1. Hauptnavigation
  2. Unternavigation
  3. Service
  4. Hauptinhalt

Hauptnavigation

Unternavigation

Sie sind hier:  

Asylbewerber im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sucht zur dauerhaften Anmietung Wohnungen und Immobilien, welche entweder als Wohnheim nutzbar sind oder zu einem solchen hergerichtet werden könnten. Die Objekte sollen zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Darüber hinaus sucht der Landkreis Grundstücke, die sich zur Aufstellung von Containern eignen. Interesse besteht auch an Angeboten zur eigenständigen Errichtung von Wohnheimstandorten. Zudem sucht der Landkreis Wohnungen zur dauerhaften Anmietung.

Angebote nimmt die landkreiseigene Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Sächsische Schweiz mbH (GVS) entgegen:

E-Mail: info@gvs-pirna.de, Tel.: 03501 5629-0

Fragen und Antworten

Wie kann ich mich (ehrenamtlich) für Asylbewerber engagieren?

Dafür gibt es viele Möglichkeiten.

Sofern es in Ihrem Ort bereits einen Integrationsbeirat gibt, ist dieser Ihr Ansprechpartner. Außerdem können Sie sich an den jeweiligen Träger der Flüchtlingssozialarbeit wenden, von wo Sie an die Flüchtlingssozialarbeiter vermittelt werden. Die entsprechenden Kontakte finden Sie unter untenstehendem Link.

Mit Ihren Fragen, Hilfeangeboten usw. können Sie sich auch an die AG Asylsuchende des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge oder an das Referat Soziale Integration im Ausländeramt wenden.

Kontakte:

AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Frau Dr. Schickert
Gartenstraße 13, 01796 Pirna
Tel.: 03501 58 22 89
Mobil: 0174 9919432
E-Mail: info@ag-asylsuchende.de

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Ausländeramt, Ref. Soziale Integration
Schloßhof 2/4, 01796 Pirna
Tel.: 03501 515-4514
E-Mail: soziale.integration@landratsamt-pirna.de

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Beauftragter für Migration und Integration
Stephan Härtel
Schloßhof 2/4, 01796 Pirna
Tel.: 03501 515-1060
E-Mail: stephan.haertel@landratsamt-pirna.de

 

Wie viele Sozialarbeiter sind im Landkreis für die Flüchtlingssozialarbeit zuständig?

Derzeit besteht das Team der Flüchtlingssozialarbeit aus 20 Fachkräften, die im gesamten Landkreis tätig sind und an zentralen Orten für Asylsuchende und Bevölkerung vor Ort Anlaufstellen geschaffen haben. Zusätzlich ist eine Flüchtlingssozialarbeiterin des Landratsamtes für die Gemeinschaftsunterkunft in Zinnwald zuständig. 

Entsprechend dem beschlossenen  Kommunikations- und Unterbringungskonzept für Asylbewerber im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird für die Flüchtlingssozialarbeit ein Personaleinsatz von 1 Sozialarbeiter für 150 Asylbewerber veranschlagt.

Seit Januar 2016 wird die Flüchtlingssozialarbeit sozialraumbezogen von Trägern der freien Wohlfahrtspflege angeboten.

Träger

Kontakt

Örtliche Zuständigkeiten

Caritas, Beratungsdienste Pirna

Fluechtlingsberatung@caritas-pirna.de

Pirna, Heidenau, Sebnitz, Neustadt, Bannewitz, Freital, Dohna

AWO Sonnenstein

info@awo-sonnenstein.de

 

Bahretal, Dohma, Bad Gottleuba-Berggießhübel, Müglitztal, Liebstadt

AWO Weißeritzkreis

asylarbeit@awo-weisseritzkreis.de 

Altenberg, Hermsdorf/Erzg., Hartmannsdorf-Reichenau, Dippoldiswalde, Rabenau, Glashütte

