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Referat Forst

Aufgaben

Waldwiese im Sommer

Waldwiese im Sommer

Der Landkreis hat eine Waldfläche von rund 60.100 Hektar, davon sind 39.800 Hektar Staatswald und 20.300 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Der  Privat- und Körperschaftswald soll erhalten bleiben, vor Schäden bewahrt und fachgerecht bewirtschaftet werden. Insbesondere die Distriktleiter wachen darüber, dass die Vorschriften des Sächsischen Waldgesetzes eingehalten werden. Das Referat Forst sieht sich in erster Linie als Dienstleister für die Waldbesitzer. Dazu zählt auch die Information über den Borkenkäferbefall.

Die Spezialisten der Forstbehörde sind an zahlreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die den Wald betreffen, beteiligt. Darüber hinaus ist die Abteilung Forst für einzelne Aufgaben nach anderen Rechtsvorschriften zuständig. So wird die Ernte von Saatgut der Waldbäume und die Anzucht der Forstpflanzen in Baumschulen überwacht.

Gefahr durch Borkenkäfer

Borkenkäferbefall

Borkenkäferbefall

Die  letzten Wochen  boten für die Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher ideale Bedingungen für ihre Entwicklung. Zunehmend werden in den Wäldern, aber auch in den Gemeinden, Absterbeerscheinungen an Fichten, Blaufichten und Omorikafichten sichtbar.

Trotz der Niederschläge in den letzten Tagen sind die Bäume weiterhin geschwächt und können sich kaum gegen einen Neubefall durch die ausfliegenden Jungkäfer wehren. Zur Reduzierung des Infektionspotentials werden die Waldbesitzer aufgefordert, ihre Waldbestände auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren und diesen zu entseuchen. Dazu ist der erkannte Stehendbefall umgehend aufzuarbeiten, zu entrinden oder mindestens 500 m weit von gefährdeten Beständen zu lagern. Eine Behandlung mit Insektiziden sollte vermieden werden, ist aber statthaft.

 

 

Erkennungsmerkmale bei Borkenkäferbefall:

  • Kleinere Rindenabsprünge, abfallende Rindenteile auch großflächig (trotz grüner Krone)
  • Trockene und rot gefärbte Fichtenkronen, bei Blaufichte fahlgelb
  • Grüne Nadelteppiche unter befallenen und geschädigten Fichten
  • Harzen der Fichten beim Einbohren der Käfer als Abwehrverhalten.

Die Waldflächen sind jetzt bis Mitte September mindestens einmal wöchentlich zu kontrollieren. Bereits entseuchte Befallsherde oder alte Befallsnester sind verstärkten Kontrollen zu unterziehen. Diese Empfehlung gilt auch für Gartenbesitzer.

Für eine fachliche Beratung stehen die Mitarbeiter des Staatsbetriebes Sachsenforst und die Mitarbeiter der unteren Forstbehörde beim Landratsamt zur Verfügung.

 

Wer Pflanzenschutzmittel gegen Borkenkäfer im Wald anwenden will, muss auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes sachkundig sein und eine „Sachkundenachweiskarte Pflanzenschutz“ besitzen. Diese Karte stellt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) aus. Weiterhin müssen die Anwender innerhalb von drei Jahren eine vom LfULG anerkannte Fortbildung besuchen.

Es dürfen nur amtlich zugelassene Mittel gegen Borkenkäfer im Wald verwendet werden. Die Anwendungsbestimmungen der Insektizide sind unbedingt zu beachten.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kann aus Gründen des Schutzes der Natur, der Gewässer usw. weiteren Einschränkungen unterliegen. Für Anfragen steht das Referat Forst den Waldbesitzern gern zur Verfügung.

Informationen zur Pflanzenschutz-Sachkunde und über zugelassene Pflanzenschutzmittel

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