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Geflügelpest

Schaubild: Geflügelschutzmaßnahmen

HINWEIS: Alle auf dieser Seite, per Aushang sowie im aktuellen Landkreisboten veröffentlichten Allgemeinverfügungen und Verordnungen sind noch in Kraft.

Allgemeinverfügungen älteren Datums, die NICHT auf dieser Seite aufgeführt sind, wurden bereits aufgehoben.

Bekanntmachungen im Amtsblatt des Landkreises - aktueller Landkreisbote:

23.03.2017 - Geflügelpest besteht im Landkreis weiterhin - Sperrbezirke in Pesterwitz, Bannewitz und Heidenau sind aufgehoben und werden Beobachtungsgebiet

Amtstierärztin Benita Plischke informiert:

Die Sperrbezirke in Pesterwitz, Bannewitz und Heidenau sind mit Wirkung vom 23.03.2017 aufgehoben und gehen in das Beobachtungsgebiet über.

Die Landesdirektion Sachsen hat mit Wirkung vom 20.03.2017 das für ganz Sachsen geltende generelle Aufstallungsgebot aufgehoben.

In den noch bestehenden Beobachtungsgebieten im Landkreis und dem Sperrbezirk in Bad Schandau bleibt das Aufstallungsgebot bis zur Aufhebung dieser Gebiete jedoch weiterhin bestehen.

Weitere Informationen sowie die Karten zu den Beobachtungsgebieten und dem Sperrbezirk auf dieser Internetseite des Landratsamtes.

22.03.2017 - Neuer Fall von Geflügelpest erfordert Einrichtung eines Sperrbezirkes (3 km um Fundort) in Bad Schandau und eines Beobachtungsgebietes (10 km um Fundort)

Amtstierärztin Benita Plischke informiert:

Ein neuer Ausbruch des hochpathogenen Geflügelpestvirus wurde bei einem tot aufgefunden Kormoran in der Basteistraße in Bad Schandau amtlich festgestellt.

Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erlässt an Halter von Vögeln im genannten Sperrbezirk, Halter von Hunden und Katzen mit potentiellem Sperrbezirkskontakt sowie an im Sperrbezirk Jagdausübungsberechtigte eine Tierseuchenrechtlich Allgemeinverfügung.

Zum Sperrbezirk wurden erklärt:

von Bad Schandau die Stadtteile Bad Schandau, Prossen, Porschdorf, Postelwitz, Krippen, Ostrau, Kurort Gohrisch mit den Ortsteilen Papstdorf und Kleinhennersdorf, der gesamte Ort Rathmannsdorf, von Hohnstein der Stadtteil Kohlmühle, von Sebnitz der Stadtteil Altendorf, von Reinhardtsdorf- Schöna der Ortsteil Reinhardtsdorf.

Im Sperrbezirk ist folgendes zu beachten:

  • Halter von Nutzgeflügel haben jedes verendete Stück Geflügel im AVS zur Untersuchung abzugeben.
  • Tote Wildvögel der Ordnungen Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel sind dem AVS unter Angabe des Fundortes zu melden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, darf/dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.
  • Geflügelhalter haben sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe, Schutzvorrichtungen, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem mittels des DVG (= Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft) als viruzid-geprüften Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.
  • Die Jagd auf Federwild ist untersagt.
  • Gehaltene Vögel gewerblicher Tierhalter sind auf nähere Anweisung durch das AVS untersuchen zu lassen.
  • Ein innerhalb des Sperrbezirks gelegener Stall, eine Schutzvorrichtung oder ein sonstiger Standort, in dem/in der Vögel gehalten werden, darf von betriebsfremden Personen nicht betreten werden. Das gilt nicht für den betreuenden Tierarzt, dessen jeweiligen Hilfspersonen sowie die mit der Tierseuchenbekämpfung beauftragten Personen der zuständigen Behörde.