Diakonie Dippoldiswalde

kbs@diakonie-dippoldiswalde.de

Wilsdruff, Tharandt, Dorfhain, Klingenberg, Kreischa

Diakonie Pirna

 

fluechtlingssozialarbeit@diakonie-pirna.de

Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna, Gohrisch, Rosenthal-Bielatal, Königstein, Struppen, Rathmannsdorf

ASB Neustadt/Sebnitz

Fsa1@asb-neustadt-sachsen.de

 

Hohnstein, Stolpen, Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Lohmen, Stadt Wehlen, Rathen

Welche Aufgaben obliegen den Flüchtlingssozialarbeitern?

Ziel der Beratung und Begleitung durch die Flüchtlingssozialarbeit ist es, Unterstützungsmaßnahmen für die Asylbewerber einzuleiten, die eine Verbesserung der Lebenssituation für den Einzelnen ermöglichen.

Die Angebote der Flüchtlingssozialarbeit sollen insbesondere

·         eine unverzügliche persönliche Kontaktaufnahme beim Zuzug in den Landkreis sowie eine Erstberatung sicherstellen,

·         zum Zurechtfinden in der unbekannten neuen Lebenssituation, zur Eigenverantwortlichkeit, zur Alltagsbewältigung und Aufnahme von Beschäftigung beitragen,

·         das friedliche Zusammenleben und die gegenseitige Unterstützung der Bewohner der Unterkunft fördern,

·         den Flüchtlingen helfen, Konfliktsituationen zu vermeiden oder zu bewältigen,

·         zum Kennenlernen und gegenseitigen Verständnis zwischen Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung beitragen,

·         ehrenamtliches soziales Engagement der Bevölkerung, von Verbänden, der Kirchen und anderer gemeinwohlorientierter Einrichtungen und Organisationen fördern,

·         zur Pflege des Kulturgutes der Flüchtlinge beitragen,

·         Hilfestellungen bei der Unterbringung in einer Wohnung und beim Einleben in eine Wohnung geben,

·         den Besuch von Kindertageseinrichtungen und Schulen durch Kinder fördern und unterstützend begleiten,

·         über Möglichkeiten der freiwilligen Ausreise im jeweiligen Einzelfall aufklären und diese fördern,

·         sowie das individuelle Übergangsmanagement in nachfolgende Sozialsysteme unterstützen.

Grundlage für die inhaltliche Ausgestaltung der Flüchtlingssozialarbeit bildet die „RL Soziale Betreuung Flüchtlinge“.

 

Wie viele Asylbewerber leben derzeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge?

title="Asylbewerber Nationen"Bild

Asylbewerber Nationen

Mit Stand vom 01.09.2016 wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2.152 Asylbewerber untergebracht. Davon sind 522 Asylbewerber bereits anerkannt und haben eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.  

Die Asylbewerber kommen aus über 30 Ländern (Grafik: Asylbewerber Nationen).

Die 1.276 Männer, 280 Frauen und 596 Kinder wurden in den nachfolgenden Städten und Gemeinden des Landkreises untergebracht.

Darüber hinaus betreibt der Freistaat Sachsen im Landkreis eine Erstaufnahmeeinrichtung in Grillenburg, in der zurzeit 7 Asylbewerber (Stand 01.09.2016) untergebracht sind. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Heidenau wurde geschlossen.

 

Stadt / Gemeinde Ist-Belegung Stadt / Gemeinde Ist-Belegung
Altenberg 161 Königstein 60
Bad Gottleuba-Berggießhübel 72 Kreischa 4
Bad Schandau 40 Liebstadt 15
Bahretal 4 Lohmen 5
Bannewitz 23 Müglitztal 4
Dippoldiswalde 185 Neustadt/Sachs. 90
Dohma 4 Pirna 477
Dohna 33 Rabenau 10
Dorfhain 0 Kurort Rathen 0
Dürrröhrsdorf-Dittersbach 17 Rathmannsdorf 22
Freital 222 Reinhardtsdorf-Schöna 0
Glashütte 13 Rosenthal-Bielatal 6
Gohrisch 34 Sebnitz 173
Hartmannsdorf-Reichenau 0 Stadt Wehlen 3
Heidenau 143 Stolpen 22
Hermsdorf 5 Struppen 0
Hohnstein 27 Tharandt 29
Klingenberg 206 Wilsdruff 43

