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Wohin mit den Weihnachtsbäumen nach dem Fest?

(17.12.2014)

Weihnachtsbaum

Wohin damit, wenn er nicht mehr strahlt?

Nach dem Abfallrecht ist die Sache ganz eindeutig. Weihnachtsbäume sind nach ihrer Nutzung Pflanzenabfälle und unterliegen damit den Regelungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Pflanzenabfallverordnung. Danach sind Abfälle vorrangig zu verwerten.

Ein Verbrennen von Weihnachtsbäumen ist grundsätzlich unzulässig, da dies keine ordnungsgemäße und schadlose Art der Entsorgung ist. Beim Verbrennen ist mit einer erheblichen Ruß- und Rauchentwicklung zu rechnen.

In Sachsen gilt zugleich die Pflanzenabfallverordnung, die neben dem grundsätzlichen Verbrennungsverbot Ausnahmeregelungen enthält. Diese treffen jedoch sämtlich nicht auf den Zeitraum unmittelbar nach dem Weihnachtsfest zu.

Wie können die Weihnachtsbäume also ordnungsgemäß einer Kompostierung zugeführt werden?

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE) führt nach dem Jahreswechsel eine Sammlung der Weihnachtsbäume durch. Die Termine sind im Abfallkalender veröffentlicht. Es gibt mehrere Sammelplätze. Außerdem können Pflanzenabfälle in die Biotonne gegeben oder direkt an der Kompostierungsanlage Freital, an der Umladestation in Freital oder an den Wertstoffhöfen abgegeben werden. Schließlich bliebe immer noch die Variante, den Weihnachtsbaum später zu einer vom ZAOE angebotenen Grünschnittsammlung zu entsorgen.

Zulässig ist auch, nur die Zweige des Baumes einer Kompostierung zuzuführen. Der Stamm kann als Brennstoff in Kleinfeuerungsanlagen eingesetzt werden. Voraussetzung ist, das Holz muss trocken sein.

Beim Verbrennen der Weihnachtsbäume als Brauchtum geht es nicht um Abfallrecht, sondern um Polizeirecht und Veranstaltungsrecht. Zuständig dafür sind die Gemeinden. So können diese Regelungen in der Polizeiverordnung treffen. Unter Brauchtumsfeuern sind anerkannte und über Jahre hinweg gepflegte Veranstaltungen zu verstehen, bei denen es nicht um eine Abfallentsorgung, sondern um die Pflege einer bestehenden Tradition geht. So äußerte sich das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Anfang 2013.

Es gibt Gemeinden, die in ihren Polizeiverordnungen definieren, was sie zum überlieferten Brauchtum zählen, und die außerdem nur ein Abbrennen von Brauchtumsfeuern im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen erlauben. Wichtig ist, dass der Brauch und nicht die Entsorgung der Bäume im Vordergrund steht. Ein Verbrennen riesiger Mengen an Bäumen wäre als Zeichen einer verdeckten Abfallbeseitigung zu sehen. Das heißt, die Menge an Brennmaterial muss angemessen sein.

Der für die Umwelt beste Weg der Verwertung der Weihnachtsbäume ist und bleibt die Kompostierung. Bei den Grünabfällen handelt es sich um organisches Material. Es besteht im Wesentlichen aus Kohlenstoff. Wir tun dem Boden Gutes, ihm über Kompost Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird auf diese Art dem Boden Kohlenstoff zugeführt, der dort sozusagen gespeichert wird. Das ist auch von Bedeutung für den Klimaschutz.

Werden die Bäume einfach nur verbrannt, wird der Kohlenstoff des organischen Materials in Kohlendioxid und Kohlenmonoxid umgesetzt. Beim Verbrennen geht der Kohlenstoff also in die Atmosphäre und damit dem Boden verloren. Kohlendioxid wiederum ist ein Klimagas, das einen großen Anteil an der Erderwärmung hat.

Hier kann also jeder einen kleinen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem er sich gegen das Verbrennen entscheidet.

 

Bodenschutz ist Hochwasserschutz - gemeinsam Handeln ist notwendig

(28.08.2013)

Foto: LRA

Nach dem Hochwasser und den Unwettern im Juni 2013 häufen sich verständlicher Weise die Fragen, warum es so schlimm kommen konnte und ob man nicht genügend oder nicht das Richtige zur Vorsorge getan hätte.

