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Presseveröffentlichungen aus dem Jahr 2011

Landratsamt öffnet heute auf dem Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 19.12.2011

Die Büros sind eingerichtet, der Umzug abgeschlossen. Die nächste große Besichtigungsmöglichkeit gibt es im Juni.

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Nach dem Umzug auf den Sonnenstein nimmt die Landkreisverwaltung im sanierten und ausgebauten Schloss heute ihre Arbeit auf. Im Elbflügel und dem Stadtflügel sind insgesamt rund 500 Mitarbeiter des Landratsamtes untergebracht. Sie müssen sich umorientieren - im neuen Domizil ist fast alles anders als an den alten Standorten - von den Schlüsseln (die es nur noch in elektronischer Form gibt) über die Telefonnummern bis hin zu den rundum erneuerten Räumen.

Vor allem aber verbessern sich die Arbeitsbedingungen erheblich. Vorbei sind die Zeiten in den mittlerweile veralteten Gebäuden unter anderem in der Pirnaer Innenstadt und an der Zehistaer Straße. Für die Bürger ist das Zurechtkommen auf dem Sonnenstein ein Stück leichter als für die Verwaltungsmitarbeiter: "Wichtig ist der Hinweis an unsere Gäste, dass das Bürgerbüro im Stadtflügel für alle Fragen im Hinblick auf die Orientierung in der neuen Liegenschaft erste Anlaufstelle ist", sagt Landrat Michael Geisler (CDU).

Im Stadtflügel sind übrigens jene Abteilungen untergebracht, die von den Besuchern in der Regel stärker frequentiert werden. Dazu gehören unter anderem das Ordnungsamt, der Soziale Dienst, die Bereiche Schülerbeförderung und Ländliche Entwicklung. Auch die Führerschein- und Zulassungsstelle ist hier zu finden, und zwar im modernen Anbau. Die Öffnungszeiten der Landkreisbehörde bleiben gleich.

Parkdauer begrenzt
Wer mit dem Auto zum Sonnenstein fährt, kann sein Fahrzeug im neuen Parkhaus an der Schlosszufahrt abstellen. Im Erdgeschoss stehen Plätze für die Besucher zur Verfügung. Kostenpunkt: 50 Cent je Stunde bis zu einer Parkdauer von drei Stunden. Für die vierte und die fünfte Stunde wird je ein Euro fällig. Länger als fünf Stunden darf man angeblich im Parkhaus nicht stehen.

Mit der SZ ins Schloss
Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Verkehr auf der B172 Richtung Sonnenstein mit dem heutigen Start im Landratsamt zunehmen wird. Besser wird es erst fließen, wenn der geplante Kreisverkehr vor der Zufahrt des Landratsamtes in Betrieb geht. Dessen Finanzierung ist bereits geklärt, gebaut wird aber erst im kommenden Jahr.

Nicht alle Mitarbeiter des Landratsamtes sind auf den Sonnenstein umgezogen. So bleiben die Standorte Freital (Sitz des Jobcenters) und Dippoldiswalde trotz des Pirnaer Neubaus erhalten. Auch die Bürgerbüros in Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz stehen weiter zur Verfügung.

Im Landratsamt rechnet man in den kommenden Wochen und Monaten mit großem Interesse am sanierten Ensemble. Allerdings sind Besuche im Inneren der Gebäude nur für Gäste möglich, die in der Behörde etwas zu erledigen haben. Allen anderen bleibt ein Spaziergang durch den Schlosshof.

Die nächste Möglichkeit, sich den Komplex näher anzuschauen, gibt es im kommenden Juni. Am Sonntag, 17. Juni, wird die SZ-Entdeckertour auf dem Sonnenstein Station machen. Die Besucher erfahren viel über die Geschichte des Areals, über die Vorbereitung der Schlosssanierung und die Bauarbeiten selbst. In Pirna findet an dem Wochenende 15. bis 17. Juni das Stadtfest statt.

Von Domokos Szabó

Schwierige Kiste

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 15.12.2011

Kistenweise wurde das Landratsamt auf der Zehistaer Straße in Pirna auseinander genommen - und wird nun auf den Sonnenstein bugsiert. Im neuen Behördensitz im sanierten und umgebauten Schloss, setzen die Mitarbeiter das Puzzle wieder zusammen. Dabei hilft ihnen die Umzugsfirma W. Winter Logistik. Hier mühen sich Alexander Fester und Daniel Richter mit einem der großen Kartons. Die beiden sind nur zwei von 80 Mitarbeitern der Firma, die den Umzug bewerkstelligen.

Mit 24 Lkws fahren sie, in vier Brigaden eingeteilt, seit gestern alles Umzugsgut zum Schloss und räumen es ein. In mehr als 500 Diensträume werden die Kisten und teilweise auch Möbel gebracht. Auch einige Bereiche aus dem ehemaligen Landratsamt Dippoldiswalde ziehen mit ein. Der Großumzug muss bis zum Freitag erledigt sein, da ab Montag der normale Betrieb wieder aufgenommen werden soll. Mehrere Koordinatoren managen das Ganze. Früh um sieben geht es los, und wenn nötig, bis in die Nacht hinein.

Umzug ins Schloss

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 15.12.2011

Die Verwaltung des Landkreises zieht von Freital nach Pirna. Für die Mitarbeiter ändert sich vieles, für die Bürger nichts.

Schon in den frühen Morgenstunden fuhren gestern die ersten Umzugswagen auf den Parkplatz vor dem Landratsamt in Freital. Ein Umzug des Verwaltungssitzes des Landkreises ist natürlich mit großem logistischen Aufwand verbunden. Viele Akten und technische Geräte mussten von Freital nach Pirna transportiert werden. Im neu sanierten Schloss auf dem Sonnenstein in Pirna soll die Kreisverwaltung nun endlich einen zentralen Sitz bekommen. Die bisherigen Außenstellen in Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz bleiben aber bestehen.

Denn nicht alle Mitarbeiter ziehen von Freital nach Pirna um. Vor allem die Abteilungsleiter der einzelnen Verwaltungsebenen werden in den neuen Sitz nach Pirna berufen. Dafür kommen andere Mitarbeiter von den Außenstellen nach Freital. Insgesamt wird das Gebäude des ehemaligen Landratsamtes auf der Hüttenstraße weiterhin vollständig genutzt.

"Für die Bürger selbst wird sich gar nicht viel ändern", erklärt Tilo Georgi. Der Abteilungsleiter für soziale Leistungen verlegt seinen Arbeitsplatz selbst von Freital nach Pirna. "Für mich ist es bereits der zwölfte Umzug seit 1990. Da hat man sich schon daran gewöhnt und es ist auch gar nicht schlecht, aller paar Jahre mal wieder richtig Ordnung in seinen Arbeitsplatz zu bringen", sagt er lächelnd.

Als Anlaufstelle für die Freitaler bleibt das Bürgerbüro erhalten. Und auch soziale Leistungen und persönliche Beratung erhalten die Bürger auf jeden Fall noch in der Außenstelle auf der Hüttenstraße. Somit ist es für die Freitaler nicht notwendig für Behördengänge oder bei persönlichen Problemen bis nach Pirna zu fahren.

Tatsächlich ist es schwierig, an diesem Tag ein ruhiges Interview zu führen, denn es herrscht große Betriebsamkeit im ehemaligen Landratsamt. Immer wieder kommen Mitarbeiter der Umzugsfirma Winter mit großen Rollwagen vorbei, auf denen sich schwere Umzugskisten stapeln. Nach und nach füllen sich die leeren Schreibtische der Büros schon wieder mit Computern und anderer Technik. Zahlreiche Kartons mit Akten werden auf die einzelnen Räume verteilt. Einige der Mitarbeiter konnten dann gestern schon damit beginnen, ihre Umzugskartons auszuleeren. Aufgrund der Arbeiten müssen alle Außenstellen des Landratsamtes in den nächsten beiden Tagen aber geschlossen bleiben.

Insgesamt ist der Standortwechsel anscheinend sehr gut geplant worden. Im Landratsamt wurde für die Organisation des Umzugs eine Projektgruppe eingerichtet und jedem Standort ein sogenannter Umzugsverantwortlicher zugewiesen. "Bisher läuft alles sehr gut und wir haben uns sogar ein Zeitplus erarbeitet", sagt Tilo Georgi. Es sieht also ganz danach aus, als könnten die Umzugsarbeiten planmäßig am 16. Dezember abgeschlossen sein. Ab dem 19. Dezember geht dann alles wieder seinen geregelten Gang. Sowohl im neuen Landratsamt auf dem Sonnenstein in Pirna als auch in den Außenstellen beginnt dann wieder der reguläre Dienstbetrieb.

Paul Bartneck

Mitarbeiter des Landratsamts kommen ab heute richtig ins Schwitzen

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 13.12.2011

Das Schloss mag fertig sein, doch jetzt geht es auf dem Sonnenstein erst richtig zur Sache. Ab morgen zieht das Landratsamt um und ein.

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Noch sind die Büros leer.

Die Hülle steht, nun muss sie auch mit Leben erfüllt werden. Deshalb werden die Mitarbeiter des Landratsamtes mal im wahrsten Sinne des Wortes Akten wälzen müssen. Spätestens bis heute muss alles in Umzugskartons verstaut sein.

Von morgen bis zum Freitag werden Akten und Gerätschaften aus den jetzigen Dienstzimmern in das neue Domizil gebracht. Deshalb wird das Landratsamt (auch die Außenstellen in Freital und Dippoldiswalde) während dieser Zeit für Besucher geschlossen bleiben.

Nicht davon betroffen sind die Bürgerbüros des Landratsamtes einschließlich des Pirnaer Bürgerbüros auf der Zehistaer Straße 9. Alle Bürgerbüros werden an allen drei Tagen zu den gewohnten Sprechzeiten geöffnet sein.

"Wir möchten um Verständnis bitten, wenn es in den Tagen um den Umzug zu Einschränkungen im Service kommen sollte", erklärt die Pressesprecherin des Landratsamts, Christina Hildebrandt.