 

Asylbewerbernationen

Nation    Gesamt
Afghanistan           404
Indien 109
Irak 237
Kosovo 48
Libanon 77
Libyen 108
Pakistan 130
Russland 93
Syrien 564
Tunesien 78
Übrige 304
Gesamt 2.152

 

Welche und wie viele Asylbewerber kommen noch in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge?

Die Zuweisung von Asylbewerbern auf die Länder und später auf die Landkreise erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel, dem sogenannten Königsteiner Schlüssel. Demnach muss der Freistaat Sachsen 5,10 % aller in Deutschland ankommenden Asylbewerber aufnehmen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erhält nach der Erstaufnahme 6,06 % aller in Sachsen untergebrachten Asylbewerber zugewiesen.

Über das Asylverfahren selbst entscheidet nicht der Landkreis, sondern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wer also in Deutschland Asyl beantragt, wird erst einmal einer der sächsischen Erstaufnahmeeinrichtung zugeteilt. Nach spätestens sechs Monaten wird den Asylbewerbern nach dem Königsteiner Schlüssel ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt zum Aufenthalt zugewiesen.

Welche Flüchtlinge aus welchem Land konkret in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kommen, steht erst drei bis vier Tage im Voraus fest, manchmal auch erst einen Tag vorher.

Im nächsten Jahr ist mit der weiteren Zuweisung von Flüchtlingen in unseren Landkreis zu rechnen. Von jeweils 10.000 in Deutschland ankommenden Flüchtlingen werden entsprechend dem Königsteiner Schlüssel jeweils 30 unserem Landkreis zugewiesen. 

Wie werden Asylbewerber im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge untergebracht?

Zunächst werden Asylbewerber in einer der Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen untergebracht. Danach werden sie spätestens nach sechs Monaten auf die Landkreise und Kreisfreien Städte in Sachsen verteilt.

Vorrangig erfolgt die Unterbringung der Asylbewerber dezentral in Wohnungen und teilzentralen Wohnformen im gesamten Landkreisgebiet. Die Wohnungssuche und damit die Verteilung im Landkreis erfolgt entsprechend der Anzahl der Einwohner in den Kommunen.

Darüber hinaus gibt es Gemeinschaftsunterkünfte in: 

  • Klingenberg (300 Plätze)
  • Dippoldiswalde, Ortsteil Schmiedeberg (160 Plätze)
  • Altenberg, Ortsteil Zinnwald (110 Plätze)
  • Altenberg, Ortsteil Neurehefeld (64 Plätze)
  • Altenberg, Ortsteil Geising (64 Plätze)
  • Gohrisch, Ortsteil Cunnersdorf (57 Plätze)

Nachfolgende Unterkünfte werden derzeit freigelenkt:

  • Pirna, ehemaliges Landratsamt, Haus A
  • Freital, ehemaliges Hotel "Leonardo"

Nach Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis endet die Pflicht zur Unterbringung und die anerkannten Asylberechtigten müssen sich eigenen Wohnraum anmieten. Eine Wohnsitzauflage gibt es bisher nicht. (Stand: 01.07.2016)

 

Wer betreibt ein Asylbewerberheim?

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Betreibung seiner Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen an private Unternehmen übergeben. Als Gegenleistung erhalten die Unternehmen ein vertraglich vereinbartes Entgelt für eine feste Anzahl von Asylbewerbern.  

