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01.04.2016 | 035/2016

Naturschutzgebiet (NSG) "Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenwalde“ erweitert

Das Umweltamt, Amtsleiterin Dr. Birgit Hertzog informiert:

Grenzwiesen

Blick in den Schwarzbachgrund im Frühjahr (Foto: Holger Menzer)

Naturschutzgebiet (NSG) "Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenwalde" erweitert

Die Verordnung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Festsetzung des Naturschutzgebietes (NSG) "Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenwalde" trat am 16. Februar 2016 in Kraft. Damit wurde das NSG "Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenauer Heide" auf eine Fläche von 976 ha erweitert und ist derzeit das größte Naturschutzgebiet im sächsischen Erzgebirge. Es umfasst Teile der Stadt Altenberg mit den Gemarkungen Geising, Fürstenau, Fürstenwalde, Löwenhain und Zinnwald.

Das Naturschutzgebiet zählt aufgrund seiner Konzentration an seltenen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu den aus naturschutzfachlicher Sicht wertvollsten Gebieten des Osterzgebirges. Schutzwürdige Pflanzen- und Tierarten sind z. B. Arnika, Busch-Nelke, Knabenkräuter, Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig. Das NSG umfasst Fördergebiete des Naturschutzgroßprojektes "Bergwiesen im Osterzgebirge".

Im Naturschutzgebiet ist ein eindrucksvoller und repräsentativer Landschaftsausschnitt des Osterzgebirges erhalten geblieben. Dieser zeichnet sich durch eine Häufung charakteristischer Landschaftselemente der Steinrückenlandschaft des Osterzgebirges mit gut erhaltenen Berg- und Feuchtwiesen, Nieder- und Zwischenmooren, Lesesteinrücken und Fließgewässern aus. Besonders die Berg- und Feuchtwiesen konnten im Naturschutzgebiet in großflächigen Vorkommen erhalten werden. Die Wald-, Wiesen- und Moorbereiche entlang der Grenze sowie die Fließgewässer des Gebietes zeichnen sich durch ihre Nährstoffarmut und geringe Beeinflussung durch Störungen aus.

Die Neufestsetzung wurde in einem umfangreichen Verfahren unter Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, der Stadt Altenberg, der im Gebiet tätigen Landwirtschaftsbetriebe sowie der Öffentlichkeit durchgeführt. Viele Anregungen und Hinweise wurden bei der Ausgestaltung der Schutzgebietsverordnung berücksichtigt.

Die Verordnung mit Karten kann während der Sprechzeiten des Landratsamtes im Umweltamt, Referat Naturschutz, Weißeritzstraße 7, Zimmer 312 in 01744 Dippoldiswalde kostenlos eingesehen werden.

Über den Link http://www.landratsamt-pirna.de/ref-naturschutz-schutzgebiete.html ist der Verordnungstext jederzeit abrufbar und über http://www.landratsamt-pirna.de/naturschutz-aktuelles.html stehen bis zum 30. April 2016 auch eine Übersichtskarte und die Liegenschaftskarten zum Download zur Verfügung.

Vom den Wanderparkplätzen Fürstenau und Hüttenteich in Geising ist das Gebiet auf zahlreichen Wanderwegen erlebbar.

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