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Tierseuchen - Zoonosen

  • Gesundheitsüberwachung der Tierbestände, insbesondere hinsichtlich Tierseuchen und vom Tier auf den Menschen übertragbarer Krankheiten (Zoonosen)
  • Überwachung des Tierhandels einschließlich Ausstellung von Gesundheitsbescheinigungen
  • Bearbeitung von Anträgen an die Sächsische Tierseuchenkasse für Erstattungen für tierärztliche Leistungen und Beihilfen und Entschädigungen wegen Tierseuchenbekämpfung
  • Überwachung der unschädlichen Beseitigung  von toten Tieren, Schlachtnebenprodukten einschließlich spezifiziertes Risikomaterial sowie sonstige tierische Nebenprodukte

Verbringen von Rindern - BHV1 freies Gebiet

 

Stand: 3. März 2015

Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist der Rechtstext

Merkblatt für Landwirte, Viehhändler und Tierärzte
Verbringen von Rindern

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg - Vorpommern sind frei von der anzeige- und bekämpfungspflichtigen Tierseuche „BHV1-Infektion des Rindes“

Rechtsgrundlage

DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS 2015/250/EU DER KOMMISSION vom 13. Februar 2015 zur Änderung des Anhangs II der Entscheidung 2004/558/EG der Kommission vom 15. Juli 2004 hinsichtlich des Status der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern als frei von der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (BHV1-Infektion des Rindes).

Die genannten Bundesländer gehören nun zu den Regionen der Mitgliedstaaten, in denen die ergänzenden Garantien für die infektiöse bovine Rhinotracheitis gemäß Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG im Handel mit Rindern gelten.

Was ist neu?

Zum Schutz dieses Status gelten ab sofort die spezifischen Vorschriften bei der Verbringung von Rindern aus nichtanerkannt BHV1-freien Regionen auch für die neu hinzugekommenen Bundesländer. In der EU besitzen Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden, die Provinz  Bozen in Italien sowie in Deutschland die Freistaaten Bayern, Thüringen, Sachsen und die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Berlin den Status „BHV1-freie Region“. Auch die Schweiz ist „BHV1-frei“.

Was muss jeder Rinderhalter und Viehhändler beachten?

a)    Grundsätze

-  Keine Versendung von geimpften Rindern innerhalb sowie zwischen BHV1-freien Regionen in der EU

-  Untersuchungsverpflichtungen zur Aufrechterhaltung des Status gem. § 1 Abs. 2 Nr. 1 in Verbindung mit Anlage II Abschnitt 2 BHV1-VO gelten weiterhin

-  Verbringungen in Deutschland weiterhin mit Bescheinigungen nach BHV1-VO (auch innerhalb und zwischen den BHV1-freien Regionen)

b)    Verbringung von Zucht- und Nutzrindern, die nicht aus BHV1-freien Regionen stammen (gilt auch für das Verbringen von Mastrindern in gemischte Betriebe mit Zucht und Mast sowie für Rinder, die eine BHV1-freie Region auch nur zeitweilig verlassen haben, z.B. Auktionen, Ausstellungen)

-  Jedes in die BHV1-freie Region zu verbringende Rind darf nichtgegen BHV1 geimpft sein.

-  Im Herkunftsbetrieb dürfen in den letzten 12 Monaten keine klinischen oder pathologischen Anzeichen einer BHV1-Infektion aufgetreten sein.

-  Die zu verbringenden Tiere sind in den letzten 30 Tagen unmittelbar vor dem Verbringen in einer von der zuständigen Behörde genehmigten Isoliereinrichtung zu halten (Quarantäne!).

-  Während der Isolierzeit dürfen bei keinem Tier klinische Anzeichen einer BHV1-Infektion auftreten.

-  Alle Tiere in dieser Isoliereinrichtung sind frühestens am 21. Tag nach dem Einstellen (des letzten Tieres) mit negativem Ergebnis serologisch auf Antikörper gegen das gesamte Bovine Herpes Virus 1 (BHV1) zu untersuchen.

-  Empfehlung für Quarantäne:

Zusätzliche freiwillige Blutuntersuchung vor der Einstellung in die Quarantäne, da bei einem positiven Ergebnis nur bei einem Tier bei der Quarantäne-Blutuntersuchung (ab 21. Tag nach Einstallung) die gesamte Tiergruppe nicht verbracht werden darf.

-  Für jedes Rind muss zusätzlich auf der BHV1-Bescheinigung, ausgestellt von der für die Isoliereinrichtung zuständigen Behörde, die Einhaltung dieser Bedingungen gemäß Artikel 3 Absatz 1 Entscheidung 2004/558/EG amtlich bescheinigt werden. Beim innergemeinschaftlichen Verbringen ist diese Zusatzerklärung auf der Gesundheitsbescheinigung im Abschnitt C Nr. II.3.3 zu ergänzen,

-  Diese Vorgaben gelten auch für Mastrinder, sofern im Bestimmungsbetrieb nicht alle Rinder ausschließlich in Stallhaltung gemästet und von dort nur direkt zum Schlachtbetrieb verbracht werden.

c)     Verbringung von Mastrindern zur Endmast, die nicht aus BHV1-freien Regionen stammen

-  Der Bestimmungsbetrieb ist BHV1-frei, alle Rinder dort werden ausschließlich in Stallhaltung gemästet und von dort direkt zum Schlachtbetrieb verbracht.