Es gibt keine einfachen Antworten. Wir haben es mit komplexen Prozessen zu tun. Schon lange sind deutliche Veränderungen des Wetters und Klimas spürbar. Wir müssen uns auf schneereichere Winter einstellen, auf Trockenheit in der Vegetationsperiode und auf Unterbrechung dieser durch starke Regenfälle, die durch große Mengen insgesamt, aber auch von einer hohen Intensität gekennzeichnet sind.

Wie entstand das Juni-Hochwasser 2013?
Blicken wir noch einmal zurück. Wir hatten einen Winter 2013 mit erheblichen Schneefällen bis weit in den März hinein. Durch die Schneeschmelze waren die Böden sehr gut mit Wasser versorgt, so dass bei Regenfällen schnell die Sättigung erreicht war. Alles, was der Boden nicht mehr fassen konnte, floss ab. Die Regenmengen im Mai und Juni, die zum Hochwasser geführt haben, lagen noch über denen der „Jahrhundertflut“ 2002.

Seit 2002 sind im Landkreis viele Maßnahmen zum Hochwasserschutz realisiert worden: das Aufweiten und Renaturieren von Flussläufen, das Instandsetzen und der Bau von Rückhaltebecken und Dämmen, eine Anpassung der Durchlassfähigkeit von Brücken usw. Auf der anderen Seite sind seit 2002 aber auch viele Flächen im Landkreis versiegelt worden. Das sind Flächen, denen damit die natürlichen Bodenfunktionen verloren gehen. Eine dieser Bodenfunktionen ist die Aufnahme und Speicherung von Wasser. Sie sorgt für den Rückhalt in der Fläche, Versickerung und Auffüllen des Grundwasserreservoirs.

Je weniger Wasser vom Boden aufgenommen und zurückgehalten werden kann, umso mehr fließt oberflächlich ab und gelangt damit letzten Endes im nächsten Fließgewässer oder stehendem Gewässer. Je größer die Menge, die oberflächlich abfließt, und je höher die Intensität der Regenfälle, umso größer ist die Kraft zum Ausspülen und Mitreißen von Bodenpartikeln. Zuerst werden die feinen Partikel ausgeschwemmt, die den Bächen und Flüssen die satte ockerbraune oder rötliche Färbung verleihen. Es folgen kleinere Steine, später größere Steine, die wiederum weitere Massen mit sich reißen können. Diesen Abtrag nennt man Erosion durch wild abfließendes Wasser. Auf der einen Stelle abgetragen, lagert sich der Boden an anderer Stelle als Schlamm oder Geröll ab. Dabei können erhebliche Schäden entstehen. Straßen werden unpassierbar. Keller-, Wohn- und Gewerberäume sind verschlammt. Abflüsse und Flussbetten werden zugesetzt. Biotope können betroffen und auf lange Sicht geschädigt sein.

Welche Rolle spielt die Bodenerosion, wie entsteht sie?
In unserem Landkreis ist das Potenzial für Bodenerosion durch Wasser aufgrund der vorhandenen Bodenarten (Lehme und lehmige Sande), der Topographie (viele Hanglagen mit starker Neigung) und freien Hanglängen (> 50 m) relativ hoch. Vegetationslose Flächen sind besonders bedroht. Erosionsgefährdet ist schätzungsweise mehr als die Hälfte der Gesamtfläche des Landkreises.

Einen großen Einfluss auf die Höhe der Bodenabträge haben neben der potentiellen Gefährdung der Grad der Versiegelung und Bodenverdichtung und die Vegetation. Deshalb ist die Art der Bewirtschaftung ein bedeutsamer Faktor. Man kommt also nicht daran vorbei, sich die Flächen näher anzuschauen, die in besonderer Weise vermögen, Wasser zu halten und außerdem erodierende Bodenpartikel auf-, wenn nicht gar zurückzuhalten. Dazu sind besonders Wald, Moore und Grünflächen (Wiesen, Grünland in der Landwirtschaft und andere Grünflächen) in der Lage.