Die Landkreisverwaltung wird ab Montag ihre Arbeit am neuen Verwaltungsstandort Schloss Sonnenstein aufnehmen. Damit verbunden sind Veränderungen der Telefonnummern, Erreichbarkeiten und teilweise der Strukturen.

"Wir sind bemüht, alle Änderungen auf unserer Internetseite zeitnah umzusetzen und die aktuellen Erreichbarkeiten aufzuzeigen", berichtet Hildebrandt. "Jedoch wird sich dieser Prozess der Aktualisierung sicher bis zum Jahresende hinziehen."

Von Alexander Müller

Besucher stürmen Schloss Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.12.2011

Der sanierte Sitz des Landkreises lockte die Massen. Am Wochenende konnten sie sich endlich selbst ein Bild machen.

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Blick in den Schlosskeller

Nicht nur die Schweden vom Pirnaer Verein "Der Retter der Stadt Pirna Theophilius Jacobäer" stürmten am Sonnabend das Schloss Sonnenstein. Auch die Neugierigen aus der Kreisstadt und ihrer Umgebung kamen in Scharen. Alle wollten sich endlich mal selbst ein Bild machen, ob die Krone Pirnas wirklich wieder glänzt. Viele kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Fotoapparate klickten im Akkord. Sie hielten fest, wie sich neues Modernes in restauriertes Altes fügt.

Exklusive Aus- und Einsichten
Groß und Klein nutzten die Gelegenheit für einen Rundgang durch den Elbflügel. In den Gängen hingen Bilder, die den vormals maroden Zustand des Schlosses zeigten. Als Beispiel für die Büros waren Arbeitszimmer, wie das der Rechnungsprüfung, geöffnet. Doch viele wollten vor allem wissen, wo Landrat Michael Geisler (CDU) zukünftig arbeitet. Auch sein Büro stand offen. Ein Höhepunkt war für die meisten sicher ein Blick aus seinem und dem benachbarten Beratungszimmer. Die Aussicht auf die Altstadt oder die Elbe und die dahinter liegenden Hänge wirkt beeindruckend exklusiv.

Auf dem Rundgang konnten die Besucher zum Teil auch die Technikräume im Keller besichtigen. Im neuen Kreistagssaal lief ein authentisches Märchen des Pirnaer Film- und Videoclubs zum Wiederaufbau des Schlosses. Zudem gab es in einem weiteren Raum Informationen, wie künftig die Zufahrt zum neuen Landratsamtssitz geregelt werden soll. Dabei wurde nochmals deutlich, dass der geplante Kreisverkehr nur eine Teillösung ist. Die Südumfahrung Pirnas ist nach wie vor das Ziel.

Von Lars Kühl

Hingehen und schauen!

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.12.2011

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Fenster im Jugendstil

Wozu braucht eigentlich ein Landrat ein Schloss? Diese Frage schwebt seit Jahren über einem der teuersten öffentlichen Vorhaben in der Region. Sie wurde umso mehr gestellt, da der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hohe Schulden hat und sich die Lage durch die jüngsten Finanzkrisen nicht gerade verbesserte.

Dennoch gab es gute Gründe, das historische Ensemble auch mit viel Steuergeld zu sanieren und auszubauen. Es war wohl die letzte Chance, diese einmalige Immobilie mit jahrhundertelanger Tradition vor dem endgültigen Verfall zu retten. Das Geld floss nicht nur in kalte Steine - das Schloss stiftet nun als Pirnas Krone, als Krone der Altstadtsanierung, auch Identität.

All diese Argumente galten schon in der Vergangenheit, daran hat die gestrige Eröffnung nichts geändert. Bislang ging es jedoch nur um Theorie. Ab heute kann man sich das Schloss ansehen und eine Meinung bilden. Das sollten möglichst alle Einwohner des Landkreises tun. Schließlich ist es das Schloss von allen.

Domokos Szabó

Das sagen der Hausherr und die ersten Gäste zum Schloss Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.12.2011

Es gibt Chancen im Leben, die sich nicht wiederholen. Wir haben diese Chance ergriffen und das Schloss vor dem Verfall gerettet. Man sollte heute innehalten, um sich bewusst zu werden, wie stolz wir auf das Ergebnis sein können. Es ging nicht darum, Schlossherr zu werden, sondern etwas für die Menschen in der Region zu schaffen. Das Schloss ist nun ein Wahrzeichen der Region - mit einem einzigartigen Flair.

Michael Geisler, Landrat des Kreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Die gute Seele vom Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.12.2011

Hausmeister Udo Roeßiger kümmert sich um Technik, Türen, Tiere – und ist auch für kleine Zwischenfälle da.

Die Seitentür zum Stadtflügel bleibt verschlossen. Udo Roeßigers Transponder hat versagt. "Darf ich mal", fragt jemand von hinten. Es ist der Hausherr höchstpersönlich. Landrat Michael Geisler hält seinen elektronischen Schlüssel an das Lesegerät, nach einer Weile gibt ein grünes Leuchtsignal das Okay zum Eintreten. "Diese Tür bringt mich noch um den Verstand", ruft Geisler und lacht, während er mit seinem Gefolge im Gebäude verschwindet.

Die Tür ist aber auch das Einzige, das klemmt, am Freitagnachmittag vor der Eröffnung des neuen Landratsamts im Schloss Sonnenstein. Es ist 15.30 Uhr, in einer halben Stunde trudeln die ersten Gäste ein. Hausmeister Udo Roeßiger ist dabei, die letzten Kontrollgänge zu machen. "Ein bisschen nervös bin ich schon", gesteht der 47-Jährige. 15 Monate lang ist das Schloss umgebaut worden, 45 Millionen Euro haben der Freistaat Sachsen und der Investor Bilfinger Berger in den Bau gesteckt. 500 Mitarbeiter werden im neuen Schloss ihren Arbeitsplatz haben. Heute ist der erste große Bewährungstest. Doch Udo Roeßiger ist keiner, dem man die Nervosität ansehen würde. Der Zwei-Meter-Mann mit Schnauzer und knallblauer Jacke lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Das Rundum-Sorglos-Paket
Seit Oktober hat er Zeit gehabt, sich einzuarbeiten und mit den Räumen des neuen Landratsamtes vertraut zu machen. Wenn er den Schalter für das Licht auf dem Parkdeck sucht, verirrt er sich manchmal noch in der Garage. Aber welche elektrische Leitung wo verläuft, das weiß er ganz genau. "Und wenn es doch einmal hakt, gibt es ja die Dokumentation", sagt Daniel Przemeck von der Firma HSG Zander, bei der Roeßiger angestellt ist. "Die Bedienungsanleitung", übersetzt der Hausmeister. HSG Zander, eine Tochterfirma des Investors Bilfinger Berger, wird den Komplex 25 Jahre lang betreiben und sich so refinanzieren. "Wir bieten das Rundum-Sorglos-Paket", sagt Daniel Przemeck. Technik, Reinigung, Außenanlagen - die Firma HSG Zander kümmert sich um alles.

Um 15 Uhr hat Hausmeister Roeßiger heute seine Schicht begonnen. Und vor zwei oder drei Uhr nachts wird sein Arbeitstag nicht beendet sein. Roeßiger ist gewappnet: "Zwischendurch trinke ich einfach immer wieder mal einen starken Kaffee, dann halte ich das durch", sagt er. Jetzt geht er aber erst einmal in die Heizzentrale. Die technischen Anlagen lassen sich allesamt vom Computer aus steuern. Die Heizung wird durch die Außentemperatur geregelt. Zum Inspizieren und Warten muss Udo Roeßiger jedoch täglich in den Keller steigen. Ein letztes Mal zieht er die Wasseruhr fest.

Der nächste Gang ist der auf den Dachboden. Am Aufzug steht noch "Außer Betrieb". Oben führt der Weg durch den Flur "Haushalt und Finanzen". Es riecht nach frischer Farbe und neuen Möbeln. An den Türen hängen nagelneue Büroschilder, auf jedem Schreibtisch klebt ein weißer Zettel mit dem Namen des Mitarbeiters, der in Zukunft hier sitzen wird.

Um in den Lüftungsraum zu kommen, muss Udo Roeßiger durch das Büro "Kreiskasse und Vollstreckung". Auf dem Dachboden prüft er den Steuerschrank der Lüftung. "Außerdem muss ich darauf achten, dass sich niemand einquartiert, der nicht hierher gehört", sagt Roeßiger. Die ungebetenen Gäste, das sind Fledermäuse. "Für die gibt es Rückzugsorte im Elbflügel und im Keller", erklärt der Hausmeister. Durch eine Einflugschneise können die Tiere hereinkommen und im Landratsamt ihren Winterschlaf halten. "Da haben sie ihre Ruhe", sagt Roeßiger. In letzter Zeit hat er allerdings keine Fledermäuse gesehen - der Baulärm hat sie wohl abgeschreckt.

16.30 Uhr. Die ersten prominenten Gäste flanieren über den roten Teppich am Eingang zum Schloss. Udo Roeßiger kann erst einmal kurz durchatmen. Wenn die Eröffnungsreden vorbei sind, geht es straff weiter.

Im Kopf ist Roeßiger dann schon einen Tag weiter: Zusammen mit seinem Kollegen muss er den Kreistagssaal umbauen und für den Tag der offenen Tür bestuhlen. Er muss den Besucherweg herrichten und prüfen, ob alles den technischen Voraussetzungen entspricht. Das weitere Programm ist nicht vorhersehbar: Wenn ein Aufzug stecken bleibt, muss er sich darum kümmern, dass die Leute befreit werden. Wenn die Technik nicht funktioniert, ist er auf Zuruf zur Stelle. Und am Nachmittag war er es, der eine Mitarbeiterin vom Catering verarztet hat, als die sich verletzt hatte.

17 Uhr. Durchs Treppenhaus schallen Marschtöne. Die Jagdhornbläsergruppe läutet das Fest ein. "Es wird eine Herausforderung", sagt Udo Roeßiger. "Die Eröffnung im Stadtflügel, und gleichzeitig muss ich auch den Elbflügel unter Kontrolle haben." Irgendwann heute Nacht wird er die Bewährungsprobe überstanden haben. Dann fährt er nach Hause nach Heidenau. Was er sich zur Entspannung gönnt? "Viel Schlaf und Ruhe." Sonnabend hat er frei.

