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Foto-Impressionen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

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Aktuelles

Reiter wollen eigene Wege gehen

28.03.2013

Zwischen Herzogswalde, dem Tharandter Wald und Grumbach gibt es kaum offizielle Reitpfade. Das soll sich ändern.

Eisiger Wind pfeift über den Reiterhof in Herzogswalde. Annett Reichelt zieht die Stalltür zu. Drinnen ist es deutlich wärmer. Die Tiere stehen in ihren Boxen und mampfen friedlich. Ab und zu schnaubt eines der Rösser. Eigentlich könnten alle zufrieden sein: Mensch und Tier.

Doch die Reiter in den Dörfern rund um Wilsdruff fühlen sich mit ihrem Hobby mitunter nicht so richtig wohl. "Uns fehlen offizielle Reitwege. Wir haben hier eine schöne Umgebung, aber können eigentlich fast nur Straßen benutzen", sagt Annett Reichelt.

Die Reichelts betreiben einen großen Reiterhof mit Pensionsbetrieb am Dorfrand von Herzogswalde. 24 Tiere stehen hier derzeit, dazu kommen fünf Fohlen. Über 50 Reitschüler nehmen bei Reichelts Unterricht. Und die wollen mehr als auf dem Reitplatz ihre Übungsrunden drehen. Auch im benachbarten Grumbach gibt es viele Reiter. Der Reit- und Fahrverein hat 60 Mitglieder, dazu üben und trainieren beim privaten Stall von Mario Junghanns viele Kinder und Jugendliche. "Wir Grumbacher haben das gleiche Problem. Viele Reiter, viele Pferde aber kaum Wege oder Pfade", schildert Ines Stasch vom Verein.

Das sorgt regelmäßig für Konflikte. Genervte Autofahrer zockeln nervös, auf eine Überholgelegenheit wartend hinter Reitern her. Andere wieder meckern über die Pferdeäpfel auf den Grumbacher Straßen. Die Reiter selbst und die Pferde bewegen sich teilweise unsicher wegen des Straßenverkehrs. "Außerdem laufen die Tiere auch lieber im Gelände als auf Asphalt", sagt Ines Stasch.

Genau das soll sich nun ändern. Nach Jahren des Stillstands kommt Bewegung in die Reitweg-Problematik. Anfang des Jahres setzten sich alle Betroffenen an einen Tisch: Reiter, Züchter, Beamte. Das Landratsamt war mit dabei, auch die Wilsdruffer Stadtverwaltung. "Wir hatten ein sehr positives Gespräch", berichtet Ines Stasch.

Ziel der Reiter ist es, dass mehr Wege offiziell beritten werden dürfen. Vor allem zwischen Kaufbach, Grumbach, Herzogswalde, dem Waldgebiet Struth und Richtung Tharandter Wald, so die Idee der Reiter, könnten alte Feldwege wieder angelegt werden. Oder bestehende entsprechend beschildert werden. "Wir brauchen ja nicht viel. Ein Pfad genügt uns Reitern schon", sagt Annett Reichelt.

Jäger sollen auch mitreden
Die Regelung lautet so: Geritten werden darf auf öffentlichen Straßen. Und auf Privatwegen, wenn die Eigentümer es erlauben. Die bisherige Praxis geht etwa so: "Wir reiten erst auf Nebenstraßen, müssen dann ein Stück an der Bundesstraße lang, reiten durch ein altes Gehöft durch, wo das niemanden kümmert und folgen dann einem Feldweg Richtung Tharandter Wald", schildert die Herzogswalderin Reichelt. Immer nach dem Motto: Wo kein Kläger, da kein Richter. Doch im Interesse des Reittourismus kann das nicht sein.

Das hat nun auch die Wilsdruffer Stadtverwaltung überzeugt. Hier will man jetzt gemeinsam mit den Reitern ein Wegekonzept erarbeiten. Zuerst muss eine Bestandsaufnahme her, welche Wege es gibt und welche man nutzen möchte. Dabei gilt es, nicht nur die Interessen der Reiter zu bündeln. Auch die Landeigentümer, Pächter und Jäger werden dabei mitreden. Es ist also noch ein weiter Weg für die Reiter.

(Quelle: Sächsische Zeitung, 28.03.2013, Annett Heyse)

Neue Reitrouten werden untersucht

04.03.2013

Vor mehr als zehn Jahren hat der Landkreis ein Reitroutennetz entwickelt, die Kommunen haben die Reitwege ausgewiesen und markiert. Auch Reitkarten wurden erstellt.

Foto

Für viele Reiterhöfe, Reit- und Fahrvereine war dies eine wichtige Voraussetzung, um für die Gäste Reittouren anbieten zu können. Allerdings sind nicht überall Anbindungen an das überregionale Reitroutennetz vorhanden, so auch im Gebiet von Wilsdruff.

In einem Gespräch Anfang Januar d. J. haben nun André Börner von der Stadtverwaltung Wilsdruff und Katrin Bachmann von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes mit Vertretern des Reit- und Fahrvereins Grumbach/Wilsdruff und Inhabern von Reiterhöfen aus der Region die "Schwachstellen“ im Reitwegenetz aufgezeigt, gleichzeitig wurde aber auch nach alternativen Wegeverbindungen gesucht.

Die Stadtverwaltung Wilsdruff prüft nunmehr die entwickelten Routenvorschläge auf deren Umsetzbarkeit. Keine leichte Aufgabe, denn es sind die unterschiedlichste Belange zu berücksichtigen. Mitte des Jahres sollen dann die ersten Ergebnisse vorgestellt werden.

Kontakt:
Stadtverwaltung Wilsdruff
Bauverwaltungsamt
André Börner
Nossener Straße 20
01723 Wilsdruff
Tel.: 035204 463-310
E-Mail: post@svwilsdruff.de

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