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25.06.2019 | 138/2019

VVO beschließt neuen Nahverkehrsplan - Wichtige Eckpunkte für weitere Entwicklung von Bahn und Bus

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Pressemitteilung Verkehrsverbund Oberelbe GmbH

Auf seiner heutigen Zweckverbandsversammlung hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die dritte Fortschreibung des Nahverkehrsplanes Oberelbe beschlossen. Er bildet den Rahmen für die Weiterentwicklung des Bahn- und Busangebotes in Dresden und im gesamten Verbundgebiet.

Seit der letzten Fortschreibung des Nahverkehrsplans im Jahr 2012 ist die Nachfrage verbundweit gestiegen; Besonders im Stammkundenbereich verzeichneten die Unternehmen jährliche Zuwachsraten zwischen sechs und sieben Prozent. Immer mehr Menschen, insbesondere im Ballungsraum Dresden sowie entlang der stark entwickelten SPNV-Strecken, nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel für ihre Wege im Berufs- aber auch Freizeitverkehr. Neben der neuen Infrastruktur wie beispielsweise zwischen Dresden und Meißen waren dabei auch Angebotsverbesserungen entscheidend. Unter anderem wurde der S-Bahn-Takt zwischen Pirna, Dresden und Meißen verdichtet, das PlusBus-Netz eingeführt und das Angebot im innerstädtischen Angebot der DVB AG weiter verbessert. Nach intensiven Beratungen in den Kreistagen und Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange, wie unter anderem Fahrgast- und Behindertenverbänden, wird der VVO diesen Weg auch in Zukunft beschreiten.

So beschloss die Verbandsversammlung die Ko-Finanzierung der Planungen zur Modernisierung der Bahnstrecke Dresden – Königsbrück. Der VVO beteiligt sich mit 2,2 Millionen Euro an den Planungskosten und der Modernisierung der Bahnstationen. Gemeinsam mit der DB Netz AG soll die Strecke in den nächsten Jahren ertüchtigt werden, um einen 30-Minuten-Takt zwischen der Landeshauptstadt und Ottendorf-Okrilla anbieten zu können. Ziel ist die Steigerung der Fahrgastzahlen von 1.700 auf etwa 3.300 Personen pro Tag. Die geschätzten Gesamt-Investitionen in Stationen und Strecke belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro. Zu einer möglichen Förderung der Maßnahmen nehmen der VVO, der Freistaat Sachsen, die DB AG und der Bund Gespräche auf.

Zudem hat die Verbandsversammlung beschlossen, das Angebot zwischen Dresden und Kamenz montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit zu verdoppeln, wenn eine finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Sachsen möglich ist. Sobald die Finanzierung gesichert ist, fahren in der Woche täglich neun zusätzliche Zugpaare. Der VVO möchte damit der auf dieser Strecke jährlich um rund zehn Prozent wachsenden Nachfrage gerecht werden, die perspektivisch durch Industrieansiedlungen um Kamenz und Pulsnitz sowie der Zunahme von Pendlern in  die Landeshauptstadt noch verstärkt wird.

Für die S-Bahn Dresden hat sich die Verbandsversammlung für eine Kapazitätserhöhung durch den Einsatz neuer Triebköpfe von Typ twindexx ausgesprochen. Insbesondere in den Abschnitten Pirna – Dresden Hauptbahnhof – Dresden Flughafen sowie von Dresden nach Meißen und Tharandt stiegen die Fahrgastzahlen von 2016 bis 2018 um 17 Prozent, so dass einige Züge heute die Kapazitätsgrenze erreicht haben. Durch den Ersatz der vergleichsweise unwirtschaftlichen Lokomotiven der Baureihe 143 durch die Triebköpfe, die zusätzliche 91 Sitzplätze bieten, kann die Kapazität der S-Bahn ohne aufwändige Infrastruktur-Investitionen erhöht werden. Durch 15 neue Fahrzeuge kann die Zahl der Sitzplätze auf 65 Prozent aller S-Bahn-Fahrten um rund 50 Prozent gesteigert werden. Darüber hinaus käme mit diesen Zügen Bahntechnik aus Görlitz zum Einsatz, die aktuell bereits unter anderem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg in Betrieb ist. Da die notwendige Investition durch DB Regio und den Verkehrsverbund nicht im Rahmen des noch bis Dezember 2027 laufenden Verkehrsvertrages für die S-Bahn Dresden finanziert werden kann, hat die Verbandsversammlung beschlossen, mit dem Freistaat Sachsen eine mögliche Förderung auszuloten.

Die Zahlen des Geschäftsjahres 2018 sind seit heute auch im neuen VVO-Verbundbericht einsehbar. Neben vielen Zahlen, Daten und Fakten fasst der Bericht wichtige Entwicklungen und Ereignisse der vergangenen 12 Monate zusammen. Der komplette Bericht ist als Download im Internet unter http://v-v-o.de/Bericht sowie direkt beim VVO erhältlich. 

Das Gebiet des VVO umfasst neben der Landeshauptstadt Dresden die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und den westlichen Teil des Landkreises Bautzen. Der kommunale Zweckverband ist für den Schienenpersonennahverkehr verantwortlich. Darüber hinaus kooperiert er mit den kommunalen Verkehrsbetrieben und gestaltet einen einheitlichen Tarif. Im Jahr 2018 waren rund 219 Millionen Fahrgäste im VVO unterwegs.

Kontakt:
Verkehrsverbund Oberelbe GmbH
Leipziger Str. 120, 01127 Dresden
Telefon +49 (0) 351 852 65 12
E-Mail: presse@vvo-online.de

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