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09.02.2017 | 015/2017

Neuer Sperrbezirk und erweitertes Beobachtungsgebiet wegen Geflügelpest im Landkreis

Foto: Wildente

Amtstierärztin Benita Plischke informiert: 

Neue amtliche Ausbrüche des hochpathogenen Geflügelpestvirus bei Wildvögeln im Stadtgebiet Dresden erfordern die Erweiterung des Beobachtungsgebietes und die Einrichtung eines Sperrbezirkes. In unserem Landkreis sind die Gemeinden Bannewitz, Kreischa und Dohna vom Sperrbezirk betroffen. Wilsdruff, Freital, Rabenau, Bannewitz, Kreischa, Dippoldiswalde, Glashütte, Müglitztal, Dohna und Pirna sind Beobachtungsgebiete. Die genauen Bereiche des Beobachtungsgebietes und des Sperrbezirkes können den beigefügten Karten entnommen werden.

In dem ausgezeichnet Beobachtungsgebiet sind folgende Maßnahmen angeordnet:

  • Federwild darf nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der zuständigen Behörde gejagt werden.
  • Wer Geflügel hält, hat dieses in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten.
  • Geflügel oder in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten dürfen bis auf Widerruf des Beobachtungsgebietes durch das Amt für Verbraucherschutz (AVS) des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

Im Sperrbezirk gilt zusätzlich zu den angeordneten Maßnahmen des Beobachtungsgebietes folgendes:

  • Halter von Nutzgeflügel haben jedes verendete Stück Geflügel im AVS zur Untersuchung abzugeben.
  • Tote Wildvögel der Ordnungen Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel sind dem AVS unter Angabe des Fundortes zu melden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, darf/dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden.
  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.
  • Geflügelhalter haben sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe, Schutzvorrichtungen, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem mittels des DVG (= Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft) als viruzid-geprüften Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.
  • Die Jagd auf Federwild ist untersagt.
  • Gehaltene Vögel gewerblicher Tierhalter sind auf nähere Anweisung durch das AVS untersuchen zu lassen.
  • Ein innerhalb des Sperrbezirks gelegener Stall, eine Schutzvorrichtung oder ein sonstiger Standort, in dem/in der Vögel gehalten werden, darf von betriebsfremden Personen nicht betreten werden. Das gilt nicht für den betreuenden Tierarzt, dessen jeweiligen Hilfspersonen sowie die mit der Tierseuchenbekämpfung beauftragten Personen der zuständigen Behörde.

Aufgrund der fortschreitenden Geflügelpest im Wildvogelbereich im Freistaat Sachsen und in den anderen Bundesländern kann nicht mit einer zeitnahen Lockerung der landesweiten Aufstallungspflicht gerechnet werden. Die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel wird bis auf Widerruf weiterhin untersagt.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Landratsamtes unter dem unten stehenden Link.

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