Neben den privaten Betreibern ist seit dem 06.07.2015 auch die Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Sächsische Schweiz mbH (GVS) als 100-prozentige Tochter des Landkreises gemäß Kreistagsbeschluss 2015/0178-1 verstärkt mit der Betreibung und Anmietung von Asylbewerberunterkünften betraut worden.

Wer sorgt für die Sicherheit der Asylbewerber und der Anwohner?

Beim Thema Sicherheit arbeiten Landkreis, Polizei und Betreiber eng zusammen. Im Heim selber sorgt ganztägig das Heimpersonal dafür, dass die Hausordnung eingehalten wird. Die Betreiber haben eine 24-stündige Erreichbarkeit. In den Gemeinschaftsunterkünften ist darüber hinaus ein Wachschutzunternehmen vor Ort. 

Die absolute Mehrheit der Asylbewerber verhält sich völlig unauffällig. Die teilweise traumatisierten Menschen wollen Ruhe und Sicherheit, um ihr künftiges Leben wieder eigenständig organisieren zu können. Leider sind auch unter den Asylbewerbern vereinzelt Personen, die sich nicht an die hier geltenden gesellschaftlichen Regeln halten - ganz bewusst oder zum Teil auch aus Unwissenheit. Verstöße werden entsprechend den geltenden Regelungen der deutschen Gesetzgebung geahndet. Der prozentuale Anteil ist aber nicht höher, als bei der hiesigen Bevölkerung.

Der überwiegende Anteil von Problemen entsteht erfahrungsgemäß durch Konflikte zwischen Asylbewerbern, die oftmals religiöse oder gesellschaftspolitische Hintergründe haben. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass ein gutes Miteinander zwischen Asylbewerbern und Anwohnern möglich ist. Viele Kommunen haben Willkommensbündnisse gegründet und arbeiten sehr eng mit der Behörde, den Betreibern und den Flüchtlingssozialarbeitern zusammen und ermöglichen eine gute Integration in den Ort.

Gibt es eine Rechtsgrundlage, um im Stadt- oder Gemeinderat darüber abzustimmen, ob und in welcher Anzahl Asylbewerber in einer Kommune untergebracht werden?

Nein.

Asylbewerber unterzubringen ist Pflichtaufgabe und das Sächsische Flüchtlingsaufnahmegesetz regelt in § 6 Abs. 4  " … die kreiseigenen Gemeinden sind verpflichtet, die unterzubringenden Ausländer aufzunehmen." 

Warum kommen so viele Menschen zu uns nach Deutschland?

Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz festgeschrieben.

Die Gründe, warum Menschen Asyl in Deutschland beantragen, sind vielfältig. Dazu gehört u. a. die Verfolgung aufgrund Religion oder politischer Überzeugung, Nationalität oder Geschlecht. Viele Asylbewerber kommen aus Krisen- und Kriegsregionen bzw. aus Ländern, in denen kriegsähnliche Zustände herrschen.

Viele kommen jedoch auch mit der Hoffnung, dass es ihnen im Vergleich zu ihrer Heimat bei uns besser geht. Dies ist jedoch kein Asylgrund. Auch diese Menschen erhalten ein reguläres Asylverfahren. 

Was sind syrische Kontingentflüchtlinge?

Als Kontingentflüchtlinge bezeichnet man die Syrier, die der Bund wegen des Bürgerkrieges gezielt nach Deutschland holt. Sie müssen keinen Asylantrag stellen, aber ein Visum beantragen.

Syrische Kontingentflüchtlinge wohnen nicht in Asylbewerberheimen, sondern in eigenen Wohnungen. Sie dürfen arbeiten und Integrationskurse besuchen.

Aus Syrien kommen jedoch auch viele Flüchtlinge ohne Einreisegenehmigung der Bundesrepublik ins Land. Diese Menschen stellen in Deutschland einen Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und sind damit Asylbewerber.  

Wer entscheidet über die Anerkennung des Asylgesuches?