Das Beobachtungsgebiet (10 km um Fundort) umfasst:

Der äußere Radius verläuft von der Elbe beginnend nordwärts: Stadt Wehlen, Rathewalde, Zeschnig, Cunnersdorf; Krumhermsdorf, Schönbach, Hainersdorf, Ottendorf; Schmilka, Schöna, Bielatal, Leupoldishain, Struppen Siedlung und Naundorf.

Betroffen sind folgende Orte:

Von Bad Schandau die Stadtteile Waltersdorf und Schmilka, von Kurort Gohrisch alle Ortsteile, die nicht im Sperrgebiet liegen, also Gohrisch und Cunnersdorf b. Königsstein, von Hohnstein alle Stadtteile außer Kohlmühle (Sperrbezirk) also die Ortsteile Hohnstein, Ehrenberg, Goßdorf, Hohburkersdorf, Lohsdorf, Rathewalde, Ulbersdorf, Waitzdorf, Zeschnig, von Sebnitz die Stadtteile Hainersdorf, Hertigswalde, Lichtenhain, Mittelndorf, Ottendorf, Schönbach, Sebnitz, von Reinhardtsdorf- Schöna der Ortsteil Schöna, von der Stadt Wehlen alle Stadtteile außer Dorf Wehlen, von Struppen alle Ortsteile außer Struppen, von Königstein alle Stadtteile, von Rosenthal- Bielatal, der Ortsteil Bielatal und der gesamte Kurort Rathen

In dem ausgezeichnet Beobachtungsgebiet sind folgende Maßnahmen angeordnet:

  • Es darf Federwild nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der zuständigen Behörde gejagt werden.
  • Wer Geflügel hält, hat dieses in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten.
  • Geflügel oder in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten dürfen bis auf Widerruf des Beobachtungsgebietes durch das Amt für Verbraucherschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.
  • Ausnahmen von diesen Bestimmungen sind nur nach vorheriger Genehmigung des Amtes für Verbraucherschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möglich.

Die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel wird bis auf Widerruf weiterhin im gesamten Landkreis untersagt.


Weitere Informationen und die Karten auf dieser Internetseite des Landratsamtes.

20.03.2017 - Aufhebung der Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von gehaltenen Vögeln zum Schutz gegen die Geflügelpest im Freistaat Sachsen

12.01.2017 - Änderungsallgemeinverfügung zur Bekämpfung der Geflügelpest Verlängerung des Ausstellungsverbotes für Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten bis auf Widerruf

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen

15.11.2016 - Pressemitteilung des Landratsamtes: Geflügelpest bei einer Wildente in Sachsen nachgewiesen - keine Ausnahmegenehmigung vom Aufstallungsgebot für Geflügel im Landkreis

Amtstierärztin Benita Plischke informiert - Geflügelpestvirus bei einer Reiherente in Sachsen nachgewiesen - Aufstallungsgebot erlassen

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Am Wochenende wurde das hochpathogene Geflügelpestvirus bei einer Reiherente in Sachsen nachgewiesen.

Der Freistaat Sachsen hat ein generelles Aufstallungsgebot von Geflügel - unabhängig von Risikogebieten - erlassen.

Folgende Maßnahmen werden gefordert:

Sämtliches Geflügel ist ab sofort ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenabgrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), zu halten. Aufgrund der aktuellen Tierseuchenlage wird keine Ausnahmegenehmigung von dem Aufstallungsgebot für Geflügel im Landkreis erteilt. Bei Zuwiderhandlung sind Bußgelder bis zur Höhe von 30.000,00€ angedroht.

Alle Geflügelhalter im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die ihre Haltung noch nicht beim Landratsamt angezeigt haben, werden aufgefordert dies unverzüglich nachzuholen. Halter von bereits angezeigten Haltungen werden aufgefordert, die gehaltene Anzahl der Tiere beim Landratsamt zu aktualisieren, falls erforderlich.

Weiterhin wird darum gebeten, tot oder krank aufgefundene Wat- und Wasservögel dem Amt für Verbraucherschutz im Landratsamt zu melden.