-  Die Tiere sind nicht gegen BHV1 geimpft; sie stammen aus amtlich anerkannt BHV1-freien Betrieben und haben diese seit Geburt nicht verlassen.

-  Sie haben in den letzten 30 Tagen (bei jüngeren Tieren seit der Geburt) vor dem Verbringen den Herkunftsbetrieb oder eine von der zuständigen Behörde genehmigte Isoliereinrichtung nicht verlassen.

-  Im Herkunftsbetrieb sowie in einem Umkreis von 5 km um den Betrieb bzw. die Isoliereinrichtung gab es in den vorausgegangenen 30 Tagen keine klinischen oder pathologischen Anzeichen einer BHV1-Infektion.

-  Binnen sieben Tagen vor der Versendung aus dem Herkunftsbetrieb oder der Isoliereinrichtung erfolgte eine serologische Blutuntersuchung mit negativem Ergebnis auf BHV1-Antikörper oder, wenn das Tier aus einem geimpften Bestand stammt, auf Glykoprotein E (gE)-Antikörper.

-  Der Transport darf nur mit Tieren mit gleichem Gesundheitsstatus (d. h. nur aus BHV1-freiem Betrieb, negatives BHV1-Untersuchungsergebnis für jedes Rind, jedes Rind ist nicht gegen BHV1 geimpft) erfolgen, Kontakte zu Tieren mit einem niedrigerem Gesundheitsstatus dürfen nicht stattfinden.

-  Binnen 21 bis 28 Tagen nach Ankunft im BHV1-freien Bestimmungsbetrieb erfolgte eine serologische Blutuntersuchung auf Antikörper gegen das Glykoprotein E des BHV1 oder das gesamte BHV1.

-  Für jedes Rind muss zusätzlich auf der BHV1-Bescheinigung, ausgestellt von der für den Herkunftsbetrieb (bzw. ggf. die Isoliereinrichtung) zuständigen Behörde, die Einhaltung dieser Bedingungen gemäß Artikel 3 Absatz 4 Entscheidung 2004/558/EG amtlich bescheinigt werden. Beim innergemeinschaftlichen Verbringen ist diese Zusatzerklärung auf der Gesundheitsbescheinigung im Abschnitt C Nr. II.3.3 zu ergänzen.

Weitere Informationen zur BHV1 erteilen die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte

Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der BHV1 Verordnung im Freistaat Sachsen - Allgemeinverfügung Landesdirektion Sachsen

Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der Verordnung
zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus
Typ 1 (BHV1-Verordnung) i. d. F. vom 19. Mai 2015;

Anordnung von Untersuchungspflichten, des Einstellungsverbots für Reagenten
und des Belegungsverbots für Reagenten

Die Landesdirektion Sachsen erlässt folgende

Allgemeinverfügung:

1. In Bestände auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen dürfen nur BHV1-freie Rinder eingestellt werden, die nicht gegen die BHV1-Infektion geimpft sind.

2. Die Besamung von Reagenten ist im gesamten Gebiet des FreistaatesSachsen weiterhin verboten.

3. Zum Nachweis der Aufrechterhaltung des BHV1-freien Status haben die Besitzer von im Freistaat Sachsen gehaltenen Rindern ihre Bestände gemäß Anlage 1 Abschnitt II der BHV1-Verordnung untersuchen zu lassen.

4. Die Landesdirektion Sachsen kann in begründeten Einzelfällen auf Antrag Ausnahmen von den Anordnungen dieser Allgemeinverfügung zulassen.

5. Die sofortige Vollziehung der Ziffern 1 bis 3 wird angeordnet.

6. Für diese Allgemeinverfügung werden keine Kosten erhoben.

7. Diese Allgemeinverfügung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe in Kraft. Gleichzeitig tritt die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen vom 29. August 2013 zur BHV1-Bekämpfung im Freistaat Sachsen (bekanntgemacht im SächsAbl. Nr.    37/2013 vom 12. September 2013, S. 920) außer Kraft.

8. Von der Landesdirektion Sachsen erteilte Ausnahmegenehmigungen auf Basis der Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen vom 29. August 2013 gelten bis zum jeweils verfügten Gültigkeitsdatum fort.

9. Der vollständige Inhalt der Allgemeinverfügung kann zu den Geschäftszeiten
• im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden,

• im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig oder

• in den Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämtern der Landkreise und Kreisfreien Städte des Freistaates Sachsen eingesehen werden.

Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diese Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch eingelegt werden bei der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz, oder den Dienststellen der Landesdirektion Sachsen in Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden, oder in Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. Jens Achterberg
Referatsleiter 24

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