Über die Asylgesuche entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Es ist nach Maßgabe dieses Gesetzes auch für ausländerrechtliche Maßnahmen und Entscheidungen zuständig. Das Bundesministerium des Innern bestellt den Leiter des Bundesamtes. Dieser sorgt für die ordnungsgemäße Organisation der Asylverfahren.       

(weitere Informationen unter dem unten stehenden Link) 

Wer erteilt die Aufenthaltsgenehmigung?

Bürger aus Staaten, die nicht zur EU, dem EWR und der Schweiz gehören, müssen sich bei allen Fragen zum Aufenthaltsrecht an die Ausländerbehörde ihrer Stadt oder Gemeinde wenden. Diese Behörde ist für alle aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten einschließlich der Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit zuständig und erteilt die Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis. 

Was geschieht nach der Bewilligung eines Asylantrages?

Anerkannte Asylbewerber erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung und damit die Erlaubnis, eine Arbeit in Deutschland anzunehmen. Finden sie keine Arbeit, so sind sie Hartz-IV-Empfänger, das heißt, sie erhalten Leistungen nach SGB II sowie eine Wohnung. 

Was ist eine Duldung?

Eine Duldung besagt, dass der Antrag auf Asyl durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt wurde und der Betreffende ausreisepflichtig ist. In vielen Fällen kann jedoch eine Rückführung (Abschiebung) in die betreffenden Heimatländer nicht durchgeführt werden.

Dafür kann es viele Gründe geben, wie zum Beispiel:

  • ein Abschiebungsstopp für Kriegs- oder Krisenländer
  • dringende humanitäre oder persönliche Gründe
  • fehlende Reisedokumente.

Viele Menschen leben daher mit einer solchen Duldung jahrelang in Deutschland.  

Die Entscheidung über eingegangene Asylanträge trifft  das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates.

Was passiert im Fall einer Ablehnung?

Wird der Antrag auf Asyl durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt, ist der Betroffene zur Ausreise verpflichtet. Kommt er dem nicht nach und gibt es auch keine Abschiebungshindernisse wie beispielsweise Reiseunfähigkeit oder fehlende Reisedokumente, wird er zwangsweise in das Heimatland rückgeführt (sogenannte Abschiebung). Für Abschiebungen wie auch Rückführungen ist die Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates zuständig.

Was passiert mit straffälligen Asylbewerbern?

Für Asylbewerber, welche in Deutschland Straftaten begehen, gilt das deutsche Strafrecht. 

Die Entscheidung über eine Abschiebung auf Grund begangener Straftaten obliegt der Zentralen Ausländerbehörde des Freistaates in Chemnitz. Somit ist der Freistaat für die Abschiebungen verantwortlich. Bei der Entscheidung ist diese an Recht und Gesetz gebunden.

Wie viel Geld erhält ein Asylbewerber?

Ein Asylbewerber erhält monatlich bis zu 354 Euro, jedes weitere Mitglied einer Familie bekommt 284 Euro (Kinder entsprechend ihrem Alter zwischen 214 und 276 Euro).

Davon müssen u. a. Nahrung, Bekleidung, Hygieneartikel, Bustickets und ähnliches bezahlt werden. Es gibt keine zentrale Versorgung. Asylbewerber müssen sich selbst versorgen. 

 

Wie viel Geld erhält der Landkreis für jeden Asylbewerber?

Im Jahr bekommt der Landkreis 7600 Euro pro Asylbewerber. Davon werden die monatlichen Regelleistungen bezahlt, auch die Unterbringung mit allen Nebenkosten, ebenso die medizinische Leistungen akut wie chronisch als auch Sonderbedarfe, wie z. B. die Erstausstattung bei der Geburt eines Kindes oder Zuschüsse für eine Projektfahrt der Schule. Inkludiert in der Pauschale ist auch die Vergütung der Arbeitsleistung der Mitarbeiter der Asylbehörde des Landkreises. In Summe deckt die durch den Freistaat Sachsen gewährte Pauschale die entstandenen Kosten des Landkreises nicht vollumfänglich ab. 

