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Referat Forst

Aufgaben

Frühling im Wald

Frühling im Wald

Der Landkreis hat eine Waldfläche von rund 60.100 Hektar, davon sind 39.800 Hektar Staatswald und 20.300 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Der  Privat- und Körperschaftswald soll erhalten bleiben, vor Schäden bewahrt und fachgerecht bewirtschaftet werden. Insbesondere die Distriktleiter wachen darüber, dass die Vorschriften des Sächsischen Waldgesetzes eingehalten werden. Das Referat Forst sieht sich in erster Linie als Dienstleister für die Waldbesitzer. Dazu zählt auch die Information über den Borkenkäferbefall.

Die Forstbehörde  ist an zahlreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die den Wald betreffen, beteiligt. Darüber hinaus ist das Referat Forst für einzelne Aufgaben nach anderen Rechtsvorschriften zuständig. So wird die Ernte von Saatgut der Waldbäume und die Anzucht der Forstpflanzen in Baumschulen überwacht.

Waldschutzinformation Winter 2020

Vitale Buchdrucker unter der Rinde gelagerter Fichtenstämme

Vitale Buchdrucker unter der Rinde gelagerter Fichtenstämme (Januar 2020)

Für 2020 besteht erneut eine sehr hohe Gefahr der Fortsetzung der Massenvermehrung der Borkenkäfer.

Die Käfer haben sich ab September/Oktober in ihre Winterquartiere zurückgezogen. Sie überwintern überwiegend in der Rinde befallener Bäume, Altkäfer und fertige Jungkäfer aber auch im Boden bzw. in der Bodenstreu. Von dort beginnen dann im Frühjahr bei entsprechenden Temperaturen der Ausflug und die Vernichtung weiterer Waldbestände.

Derzeit finden sich in befallenen Bäumen enorm viele Käfer. Die momentane Witterung trägt nicht dazu bei, die Käferpopulation nennenswert einzudämmen. Temperaturen unter null Grad können dem voll entwickelten kälteresistenten Käfer wenig anhaben. Ein Kältetod tritt erst nach längeren Kälteperioden mit Temperaturen von -10 bis -30 °C ein. Larven und Puppen reagieren etwas empfindlicher, aber auch sie können längere Zeit Minustemperaturen ertragen. Bei einer Temperatur ab 8,3 °C entwickeln sich die Bruten sogar weiter. Aus ihnen können dann auch noch in den Wintermonaten Jungkäfer entstehen.

In im Dezember 2019 entnommenen Rindenstücken von befallenen stehenden Bäumen, die über mehrere Tage (bis 3 Wochen) unter Verschluss bei ca. 18 °C gelagert wurden, haben sich aus den damals vorhandenen Larven und Puppen vitale Jungkäfer entwickelt. Es sind nur wenige Larven und Puppen abgestorben. In Rindenstücken mit einer Größe von ca. 300 qcm wurden teilweise bis zu 40 lebende Käfer gezählt.

Unter der Rinde im Wald gelagerter Stämme war Mitte Januar ebenfalls eine hohe Anzahl mobiler Jung- und Altkäfer vorhanden. Bei den milden Temperaturen konnte die Entwicklung der Larven bis zum Käfer oft abgeschlossen werden.

Waldbesitzer sollten deshalb auch in den Wintermonaten Stehendbefall sanieren. Bei der Sanierung befallener Stämme ist darauf zu achten, dass nur wenig Rinde im Wald verbleibt. Aus dieser können die Käfer in die Bodenstreu übersiedeln und dort überwintern. Eine Abfuhr der Stämme aus dem Wald ist daher am sichersten.

Derzeit besteht auch die Gefahr, dass von den Stämmen Rinde mit fertigen Käfern abfällt, die dann entweder in der Rinde am Boden überwintern oder sich in den Boden zurückziehen. Jungkäfer, die noch keinen Reifungsfraß durchgeführt haben, können auch in großen Rindenstücken den Winter überstehen.

Die Wintermonate sind gut geeignet, um bei der Sanierung anfallende Rinde und Resthölzer sowie Äste und Reisig im Wald zu verbrennen. Vor einer möglichen Verbrennung sollte die zuständige Gemeinde benachrichtigt werden.

Entsprechend § 15 Abs. 2 SächsWaldG ist es dem Waldbesitzer oder einer von ihm beschäftigten Person erlaubt, in seinem Wald Feuer zu machen und es zu unterhalten. Maßgabe dabei muss sein, dass der Waldbesitzer das Feuer beherrschen kann.

Das Verbrennen von Schlagabraum, der mit Schadorganismen wie z.B. Borkenkäfern befallen ist, entspricht als nichtchemische Bekämpfungsmaßnahme den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis im Pflanzenschutz nach § 3 Abs. 1 PflSchG. Dabei sind alle Schutzmaßnahmen und Beschränkungen einzuhalten, die sich durch Regelungen aus anderen Rechtsbereichen ergeben.

Ziel der Sanierungsmaßnahmen im Winter sollte weiterhin sein, so viele Käferbruten wie möglich zu beseitigen, um das Überwinterungspotential der Käfer weiter zu mindern und damit die Ausgangspopulation für das Frühjahr 2020 zu reduzieren.

Informationen für Waldbesucher über Waldpflege- und Forstarbeiten entlang von Wanderwegen

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