mitarbeiter ehrenamtliche Akteure, Landnutzer und Behörden vernetzen.

Verbreitungsschwerpunkt im Landkreis

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge konzentrieren sich die Vorkommen auf extensiv genutzte Wiesen in den höheren Lagen des Erzgebirgskamms. Dort zeigt die Zusammenarbeit zwischen Behörden und ansässigen Landwirtschaftsbetrieben im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes „Bergwiesen im Osterzgebirge“ bereits Erfolg. Einen weiteren Verbreitungsschwerpunkt bilden die Gebiete um Neustadt und Sebnitz. Wie auf der Landkreiskarte zu sehen, liegen für Braunkehlchen und Wachtelkönig jedoch auch Meldungen aus weiteren Gemeinden vor.

Meldeaufruf

Brutpaare können durch eine angepasste Wiesenmahd geschützt werden. Dazu ist die Vernetzung von Landnutzern, Behörden und ehrenamtlichen Akteuren notwendig. Sind Ihnen Vorkommen von Braunkehlchen, nachts rufende Wachtelkönige oder während der Balz zu beobachtende Bekassinen bekannt, bitte melden Sie diese mit Angaben zu Datum, Ort, Anzahl und Verhalten zügig an das Referat Naturschutz des Landratsamtes in Dippoldiswalde. Denn nur bekannte Brutpaare können geschützt werden!

Kontakt:

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Umweltamt
Marit Deumlich
Weißeritzstr. 7
01744 Dippoldiswalde
03501-515 3778
Marit.deumlich@landratsamt-pirna.de

Machbarkeitsstudie „Mehrwert Natur im Osterzgebirge“

23. November 2016

Logo

Im Osterzgebirge wurden durch eine kooperative naturschutzgerechte Nutzung Erfolge im Naturschutz erzielt, die sich nicht nur auf die schutzwürdigen Landschaften, Arten und Biotope, sondern auch auf die Entwicklung von Tourismus und umweltgerechter Landwirtschaft positiv auswirken. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“ (www.bergwiesen-osterzgebirge.de), das seit 1999 und bis 2018 in Zusammenarbeit mit Landwirten, Naturschutzvereinen und der Gemeinde Altenberg läuft. Seit Frühjahr 2016 wird ein Konzept für die Entwicklung des Naturschutzes im Osterzgebirge erarbeitet, das auf die guten Erfahrungen mit dem Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“ aufbaut und auch benachbarte, schutzwürdige Flächen im Osterzgebirge mit berücksichtigt.

Schwerpunkt dieses Konzeptes ist es, den Stand der Naturschutzarbeit im Kontext mit Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Denkmalschutz zu analysieren und daraus Empfehlungen für eine naturverträgliche und umweltgerechte Nutzung und Regionalentwicklung abzuleiten, die in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren umgesetzt werden. Das Konzept wird gemeinsam mit den Gemeinden und Vertretern der Landnutzer erarbeitet und im Frühjahr 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sanierung des Schilfteiches in Biensdorf

28. November 2016

Schilfteich Biensdorf

Schilfteich Biensdorf

Teich während der Entschlammung

Teich während der Entschlammung

Teich vor der Sanierung

Teich vor der Sanierung

In Liebstadt, Ortsteil Biensdorf, wurde am 22. Oktober 2016 die Sanierung des Schilfteiches als Laichgewässer für Amphibien fertiggestellt.

Der Teich ist Lebensraum des Kammmolches, des Grasfrosches und anderer Amphibienarten, sowie des Grünfüßigen Teichhuhns. Leider war die Wasserfläche durch Verlandung und einen defekten Mönch fast verschwunden.

Durch eine Artenschutzmaßnahme im Rahmen der Förderrichtlinie „Natürliches Erbe“, die vom Landschaftspflegeverband „Sächsische Schweiz - Osterzgebirge“ vorbereitet und fachlich begleitet wurde, konnte der Teich entschlammt und der Damm und Mönch wieder instandgesetzt werden. Inzwischen führt er wieder ausreichend Wasser, so dass die Amphibien im kommenden Frühjahr wieder laichen können.

Die Fotos zeigen den Teich vor der Maßnahme, während der Entschlammung und mit Wasser gefüllt nach dem erfolgreichen Abschluss der Maßnahme.

Start in die neue Förderperiode 2014 bis 2020

„Böhms Teich“ in Burkhardswalde – Artenschutzprojekt für den Kammmolch

Sanierung des Laichgewässers „Böhms Teich“ in Burkhardswalde – Artenschutzprojekt für den Kammmolch

Am 12. Dezember 2014 wurde das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum im Freistaat Sachsen (EPLR) 2014-2020 von der Europäischen Kommission genehmigt. Im EPLR wird beschrieben, für welche Vorhaben der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Entwicklung der ländlichen Gebiete die von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen bereitgestellten Mittel bis zum Jahr 2020 eingesetzt werden können.