Während der Öffnungszeiten des Landratsamtes und des Bürgerbüros sind folgende Telefone für Anfragen eingerichtet:

Bürgertelefone: 03501 – 515 1135 oder 1136

Amt für Verbraucherschutz: 03501 515 2401 

Außerhalb der Sprechzeiten des Bürgerbüros können Sie gefundene tote Wasservögel unter folgender Nummer melden: 0351/501210

Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von gehaltenen Vögeln - Auftreten der Geflügelpest in Sachsen

 

LANDESDIREKTION SACHSEN

09105 Chemnitz

 

An alle Halter von Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten in Sachsen

 

Leipzig, den 14.November 2016

Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (Geflügelpest-Verordnung) i.d.F. vom 29.Juni 2016.
Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von gehaltenen Vögeln zum Schutz gegen die Geflügelpest im Freistaat Sachsen

  

Die Landesdirektion Sachsen erlässt folgende

Allgemeinverfügung:

 

Gemäß § 13 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 der Geflügelpest-Verordnung und § 4 Absatz 2 Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) wird zur Vermeidung des Eintrages der Geflügelpest in Geflügelbestände durch Wildvögel folgendes angeordnet:

1.  Im gesamten Gebiet des Freistaates Sachsen dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse (Geflügel) sowie in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten ausschließlich

1.1.   in geschlossenen Ställen oder

 

1.2.  unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung),

gehalten werden.

2.    Die sofortige Vollziehung von Ziffer 1 dieser Allgemeinverfügung wird angeordnet.

3. Diese Allgemeinverfügung wird durch öffentliche Bekanntmachung verkündet und tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe in Kraft.

4. Einsichtnahme

Der vollständige Inhalt der Allgemeinverfügung kann zu den Geschäftszeiten

·           im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in
Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden,

·           im Referat 24D der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in
Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig

sowie auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen (www.lds.sachsen.de) eingesehen werden.

5. Kosten

Für diese Allgemeinverfügung werden keine Kosten erhoben.

Gründe:

Sachverhalt

Am 12. November 2016 wurde in amtlichen Proben verendeter Wildvögel im Landkreis Leipzig das Virus der hochpathogenen aviären Influenza (Geflügelpest) des Subtyps H5N8 durch das nationale Referenzlabor nachgewiesen. Es wurden ein Sperrbezirk von 3 km Radius und ein Beobachtungsgebiet mit Radius von 10 km um den Fundort eingerichtet. Weitere Verdachtsfälle werden untersucht. Geflügelpest des Subtyps H5N8 wurde ebenfalls bei verendeten Wildvögeln an mehreren Fundorten in mehreren anderen Bundesländern (derzeit Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Mecklenburg – Vorpommern nachgewiesen. Auch aus den anliegenden Mitgliedstaaten Polen, Schweiz und Österreich sowie Ungarn und Kroatien liegen aktuell entsprechende Befunde vor. Nach Mitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden diese Viren vorher bereits bei Hausgeflügel (Puten) in Ungarn sowie wilden Wasservögeln in Ungarn (Höckerschwan), in Kroatien und in Polen (Möwe, Ente) nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Aktuell hat der Eintrag an zwei Standorten in die Nutzgeflügelhaltung in Schleswig-Holstein bereits stattgefunden. Mit dem Nachweis von hochpathogenem aviären Influenzvirus H5N8 in mehreren Wildvögeln ist belegt, dass das Virus in der Wildvogelpopulation vorhanden ist. Eine weitere Verbreitung durch Wildvögel insbesondere auch durch aasfressende sowie infizierte aber nicht erkrankte Wildvögel, auch über Kreisgrenzen hinaus, ist sehr wahrscheinlich.

Es ist zu befürchten, dass es durch infizierte Wildvögel zu einer Einschleppung in die Geflügelbestände des Freistaates Sachsen kommt, da es sich bei diesem Erreger um einen hochansteckenden Typ handelt.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in seinen Risikobewertungen, letztmalig vom 09. November 2016, zur Einschleppung sowie des Auftretens von hochgradig hochpathogenem aviären Influenzavirus in Hausgeflügelbestände das grundsätzliche Risiko der Einschleppung hochpathogener Influenzaviren über infizierte Wildvögel bestätigt. Bei Freilandhaltungen ist das Expositionsrisiko deutlich höher als bei Betrieben mit Stallhaltung. Nach einem Eintrag in einen Bestand sind die Folgen für den betroffenen Betrieb (Tötung aller Tiere) immens.

Rechtliche Würdigung

Die Zuständigkeit der Landesdirektion Sachsen folgt aus § 1 Abs. 2 i. V. m.
Abs. 5 S. 1 des Sächsischen Ausführungsgesetzes zum Tiergesundheitsgesetz
(SächsAGTierGesG) vom 9. Juli 2014 (SächsGVBl. Nr. 10 S. 386).

Aufgrund des Ausmaßes und der Ausbreitungstendenz der Aviären Influenza übernimmt die Landesdirektion Sachsen die Aufgaben der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Landkreise und Kreisfreien Städte aus § 1 Abs. 2 SächsAGTierGesG bei der Durchführung des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (Geflügelpest-Verordnung) i.d.F. vom 29. Juni 2016 sowie der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV).

zu 1: Gemäß § 13 Abs. 1 Geflügelpest-Verordnung ist eine Aufstallung des Geflügels von der zuständigen Behörde anzuordnen, soweit dies auf Grundlage einer Risikobewertung zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel erforderlich ist.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in seinen Risikobewertungen, letztmalig vom 09. November 2016, zur Einschleppung sowie des Auftretens von hochgradig hochpathogenem aviären Influenzavirus in Hausgeflügelbestände das grundsätzliche Risiko der Einschleppung hochpathogener Influenzaviren über infizierte Wildvögel bestätigt. Bei Freilandhaltungen ist das Expositionsrisiko deutlich höher als bei Betrieben mit Stallhaltung. Nach einem Eintrag in einen Bestand sind die Folgen für den betroffenen Betrieb (Tötung aller Tiere) immens.

Am 12. November 2016 wurde in einer amtlichen Probe eines verendeten Wildvogels im Landkreis Leipzig das Virus der hochpathogenen aviären Influenza (Geflügelpest) des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Weitere Verdachtsfälle werden untersucht. Geflügelpest des Subtyps H5N8 wurde ebenfalls bei verendeten Wildvögeln an mehreren Fundorten in mehreren anderen Bundesländern (derzeit Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg – Vorpommern nachgewiesen. Auch aus den anliegenden Mitgliedstaaten Polen, Schweiz und Österreich sowie Ungarn und Kroatien liegen aktuell entsprechende Befunde vor. Nach Mitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden diese Viren vorher bereits bei Hausgeflügel (Puten) in Ungarn sowie wilden Wasservögeln in Ungarn (Höckerschwan), in Kroatien und in Polen (Möwe, Ente) nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Aktuell hat der Eintrag an zwei Standorten in die Nutzgeflügelhaltung in Schleswig-Holstein bereits stattgefunden.

Mit dem Nachweis von hochpathogenem aviären Influenzvirus H5N8 in mehreren Wildvögeln ist belegt, dass das Virus in der Wildvogelpopulation vorhanden ist. Eine weitere Verbreitung durch Wildvögel insbesondere auch durch aasfressende sowie infizierte aber nicht erkrankte Wildvögel, auch über Kreisgrenzen hinaus, ist sehr wahrscheinlich.

Es ist zu befürchten, dass es durch infizierte Wildvögel zu einer Einschleppung in die Geflügelbestände des Freistaates Sachsen kommt, da es sich bei diesem Erreger um einen hochansteckenden Typ handelt.

zu 2: Die sofortige Vollziehung dieser Allgemeinverfügung wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO angeordnet. Die Geflügelpest ist eine schnell fortschreitende, akut verlaufende und leicht übertragbare Viruskrankheit, welche in Geflügelbeständen zu erheblichen wirtschaftlichen Verluste führen kann.

