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Referat Forst

Aufhebung der Allgemeinverfügung zur Sperrung des Waldes im Gebiet des Landkreises

08.08.2019

Das Landratsamt Sächsische Schweiz - Osterzgebirge als untere Forstbehörde hebt die Allgemeinverfügung vom 25.07.2019 (Az.: 145-861.21-H207-2019) in Abstimmung mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst gemäß § 13 Abs. 1, 2 und §§ 35, 37 SächsWaldG mit sofortiger Wirkung auf.

Für das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird das waldgesetzliche Betretungsrecht mit sofortiger Wirkung nicht mehr eingeschränkt.

Begründung:

Aufgrund von Niederschlägen und einer Umstellung der Wetterlage besteht nur noch eine geringe Waldbrandgefahr. Einschränkungen beim Betreten des Waldes aufgrund erhöhter Waldbrandgefahr sind daher nicht mehr notwendig und mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

Diese Allgemeinverfügung wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr.4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) für sofort vollziehbar erklärt.

 

gez.
Holz in Vertretung Dr. Hertzog
Landratsamt
als Untere Forstbehörde

Kontakt:
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Untere Forstbehörde
Weißeritzstraße 7, 01744 Dippoldiswalde
Telefon: 03501 515-3500
E-Mail: umwelt@landratsamt-pirna.de

 

Aufgaben

Herbst

Waldwiese im Sommer

Der Landkreis hat eine Waldfläche von rund 60.100 Hektar, davon sind 39.800 Hektar Staatswald und 20.300 Hektar Privat- und Körperschaftswald.

Der  Privat- und Körperschaftswald soll erhalten bleiben, vor Schäden bewahrt und fachgerecht bewirtschaftet werden. Insbesondere die Distriktleiter wachen darüber, dass die Vorschriften des Sächsischen Waldgesetzes eingehalten werden. Das Referat Forst sieht sich in erster Linie als Dienstleister für die Waldbesitzer. Dazu zählt auch die Information über den Borkenkäferbefall.

Die Forstbehörde  ist an zahlreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die den Wald betreffen, beteiligt. Darüber hinaus ist das Referat Forst für einzelne Aufgaben nach anderen Rechtsvorschriften zuständig. So wird die Ernte von Saatgut der Waldbäume und die Anzucht der Forstpflanzen in Baumschulen überwacht.

Wir brauchen unseren Wald!

Fichte mit Bohrmehl

Fichte mit Bohrmehl

Die Waldschutzsituation spitzt sich derzeit immer mehr zu. Die Bäume leiden unter enormem Trockenstress, starke Rotbuchen sterben ab, an vielen Baumarten sind Dürreschäden zu verzeichnen und Buchdrucker und Kupferstecher sind dabei, unsere Fichtenwälder zu vernichten. Kaum hat der Waldbesitzer seine befallenen Fichten saniert, bohrt sich der Käfer schon wieder massiv in die nächsten Stämme ein. Vital aussehende Bäume mit noch grüner Krone sind eigentlich schon tot. Him- und Brombeeren am Waldboden sind oft braun vom Bohrmehl. Es scheint ein ewiger Wettlauf zu sein, dessen Ausgang ungewiss ist und so mancher Waldbesitzer ist am Verzagen. Die Anzahl der befallenen Bäume ist oft so hoch, dass man mit eigener Arbeitskraft nur noch wenig ausrichtet. Die Forstunternehmen sind vollkommen ausgelastet und können nicht überall sein. Durch das Überangebot an Schadholz auf dem Holzmarkt sind die Holzpreise auf ein Rekordtief gefallen.

Doch man sollte jetzt nicht aufgeben. Jeder mit Borkenkäfern voll besiedelte Baum, der gefällt und aus dem Wald gebracht wird, vermindert die Populationsdichte und somit auch neuen Stehendbefall.

Derzeit kann man befallene Stämme durch das gut sichtbare Bohrmehl frühzeitig erkennen. Hinzu kommt als auffälliges Merkmal der „Nadelteppich“ am Boden. Ein frühzeitiges Erkennen ist Voraussetzung für eine rechtzeitige Sanierung der Bäume. Ist die Krone noch grün und die Rinde am Stamm, ist auch der Käfer noch im Baum. Wird der Baum jetzt eingeschlagen und abtransportiert oder entrindet, hat der Käfer keine Chance mehr, weitere Stämme zu besiedeln und sein vernichtendes Werk fortzusetzen.

Auch wenn von Borkenkäferkatastrophe, massiven Waldschäden und Waldsterben gesprochen wird, unser Wald wird nicht verschwinden. Doch wir müssen etwas dafür tun und können nicht die Hände in den Schoß legen. Wir müssen auch an die Zukunft unseres Waldes denken. Oft finden sich in den Beständen kleine Bäumchen aus Naturverjüngung, die durch Sturm, Schneebruch und den Borkenkäfer entstandene Lücken zum Aufwachsen nutzen und uns zeigen, dass der Wald weiterlebt. Sind es nur wenige Pflanzen, sollte die Verjüngung aktiv ergänzt werden, damit wieder ein intakter Waldbestand entstehen kann. Größere Freiflächen müssen allerdings neu bepflanzt werden, aber auch hier kann man auf Verjüngung von Pionierbaumarten wie Birke, Weide oder Aspe hoffen und diese mit einbeziehen, um die Kosten für die Wiederaufforstung geringer zu halten.

Unser Wald erfüllt vielfältige Funktionen. Er ist Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, er verhindert Bodenrutschungen und schützt Täler vor Lawinen und Muren. Der Wald hat positive Auswirkungen auf unser Klima, indem er Temperaturschwankungen ausgleicht, die Luftfeuchtigkeit erhöht und durch das Ausfiltern von Staub und Ruß für saubere Luft sorgt. Außerdem entzieht er der Atmosphäre das Treibhausgas CO2, bindet den Kohlenstoff und setzt Sauerstoff frei. Er vermindert die Entstehung von Hochwassern, speichert Wasser und reinigt es. Wasser aus dem Wald ist sauerstoffreich und sauber und ein leckeres natürliches Getränk. Nicht zuletzt spielt der Wald für die Erholung eine herausragende Rolle. Es gibt sicherlich nur wenige Menschen, die das ausgeglichene Waldklima, die Ruhe im Wald, den angenehmen Schatten im Sommer und die saubere Luft nicht mögen.

Kaum ein anders Ökosystem kann derartig viele Funktionen auf einmal erfüllen. Helfen Sie mit, dass dies nicht verloren geht! Wir brauchen unseren Wald! Und nicht nur wir sondern auch unsere Kinder, Enkel, Urenkel und alle nachfolgenden Generationen.

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