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Leistungen nach dem Wohngeldgesetz (WoGG)


Wohngeld dient der wirtschaftlichen Absicherung eines angemessenen und familiengerechten Wohnens. Mit dem Wohngeld soll all jenen Bürgern geholfen werden, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten einer angemessenen Wohnung zu tragen. So können einkommensschwache Haushalte oberhalb der Grundsicherung bei den Wohnkosten schnell, wirkungsvoll und treffsicher entlastet werden.


Am 1. Januar 2016 trat die Wohngeldreform in Kraft. Im Zentrum stand die Anpassung des Wohngeldes an die Mieten- und Einkommensentwicklung seit der letzten Wohngeldreform 2009. Somit wurden die Tabellenwerte an die Entwicklung der Wohnkosten und der Verbraucherpreise (Bruttokaltmiete, Heizkosten) angepasst.


Wohngeld wird für Mieter als Mietzuschuss und für Eigentümer, die Ihr Wohneigentum selbst nutzen, als Lastenzuschuss gewährt.


Voraussetzungen


Wohngeldberechtigte Person, ist jede Person, die Wohnraum gemietet hat und diesen selbst nutzt beziehungsweise die Eigentum an selbst genutzten Wohnraum hat (§ 3 WoGG).


Die Empfänger von Transferleistungen sowie die Mitglieder aus deren "Bedarfsgemeinschaft" sind vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn ihre Unterkunftskosten bei der Berechnung der jeweiligen Sozialleistung berücksichtigt worden sind.


Für diese Personen werden die Unterkunftskosten vom jeweiligen Träger der Sozialleistung übernommen. Dies gilt für Empfänger von:


• Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
• Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
• Hilfe zum Lebensunterhalt
• ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt
• Asylbewerberleistung
• Kinder- und Jugendhilfe, wenn im Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistungen leben
• Leistungen des Übergangsgeldes und Verletztengeldes in Höhe des Arbeitslosengeldes II
• Zuschüssen zur Unterkunft für Auszubildende und Studenten


Wenn Sie nicht zu diesem Personenkreis gehören, hängt der Anspruch auf Wohngeld und dessen Höhe von drei Faktoren ab:


• Zahl der Haushaltsmitglieder
• Höhe des Gesamteinkommens der Haushaltsmitglieder
• Höhe der zu berücksichtigenden Miete beziehungsweise Belastung

 

Bewilligungszeitraum und Weiterleistungsanträge


Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt (Bewilligungszeitraum).
Auch für die Weitergewährung von Wohngeld ist ein Antrag erforderlich, der zwei Monate vor Beendigung des laufenden Bewilligungszeitraumes gestellt werden sollte. Damit können Sie vermeiden, dass laufende Wohngeldzahlungen unterbrochen werden.

Wohngeld - erforderliche Unterlagen und Anlagen

1. Antrag auf Mietzuschuss

• Mietvertrag

• Bescheinigung der aktuellen Miethöhe, letzte Betriebskostenabrechnung oder Formular Angaben vom Vermieter zum Wohnraum vom Vermieter ausgefüllt

• Mietzahlungsnachweis (z. B. Kontoauszug)

• Nachweis über alle Einkünfte der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
Arbeitnehmer: Formular Verdienstbescheinigung ausgefüllt vom Arbeitgeber
Selbstständige: aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung sowie letzter Steuerbescheid

• Aktuelle Bescheide über Sozialversicherungsbezüge (z. B. Renten, Lohnersatzleistungen, etc.)