Es ist daher sicher zu stellen, dass auch während möglicher Widerspruchs- bzw. Klagverfahren alle notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen rechtzeitig und wirksam durchgeführt werden können.

Dem gegenüber haben die sonstigen Interessen von Betrieben oder sonstigen Dritten in den oben genannten Restriktionszonen zurück zu stehen.

Die Anordnung der sofortigen Vollziehung liegt im öffentlichen Interesse. Sämtliche Anordnungen sind daher sofort vollziehbar.

zu 3 und 4: Die Bekanntgabe der Allgemeinverfügung nach Ziffer 3 erfolgt auf der Grundlage des § 1 des Gesetzes zur Regelung des Verwaltungsverfahrens und des Verwaltungszustellungsrechts für den Freistaat Sachsen (SächsVwVfZG) i. V. m. § 41 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Danach gilt eine Allgemeinverfügung zwei Wochen nach der ortsüblichen Bekanntmachung als bekannt gegeben. In der Allgemeinverfügung kann ein hiervon abweichender Tag, jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag, bestimmt werden, § 41 Abs. 4 Satz 4 VwVfG. Von dieser Ermächtigung wurde unter Ziffer 4 der Allgemeinverfügung Gebrauch gemacht, da die angeordneten tierseuchenrechtlichen Maßnahmen keinen Aufschub dulden. Die Bekanntmachung erfolgt nach § 41 Abs. 4 S. 1 und 2 VwVfG durch die ortsübliche Bekanntmachung des verfügenden Teils. Die vollständige Begründung kann in jeder Dienststelle der Landesdirektion Sachsen zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.

Die Allgemeinverfügung wird auf der Grundlage des § 41 Abs. 3 S. 2 VwVfG öffentlich bekannt gegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Adressatenkreis so groß ist, dass er, bezogen auf Zeit und Zweck der Regelung, vernünftigerweise nicht mehr in Form einer Einzelbekanntgabe angesprochen werden kann. Von einer Anhörung wurde daher auf der Grundlage des § 28 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG abgesehen.

zu 5: Die Kostenentscheidung ergibt sich aus § 3 Abs. 1 Nr. 3 des Verwaltungskostengesetzes des Freistaates Sachsen (SächsVwKG).

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach ihrer Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch eingelegt werden bei der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz, oder den Dienststellen der Landesdirektion Sachsen in Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden, oder in Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig. Die Schriftform kann durch die elektronische Form ersetzt werden. In diesem Fall ist das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne des Signaturgesetzes zu versehen. Der Zugang für elektronische Dokumente ist auf die Dateiformate .doc, .docx und .pdf beschränkt. Die Übermittlung des elektronischen Dokuments hat an die Adresse post@lds.sachsen.de zu erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Elflein

Stellv. Referatsleiter 24

 

Hinweis: Gemäß § 32 Abs. 2 Nr. 4 des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig dieser Tierseuchenverfügung zuwiderhandelt. Ordnungswidrigkeiten können mit einem der Schwere der Zuwider-handlung angemessenem Bußgeld bis zu 30.000,00 Euro geahndet werden.

 

Weggesperrt - In ganz Sachsen gilt wegen des Vogelgrippe-Virus die Stallpflicht für Nutzgeflügel. Was heißt das für Verbraucher und Züchter?

Sächsische Zeitung vom 18.11.2016 / Franz Werfel

Seit dieser Woche gilt wegen der Vogelgrippe in ganz Sachsen eine Stallpflicht für Nutzgeflügel wie etwa Hühner, Puten, Fasane, Strauße, Enten und Gänse. Für Singvögel bestehe keine Infektionsgefahr. Auch Tauben sind von der Anordnung nicht betroffen. Sie gilt vorerst unbefristet und ausnahmslos. Das sagte Annett Hofmann, die Sprecherin des sächsischen Gesundheitsministeriums der SZ. "Wir warten nun erst mal den Vogelzug gen Süden ab und bewerten das Risiko für die Tiere jede Woche neu", so Hofmann.