Wie werden Asylbewerber medizinisch versorgt?

Asylbewerber haben nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen einen Anspruch auf medizinische Behandlung. Dafür benötigen sie vorab einen Behandlungsschein. Diesen stellt das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aus. Das gilt allerdings nicht für Notfälle. Ihnen ist die Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln sowie sonstige zur Genesung, Besserung oder Linderung von Krankheiten- und folgen erforderliche Leistungen (z.B. Heilmittel) zu gewähren. In diesem Rahmen dürfen auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel verordnet werden, eine Zuzahlungspflicht bei Verordnungen von Arznei-, Verband-. Heil- und Hilfsmitteln besteht nicht. Sprechstundenbedarf kann für diese Patienten geordert werden, da die Asylbewerber aushilfsweise über die AOK versorgt (und abgerechnet) werden.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen sollen Asylbewerber umfangreich medizinisch untersucht werden, bevor sie den Landkreisen zugewiesen werden, so u. a. auch auf ansteckende Krankheiten.  

Dürfen Asylbewerber arbeiten?

Asylbewerbern ist es in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts nicht erlaubt zu arbeiten.

Danach benötigen sie die Zustimmung durch die Ausländerbehörde des Landkreises. Diese prüft gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, ob der Arbeitsplatz vorrangig einem deutschen Staatsbürger oder einen EU-Bürger zur Verfügung zu stellen ist.

Kommunen oder gemeinnützige Träger können Asylbewerber für 1,05 Euro pro Stunde für gemeinnützige und zusätzliche Tätigkeiten beschäftigen. Dafür ist keine Arbeitserlaubnis notwendig. Die Asylbewerber erhalten einen vom Landkreis erlassenen Bescheid.

Müssen / dürfen Kinder von Asylbewerbern in die Kita und in die Schule gehen?

Asylbewerber haben für ihre Kinder im Krippen- oder Kindergartenalter einen Betreuungsanspruch.

In Deutschland müssen Kinder ab 6 Jahren in die Schule gehen. Diese Schulpflicht gilt auch für Asylbewerberkinder.  

Jugendmigrationsdienst Pirna - Arbeitshilfe - Migranteneltern in Kita, Schule und Beruf

Link: Fragen und Antworten zum Thema Asyl

  • zur Startseite wechseln
  • Seite weiterleiten
  • Seite drucken
  • RSS
  • Landratsamt Pirna bei Facebook
  • Landratsamt Pirna bei Twitter
  • Landratsamt Pirna bei YouTube

Unser Service für Sie

Senden Sie Fragen und Hinweise

Globus

Postanschrift:
Ausländeramt, 01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 0151 / 11348894
E-Mail: E-Mail

Unterbringung Asylbewerber - Landkreis sucht zur Anmietung Wohnungen und Immobilien

Logo mit Kontaktangaben: Immobilien - Angebote an E-Mail: info@gvs-pirna.de, Tel.: 03501 5629-0

Postanschrift:
Ausländeramt, 01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 5629-0
E-Mail: E-Mail

Kati Hille - Beigeordnete, Leiterin Geschäftsbereich 2

Kati Hille - Beigeordnete, Leiterin Geschäftsbereich 1

Hausanschrift:
01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus EF)

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-4000
Fax: 03501 515-4009
E-Mail: E-Mail

Stephan Härtel - Beauftragter für Migration und Integration

Hausanschrift:
01796 Pirna, Schloßhof 2/4 (Haus SF, Zi. 2.35)

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-1060
Fax: 03501 515-8-1060
E-Mail: E-Mail

Caritas-Flüchtlingsberatung

Hausanschrift:
01796 Pirna, Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 1a

Postanschrift:
01796 Pirna, Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 1a

Telefon: 03501 443 470 oder 0152 / 37734576
E-Mail: E-Mail