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Referat Forst

Aufgaben

Herbst

Herbst

Der Landkreis hat eine Waldfläche von rund 60.100 Hektar, davon sind 39.800 Hektar Staatswald und 20.300 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Der  Privat- und Körperschaftswald soll erhalten bleiben, vor Schäden bewahrt und fachgerecht bewirtschaftet werden. Insbesondere die Distriktleiter wachen darüber, dass die Vorschriften des Sächsischen Waldgesetzes eingehalten werden. Das Referat Forst sieht sich in erster Linie als Dienstleister für die Waldbesitzer. Dazu zählt auch die Information über den Borkenkäferbefall.

Die Spezialisten der Forstbehörde sind an zahlreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die den Wald betreffen, beteiligt. Darüber hinaus ist die Abteilung Forst für einzelne Aufgaben nach anderen Rechtsvorschriften zuständig. So wird die Ernte von Saatgut der Waldbäume und die Anzucht der Forstpflanzen in Baumschulen überwacht.

WALDSCHUTZ AKTUELL - verbreitet starker Borkenkäferbefall in Fichtenbeständen

Liegende Fichte mit Borkenkäferbefall (Bohrmehlhäufchen)

Liegende Fichte mit Borkenkäferbefall (Bohrmehlhäufchen)

Die momentane Witterung ist gekennzeichnet durch die fast gänzlich ausgefallenen Niederschläge und die überdurchschnittlich hohen Lufttemperaturen in den vergangenen Monaten, beginnend mit dem Monat Mai.

Deutlich ist dies auch sichtbar an der vorzeitigen Laubverfärbung, besonders bei Birke, Linde, Ahorn und Buche, sowie insgesamt schütteren Kronen.

Durch die beiden großen Sturmereignisse „Herwart“ im Oktober 2017 und „Friederike“  im Januar dieses Jahres ist zudem außergewöhnlich viel bruttaugliches Schadholz angefallen.

Trotz der unmittelbar darauf einsetzenden Aufarbeitung des Bruch- und Wurf-Holzes befinden sich in etlichen Fichtenbeständen noch nicht aufgearbeitete, mittlerweile von Borkenkäfern befallene Bäume bzw. bruttaugliche Holzreste. Nicht oder nicht rechtzeitig abgefahrenes Holz in den Waldbeständen hat die Waldschutzsituation zusätzlich verschärft.

Derzeit fliegen sowohl Altkäfer als auch die Jungkäfer von Buchdrucker und Kupferstecher aus und verursachen aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen auch im Bestandsinneren starken Befall. Die Suche nach Befallsherden ist jetzt unbedingt auch auf das Innere der Bestände auszuweiten. Gefundene Befallsbäume müssen möglichst rasch eingeschlagen und die Brut unschädlich gemacht werden. Aufarbeitung und Abtransport oder umgehende Entrindung sind die geeignetsten Mittel. Das Entrinden der Stämme ist nur sinnvoll, solange sich noch keine Jungkäfer entwickelt haben.

Pflanzenschutzmittel sollten nur in Ausnahmefällen angewendet werden. Pflanzenschutz- und umweltrechtliche Vorschriften sind dabei zu beachten. Nur sachkundige Personen, die Inhaber einer Sachkundenachweiskarte Pflanzenschutz sind, dürfen diese Mittel im Wald einsetzen.

In Abhängigkeit von der Jahreszeit kann der Buchdruckerbefall anhand verschiedener Merkmale erkannt werden. Während der Schwärmzeit konzentriert sich die Befallskontrolle vor allem auf die Suche nach Bohrmehl. Dieses sammelt sich in Rindenschuppen, besonders am Stammfuß. Fichten aus dem Frühjahrsbefall zeichnen allerdings auch mit abfallender Rinde bei grüner Krone und / oder Nadelabfall. Grünen Kronen verfärben sich innerhalb weniger Tage ins Bräunliche. 

Zur Beratung bei der Aufarbeitung, dem Abtransport sowie der Vermarktung des Käferholzes steht der Staatsbetrieb Sachsenforst zur Verfügung. Zuständig in unserem Landkreis sind die Forstbezirke Bärenfels, Neustadt und die Nationalparkverwaltung mit Sitz in Bad Schandau. 

Praktische Hilfe bei der Käferholz-Beräumung können Forstbetriebsgemeinschaften und Forstunternehmen leisten.

Die Untere Forstbehörde fordert dringend alle Waldbesitzer auf, verstärkt und möglichst wöchentlich ihre mit Fichte bestockten Waldbestände auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren - besonders auf neuen Stehendbefall.

Die Försterinnen und Förster des Landratsamtes unterstützen und beraten alle Waldeigentümer in Fragen der Vermeidung des Borkenkäferbefalls.  

Sturmholz und Borkenkäfer – wie kann eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers vermieden werden?

Sturmschaden

Sturmschaden

Im Winterhalbjahr 2017/18 sind in den Wäldern viele Bäume den Stürmen zum Opfer gefallen. Die Waldbesitzer/innen stehen nun vor der Heraufforderung, dass Holz möglichst rechtzeitig aufzubereiten und eine Massenvermehrung von Borkenkäfern zu vermeiden.

Im Folgenden gibt Ihnen das Referat Forst einige Hinweise unter dem Blickpunkt des Waldschutzes.