Diesmal können, im Gegensatz zu früheren Fällen, aufgrund der hohen Infektionsgefahr keine Ausnahmegenehmigungen für Züchter erteilt werden.

Die Konsequenzen

Welche Tiere sind von dem aktuellen Vogelgrippe-Virus H5N8 betroffen?

Im Landkreis werden rund 130000 Tiere von etwa 3000 Züchtern gehalten. Die Stallpflicht gilt für Hühner, Puten, Trut- und Rebhühner, Fasane, Laufvögel wie Strauße und Nandus sowie für Wachteln, Enten und Gänse. Sie soll vermeiden, dass Zug- und Wildvögel die Nutztiere anstecken. Für Singvögel bestehe keine Infektionsgefahr. Diesmal können, im Gegensatz zu früheren Fällen, aufgrund der hohen Infektionsgefahr keine Ausnahmegenehmigungen für Züchter erteilt werden.

Woran können Züchter das Virus erkennen?

Das aktuelle H5N8-Virus kommt laut Ministerium durch den Vogelzug vermutlich aus Russland nach Europa. Es gilt als sehr aggressiv, die Tiere stecken sich untereinander schnell an. Benita Plischke, die zuständige Amtstierärztin im Landratsamt, sagt: „In den bekannten Fällen legen etwa Hennen weniger oder gar keine Eier. Die meisten Tiere sterben, wenn sie mit dem Virus infiziert sind, innerhalb eines Tages.“

Welche Gefahr geht von dem Virus für den Menschen aus?

"Nach allem, was bisher bekannt ist, können wir eine Ansteckungs- oder Erkrankungsgefahr für den Menschen komplett ausschließen", sagt Plischke. Eier und Fleisch des betroffenen Geflügels könnten bedenkenlos verzehrt werden. Das Risiko werde ständig aktuell beurteilt, so Plischke. Die beliebten Martins- oder Weihnachtsgänse sind also nicht in Gefahr.

Was sollen Züchter machen, die nicht genug Fläche in ihren Ställen haben?

Die Stallpflicht gilt absolut. Sie kann aber mit überdachten Volieren erfüllt werden, so Plischke. "Wichtig ist, dass sich die Tiere unter einem dichten Dach aufhalten und so von einem engmaschigen Zaun umgeben sind, dass Wildvögel nicht hineinkommen können." Ist das nicht möglich, müssen alle Tiere geschlachtet werden.

Kann man jetzt überhaupt noch Freiland-Eier kaufen?

Sollte die Stallpflicht länger als zwölf Wochen andauern, dürfen Betriebe ihre Eier nicht mehr als Freilandeier verkaufen. Da diese bei Verbrauchern beliebt sind und oft mehr Geld kosten, dürften viele Betriebe weniger Geld mit ihren Eiern verdienen als vorher. Ersatzzahlungen, etwa vom Freistaat, sind für die Bauern derzeit nicht geplant. Benita Plischke rechnet nicht damit, dass die Stallpflicht noch vor den Weihnachtstagen aufgehoben wird.

Werden alle Zuchtschauen nun verboten?

Im Herbst haben die beliebten Geflügelzucht-Schauen in der Region Hochsaison. Das weiß auch das Landratsamt und lässt diese zu – allerdings nur mit strengen Auflagen. Züchter müssen etwa Atteste von Tierärzten für ihr Geflügel nachweisen.

Das Pirnaer Landratsamt muss diese Anordnung nun durchsetzen. Nach Amtsangaben gibt es im Landkreis rund 3 000 Züchter und 130 000 Tiere. Probleme bereiten dem Verbraucherschutzamt Geflügelzüchter und -halter, die sich nicht vorschriftsmäßig angemeldet haben. Das sollen sie nun schnellstmöglich nachholen. Kontrollen würden durchgeführt.

Bei Fragen ans Landratsamt oder an das Bürgertelefon: 03501 - 515 1135 oder 1136 wenden.

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