Die Landwirtschaft ist in besonderer Weise betroffen. Die Landwirte sehen sich damit konfrontiert, dass der wirtschaftliche Aufschwung und unser Lebensstil immer mehr Nutzfläche verschlingen. Landwirtschaftsbetriebe müssen wirtschaften. Sie sind auf Erträge angewiesen, um fortbestehen zu können. So wird natürlich versucht, den Aufwand für das zu erzielende Ergebnis gering zu halten. Fördermöglichkeiten werden genutzt, deren Bedingungen teilweise auf den Prüfstand gehören, wie z. B. Maisanbau in Gebirgslagen. Für den Einsatz moderner Landwirtschaftstechnik sind große Ackerflächen ohne Grünstreifen und Ackerraine attraktiv. Mit alldem wird aber die Gefahr, dass bei Starkregen Boden durch Wasser abgetragen wird, immer größer. Die Form der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen entscheidet mit darüber, ob Wasser in der Fläche gehalten werden kann und damit auch der Boden nicht abgetragen wird. Schließlich ist der Oberboden die wertvollste Bodenschicht und Grundlage des Ackerbaus. Eine hohe Bodenbedeckung durch Mulchen, Zwischenfrüchte oder Untersaaten und die Vermeidung hangabwärts gerichteter Fahrspuren sind einige wirksame Mittel, Bodenerosion zu vermeiden bzw. zu vermindern.

Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz, die am Gewässer realisiert werden, können nur dann den Effekt bringen, wenn zugleich oberhalb der Gewässer bodenschützende Maßnahmen getroffen werden. Werden wiederholt größere Mengen an Boden abgetragen, die dann in Gewässern und Rückhaltebecken ablagern, stehen die für das Wasser vorgesehenen Volumen nicht mehr zur Verfügung. In diesem Sinne sollte Hochwasserschutz immer gemeinsam mit Bodenschutz betrieben werden.

 

Altlastensanierungen - hier wird der Boden für die Zukunft bereitet

vorher

Dachpappenfabrik Heidenau - vorher

nachher

Dachpappenfabrik Heidenau - nachher (Einkaufszentrum)

Die intensive wirtschaftliche Nutzung von Flächen in vergangenen Epochen hat im Landkreis viele Spuren hinterlassen. So sind in unserem Kreis über 1.700 Altlasten bzw. altlastverdächtige Flächen erfasst.

Diese Flächen müssen untersucht werden. Aus den Ergebnissen ist dann abzuleiten, welche Maßnahmen zu treffen sind, damit von diesen Flächen bei der vorgesehenen Nutzung keine Gefährdungen für den Menschen, für Grundwasser oder Oberflächengewässer, Pflanzen und Tiere ausgehen können. Dieser Prozess wird vom Landratsamt als untere Bodenschutzbehörde gelenkt, fachlich begleitet, kontrolliert und dort, wo es gesetzlich oder im Interesse der Allgemeinheit erforderlich ist, durch Anordnungen auf den Weg gebracht.

Natürlich ist für Altlastenuntersuchungen und Altlastensanierung viel Geld notwendig. Es sind längst noch nicht alle Standorte untersucht, weil die von der Landkreisverwaltung Jahr für Jahr bereit gestellten Mittel nur für eine gewisse Anzahl ausreichen.

Es gibt aber noch weitere Hilfen durch staatliche Gelder, zum einen in Form von teilweiser Refinanzierung, um Investitionshemmnisse zu beseitigen, und zum anderen in Form von Fördermitteln, z. T. aus EU-Fördertöpfen. Die Investitionen bedeuten neben einem verbesserten Zustand der Umwelt oft neue Arbeitsplätze und ein schöneres Landschafts- oder Ortsbild.

Wir freuen uns, aus dem letzten Jahr ein Beispiel hervorheben zu können, wo die Effekte ganz deutlich sichtbar sind.

Das Gelände der ehemaligen Stadtwirtschaft Heidenau war lange Zeit ein Schandfleck inmitten der Stadt. Für ca. 2,5 Mio €, wovon ein Großteil Fördermittel waren, konnten die alten Gebäude abgerissen, die besonders stark kontaminierten Zonen innerhalb der Terrains ausgekoffert und durch unbelastetes Material ersetzt werden. Damit wurde im wahrsten Sinne des Wortes der Boden für den Bau eines modernen Einkaufszentrums bereitet. Die überwiegenden Sanierungsarbeiten erfolgten 2009. Sie haben nun durch Parkplatz und Einkaufszentrum endlich ihren Abschluss erhalten. Die großflächige Versiegelung wird verhindern, dass noch im Boden vorhandene Schadstoffe in das Grundwasser ausgespült werden können. 

Verbrennen von Grünschnitt und pflanzlichen Abfällen grundsätzlich nicht erlaubt - nur in Ausnahmefällen gestattet

Grünschnittsammlung

Abteilungsleiterin Umwelt Dr. Birgit Hertzog informiert:

Der Wald ist kein Komposthaufen - Gartenabfälle nicht im Wald entsorgen

Grünabfälle

Abteilungsleiterin Umwelt Dr. Birgit Hertzog informiert:

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