1. Hauptnavigation
  2. Unternavigation
  3. Service
  4. Hauptinhalt

Hauptnavigation

Unternavigation

Sie sind hier:  

Referat Forst

Aufgaben

Frühling

Frühling

Der Landkreis hat eine Waldfläche von rund 60.100 Hektar, davon sind 39.800 Hektar Staatswald und 20.300 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Der  Privat- und Körperschaftswald soll erhalten bleiben, vor Schäden bewahrt und fachgerecht bewirtschaftet werden. Insbesondere die Distriktleiter wachen darüber, dass die Vorschriften des Sächsischen Waldgesetzes eingehalten werden. Das Referat Forst sieht sich in erster Linie als Dienstleister für die Waldbesitzer. Dazu zählt auch die Information über den Borkenkäferbefall.

Die Spezialisten der Forstbehörde sind an zahlreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die den Wald betreffen, beteiligt. Darüber hinaus ist die Abteilung Forst für einzelne Aufgaben nach anderen Rechtsvorschriften zuständig. So wird die Ernte von Saatgut der Waldbäume und die Anzucht der Forstpflanzen in Baumschulen überwacht.

Immer noch ein brennendes Thema – Borkenkäfer -

Borkenkäferbefall

Borkenkäferbefall

Die Stehendbefallsgefahr durch Fichtenborkenkäfer Buchdrucker (Yps typographus)  und Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) war in den vergangenen Wochen  sehr stark angestiegen. Seit der letzten Juniwoche schwärmen die Jungkäfer der ersten Generation. Der rasante Temperaturanstieg im Juli hat die Entwicklung der Geschwisterbruten der mittlerweile ausgeflogenen ersten und zweiten Generation sehr schnell zum flugfähigen Jungkäfer vorangebracht, so dass das Heranwachsen einer dritten Generation bis zur Überwinterung als Jungkäfer möglich ist!  Besonders die Monitoringstandorte Hohwald, Polenztal, Berggießhübel, Talsperre Klingenberg und Wilisch sind nach wie vor auf Grund der vorangegangenen Massenvermehrungen als Risikostandorte einzuschätzen. Mit weiterem   Stehendbefall ist auch im September noch zu rechnen! Durch die anhaltende Trockenheit im Juli und August waren die Fichtenbestände besonders geschwächt und somit disponiert  für den Befall von Buchdrucker und Kupferstecher!  Es besteht nach wie vor die dringende Notwendigkeit, die Fichtenbestände auf Käferbefall zu kontrollieren. Primär gefährdet sind Beständen, in denen noch Einzelbrüche und  Sturmholz verblieben sind. Die Kontrolle alter Käfernester nicht vergessen! Besonders die erhöhten Temperaturen der ersten Dekade im August ließen die Buchdrucker in das Bestandesinnere abwandern, wo sie angenehmere Brutbedingungen fanden. Die Schwärmaktivität der Borkenkäfer ist zwar mit Beginn September weitestgehend abgeschlossen, aber die Larvenstadien sind bei diesen milden Temperaturen in der Lage, sich weiter zu entwickeln. Die Altkäfer verlassen die Brutbäume nur noch ungern. Ein verspätetes Schwärmen setzt nur noch ein, wenn die Rinde abfällt, oder das derzeitige Winterquartier nicht zusagt und in klassischer Art und Weise in die Bodenstreu verlegt wird! Auch in den abgefallenen Rindenresten ist eine Überwinterung möglich.  Ein erhöhter Stehendbefall ist dadurch nicht zu erwarten, obwohl die Entwicklung der Larven unter der Rinde bei den milden Herbsttemperaturen fortgesetzt wird. Auch Jung- und Altkäfer fressen unter der Rinde weiter!!! Deshalb ist es auch jetzt noch dringend notwendig, befallenes Holz sofort aufzuarbeiten, zu entrinden oder mindestens 500m entfernt vom Wald zu lagern! Zur Erinnerung für Waldbesitzer nochmals die wichtigsten Erkennungsmerkmale bei Borkenkäferbefall:

Kleinere Rindenabsprünge, abfallende Rindenteile bis großflächig (trotz grüner Krone)