Damit verbunden stehen nunmehr neue Richtlinien für die Förderung in den Bereichen Wald und Forstwirtschaft sowie Naturschutz zur Verfügung. Detaillierte Inhalte der einzelnen Richtlinien können unter den nachfolgenden Links nachgelesen werden.

Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft – RL WuF/2014

Antragsstelle: Staatsbetrieb Sachsenforst, Obere Forst- und Jagdbehörde - Außenstelle Bautzen, Paul-Neck-Straße 127, 02625 Bautzen

Das Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm (AUNaP) besteht ab 2015 aus drei Förderrichtlinien:

Richtlinie »Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUK/2015)«

Zuständige Bewilligungsbehörde für die Richtlinie AUK 2015 für den Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge ist das Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Informations- und Servicestelle Pirna, Krietzschwitzer Straße 20,
01796 Pirna 

Telefon:

Telefax:

E-Mail:

Internet:

(0 35 01) 79 96 - 0

(0 35 01) 79 96 -19

pirna.lfulg@smul.sachsen.de

www.smul.sachsen.de/pirna

Alle angebotenen Maßnahmen und die dazugehörigen Fördersätze in EUR pro Hektar sind hier einsehbar:

Sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramms (AUNaP) .

Für die Beantragung von Maßnahmen nach der Förderrichtlinie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015) gilt grundsätzlich, dass eine Beantragung nur möglich ist, wenn alle Agrarumweltverpflichtungen (einschließlich der Förderung des Ökologischen Landbaues) nach der Richtlinie Agrarumweltmaßnahmen und Waldmehrung (RL AuW/2007, Teil A) aus der Förderperiode 2007 - 2013 beendet wurden. Acker- wie auch Grünlandmaßnahmen nach der RL AUK/2015 werden zusammen mit dem Antrag auf Direktzahlungen eingereicht (Sammelantrag). Der Verpflichtungszeitraum für alle Maßnahmen der RL AUK/2015 beträgt 5 Jahre. Diese und weitere Informationen finden Sie auch auf dem

Merkblatt zur Antragstellung und Durchführung von Maßnahmen der RL AUK/2015.

Hinweis: Die Beantragung von Fördermitteln nach der Richtlinie AuK ist erst wieder im nächsten Jahr (2016) möglich. Es ist jedoch sinnvoll jetzt schon die Beantragung vorzubereiten, zumal das artenreiche Grünland jetzt zu erfassen ist und in Kürze auch Naturschutz-Berater (C1) zur Verfügung stehen dürften.

Zur Vollständigkeit seien genannt die

Richtlinie »Ökologischer/Biologischer Landbau (ÖBL/2015)« sowie die 

Richtlinie »Teichwirtschaft und Naturschutz (TWN/2015)«.

Besonders hervorgehoben werden sollen die Finanzierungsmöglichkeiten über die

Richtlinie Natürliches Erbe - RL NE/2014.

Die zuständige Bewilligungsbehörde für die Richtlinie NE/ 2014 ist das Sachgebiet Naturschutz des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Förder- und Fachbildungszentrum Kamenz, Garnisonsplatz 13, 01917 Kamenz.

Förderanträge für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind an die genannte Adresse zu senden.

Ansprechpartner sind folgende Kollegen:

Zuständigkeit

Name

Telefon

Naturschutzförderung - regional

Susann Ludorf

03578/ 3374-61

Naturschutzförderung - regional

Ulrike Grebedünkel

03578/ 3374-86

Naturschutzförderung – Technik/ Trockenmauern/ Wolfsprävention

Nils Marten

03578/ 3374-73

Vor Antragstellung soll mit den genannten Kollegen Kontakt aufgenommen werden.

Ziel des Freistaates Sachsen mit der Richtlinie NE/2014 ist die nachhaltige Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt sowie des natürlichen ländlichen Erbes durch die Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen oder Populationen wildlebender Tier- und Pflanzenarten sowie von typischen Landschaftsbildern und der historisch gewachsenen Vielfalt der Kulturlandschaft. Zur Erreichung dieses Ziels werden folgende Maßnahmen unterstützt:

A Investive Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt
B Wiederkehrende Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt
C Naturschutzberatung und Öffentlichkeitsarbeit
D Komplexvorhaben des Naturschutzes

Die Antragstellung für die verschiedenen Fördergegenstände ist nur nach erfolgtem Aufruf zur Antragstellung in Internet möglich. In den Aufrufen sind die geltenden Auswahlkriterien, Schwellenwerte, das Finanzmittelbudget und der Stichtag zur Antragseinreichung angegeben. Auch kann der Aufruf die Bedingung enthalten, dass bei Antragstellung eine Kooperationsvereinbarung mit der zuständigen unteren Naturschutzbehörde vorgelegt werden muss.  

Bergwiesen im Gebiet des Naturschutzgroßprojektes

Bergwiese

Bergwiese

Die Bergwiesen im Gebiet unseres Naturschutzgroßprojektes stellen in jeder Jahreszeit ein eindrucksvolles Erlebnis dar. Optische und akustische Impressionen belegen dies beim Öffnen des folgenden Links.
 

