
Pressemitteilung Sandstein & Musik e. V.
Das Festival „Sandstein & Musik“ präsentiert am 11.09.2010, 20.00 Uhr in Radebeul im Schloß Wackerbarth die tausendjährige Geschichte eines Zupfinstruments.
Zwei ganz unterschiedliche Instrumente – die vielsaitige, goldene Harfe, Königin der Orchesterinstrumente, und das viersaitige Cello, Meister im Singen schöner Melodien – werden sich in diesem Konzert begegnen, werden einige Jahrhunderte der Musikgeschichte bereisen und dabei allerhand – bekannte und weniger bekannte – Werke adaptieren. Vieles wird Sie an ein gutes Gespräch erinnern: Zunächst nimmt man einander wahr. Einer lässt den anderen zu Wort kommen, gibt ihm Raum, sich zu entfalten. Daraus erwächst die Neigung, aufeinander einzugehen, gemeinsam Neues entstehen zu lassen. Kaum ein Instrument ist im Konzertleben so präsent wie das Violoncello. Hervorheben wollen wir mit diesem Text deshalb das eher rare Instrument dieses reizenden Paares: die Harfe. Bei diesem Konzert werden Astrid von Brück, Harfe und Friedwart Christian Dittmann, Violoncello die Besucher begeistern.
Einen Tag darauf, am 12.09.2010, 17.00 Uhr, ist das Publikum in der Ev. Kirche Reinhardtsgrimma eingeladen, in weiten Bögen zu staunen und in neuen Dimensionen zu landen. Es ist kein Streichquartett, das hier auftritt, wenngleich ein Blick allein auf dieses Programm rasch bei einem Hauptwerk innehalten und diese Vermutung hervorrufen könnte: beim Streichquartett Nr. 8 von Dmitri Schostakowitsch. Gedanklich auf diese Besetzung eingestimmt, würde man sich entsinnen, dass es unter den vielfältigen Sichtweisen auf die „Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach mittlerweile nicht wenige Streichquartett-Interpretationen gibt. Auch Astor Piazzolla ist kein fremder dieser Besetzung mehr… – Zu Wort kommen hier allerdings vier Saxophone. Ein Ensemble aus Berlin, das auf etwas nahe Liegendes verzichtet, nämlich, sich schlicht „Saxofonquartett“ zu nennen. Das wäre kaum spannend, zudem inzwischen wenig bezeichnend und würde obendrein den selbst formulierten Anspruch unter den Scheffel stellen, ein nicht alltägliches Ensemble zu sein. Kritiker bestätigen ihnen: „Flexibilität und Raffinesse in großartiger Klangfülle, klassisch angereichert und modern improvisiert“.
Im heutigen Programm wird eine historische und gedankliche Weite des Repertoires deutlich, eine Vielfalt der Stile und Einflüsse, die in der Projektion auf ein fein abgestimmtes Saxofonensemble ein verblüfftes Gebannt-Sein, ja einen verwirrenden Klangzauber heraufbeschwört.
Im Vorprogramm zu diesem Konzert spielt die Klezmerband der Musikschule Sächsische Schweiz e.V.. Klezmer (jiddisch, von hebräisch „kle zemer“, deutsch: Musikinstrument) ist eine aus dem jüdischen stammende Volksmusiktradition. Etwa um das 15. Jahrhundert entwickelten klezmorim genannte Volksmusikanten eine Tradition weltlicher, nichtliturgischer jüdischer Musik. Ursprünglich bezog sich der Begriff klezmer (Plural klezmorim) auf die Musiker. Erst seit der Wiederbelebung dieser Musik in den USA in den 1970er Jahren, wird der Begriff zur Bezeichnung des musikalischen Genres verwandt. Bis dahin wurde diese Musik zumeist „jiddische“ Musik genannt.
Unter dem Motto : „Vive la France … en Paris!“ steht das Konzert am 25.09.2010, 17.00 Uhr im Piano-Salon in Dürrröhrsdorf. Das Leben eines Bohemien genießen, Kunst und Kultur in allen Facetten erleben und in jeder Ecke entdecken. PARIS. Nicht erst seit dem Beginn der Belle Epoque um 1885 zieht die französische Metropole mit ihrem Zauber zahlreiche Menschen in den Bann. Bis heute ist das charaktervolle Paris Sinnbild eines typisch französischen Lebensgefühls und Treffpunkt für Menschen aus aller Welt. Bei einem Spaziergang durch ihre Straßen begegnet man ihrer Musikgeschichte, spürt das Wirken großer Komponisten und hört von Werken, die ihre Geschichte erzählen…
Zu Debussys Lebzeiten treffen Literaten und bildende Künstler, Musiker und Architekten, Künstler aller Genres in Cafés und Salons von Paris aufeinander. Hier pflegen sie nicht nur gesellschaftliche Kontakte sondern reflektieren die Welt, entwickeln neue künstlerische Konzepte und philosophieren über Kunst und Kultur. Im regen Miteinander entstehen fruchtbringende Zusammenarbeiten, ganze Werke und neue Kunstströmungen. Ludwig Schulze, Violine und Sae Rom Choi, Klavier sind die Reiseleiter auf den von französischen Komponisten erstmals beschrittenen Wegen.
Das 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründete und mittlerweile in der ganzen Welt gefeierte Ensemble amarcord gastiert am 26.09.2010, 17.00 Uhr in der Ev. Kirche Dohna.
Der Heilige Geist habe sie ihm, Papst Gregor I. (um 600), eingegeben – so jedenfalls will es die Legende. Tatsächlich aber haben die gregorianischen Gesänge, die älteste überlieferte Musik des Abendlandes, mit dem Namenspatron kaum etwas gemein. Ihre Anfänge liegen weitgehend im Dunkeln, und erst aus dem späten 9. Jahrhundert existieren schriftliche Zeugnisse für jene bis dahin mündlich weitergegebene Musik. Etwa aus der gleichen Zeit stammen die frühesten Quellen, welche Gregor I. im Zusammenhang mit diesen Gesängen erwähnen. Sein Wirken gab für viele Bereiche des kirchlichen Lebens nachhaltige Impulse, weshalb die später einsetzende Verschriftlichung des gregorianischen Chorals bisweilen auf seine Initiative zurückgeführt wird. Unter dem Begriff „Gregorianischer Choral“ verstehen wir den unbegleiteten lateinischen Liturgiegesang, der in der Messe und im Offizium (dem Stundengebet) erklang und noch immer im katholischen Gottesdienst anzutreffen ist. Die Faszination dieser Musik mag jedoch vor allem von den einstimmigen, am Sprachduktus angelehnten Melodien ausgehen, die dem heutigen Hörer zwar fremd erscheinen, doch in der Verschmelzung der individuellen Stimmfärbungen der einzelnen Sänger eine beeindruckende Klangwirkung entfalten.
Karten erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Vereins, Maxim-Gorki-Straße 1, 01796 Pirna, Telefon 03501/446572, Telefax 03501/446472 und über TOURBU Sächsische Schweiz, Bahnhofstraße 21 in 01796 Pirna, Tel.: 03501/470147. Restkarten an der Abendkasse!
V. i. S. d. P. Eckhard Brähmig Sandstein & Musik
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