• Nachweis über sämtliche Einkünfte aus Kapitalertrag (z. B. Zinseinkünfte, Dividenden)

• Nachweis über zu zahlende beziehungsweise erhaltene Unterhaltsleistungen (Titel und Kontoauszüge der letzten 6 Monate)

• Schwerbehindertenausweis, ggf. Nachweis über Pflegegrad 1 - 5

• Nachweis über Kinderbetreuungskosten (Vertrag und Zahlungsnachweis)

• Nachweis über erhöhte Werbungskosten (wenn höher als jährlich 1.000 EUR)

• Negativbescheinigung der Wohngeldstelle des früheren Wohnortes (bei Zuzug aus einem anderen Landkreis)

Studenten und Auszubildende (wenn nicht nach § 20 Abs. 2 WoGG vom Wohngeld ausgeschlossen)
• Immatrikulationsbescheinigung, Ausbildungsvertrag, Schulbescheinigung
• Aktueller Bescheid über Ausbildungsförderung (BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe, Ausbildungsgeld für behinderte Menschen)
• Bescheid Darlehen zur Studienabschlussförderung
• Krankenversicherungspolice und Zahlungsnachweis (Kontoauszug)
• Nachweis über eigene Kindergeldzahlung (Bescheid und Kontoauszug)
Je nach Einzelfall sind weitere Unterlagen erforderlich. Diese können dem Wohngeldantrag und den Erläuterungen zum Antrag auf Wohngeld entnommen werden.


2. Antrag auf Lastenzuschuss
• Eigentumsnachweis (Grundbuchauszug)
• Formular Bescheinigung über die Aufnahme von Fremdmitteln für die Kredite (Das Formular ist von dem Kreditinstitut, welches das oder die Darlehen zur Finanzierung Ihrer Immobilie bereitgestellt hat, auszufüllen und zu unterschreiben).
• Grundsteuerbescheid
• Formular Wohnflächenberechnung
• Nachweis über Lebensversicherungs- und Bausparbeiträge sofern zweckbestimmt für Tilgung des Kredites
• Nachweis über alle Einkünfte der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
Arbeitnehmer: Formular Verdienstbescheinigung ausgefüllt vom Arbeitgeber
Selbstständige: aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung sowie letzter Steuerbescheid

• Aktuelle Bescheide über Sozialversicherungsbezüge (z. B. Renten, Ausbildungsförderung, Lohnersatzleistungen etc.)
• Nachweis über sämtliche Einkünfte aus Kapitalertrag (z. B. Zinseinkünfte, Dividenden)
• Nachweis über zu zahlende beziehungsweise erhaltene Unterhaltsleistungen (Titel und Kontoauszüge der letzten 6 Monate)

• Schwerbehindertenausweis, ggf. Nachweis über Pflegegrad 1 - 5
• Nachweis über Kinderbetreuungskosten (Vertrag und Zahlungsnachweis)
• Negativbescheinigung der Wohngeldstelle des früheren Wohnortes (bei Zuzug aus einem anderen Landkreis)

• Nachweis über erhöhte Werbungskosten (wenn höher als jährlich 1.000 EUR)
Je nach Einzelfall sind weitere Unterlagen erforderlich. Diese können dem Wohngeldantrag und den Erläuterungen zum Antrag auf Wohngeld entnommen werden.

 

3. Heimantrag
• Nr. 21-25 des Heimantrages ausgefüllt durch die Heimleitung zzgl. Unterschrift Heimleitung auf Seite 5 des Heimantrages
• Nachweis über sämtliche Einkünfte, insbesondere auch aus Kapitalertrag (z. B. Zinseinkünfte, Dividenden)
• Aktuelle Einkommensnachweise (z. B. Renten, etc.)
• Nachweis über Leistungen nach dem SGB XII
• Nachweis über zu zahlende beziehungsweise erhaltene Unterhaltsleistungen (Kontoauszüge der letzten 3 Monate)

• Nachweis über Schwerbehinderteneigenschaft mit einem GdB 100 v. H. oder Nachweis über Pflegestufe 4 oder 5
• Heimkostenabrechnung (nur bei Selbstzahlern)
• Negativbescheinigung der Wohngeldstelle des früheren Wohnortes (bei Zuzug aus einem anderen Landkreis)

Je nach Einzelfall sind weitere Unterlagen erforderlich. Diese können dem Wohngeldantrag und den Erläuterungen zum Antrag auf Wohngeld entnommen werden.

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