08.04.2026 10:30
NEWS - Information Große Kreisstadt Sebnitz
Mit großer Freude hat die Stadt Sebnitz die Nachricht erhalten, dass die Sebnitzer Kunstblumenproduktion in die Sächsische Landesliste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen und zugleich als eine von vier sächsischen Kulturformen für das Bundesweite Verzeichnis nominiert wurde. Damit wird eine bald zweihundertjährige Handwerkstradition gewürdigt, die bis heute das kulturelle Selbstverständnis der Stadt prägt.
Der Anerkennung ging ein mehrjähriger Vorbereitungsprozess voraus, in dem gemeinsam mit der Deutschen Kunstblume Sebnitz, den Städtischen Sammlungen Sebnitz, dem Freundeskreis der Städtischen Sammlungen Sebnitz e.V., der Stadtverwaltung und weiteren lokalen Akteuren die besondere architektur- und kulturhistorische Bedeutung dieser Tradition herausgearbeitet wurde. Im Mittelpunkt der Bewerbung stand dabei vor allem die lebendige Weitergabe des Wissens, die bis heute praktizierte Handwerkskunst sowie die enge Verbindung zur Stadtgeschichte und zur Region. Im Rahmen des 30. „Tag der Sachsen“ im September 2025 übergab Oberbürgermeister Ronald Kretzschmar den Antrag öffentlichkeitswirksam der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch.
Die Sebnitzer Kunstblumenproduktion reiht sich damit ein in das Umfeld weiterer herausragender sächsischer Kulturformen, die in der Landesliste vertreten sind, darunter die sächsische Bierbrautradition, der vogtländische Musikinstrumentenbau, das erzgebirgische Kunsthandwerk und die traditionellen Bergparaden und -aufzüge sowie seit 2024 das Bergsteigen in Sachsen. Diese Anerkennung zeigt, dass das Sebnitzer Kunstblumenhandwerk nun neben einigen der bekanntesten lebendigen Traditionen Sachsens steht.
Oberbürgermeister Ronald Kretzschmar betont:
„Dieses Handwerk prägt seit knapp 200 Jahren unsere Stadt, ihre Architektur, ihre Gesellschaft, unsere Feste und unsere Identität. Die Aufnahme in die Landesliste des Immateriellen Kulturerbes ist deshalb eine Auszeichnung für die gesamte Region und vor allem für die Menschen, die dieses Wissen über Generationen bewahrt und weitergegeben haben.“
Museumsleiter Stefan Auert-Watzik ergänzt:
„Die Sebnitzer Kunstblumen sind kein Ausstellungsstück, sondern gelebte Tradition. Diese Auszeichnung hilft uns, das Bewusstsein für dieses einzigartige Kulturerbe weiter zu stärken und es auch für kommende Generationen zu sichern und weiter zu vermitteln.“
Die Stadt Sebnitz dankt allen Beteiligten, die an der Bewerbung mitgewirkt haben, ebenso wie all jenen, die dieses identitätsstiftende Handwerk über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg lebendig gehalten haben und bis heute mit großem Engagement fortführen.
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