Die Intensität der Sturmschäden im Landkreis ist unterschiedlich und reicht von einzelnen Brüchen und Würfen bis zu Teilflächen, auf denen die Bestockung komplett in Mitleidenschaft gezogen wurde. Betroffen sind Laub- und Nadelbäume, vom Stangenholz bis zu starken Bäumen. Da es schwierig ist, in allen Beständen das Sturmholz rechtzeitig aufzubereiten, müssen Prioritäten gesetzt werden.

Derzeit ist die Fichte am stärksten durch den Befall von Borkenkäferarten gefährdet. Deshalb muss das Sturmholz dieser Baumart vor den anderen Nadelbäumen aufbereitet werden. Bei der Schadensbeseitigung sollte mit Bruchholz (längere Baumstümpfe und abgebrochene Baumteile) begonnen werden. Im Anschluss kommen geworfene Bäume, bei denen ein Teil der Wurzeln noch im Boden verankert ist.

Weiterhin können folgende Erfahrungen genutzt werden:

- Starkholz vor Schwachholz

- Südhänge vor Nordhängen

- Tieflagen vor Hochlagen.

Im Idealfall sollte das Holz noch im April aufbereitet werden. Ansonsten ist ein Ausflug der jungen Käfer nicht zu vermeiden, was eine Aufarbeitung bis etwa Mitte Juni bedeutet. Es ist allerdings zu erwarten, dass die Borkenkäfer zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Intensität das Sturmholz für eine erfolgreiche Brutanlage nutzen. Wenn die Arbeiten nicht im Frühjahr abgeschlossen werden können, ist an den betroffenen Bäumen bzw. Hölzern zu prüfen, ob Brutbilder zu finden sind und wie weit die Entwicklung (Ei / Larve / Puppe) vorangeschritten ist. Die Arbeitsschwerpunkte sind entsprechend zu setzen. Die Entwicklung von Jungkäfern ist unbedingt zu verhindern!

Bei Fichte und anderen Nadelbaumarten können auch Baumkronen und schwaches Holz vom Kupferstecher (einer Borkenkäferart) für die Brutanlage genutzt werden. Flächen mit erhöhtem Anfall von Schwachholz und Kronenteilen sind dann häufig Ausgangspunkt für einen Befall von gesunden Bäumen. Deshalb ist auch schwächeres Holz in die Schadenssanierung einzubeziehen.

Die Sturmholzaufarbeitung endet nicht im Bestand. Genauso wichtig ist der rechtzeitige Abtransport des Holzes aus den Wäldern. Unproblematisch ist es, wenn das Holz mindestens in 500 m Entfernung zum Wald (Nadelwald oder Mischwald mit Nadelbäumen) gelagert wird. Günstig ist auch, wenn das Sturmholz von Harvestern aufgearbeitet wird. Durch den Walzendruck und das teilweise Entfernen der Rinde finden die Borkenkäfer kaum geeigneten Brutraum. Wird das Holz verkauft, ist bei der Vertragsgestaltung auf Regelungen zur raschen Holzabfuhr zu achten.

Sturmholz von Laubbäumen ist derzeit unter Waldschutzgesichtspunkten weniger problematisch. Hier ist es eher die Frage der Holzentwertung, weshalb v. a. wertvolle Holzsortimente rechtzeitig vermarktet werden sollten. Ansonsten kann bei Laubholz auch die Gelegenheit zur Totholzanreicherung (und dem Verbleib von Nährstoffen im Wald) genutzt werden. 

Pflanzenschutzmittel sollten nur in Ausnahmefällen angewendet werden. Pflanzenschutz- und umweltrechtliche Vorschriften sind dabei zu beachten. Nur sachkundige Personen, die Inhaber einer Sachkundenachweiskarte Pflanzenschutz sind, dürfen diese Mittel im Wald einsetzen.

Das Referat Forst berät gern die Waldbesitzer/innen in Fragen des Pflanzenschutzes und insbesondere zur Vermeidung von Borkenkäferbefall.

Spaziergänge im Wald sind dieses Jahr nicht ganz ungefährlich …

Wurzelstubben

Wurzelstubben

Nach den Stürmen „Herwart“ und „Friederike" sind in den sächsischen Wäldern die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Jedoch lauern noch immer Gefahren durch abgebrochene Äste und Kronen, aufgestellte Wurzelteller sowie angeschobene und schrägstehende Bäume.

„Das Betreten des  Waldes erfolgt auf eigene Gefahr“ heißt es im § 11 des Sächsischen Waldgesetzes ganz allgemein. Umso mehr Obacht muss man in den vom Sturm geschädigten Waldungen walten lassen.

Eine erhöhte Gefährdung besteht jedoch nicht nur in den Waldbeständen selbst, sondern eigentlich überall im Wald - außer entlang der mittlerweile beräumten und gesicherten Hauptwege.

Beeinträchtigungen für Waldbesucher gibt es dort aber auch: Die Wege sind durch die verstärkten Holztransporte aus den Windwurfflächen entsprechend beeinträchtigt. 

Allgemein werden diese Gefahren noch lange Zeit bestehen bleiben.

So können aufgestellte Wurzelstubben noch immer zurückklappen. Durch zurückgefallene Wurzelteller sind Hohlräume entstanden, die oberflächlich nicht erkennbar sind und noch viele Jahre zu Unfällen führen können. Entlang der Wege warten große Mengen an aufbereitetem Holz auf den Abtransport und in den Beständen liegt ebenfalls noch jede Menge Restholz und Reisig.

Querfeldein durch den Wald zu spazieren, sollte man vorerst ganz unterlassen oder mit äußerster Vorsicht durchführen.

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