Schloss Sonnenstein öffnet für alle

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.12.2011

Nach der feierlichen Eröffnung am Freitagabend öffnet Schloss Sonnenstein am Wochenende allen Interessenten seine Türen. Jeweils 10 bis 16 Uhr sind alle eingeladen, sich ein Bild vom sanierten und ausgebauten Komplex zu machen. Höhepunkt wird ein historisches Spektakel sein, mit dem der Verein "Der Retter der Stadt Pirna Theophilius Jacobäer" an die Zeit des 30-jährigen Krieges erinnern wird. Alle 30 Minuten starten vom Omnibusbahnhof Busse zum Schloss. (SZ)

"Wir brauchen ein paar Tage zum Ankommen"

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 07.12.2011

Landrat Michael Geisler über das sanierte Schloss Sonnenstein und die Frage, ob es jetzt noch mehr Stau gibt auf der B172.

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Landrat Michael Geisler (Foto: Daniel Förster)

Herr Geisler, am Freitag wird gefeiert, dann ziehen Sie mit dem Landratsamt ins sanierte und ausgebaute Schloss um. Wie fühlt es sich an?
Vom 14. bis 16. Dezember werden Akten und Gerätschaften aus den Dienstzimmern in das neue Domizil gebracht. Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnt nun also die "heiße Phase" des Umzugs: Bis spätestens 13. Dezember muss alles in Umzugskartons verstaut sein. Wenn am 19. Dezember in unserem neuen Domizil offiziell der Dienst beginnt, wird es sich für uns alle erst einmal sehr unrealistisch anfühlen. Auch ich werde sicher ein paar Tage brauchen, um tatsächlich anzukommen.

Auf dem Sonnenstein wurde gut anderthalb Jahre gebaut. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?
Ich bin mehr als zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt und der Bilfinger Berger SE war die unzweifelhaft letzte Chance, die Sanierungs- und Umbaufinanzierung des Schlosses als Verwaltungssitz für das Landratsamt zu stemmen. Der Ablauf des Baus und die Einhaltung des zeitlichen und finanziellen Rahmens haben deutlich bewiesen, dass unser Projektpartner zuverlässig und erfahren war. Es ist vollbracht, was wir uns wohl alle gewünscht haben: Die Stadt Pirna erhält ihre Krone zurück!

Gibt es Details, die Sie für besonders gelungen halten?
Unter denkmalpflegerischen und ästhetischen Gesichtspunkten wurde Neues und Altes auf eine harmonische und zugleich reizvolle Weise verbunden. Die zurückhaltende Sachlichkeit der modernen innenarchitektonischen Elemente unterstreicht die erhaltenen originalen Details: aufgearbeitete und wiederhergestellte Türen, Wandmalereien, Stuck oder Gewölbe. Besonders beeindruckend ist der Kreistagssaal mit seinem restaurierten Jugendstilstuck aus geometrischen und floralen Elementen sowie Kinderfiguren. Besonders beeindruckt mich das Flair im Schlosshof und selbstverständlich der einzigartige Ausblick auf Pirna. Schon heute bin ich darauf gespannt, wie die einzelnen Jahreszeiten diesen Eindruck verstärken werden.

Kritiker befürchten, auf den Landkreis könnten beim gewählten Modell Öffentlich-Private-Partnerschaft erhebliche Mehrkosten zukommen. Halten Sie diese Angst für begründet?
Diese Angst ist natürlich legitim, sie liegt schon allein darin begründet, dass das PPP-Modell für den Landkreis gänzlich neu war und keine eigenen Erfahrungen damit vorlagen. Fakt ist, bis jetzt wurde der geplante Kostenrahmen eingehalten. Damit geht der Weg in die richtige Richtung.

Sehen Sie die Gefahr von noch mehr Staus auf der B172? Der Kreisverkehr auf dem Sonnenstein kommt jedenfalls in den nächsten Monaten noch nicht…
Mit der Eröffnung des restaurierten Schlossareals wird der Verkehr zweifelsohne wachsen.

Seit Freitag allerdings bin ich im Hinblick darauf etwas entspannter: Am 2. Dezember wurde darüber informiert, dass das sächsische Verkehrsministerium den Ausbau des Knotenpunktes B 172 Schloss Sonnenstein genehmigt hat.

Die rund 1,3 Millionen Euro teure Baumaßnahme wird kurzfristig für das Bauprogramm "Bundesfernstraßen 2012" angemeldet. Neben dem Umbau der bestehenden Kreuzung Bundesstraße/Schlosszufahrt zu einer Kreisverkehrsanlage gehören auch bauliche Veränderungen der B 172 dazu. Die entscheidende Weiche ist nun gestellt. Die Staus auf der B 172 aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens durch das Landratsamt werden endlich sein.

Wann können sich Interessenten das Schloss genauer anschauen?
Im Vorfeld des Umzuges sind alle Bürger eingeladen, den neuen Verwaltungssitz des Landratsamtes zu besichtigen. Aus diesem Grund werden am 10. und 11. Dezember 2011, jeweils von 10 bis 16 Uhr, Rundgänge durch ausgewählte Bereiche des neuen Verwaltungssitzes, z. B. den Kreistagssaal, angeboten.

Ich wünsche mir sehr, dass unsere Besucher das neue Landratsamt gern als das annehmen, was es sein soll: eine moderne Dienstleistungsbehörde und das neue Wahrzeichen der Stadt.

Die Fragen stellte Domokos Szabó.

Als der Sonnenstein zum ersten Mal Verwaltungssitz war

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 06.12.2011

Bald zieht das Landratsamt in das umgebaute und sanierte Schloss um. Eine Premiere als Residenz ist das jedoch nicht.

In wenigen Tagen wird das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf dem Sonnenstein den restaurierten Elb- und Stadtflügel beziehen. Während viele wissen, dass die Gebäude in ihrer langen Geschichte unter anderem eine Festung und eine Heilanstalt beherbergten, ist weniger bekannt, dass sie auch schon zweimal als Verwaltungssitz gedient hatten.

Den wettinischen Landesherren war ihr Pirnaer Schloss als Verwaltungssitz sogar sehr bedeutsam gewesen. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts verschmolz die Pflege Pirna mit verschiedenen Randgebieten zum großen Amt Pirna. Seit dieser Zeit war das Pirnaer Schloss Sitz des Amtes und blieb es fast 200 Jahre. Der im Kemnatengebäude residierende Amtshauptmann war der Verwalter des Amtes mit richterlichen und militärischen Aufgaben. Dagegen ging die wirtschaftliche Verwaltung in immer stärkerem Maße in die Hände der Schösser über, die hier seit den 1470er-Jahren nachweisbar sind.

Eine wichtige Aufgabe des Schössers war die Bewahrung und Kontrolle des kurfürstlichen Eigentums. Das Amtshaus, die Schösserei, befand sich im 1470 erbauten mächtigen Lundenturm, dem größeren der beiden Burgtürme. Dagegen diente der Grunewaldt als Amtsgerichtsgefängnis, in dem sich beispielsweise 1529 der durch ein wüstes Fehdeleben berüchtigte Nickel von Minckwitz in Gewahrsam befand. 1647 ließ Festungskommandant von Liebenau das Amt in das Haus Markt 12 verlegen, um das zivile Element aus der Festung herauszuhalten. Es dauerte dann drei Jahrhunderte bis zur kurzen Episode der Nutzung des Gebäudes als Landratsamt in den Jahren 1948/49.

Begehrlichkeiten anderer Institutionen erzwangen jedoch bald die Verlegung der Behörde in die Zehistaer Straße. 62 Jahre später rollen von dort die Umzugswagen wieder auf den Sonnenstein.

Von Dr. Boris Böhm

Schloss-Kreisel am Sonnenstein ist genehmigt

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 03.12.2011

Verkehrsexperten erwarten spürbare Entlastungen für die B172.

Das sächsische Verkehrsministerium hat den Bau eines Kreisverkehrs auf der B172 in Pirna-Sonnenstein genehmigt. Die 1,3 Millionen Euro teure Baumaßnahme werde kurzfristig für das Bauprogramm "Bundesfernstraßen 2012" angemeldet, gab das Ministerium gestern bekannt. Die bestehende Kreuzung an der Schlosszufahrt wird umgestaltet, was auch bauliche Veränderungen eines 300 Meter langen Abschnitts der Bundesstraße erfordert.

Wenn das Landratsamt Pirna am 19. Dezember seine Arbeit im sanierten Schloss Sonnenstein aufnimmt, müssen die Angestellten zunächst mit Staus rechnen. Das Schloss ist für 500 Beschäftigte ausgelegt - die Straße dorthin aber nicht. Der im Durchmesser 35 Meter breite Schloss-Kreisel soll den Verkehrsfluss spürbar verbessern. Gebaut werde er ab Frühjahr 2012, führt das Ministerium aus. Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) erklärte dazu, dass dieser Ausbau für die schon jetzt regelmäßig überlastete Bundesstraße dringend erforderlich sei.

Von Hartmut Landgraf

Schloss Sonnenstein vor der Eröffnung

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 03.12.2011

Nächsten Freitag wird mit geladenen Gästen und einem Feuerwerk gefeiert. Danach sind nicht nur Promis sind willkommen.

Zuletzt kamen sie vor gut 370 Jahren und verbreiteten in Pirna Angst und Schrecken. Bei ihrem nächsten Besuch sei Ähnliches nicht zu erwarten, heißt es. Denn wenn am Sonnabend in einer Woche ein schwedisches Heer im Sonnensteiner Schlosshof einmarschiert, passiert das nur zum Zweck der Unterhaltung.

Mit dem Spektakel erinnert der Verein "Der Retter der Stadt Pirna Theophilius Jacobäer" an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und ist zugleich ein Höhepunkt des Tages der offenen Tür nach der Wiedereröffnung des Schlosses als neues Landratsamt. Ab 10 Uhr wird das Areal fest in der Hand der Truppe sein, von 11 bis 15 Uhr können sich die Gäste das Schwedenlager samt verschiedenen Vorführungen anschauen.