Neues Leben im Georgenfelder Hochmoor

Renaturierung Hochmoorkern

Foto 1: Das Georgenfelder Hochmoor wird ein Jahr nach der Wiedervernässung von einer Kette von Wasserflächen im angestauten Bergwerksgraben durchzogen, Foto Holger Menzer, August 2014

Renaturierung Bergwerksgraben

Foto 2: Foto 2: Im Juli 2016 ist erkennbar, dass sich die Torfflächen am angestauten Graben nach und nach begrünen. Am oberen Bildrand sind die tschechische Grenze und der Moorlehrpfad zu sehen. Foto: Holger Menzer

Renaturierungsfläche

Foto 3: In der Renaturierungsfläche sind im Juni 2016 die weißen Fruchtstände des Scheidigen Wollgrases sowie erste flutende Torfmoosrasen zu erkennen. Foto: Bernard Hachmöller

Umfassende Wiedervernässungsmaßnahmen haben neues Leben in das Georgenfelder Hochmoor gebracht. Im Oktober 2013 wurden im dicht bewachsenen Hochmoorkern und auf einer benachbarten Fläche des Staatsbetriebs Sachsenforst insgesamt fast 100 Staue und Grabenverfüllungen angelegt. Grundlage dafür war eine gemeinsame Initiative des Forstbezirks Bärenfels, der Stadt Altenberg, des Landratsamtes und des Fördervereins für die Natur des Osterzgebirges. Die Maßnahmen in Höhe von insgesamt ca. 110.000 Euro wurden durch Naturschutz-Ausgleichsmittel sowie durch Mittel des Freistaates Sachsens und des Landkreises finanziert. Sie wurden mit Hilfe der Baufirma Zier und dem Landschaftsplanungsbüro Siuda umgesetzt und vom Förderverein für die Natur des Osterzgebirges koordiniert.

Seitdem lassen sich in jedem Jahr neu Fortschritte in der Vegetationsentwicklung und Besiedlung durch moortypische Tierarten in den wiedervernässten Flächen beobachten. Ein Vergleich der Luftbilder von August 2014 mit Juni 2016 zeigt eindrucksvoll, dass die angestauten Flächen an dem quer durch den Hochmoorkern verlaufenden Bergwerksgraben nach und nach mit moortypischer Vegetation zuwachsen. Während einige jetzt unter Wasser stehende Moorkiefern absterben, wachsen von den Torfdämmen und der ehemaligen Baggertrasse aus typische Pflanzenarten wie Scheidiges und Schmalblättriges Wollgras, Seggen und Pfeifengras sowie Besenheide und Beersträucher in die Renaturierungsflächen ein. Besonders in der Mitte der angestauten Fläche, in der sich im Urzustand des Moores vermutlich früher ein größerer Kolk befand, wachsen schon flutende Torfmoose in den flachen Wasserflächen. Diese Torfmoose haben das Moor über mehrere Tausend Jahren nach der Eiszeit aufgebaut. Wenn Torfmoospolster wieder die vernässten Flächen überziehen, kann das Moorwachstum langsam wieder beginnen. Dafür sind aber sehr lange Zeiträume erforderlich. Aus der Entwicklung der Moore wurde durch Torfbohrungen gefolgert, dass ein Hochmoor etwa 1000 Jahre braucht, um eine Torfschicht von einem Meter aufzubauen.

Als erste Besiedler aus der Tierwelt sind im Sommer an den Moorgewässern zahlreiche Insekten, darunter die farbenprächtigen Libellen zu beobachten. Die aufgelichteten, wiedervernässten Torfflächen bieten auch Lebensraum für die Reptilienarten Kreuzotter und Waldeidechse und  seltene  Schmetterlinge. 

Maßnahmen zur Moor-Renaturierung haben seit 2013 auch im Rahmen des Naturschutzgroß-projektes "Bergwiesen im Osterzgebirge", z. B. an der Fürstenauer Heide stattgefunden (s. Internet-Seite des Naturschutzgroßprojektes: www.bergwiesen-osterzgebirge.de ). Dort können der urige Moorbirkenwald und die umgebenden, bunt blühenden Feuchtwiesen von einem kleinen Rundweg aus erwandert werden.  

Das Georgenfelder Hochmoor ist vom Moorlehrpfad, der vom Förderverein für die Natur des Osterzgebirges betreut wird, gut erlebbar. Das Moor ist in der Zeit von März bis Ende Oktober von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

Kontakte:
Landratsamt Sächsische Schweiz – Osterzgebirge
Umweltamt, Referat Naturschutz
z. Hd. Herrn Dr. Hachmöller
Weißeritzstraße 7, 01744 Dippoldiswalde
Tel. 03501-5153430
 
Förderverein für die Natur des Osterzgebirges
Bielatalstraße 28, 01773 Altenberg
Tel.: 035054 29140
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