
Pressemitteilung Sandstein Musik e. V.
Am Sonntag, dem 15.08.2010, 17.00 Uhr wird die Orangerie im Barockgarten Großsedlitz zur Kulisse von "Sandstein und Musik“. In der Besetzung Klavier, Violine und Klarinette spielt das Trio Trialogue Werke u.a. von Mozart, Schumann und Bartok.
Was hat das 20. Jahrhundert nicht alles für musikalische Stile und Techniken hervorgebracht, welche Vielzahl von Klangspektren und individuellen Ausdrucksformen bereicherte die akustische Kunstsphäre! Mag die europäische Musikgeschichte in ihrer stilistischen Entwicklung über Jahrhunderte hinweg ihre schöpferische Kraft aus dem spannungsreichen Gegensatz von Tradition und Moderne gezogen haben, so kann hier eine wahre Stilexplosion konstatiert werden, deren Folgen weit über eine Revision des Bestehenden hinausgehen.
Diese komplexe Bandbreite an schöpferischer Ausdruckskraft provoziert in der theoretischen Auseinandersetzung verständlicherweise eine Gegenreaktion, die versucht, das Mannigfaltige in ein übersichtlich strukturiertes System zu ordnen. Aus individueller Tonsprache wurden Tendenzen und Strömungen bis hin zu stilbildenden Schulen. Wie schnell solche Erklärungsmodelle ihre Aussagekraft einbüßen können, zeigt sich am Beispiel zweier Hauptprotagonisten der Musikszene des letzten Jahrhunderts. Sowohl Darius Milhaud als auch Ernst Krenek verweigern sich der Zuordnung und Reduzierung auf eine Stilrichtung. Kann die gesamte musikalische Vielfalt als Abbild einer sozial-historischen Gegebenheit verstanden werden, so ist das Ouvre der beiden gleichsam ein Signum ihrer bewegten und wechselvollen individuellen Lebenssituationen.
Neue Wege betrat auch Robert Schumann während seiner Dresdner Zeit im Jahre 1849, als er sich kammermusikalischen Werken mit solistischer Bläserbesetzung widmete. Als Ergebnis bereichert seither eine Trilogie, bestehend aus dem op. 73, "Fantasiestücke für Pianoforte und Klarinette“, dem "Adagio und Allegro für Pianoforte und Horn“ op. 70 sowie den "3 Romanzen für Oboe mit Begleitung des Klaviers“ op. 94, die Kammermusikliteratur. Die in nur drei Tagen (vom 11. bis 13. Februar 1849) zu Papier gebrachten "Fantasiestücke“ nehmen eine Sonderstellung ein. Als einzigem Kammermusikwerk Schumanns liegt diesem die zukunftsweisende Formidee der mehrteiligen Einheit zugrunde. Schumann verknüpfte die drei Sätze zu einem lyrischen Ganzen und erzeugte dadurch einen zyklischen Spannungsbogen.
Karten erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Vereins, Maxim-Gorki-Straße 1, 01796 Pirna, Telefon 03501/446572, Telefax 03501/446472 und über TOURBU Sächsische Schweiz, Bahnhofstraße 21 in 01796 Pirna, Tel.: 03501/470147. Restkarten an der Abendkasse!
V. i. S. d. P. Eckhard Brähmig
Sandstein & Musik
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