Prominente Gäste
Bereits einen Tag früher, am Freitag, wird das Ensemble nach mehr als anderthalb Jahren Sanierung und Umbau an Landrat Michael Geisler übergeben. Eingeladen sind dazu rund 500 Gäste, unter anderem Innenminister Markus Ulbig (CDU) und Hessens ehemaliger Ministerpräsident Roland Koch. Heute ist Koch Vorstandschef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger, der im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft die historischen Gebäude rekonstruierte. Zum Festprogramm wird unter anderem ein Feuerwerk gehören.

Sanierung gefilmt
Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag stehen dann die Türen des Schlosses jedem Besucher offen. "Wir bieten Rundgänge an, dabei können die Gäste das Schloss selbst erkunden", sagt Landkreis-Sprecherin Christina Hildebrand. Unter andrem führt der Weg durch den neuen Kreistagssaal.

Er ist Anfang des 20. Jahrhunderts ursprünglich als Festsaal der Heil- und Pflegeanstalt auf dem Sonnenstein entstanden. Bei der Sanierung bekam der Raum seinen Jugendstilschmuck zurück. Man darf also auf das Ergebnis gespannt sein. Zu sehen ist auch ein Film des Pirnaer Foto- und Videoclubs über die Schlosssanierung.

Von Domokos Szabó

Das Buch zum Schloss Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 03.12.2011

Pünktlich zur Eröffnung des Ensembles kommt ein 120 Seiten starker Band heraus. Darin steht auch, wieso das Schloss eigentlich keins ist.

Warum wird das historische Ensemble auf dem Sonnenstein stets als Schloss bezeichnet, ohne dass es eins wäre? Warum fand Napoleon einst großen Gefallen an den Festungsanlagen? Weshalb war die Immobilie jahrelang dem Verfall preisgegeben? Und: Wozu braucht ein Behördenchef ein Schloss?

Noch nie veröffentlichte Fotos
Um diese und andere Fragen geht es in einem neuen Buch der Redaktions- und Verlagsgesellschaft Freital/Pirna (Sächsische Zeitung), das pünktlich zur Eröffnung der Immobilie als neues Landratsamt erscheint. Die Autoren beleuchten die Geschichte des Schlossareals und erklären, wie es zu einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft zur Sanierung und dem Umbau kam.

Die reich bebilderte Publikation mit dem Titel "Neuer Glanz für Pirnas Krone" gibt zudem einen Rückblick auf die Bauarbeiten und stellt den Zusammenhang zur Altstadt-Sanierung her. Zahlreiche Fotos aus der Geschichte und der Gegenwart des Sonnensteins sind in diesem Buch erstmals zu sehen. Außerdem bekommen die Leser zahlreiche Empfehlungen zu weiterführender Literatur.

Videoclub verkauft DVD
Zum ersten Mal können Interessenten am 10./11. Dezember beim Tag der offenen Tür auf dem Sonnenstein das Buch für 12,50 Euro erwerben. Bestellungen werden ab sofort unter sz.pirna@dd-v.de bzw. in den SZ-Treffpunkten Pirna, Freital und Dippoldiswalde entgegengenommen. Zur Eröffnung auf dem Sonnenstein wird ferner der Pirnaer Foto- und Videoclub eine 35-minütige Filmdokumentation über die Bauarbeiten verkaufen.

(SZ)

Stadt will Licht ins Dickicht am Canalettoweg bringen

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 29.11.2011

Der Blick auf die Bastionen von Schloss Sonnenstein ist zugewachsen. Das soll sich mit der geplanten Sanierung des Canalettowegs ändern.

Mit dem einstmals berühmten Panorama am Canalettoweg ist es nicht mehr sehr weit her. Am Nordhang des Sonnensteiner Schlossareals führt der 100 Jahre alte Weg durch ein dichtes Baumspalier. Noch bis 1960 konnte man hier den Blick teilweise ungehindert schweifen lassen - übers Elbtal, zu den Hängen von Pirna-Copitz und auf die verschachtelten Dächer der Altstadt. Heute sind die alten Aussichten gründlich zugewachsen. 

Das aber soll sich ändern. Im Zuge der geplanten Sanierung des Canalettowegs will die Stadtverwaltung etwas Licht und Luft ins Dickicht bringen und an zwei Stellen unterhalb der Schloss-Bastionen zwischen dem sogenannten Mittleren und Hohen Werk und dem Wanderweg Bäume fällen lassen, überwiegend Spitzahorn.

Dadurch sollen vor allem die Bastionsbauwerke vom Weg und vom Elbtal her wieder besser sichtbar werden, sagt Landschaftsarchitektin Anne Prugger, deren Büro die Sanierungsmaßnahmen an den Böschungen und Wegen rund um Schloss Sonnenstein begleitet. Die nördlichen Hänge mitsamt dem Canalettoweg sind dabei Teil der längerfristigen Planungen und sollen 2013/14 an die Reihe kommen. Mit der zuständigen Naturschutzbehörde sind bereits Vorabstimmungen gelaufen, der Eingriff muss schonend erfolgen - zum Beispiel sollen Gehölze, die Fledermäusen zur Orientierung dienen, erhalten bleiben.

Das Vorhaben ist Teil des zweiten und dritten Bauabschnitts am nördlichen Schlossberghang, der neben der Sanierung des Canalettowegs auch Erhaltungsmaßnahmen eines alten städtischen Wasserspeichers, des sogenannten Pienitzbehälters, einschließt. Am Canalettoweg selbst sollen Stützmauern repariert und der Unterbau erneuert werden. Neue Sitzbänke und Geländer sollen das Wandern am Fuß des Sonnensteins künftig touristenfreundlicher machen - schließlich ist die Route ein Abschnitt des populären Malerwegs. Im Bereich des "Hohen Werks" ist zudem geplant, den Weg über eine Treppe direkt mit dem Schlosshof zu verbinden.

Die Finanzierung der mit insgesamt 428000 Euro kalkulierten Baumaßnahmen am Nordhang ist allerdings von Fördermitteln abhängig, die erst beantragt werden können, wenn das gesamte Vorhaben vom Stadtrat abgesegnet ist. Diese Hürde hofft Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) am 6. Dezember zu nehmen.

Von Hartmut Landgraf

So schön ist der Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 26.11.2011

Wenig beachtet und doch gelungen. Abseits des Schlossbaus hat sich auch im Stadtteil viel bewegt.

"Das hamse schön gemacht", sagt Elsbeth Klemmer, die gerade den Weg vom Klinikum vorbei am Einkaufsmarkt ins Wohngebiet entlang läuft. Barrierefrei und mit zwei Bänken versehen ist er zudem. Der viel begangene Pfad ist nur ein Beispiel für die langsame, aber immer deutlicher spürbare Veränderung des Sonnensteins. Abseits des Glanzes der bald fertigen Schlosssanierung hat sich auch der Stadtteil selbst gemausert. Noch immer bestimmen zwar Plattenbauten das Bild, doch sie wirken nicht mehr so dominant, vor allem nicht mehr so trist.

Ein Grund sind die Abrisse der vergangenen Jahre. Die wurden aber nicht wahllos vorgenommen, und die freien Flächen auch nicht einfach so zurückgelassen. Die städtische Wohnungsgesellschaft WGP hat viel investiert, um den Sonnenstein attraktiver zu machen. Über eine halbe Million Euro fließen derzeit allein in die Außenanlagen.

Zum Beispiel in den Freiraum, den der ehemalige Y-Block auf der Remscheider Straße 58/59 hinterlassen hat. Hier ist eine Fläche entstanden, deren "Sitzturm" das optisch deutlichste Markenzeichen darstellt. Das Areal wird noch begrünt und ist außerdem auch von oben, von den Fenstern der umliegenden Hochhäuser, eine Attraktion. Von dort aus ist die Fläche als ein großes Auge zu erkennen. Und praktisch ist sie auch, denn sie ermöglicht den Übergang zur B 172.

Eine weitere klar erkennbare Veränderung gibt es bei der inzwischen abgerissenen "Wand", dem Block auf der Remscheider Straße 18 bis 21. Hat dieser Gebäudekomplex früher dem Rest der Häuser das Licht genommen, kann die Sonne nun ungehindert in die Fenster der Wohnungen scheinen. Auch hier wurde die gewonnene Fläche aufgewertet. Es gibt vier Themeninseln mit diversen Betätigungsmöglichkeiten. So existiert sogar ein Erwachsenenspielplatz, auf dem sich ein jeder auf Fitness und Beweglichkeit testen kann.

Noch nicht fertig, aber bereits deutlich sichtbar ist der Spielplatz und Treffpunkt am ehemaligen Varkausring 55 bis 57. Hier sind zudem neue Querverbindungen entstanden. Wenn der Umbau fertig ist, bekommt er auch noch einen passenden Namen.

Von Alexander Müller

Endspurt auf dem Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 18.11.2011

In knapp 20 Tagen öffnet Schloss Pirna-Sonnenstein als neues Landratsamt. Schaffen das die Bauarbeiter noch?

Der Dresscode wird lockerer: Von Besuchern der Großbaustelle Sonnenstein wird in diesen Tagen nicht mehr erwartet, dass sie sich einen Helm aufsetzen. "Auf eigene Verantwortung", heißt es am Empfang.

Mitten auf dem Schlosshof steht Projektleiter Peter Darmstadt - Hut statt Helm - und grinst. Er kommt sogar ohne Jacke aus, und die milden Temperaturen sind denn auch der Grund für seine gute Laune. Denn so können die Landschaftsbaufirmen Pflanzen in die Erde bringen, Gras säen und Wege aus dicken Sandsteinplatten anlegen. "Wir sind nicht unglücklich darüber, dass noch kein Frost da ist", sagt der Mann vom Landratsamt.

In knapp 20 Tagen wird das Ensemble als neuer Verwaltungssitz übergeben. Seit April 2010 sind im Elb- und Stadtflügel 500 Arbeitsplätze für die verschiedenen Abteilungen von A wie Archiv bis Z wie Zulassungsstelle entstanden. Gut 44 Millionen Euro sind verbaut. Landratsamt, Bilfinger Berger Hochbau sowie Dreßler Bau Dresden geben damit ein Beispiel dafür, wie eine Öffentlich-Private Partnerschaft funktionieren kann.

Alle Schmuckstücke möchte Peter Darmstadt vor der Eröffnung am 9. Dezember noch nicht zeigen, doch der SZ gewährt er schon mal einen exklusiven Einblick in die Räume. Beispiel kleiner Sitzungssaal. Der befindet sich im Kopfbau des Elbflügels, direkt unter dem großen Kreistagssaal. "Für den kleineren Sitzungssaal für die Ausschüsse wurde die Holzvertäfelung aus der Bibliothek der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt umgesetzt und aufgearbeitet", sagt Darmstadt. Die so veredelten Wände können sich sehen lassen, ebenso wie die Jugendstiltüren. Ansonsten ist alles topaktuell - von den Beamern bis hin zum drahtlosen Computernetz.

Modern und schlicht ist auch das Foyer im Stadtflügel - dort arbeiten künftig jene Abteilungen, in denen mehr oder weniger reger Besucherverkehr herrscht - zum Beispiel Ordnungsamt, Jugendamt, Sozialamt und Gesundheitsamt. Mitten im großen Foyer eine Theke mit quadratischem Grundriss. Zur einen Seite hin ist die Theke transparent. "Dort werden Archäologen Fundstücke vom Schlossgelände präsentieren", sagt Peter Darmstadt.

Für Christian Wolf, der von Bilfinger Berger die Projektleitung übernahm, bedeuten die Endspurt Tage puren Stress. "Aber wir sind im Prinzip schon fertig", sagt er. Es sind die letzten Feinheiten, die noch zu machen sind. So fehlt im Pavillon - dem neuen Lesesaal des Archivs - ein Lasuranstrich für das Holzgebälk. Auch die Metalltreppe zum ehemaligen Kohlebunker muss noch montiert werden. Dort beginnt künftig ein Weg unterhalb der Schlossanlage durch die Bastionen. Die touristische Route wird aber ohnehin erst ab Mai zu testen sein. "Schließlich halten jetzt in den Bastionen die Fledermäuse Winterschlaf", sagt Peter Darmstadt. Wenn sie wieder wach sind, sieht auf dem Sonnenstein vieles anders aus.

Besichtigung auf dem Sonnenstein am 10./11. Dezember, jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Schloss Sonnenstein öffnet sich für Schaulustige

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 18.11.2011

Am Wochenende 10./11. Dezember können sich Interessierte zum ersten Mal den neuen Sitz des Landkreises anschauen. Am Sonnabend und Sonntag werden jeweils von 10 bis 16 Uhr Rundgänge in ausgewählte Teile des Ensembles angeboten. Die Behörde bittet darum, die derzeit noch begrenzten Parkmöglichkeiten um das Gelände sowie eventuelle Wartezeiten beim Rundgang einzuplanen.

Nach Sanierung und Umbau wird der Komplex am 9.Dezember bei einer Feier mit geladenen Gästen eröffnet. Im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft wurden die Gebäude für gut 44 Millionen Euro wieder hergerichtet. Für Cafeteria, Zulassungstelle und Archiv entstanden moderne Bauten.

(SZ/dsz)

Landratsamt zieht Mitte Dezember um

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 11.11.2011

Am 30. November ist das Schloss Sonnenstein fertig saniert. Gefeiert wird, bevor die Umzugswagen rollen.

Das Landratsamt wird am 19.Dezember im sanierten Schloss Sonnenstein seine Arbeit aufnehmen.

Wie der Landkreis gestern mitteilte, bleibt die Behörde wegen des Umzugs vom 14. bis 16. Dezember geschlossen. Das gilt auch für die Außenstellen Freital und Dippoldiswalde, die nicht umziehen. Eine Ausnahme machen lediglich die Bürgerbüros, in denen an allen drei Tagen Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Die Umzugsvorbereitungen haben bereits begonnen. Daher gibt es Service-Einschränkungen. Insbesondere seien folgende Bereiche betroffen: Schülerbeförderung und Poststelle, Kfz-Zulassung, Fahrerlaubniswesen, Gewerbeangelegenheiten, Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärdienst, Soziale Leistungen (Sozialamt), hier vorwiegend die Bereiche Bildung und Teilhabe, Wohngeld, Sozialhilfe, Betreuungsbehörde, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (Jugendamt), Gewässerschutz, Abfall/Boden/Altlasten, Bauaufsicht sowie Denkmalschutz. "Wir bitten dafür um Verständnis", sagte Behördensprecherin Christina Hildebrand.

Das Fest für geladene Gäste findet am 9. Dezember statt, danach können sich Interessierte das Schloss anschauen.

(SZ/dsz)

Die Adresse ab 19. Dezember lautet:

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Landratsamt
Schlosshof 2/4
01796 Pirna

Kritik an der Verzögerung des Schlosskreisels

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 09.11.2011

Der Chef der CDU-Fraktion im Kreistag nennt die Situation nicht hinnehmbar.

Die Verzögerungen beim Bau der Verkehrsanbindung des neuen Landratsamtes auf dem Sonnenstein (SZ von gestern) kritisiert CDU-Kreistagsfraktionschef Mike Ruckh: "In dieser Angelegenheit hätte ich mir schon etwas mehr Dynamik der Verantwortlichen in Pirna gewünscht." Ebenso kritisiert Ruckh, der auch Oberbürgermeister von Sebnitz ist, dass die Parkplätze noch nicht fertig sind. "Das ist eigentlich nicht hinnehmbar, dass das Schloss Sonnenstein als Sitz des Landratsamtes ausgebaut wird, ist nun schon lange genug bekannt." Andernorts gehe man bei solchen Vorhaben als Kommune in Vor- und nicht in Nachleistung.

Pirnas OB Klaus-Peter Hanke wehrt sich jedoch gegen diese Vorwürfe. "Die Fördermittelbewilligungen für die Sanierung des Schlosses hatten sehr enge zeitliche Vorgaben." Aus diesem Grund hätte die Erschließung (Zufahrt, Parken) nicht vor dem Baubeginn geklärt werden können. "Bei der Errichtung des Kreisverkehrs handelt es sich um den Umbau einer Bundesstraße." Normalerweise sei hierfür ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, welches in der Regel fünf Jahre dauere. "Hier haben es Landkreis und Stadt gemeinsam geschafft, innerhalb von zwei Jahren Baurecht zu erreichen."

Von Alexander Müller

Schloss-Kreisel wird erst ab Frühjahr gebaut

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 07.11.2011

In einem reichlichen Monat zieht das Landratsamt ins Schloss Sonnenstein. Es wird schlecht erreichbar sein. Auch Parkplätze fehlen.

Wenn das Landratsamt Pirna am 19. Dezember seine Arbeit im Schloss Sonnenstein aufnimmt, werden sich die Amtsangestellten wohl ein paar Minuten früher auf den Arbeitsweg machen müssen als bisher. Denn zwar wurden die Schlossgebäude für rund 500 Beschäftigte um- und ausgebaut, nicht aber die Straße dorthin.

Wie die Stadtverwaltung Pirna mitteilt, wird mit dem Bau des Kreisverkehrs in der Schlosskurve nun auch nicht mehr wie angekündigt dieses Jahr begonnen, sondern voraussichtlich erst im März 2012. Das Baurecht für den Kreisel ist zwar seit Anfang August hergestellt, bisher hat Pirna aber keine Fördermittel für den Bau beantragt. Wie die Stadt auf SZ-Anfrage mitteilt, will sie nächste Woche den Fördermittelantrag einreichen. "Gleichzeitig wird der vorzeitige förderunschädliche Beginn der Maßnahme beantragt", erklärt Stadtsprecherin Sabine Schlechtiger. Die Bauzeit für den Kreisverkehr wird laut Stadtverwaltung rund neun Monate betragen.

Dippser Straße wieder frei
Über den Winter bleibt die Kreuzung in der Schlosskurve also wie sie ist, danach ist der Bereich Baustelle. Der Autoverkehr zum Landratsamt werde auf der ohnehin überlasteten B172 zu weiteren Staus führen, sagen Verkehrsexperten. Auch die Parkplatzsuche wird sich für die Angestellten im Umfeld des Schlosses zunächst schwierig gestalten. Der Abriss der beiden Strömungsmaschinenhallen im Schlosspark, der Raum für Parkplätze schaffen soll, beginnt nach Angaben der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna voraussichtlich Anfang Dezember.

Ein wenig Entlastung hat die Bundesstraße 172 in Pirna in den vergangenen Tagen immerhin schon wieder erfahren. Die Stadtwerke haben ihren Kanalbau auf der Dippoldiswalder Straße beendet, sie ist wieder frei. Nach Angaben der Stadt soll auch der Brückenbau auf der Einsteinstraße bis Dezember abgeschlossen sein, sodass die Bundesstraße weiter entlastet wird.

Von Christian Eissner

Der neue Schlossblick auf dem Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 18.10.2011

Nach und nach zeigt sich, wie schön das Ensemble saniert wurde. Auf dem Hof sieht es aber noch nach viel Arbeit aus.
Die Sanierung von Schloss Sonnenstein und sein Ausbau zum Sitz der Landkreisverwaltung nähern sich ihrem Ende. In knapp zwei Monaten wird das Ensemble unter anderem mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Tausende Interessenten werden dazu erwartet. Derzeit wuseln sich aber Tag für Tag Dutzende Bauarbeiter über die Baustelle, die Projektleitung drückt aufs Tempo. Zu tun ist noch allerhand. Während im Stadtflügel und dem Schlossflügel die Büros eingerichtet werden, herrscht auf dem Schlosshof scheinbar großes Durcheinander. Aber nur scheinbar. Projektleiter Christian Wolf von Bilfinger Berger erklärte gestern der SZ den Stand der Arbeiten.

Weil noch so viel Baumaterial herumliegt, fällt nicht auf, dass der Schlosshof seinen Mittelpunkt bereits zurückbekommen hat: Es ist ein Jugendstilbrunnen mit einer Säule, auf der ein Knabe mit einem Pelikan sitzt, dessen Kopf er festhält. In den vergangenen Monaten wurde die Anlage aus Sandstein rekonstruiert. Unter anderem erhielt sie vier neue Ausläufe, jeweils in Form eines Fischkopfes. Ab kommendem Frühjahr wird der Brunnen so wie einst plätschern.

Pflaster für den Schlosshof
Ab Anfang November schon wird das Umfeld des Kleinods beräumt und der ursprüngliche Garten neu angelegt. Auch er soll so aussehen wie er 1910 nach der letzten Sanierung war. Geplant ist eine Grünfläche, die durch zwei Wege in vier gleich große Teile gegliedert wird. "Anfang November fangen wir mit den Pflanzungen an", sagt Projektleiter Wolf. Das gilt übrigens auch für den kleinen Schlosshof, der sich zwischen der modernen Cafeteria und dem Stadtflügel befindet.

Doch Grün ist nicht die einzige Farbe für das Umfeld des sanierten Schlosses - ein Großteil der Flächen wurde gepflastert. Im September liefen die Arbeiten an, mittlerweile ist diese Etappe komplett abgeschlossen. Wer künftig aufmerksam durch das Areal läuft, wird die verschiedenen Farbtöne des Granits bemerken. Damit und mit dem Wechsel zwischen kleinen und größeren Steinen werden zum Beispiel ehemalige Befestigungsgräben nachgezeichnet. Doch man muss schon genau hinschauen. "Wenn man hier einfach nur langgeht, nimmt man es gar nicht wahr", sagt Wolf.

An frühere Zeiten erinnert auch der Tiefbrunnen direkt an einer Außenwand des Elbflügels. Zuletzt wurde das Wasser aus rund 70 Metern Tiefe über eine gusseiserne Säule in die Höhe befördert. Vom Schwengel bis zum Hahn ist nun alles restauriert, sogar die Brunnenabdeckung wurde aus Sandstein nachgebaut. Nur wird hier kein Wasser mehr fließen - denn die Grube ist mittlerweile verfüllt.

Eine besondere Herausforderung war der Bau der Schlosszufahrt. Da hier bis heute täglich Laster rollen, konnte nur an Wochenenden gearbeitet werden. An der Zufahrt und dem weiteren Schlosshof entlang markierte früher ein Jugendstilzaun die Grenze zum Schlosspark. Von der ist derzeit nichts zu sehen. Dafür ist aber sein neuer Sockel bereits fertig. Auf knapp 100 Metern reiht sich Sandsteinelement an Sandsteinelement. Sobald der Zaun erneuert ist, kehrt er an seinen alten Platz zurück - zumindest fast. Denn früher befand er sich noch auf dem Grundstück des Schlossparkbesitzers. Damit klare Verhältnisse herrschen, rückt er nun 20Zentimeter in Richtung Schloss, auf das Grundstück des Landkreises.

Arbeiten an den Bastionen
Ein Blick lohnt sich in diesen Tagen auch auf die Bastionen. Die werden vom Landkreis für eine touristische Nutzung fit gemacht. Künftig wird man von der Schlosstreppe (Stadtseite) der Festungsmauer entlang durch die mächtigen Steinkolosse zum ehemaligen Kohlebunker (Elbseite) und zurück laufen können. Am Mittleren Werk werden dafür derzeit die Mauern in Ordnung gemacht. Einen fast fertigen Eindruck macht bereits die Ebene vor der Schlossschänke - das Vorwerk. Hier werden Sandsteinplatten verlegt, und es bietet sich ein grandioser Blick auf den Schlosskomplex. Ob sich daran künftig auch Besucher der Schlossschänke erfreuen werden, bleibt offen. Die Stadt Pirna ist immer noch dabei, für diese besondere Immobilie einen Pächter zu suchen.

Von Domokos Szabó

Am 9. Dezember eröffnet Schloss Pirna-Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 21.09.2011

Der Feier mit geladenen Gästen folgt ein Tag der offenen Tür. Und mehr.

Zur Eröffnung des sanierten und ausgebauten Schlosses Sonnenstein am 9. Dezember werden rund 500 geladene Gäste erwartet. Laut Landrat Michael Geisler (CDU) wird Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Landesregierung vertreten. Zudem habe der Vorstandschef von Bilfinger Berger, Roland Koch, sein Kommen zugesagt.

Das Schloss wird seit 2009 im Rahmen einer Öffentlich-privaten Partnerschaft für 45 Millionen Euro von Bilfinger Berger und Dreßler Bau saniert und zum Landratsamt ausgebaut.

Zum Programm der Eröffnungsfeier werden historische Szenen, aber auch ein Feuerwerk gehören. Außerdem will das Landratsamt versuchen, auch musikalisch einen Höhepunkt zu setzen. Außerdem sollen Leute ausgezeichnet werden, die sich um die Rettung des Schlosses verdient gemacht haben.

Am Wochenende danach findet den Plänen nach ein Tag der offenen Tür statt. Die Kreisverwaltung rechnet mit etlichen Tausend Interessenten. Gezeigt werden sollen ausgewählte Bereiche des Ensembles, wie zum Beispiel der Kreistagssaal. In Zukunft will der Landrat das Schloss über dessen Funktion als Verwaltungsstandort hinaus ins öffentliche Leben einbeziehen. Geplant seien Ausstellungen, Konzerte und Lesungen.

Von Domokos Szabó

Fördermittel fürs fast fertige Schloss Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 17./18.09.2011

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Übergabe des Fördermittelbescheides (Landrat Geisler, Oberbürgermeister Hanke und Staatsminister Ulbig)

Einen Bescheid über knapp 4,4 Millionen Euro Fördermittel für den Umbau von Schloss Sonnenstein zum Landratsamt übergab Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) gestern an Pirnas OB Klaus-Peter Hanke. Das Geld aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" ist einer von mehreren Teilbeträgen, die die öffentliche Hand für den Schlossumbau bereitstellt. Insgesamt fließen rund 23 Millionen Euro Fördermittel ins Schloss. Obwohl der Landkreis Bauherr am Schloss ist, werden die Fördermittel über die Stadt Pirna abgerechnet. Aufgrund der Förderhöhe fürs Schloss werden andere Pirnaer Projekte dieses Jahr nicht aus dem Städtebau-Topf unterstützt.

Der Umbau des Schlosses Sonnenstein zum Sitz des Landratsamts Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nahezu abgeschlossen. Im Dezember will die Behörde einziehen. Die Gesamtbaukosten gibt der Kreis mit 45 Millionen Euro an. Finanziert wird das Projekt mithilfe einer öffentlich-privaten Partnerschaft des Landkreises mit dem Baukonzern Bilfinger-Berger.

(SZ/ce)

Hunderte Pirnaer stürmen die Terrassengärten

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 12.09.2011

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Foto: Daniel Förster

Als sich gestern Morgen um 10:00 Uhr die Bauzäune öffneten, warteten bereits Hunderte Interessierte und konnten es kaum erwarten, die sanierten Terrassengärten zu stürmen. "Uns interessiert natürlich, was hier freigelegt wurde", sagen Regine Kreische und Charlotte Föse. Die beiden Pirnaerinnen möchten sich zum Tag des offenen Denkmals "alles ansehen, was in letzter Zeit gemacht wurde". Dazu gehört unter anderem auch die sanierte Lessing-Grundschule und das ehemalige Kulturhaus Tanne.

Doch als Erstes geht es einen Schotterweg hinauf, der als Baustraße dient. Als die Besucher die erste Terrassenebene erreichen, geht ein Raunen durch die Menge. Worte wie "wunderschön" und "atemberaubend" werden geflüstert. "Wie schön muss es hier erst aussehen, wenn im Frühling alles blüht", sagt eine Bonnewitzerin andächtig. Ihren Namen möchte sie lieber nicht in der Zeitung lesen.

!Ich und viele andere Pirnaer wussten gar nicht, was hier für ein Schatz verborgen ist", sagt Petra Schlaupitz. Allerdings sei es schade, dass es noch so lange dauert, bis die Terrassengärten wieder geöffnet werden. Auch Renate Wollsch nutzte gestern die Gelegenheit und nahm an einer Führung der Architektin Anne Prugger teil. "Man kommt da ja erst mal nicht mehr rein", erklärt die Pirnaerin.

"Ich bin völlig überwältigt, wie viele Pirnaer hier die Gelegenheit genutzt haben, sich schon um 10:00 Uhr zum Sonntag die Anlage anzusehen", sagt Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos). Er hofft, dass die Einwohner Pirnas so einen völlig neuen Blick auf ihre eigene Stadt erhalten.

Architektin Anne Prugger hatte ebenfalls nicht damit gerechnet, dass gleich so viele Leute auf einmal die Anlage stürmen. "Wir sind doch bis 17:00 Uhr hier", sagt sie. "Ich dachte nicht, dass alle gleich um 10:00 Uhr kommen." Ihre Aufgabe bei der Sanierung nennt sie schön und schwierig zugleich, da es einige Überraschungen gab. Zum Beispiel wurden bei den Bauarbeiten für den stufenlosen Weg zum Schloss Sonnenstein Grundmauern eines großen Gebäudes gefunden und archäologisch untersucht.

Ein weiterer Höhepunkt zum Tag des offenen Denkmals war die Namensweihe des Hauses auf der Langen Straße 43 in der Pirnaer Altstadt. Zu Ehren der Patrizierfamilie Promnitz tauften Baubürgermeister Christian Flörke (parteilos) und Jürgen Scheible, der Chef der Wohnungsgesellschaft Pirna, das Gebäude gestern Mittag auf den Namen Promnitz-Haus. Die Tafel zeigt das Wappen der Familie, die lange Zeit Eigentümer des Hauses war und es im 17. Jahrhundert repräsentativ ausgestalten ließ. Einige Mitglieder der Familie hatten zu verschiedenen Zeiten das Amt des Pirnaer Bürgermeisters inne und waren so maßgeblich an der Entwicklung der Stadt Pirna beteiligt.

Von Katja Schlenker

Pflaster für den Schlosshof

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 24.08.2011

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Pflasterarbeiten

Auf dem Sonnenstein werden die ersten Büros eingerichtet. Fertig ist das neue Landratsamt aber noch lange nicht.
Auf dem Schlosshof ist es so laut, dass man sich kaum versteht. Christian Wolf kann das nur recht sein. Denn der Projektleiter von Bilfinger Berger Hochbau weiß: Der Lärm der Rüttelplatte ist ein unüberhörbares Zeichen dafür, dass es mit den Pflasterarbeiten vorangeht. Noch ist es erst eine gut 100 Quadratmeter große Fläche, die mit Steinquadern gestaltet wurde. Aber es wird Woche für Woche mehr. "Wir sind ganz gut unterwegs", sagt Wolf – und meint damit das Tempo auf der gesamten Schlossbaustelle.

Im November soll der Komplex nach Sanierung und Ausbau an das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Verwaltungssitz übergeben werden. Rund 45 Millionen Euro wird dann Bilfinger Berger zusammen mit seinem Projektpartner Dreßler Bau Dresden verbaut haben. Sollte das Wetter mitspielen, könnten die Außenarbeiten schon vor dem Spätherbst abgeschlossen sein. Dabei wird auch der Jugendstilbrunnen vom Schlosshof wiederhergerichtet. Ein Spezialist arbeitet schon in seiner Werkstatt daran, dass es hier künftig wieder plätschert.

Möbel werden bald geliefert
Gut sichtbare Ergebnisse gibt es nicht nur draußen, wo die allermeisten Gerüste bereits gefallen sind. Projektleiter Wolf zeigt im Elbflügel unterm Dach erste Büros, in denen bereits der Fußbodenbelag verlegt, die Neonstrahler aufgehängt und die Heizkörper montiert sind.

"In zwei Wochen kommen die Möbel", sagt Wolf. Die Wahl fiel auf weiße Schränke und Tische, dazu gibt es dunkle Stühle, alles ergonomisch aufeinander abgestimmt. Bestellt ist ein großer Posten, schließlich werden im Schloss 490Arbeitsplätze untergebracht. Die Türen sollen bereits nächste Woche montiert werden.

"Wir arbeiten uns von oben nach unten", sagt Wolf. Das klingt einfach - wie komplex die Aufgabe in der Tat ist, zeigt der Blick auf ein dickes Kabelbündel, das im Erdgeschoss des Elbflügels von der Decke hängt. Hauptsache, die Elektriker haben den Durchblick. Neben Stromleitungen für Licht und Geräte muss auch das hauseigene Computer-Netzwerk verlegt werden.

Fahrstühle sind montiert
Für die Stromversorgung hat das künftige Landratsamt eine eigene Trafostation bekommen, die im Elbflügel steht und von außen gespeist wird. Fällt sie - aus welchem Grund auch immer - aus, geht ein Notstromaggregat in Betrieb. Solange wie Diesel verfügbar ist, hält das Gerät die wichtigsten Abteilungen der Behörde arbeitsfähig.

Zur bereits installierten Haustechnik gehören auch fünf Fahrstühle: Die Firma Kone errichtete zwei davon im Stadtflügel, wo künftig die Abteilungen mit viel Besucherverkehr arbeiten werden. Drei weitere Aufzüge befinden sich im Elbflügel, wo die von Besuchern weniger stark frequentierten Büros samt der Chefetage und dem Kreistagssaal untergebracht wurden.

Früher war Letzterer der Festsaal der Heilanstalt für Geisteskranke, die ab 1811 ihr Domizil auf dem Sonnenstein hatte. Derzeit beschäftigen sich Stuckateure damit, dem Raum seinen einstigen Schmuck zurückzugeben.

Einen ganz anderen Akzent setzen die Architekten im altehrwürdigen Pavillon neben dem Elbflügel und dem modernen Archivgebäude. Mitten in den Raum ließ man eine erhöhte Betonplattform setzen, zu der eine Treppe hochführt. Es ist eine mutige wie praktische Lösung. Nun gibt es hier genug Platz - für den Lesesaal des Archivs.

Kugeln in der Fassade
Eine Kuriosität zeigt Projektleiter Christian Wolf an der elbseitigen Fassade des Schlosses. Dort sind gleich an drei Stellen halbe Steinkugeln zu sehen - so groß wie Kanonenkugeln. In der Tat nimmt man an, dass es sich um Geschosse handelt, auch wenn eine derartige Attacke von der Elbe her nicht überliefert ist.

Wie kamen dann die Kugeln in die Wand? Projektleiter Christian Wolf: "Wir nehmen an, dass es hier früher Öffnungen gab, die man für Arbeiten an der Fassade anlegte. Dort konnte man Kanthölzer reinstecken und sich daran befestigen." Später habe man diese Möglichkeit nicht mehr gebraucht - und die Wand mit den Kugeln zugemacht.

Von Domokos Szabó

Am Schloss Sonnenstein fallen die Gerüste

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 20.07.2011

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Bilck auf die zukünftige Cafeteria (Foto: Marko Förster)

Am neuen Kreissitz in Pirna läuft jetzt der Innenausbau. Mitte Dezember soll das Landratsamt einziehen.

Der künftige Sitz des Landrats im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf dem Pirnaer Sonnenstein nimmt immer mehr Gestalt an. In der rekonstruierten Schlossanlage läuft der Innenausbau mit voller Kraft. Trockenbauer, Fliesenleger, Maler und Installateure sind dabei, Büros mit rund 490 Arbeitsplätzen sowie zahlreiche Funktionsräume fertigzustellen. Die Elektriker sind in einigen Teilen des Hauses schon fertig. Für Datenleitungen und die Elektroinstallation werden rund 250 Kilometer Kabel verlegt.

Am Umbau des Sonnensteins, ehemals Festung und Heilanstalt für geistig Kranke, wird seit Mitte 2010 gearbeitet. Für die Baumaßnahmen an dem Komplex sind etwa 45Millionen Euro vorgesehen. Etwa drei Viertel dieser Summe sind Fördergelder und Eigenmittel des Landkreises. Ein weiteres Viertel wurde durch eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem Bauunternehmen Bilfinger Berger eingeworben. Der Landkreis muss dafür einen jährlichen Refinanzierungsanteil bezahlen.

Die Einrichtung des Landratsamtes auf dem Sonnenstein mithilfe eines Privatunternehmens ist nach Ansicht von Vize-Landrat Peter Darmstadt (CDU) die letzte Chance, das Anwesen als städtebauliches Ensemble zu retten. Schwere Schäden an den Dächern hatten bereits zum fortgeschrittenen Verfall geführt, sagt er. Man habe durch mehrere Etagen in den Himmel gucken können.

Probelauf für Datennetze
Momentan arbeiten zwischen 200 und 250 Bauleute auf dem Sonnenstein. Außer den Bürotrakten entsteht ein repräsentativer Saal für die Kreistagssitzungen, eine Cafeteria und ein neues Archivgebäude. Wo immer möglich, werde die historische Bausubstanz erhalten, sagt Vize-Landrat Darmstadt. Auch die Bastionen, die Kanonenstellungen der früheren Festung, werden saniert. Hierbei teilen sich Landkreis und Stadt Pirna die Kosten.

Der Einzug des Landratsamts ist für Mitte Dezember dieses Jahres geplant. Zuvor soll ein sechswöchiger Probebetrieb der Computertechnik stattfinden.

Von Jörg Stock

Schlosskantine kann im Dezember öffnen

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 13.07.2011

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Die Jugendstilornamente im Treppenhaus werden erhalten. (Foto: Daniel Spittel)

Nach langem Suchen ist es gelungen, für das schicke Gebäude einen Wirt zu finden. Wie geht’s jetzt auf der Schlossbaustelle weiter?

Künftig wird es wohl der schönste Speisesaal der Stadt Pirna sein: die Cafeteria des Landratsamtes auf Schloss Sonnenstein. Noch ist der moderne Neubau nicht fertig, die riesigen Glasfassaden zur Stadt und zum Schlosshof hin geben aber schon einen Vorgeschmack auf das besondere Flair des Hauses. Für Vize-Landrat Peter Darmstadt (CDU) ist der grandiose Blick auf die Elbestadt im Moment nur Nebensache.

Schließlich erwies sich die Suche nach einem geeigneten Betreiber für die künftige Landratsamts-Kantine und die benachbarte, städtische Schlossschänke als schwierig. Mittlerweile suchen Landkreis und Stadt getrennt nach einer Lösung für ihre Immobilien. Und der Vize-Landrat kann jetzt einen Erfolg melden. "Wir stehen mit einem regionalen Kantinenbetrieb in Verhandlungen, dieser hat sich gegen einen großen überregionalen Betreiber durchgesetzt. Das lag nicht zuletzt an der Qualität", sagte Darmstadt bei einer Baustellenbesichtigung zur SZ. Pünktlich zum Einzug des Landratsamtes ins Schloss wird damit die auch für alle offene Cafeteria öffnen können.

In der Stadt Pirna tobt indes eine Debatte über die Verpachtung der historischen Schlossschänke. Laut einem Gutachten ist mit Blick auf die Baukosten selbst ein abgespeckter Biergartenbetrieb wirtschaftlich kaum vertretbar.

Im und am Schloss wird jedenfalls weitergebaut. Nachdem der Rohbau abgeschlossen ist, läuft derzeit an allen Ecken und Enden der Innenausbau.

Im Stadtflügel zum Beispiel muss der Besucher aufpassen, nicht über Heizungsrohre zu stolpern. Sie folgen dem Lauf der Flure und Gänge, der Fußboden fehlt aber noch. In einer der Toiletten sind die Arbeiten schon zwei Schritte weiter, dort liegen schon Fliesen in einem eleganten, erdigen Braunton.

Riesenbüro fürs Jugendamt
Auch die Maler kommen immer mehr zum Zuge. Viele der Ein- und Zwei-Mann-Büros sind schon gestrichen. Das größte Büro, immerhin 105 Quadratmeter groß, wird dem Jugendamt gehören. Allein diese Dimension zeigt, welches Gewicht die hier bearbeiteten Themen Unterhaltszahlung und Unterhaltsvorschuss haben. Zehn bis zwölf Mitarbeiter werden hier sitzen.

Noch sind aber die Stuckateure am Werk. Wie in den meisten Teilen des Schlosses, wird in Abstimmung mit dem Denkmalschutz großer Wert auf die historische Bausubstanz gelegt. Ein Kontrapunkt dazu ist die Zulassungs- und Führerscheinstelle, ein moderner Anbau des Stadtflügels. Der Platz reicht zwar für die zehn Mitarbeiter - nicht aber die 200000 Fahrzeugakten, die sie unter anderem betreuen. "Daher digitalisieren wir den Bestand", sagt Vize-Landrat Darmstadt.

Im Kreistagssaal - ehemaliger Festsaal der Heilanstalt - sind die Stuckateure bereits ein Stück weiter als im Großbüro des Jugendamtes. Die Decke hat ihre floralen Ornamente zurückbekommen. Alle Platten wurden getreu dem historischen Vorbild neu gegossen. Darunter sind Lüftungsschächte versteckt, während die Heizung in der Wand integriert ist. Um den parlamentarischen Charakter zu unterstreichen, werden die Sitzreihen längs, parallel zur Seitenwand aufgestellt. Die Bühne wurde ohnehin entfernt. Der Saal ist aber nicht nur für Kreistagssitzungen vorgesehen. Das Landratsamt plant, ihn für diverse Veranstaltungen anzubieten - auf Wunsch auch mit einer mobilen Bühne.

Von Domokos Szabó

Auf Schloss Sonnenstein fallen die ersten Gerüste

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 10.06.2011

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Christian Wolf (Projektleiter der Bilfinger Berger Hochbau GmbH) ist der wichtigste Mann auf der Baustelle von Schloss Sonnenstein. Er freut sich darüber, dass am Stadtflügel des Komplexes die ersten Gerüste fallen. (Foto: Daniel Spittel)

Der harte Winter warf die Arbeiten am neuen Kreissitz zurück. Nun geht es auf der Baustelle rund. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

So schön wird Schloss Sonnenstein! Wer in diesen Tagen im Schlosspark unterwegs ist, kann einen Blick auf die sanierte Fassade des Stadtflügels werfen. Die ersten Gerüste sind schon gefallen, und das historische Gebäude zeigt sich in einem freundlichen Ockerton. Projektleiter Christian Wolf von der Bilfinger Berger Hochbau GmbH kann zufrieden sein.

Der Winter hat beim Bauen zwar für Verzögerungen gesorgt, gefährdet ist aber der Übergabetermin nicht. Im Spätherbst kann das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge den 45 Millionen Euro teuren Komplex beziehen. "Wir haben den Ablaufplan etwas gestrafft, aber der Fertigstellungstermin wird gehalten", sagt Wolf. Wie schon in den vergangenen Monaten, wird gleichzeitig an vielen Stellen gearbeitet. Die SZ schaute sich im Ensemble um.

Beim Innenausbau geht es zügig voran
Stuckateur Christian Graf hockt in einem der künftigen Büros im Elbflügel und hebt vorsichtig eine Gussform an. In dieser stecken Ornamente aus Gips, die künftig die Decke des Kreistagssaals schmücken werden. Sie sehen genauso wie das Original aus. Die ursprünglichen Verzierungen waren noch vorhanden, wenn auch beschädigt. Eine Fachfirma machte davon Abdrücke, so bekommt der Saal sein historisches Antlitz zurück.

Gleichzeitig sind in beiden Flügeln Maler und Installateure unterwegs - ein Zeichen dafür, dass es mit dem Innenausbau zügig vorangeht. Im Büro des Landrats - auf der gleichen Etage wie der Kreistagssaal - wurden bereits Lüftung und Klimatechnik montiert. Arbeiten könnte er hier noch nicht. Dafür fehlt noch zu viel, vom Wandputz über Heizung bis hin zur Einrichtung. Apropos Möbel: Diese Woche fällt die Entscheidung, wie die rund 300 Büros ausgestattet werden. "Ein diffiziles Thema", räumt Projektleiter Wolf ein. Es geht dabei weniger um die farbliche Gestaltung (Schränke und Tische in einem Hanfton, Stühle mit anthrazitfarbenem Polster) als die Frage der Ergonomie.

Cafeteria bietet grandiosen Blick auf die Stadt
Die neue Cafeteria zwischen Stadt- und Elbflügel ist schon im Rohbauzustand ein Blickfang. Die klare Form, der Gang mit Sandsteinsäulen - "Man muss dem Architekturbüro NPS aus Dresden Lob zollen", schwärmt Projektleiter Wolf. Arbeiter sind gerade dabei, die Rahmen für die Glasfassaden zur Stadt und zum Schlosshof zu montieren. Zu den Speisen und Getränken bekommen die Besucher des öffentlichen Lokals künftig einen grandiosen Blick auf Pirna - und der ist auch noch inklusive.

Schlosshof sieht künftig aus wie vor 100 Jahren
Demnächst beginnen die Arbeiten am Hof. "Der Schlosshof wird so aussehen wie nach der letzten großen Sanierung 1910", sagt Projektchef Wolf. Das Areal wird in vier gleich große Gärten aufgeteilt und mit dem Jugenstilbrunnen im Zentrum ein Ganzes ergeben. Der ist bereits abgebaut und bekommt in den nächsten Wochen eine Frischekur. Orientiert hat sich der Planer zudem an Plänen aus dem 18. Jahrhundert. Sie halfen, den Verlauf der ehemaligen Befestigungsgräben zu rekonstruieren. Sie werden nun mit hellem und dunklem Granitpflaster nachgezeichnet.

Nicht nur für das Aussehen ist die Zufahrt des Schlosses wichtig. Derzeit darf sie getrost als Feldweg bezeichnet werden. Im Spätsommer soll die Zufahrt gepflastert werden. Rechtzeitig bevor die Umzugswagen rollen, wird auch dieser Teil der Baustelle Geschichte sein.

Von Domokos Szabó

Innovationspreis für den Umbau von Schloss Sonnenstein

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 05.05.2011

Der Ausbau von Schloss Sonnenstein zum Verwaltungssitz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist diese Woche in Berlin mit dem Innovationspreis Öffentlich-private Partnerschaft 2011 ausgezeichnet worden.

Durch die Kooperation zwischen Landratsamt und dem Baukonzern Bilfinger Berger sei ein Modell gefunden worden, "das auf besonders gelungene Weise Denkmalschutz, Instandsetzung nach fortschreitendem Verfall und die Schaffung eines modernen Verwaltungssitzes miteinander verbindet", hieß es in der Begründung der Jury. Bilfinger Berger wird den Komplex nach dem 45 Millionen Euro teuren Umbau 25 Jahre lang betreiben. Die Jury hält die öffentlich-private Partnerschaft in diesem Fall für "wirtschaftlich, kostensparend und umweltschonend". Träger der Preisverleihung sind der Behörden-Spiegel und der Bundesverband PPP (Public-Private Partnership).

(SZ/dsz)

Eine große Baustelle für Pirna, eine kleine für Roland Koch

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 19.04.2011

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Der Pirnaer Landrat Michael Geisler (links) und Roland Koch, designierter Vorstandschef von Bilfinger Berger (Foto: Daniel Spittel)

Einst war der hessische Premier ein Polarisierer. Auf Schloss Sonnenstein in Pirna ist er schon ganz der Baukonzern-Boss.

Pirna. An frühere Zeiten erinnert allenfalls der große Tross, mit dem Roland Koch anreist. Ansonsten ist Hessens ehemaliger CDU-Ministerpräsident bereits in der Privatwirtschaft angekommen. Ab Juli übernimmt er den Vorstandsvorsitz bei Deutschlands zweitgrößtem Bauunternehmen Bilfinger Berger. In diesen Tagen ist der 53-Jährige auf Vorstellungstour, gestern stand das Schloss Sonnenstein in Pirna auf dem Programm. Im Rahmen einer Öffentlich-privaten Partnerschaft errichten dort die Mannheimer für 45 Millionen Euro den neuen Verwaltungssitz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Interessiert, aber zugleich gleichmütig ließ sich der ehemalige Spitzenpolitiker eine halbe Stunde lang durch die Baustelle führen und lobte die Arbeiter auf seine Art: "Wenn hier kein Unsinn passiert, bin ich optimistisch, dass es rechtzeitig fertig wird." Auf große Reden wird verzichtet.

Viel Zeit bleibt sowieso nicht, die nächsten Termine in Leipzig warten schon - und die anderen Baustellen. Bei einem Gesamtumsatz von 8,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und einem Gewinn von 343 Mio. Euro ist der Sonnenstein nur ein Projekt unter vielen bei Bilfinger Berger. Im Emirat Katar stampft der Branchenriese einen schlüsselfertigen Stadtteil aus dem Boden, in Norwegen 40 Kilometer Autobahn. Auch das ist übrigens eine Öffentlich-private Partnerschaft.

Doch mit dem ehemaligen Kerngeschäft macht Bilfinger Berger nur noch weniger als ein Viertel seines Umsatzes. Kochs wichtigste Baustelle ist vielmehr die weitere Umwandlung des ehemals reinen Baukonzerns in einen Full-Service-Dienstleistungskonzern in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und Industrie. Und obwohl der Hesse schon früher oft wie ein Manager agierte, an diesem Punkt muss er sich umgewöhnen. Denn sein Erfolg wird nicht an Wählerstimmen, sondern am Aktienkurs gemessen. Denn einen Großaktionär hat Bilfinger und Berger nicht. Nur wenn er an der Börse hoch gehandelt wird, hat er einen gewissen Schutz vor einer Übernahme.

Von Domokos Szabó

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