Trockene und rot gefärbte Fichtenkronen

Grüne Nadelteppiche unter befallenen und geschädigten Fichten

Harzen der Fichten beim Einbohren der Käfer als Abwehrverhalten

Eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln ist bei der gegenwärtig geringen Schwarmaktivität nicht mehr empfehlenswert. Auch der Kupferstecher ist auf Grund der Trockenheit und vereinzelter Sturmfichten wieder in den Mittelpunkt gerückt. Es sind bereits jetzt die markanten Rotfärbungen an Fichtenkronen von oben nach unten verlaufend, sichtbar. Diese Bilder werden in nächster Zukunft noch verstärkt sichtbar werden. Auch hier gilt, befallene Fichten dringend entfernen. Kupferstecher überwintern in allen Entwicklungsstadien unter der Rinde, selbst in fingerstarken Ästen überstehen Kupferstecherlarven, im Gegensatz zum Buchdrucker, kalte Winter! Das Verbrennen des befallenen Astmaterials ist bei zulässiger Waldbrandgefahrenstufe jetzt noch sehr zu empfehlen.

Die anhaltende Niederschlagsarmut bescherte uns jedoch noch ein weiteres Pathogen. Trockenstress, der immer deutlicher an Laubbäumen sichtbar wird und sich zum Schwächefaktor aufbaut. Zu erkennen an der Braunfärbung und dem seitlichen  Aufrollen der Blattränder. Verstärkter Laubfall setzt ein, der aber auch leicht zu verwechseln ist mit Mangelkrankheiten und Pilzerkrankungen. Grüne und vertrocknete Blätter bilden mittlerweile einen bunten herbstlichen Blätterteppich auf den mäßig wasserversorgten Laubholzstandorten. Eine Abwehrreaktion der Laubbäume, den Wasserverbrauch herunterzufahren, um ihr Überleben zu sichern oder bereits das „Ende“ signalisieren. Eichen zum Beispiel können mit ganzen Zweigabsprüngen reagieren. Es ist daher ebenso wichtig, Laubholzbestände bis in den Oktober hinein nach Laubholzborkenkäferarten abzusuchen. Besonders Bast-, Splint-, Prachtkäfer und Holzbrüter befallen gestresste Einzelbäume von Stiel- und Traubeneiche, die unter Schwächefaktoren wie Witterungsextremen in diesem Jahr  besonders leiden.  Markante Merkmale in Laubholzbeständen sind ebenso wie in Nadelholzbeständen, gehäufte Spechteinschläge im Stammbereich, bei denen Rindenstücke herausgeschlagen werden oder sich von selbst lösen. Ovale Ausfluglöcher weisen auf diverse Eichenprachtkäfer hin, die die Brutkammer bereits verlassen haben. Sehr prägnante Merkmale sind  aber auch auffällige Kronenverlichtungen mit hohem Totholzanteil und Trockenästen, die bis in den unteren Stammbereich zu beobachten sind.

  • zur Startseite wechseln
  • Seite weiterleiten
  • Seite drucken
  • RSS
  • Landratsamt Pirna bei Facebook
  • Landratsamt Pirna bei Twitter
  • Landratsamt Pirna bei YouTube

Unser Service für Sie

Referatsleiter Forst

Hausanschrift:
01744 Dippoldiswalde, Weißeritzstraße 7 (Haus HG)

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-3501
Fax: 03501 515-3509

Leiterin Forstdistrikt Glashütte

Hausanschrift:
01744 Dippoldiswalde, Weißeritzstraße 7 (Haus HG)

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-3512
Fax: 03501 515-8-3512

Leiter Forstdistrikt Bad Gottleuba

Hausanschrift:
01796 Pirna, Schloßpark 22

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-3510

Leiter Forstdistrikt Freital

Hausanschrift:
01705 Freital, Hüttenstraße 14

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-3515
Fax: 03501 515-8-3515

Leiterin Forstdistrikt Pirna

Hausanschrift:
01855 Sebnitz, Kirchstraße 5

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 035971 84-157

Leiter Forstdistrikt Sebnitz

Hausanschrift:
01796 Pirna, Schloßpark 22

Postanschrift:
01782 Pirna, Postfach 10 02 53/54

Telefon: 03501 515-3511

Allgemeine Sprechzeiten

Montag: 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr