
Mit Ablauf des Jahres 2011 wird auch das Konjunkturpaket II abgeschlossen. Die Sächsische Aufbaubank hat im Dezember die letzten der ca. 12,2 Millionen Euro Fördermittel ausgezahlt. Mit dem Eigenanteil des Landkreises in Höhe von ca. 4,2 Millionen Euro wurden somit in den Jahren 2009 bis 2011 fast 16,5 Millionen Euro in Maßnahmen des Landkreises investiert.
Die größten Projekte waren dabei der Ersatzneubau der Schule für Erziehungshilfe in Pirna, die Rekonstruktion des Schulgebäudes des Weißeritzgymnasiums Freital - Johannisstraße und die energetische Sanierung der Förderschule für geistig Behinderte in Pirna.
Darüber hinaus erhielt die Schule zur Lernförderung in Pirna eine Solaranlage, das Mauerwerk der Schule zur Lernförderung in Freital wurde trocken gelegt und in Obercarsdorf erfolgte die energetische Sanierung des Förderschulzentrums.
Aber auch in die Berufsschulzentren (BSZ) des Landkreises wurde investiert. Im BSZ Dippoldiswalde wurde die Heizungsregelung erneuert und die Außenstelle Glashütte energetisch saniert. Im BSZ für Wirtschaft in Pirna wurden Dach und Fenster erneuert.
Die Rennschlitten und Bobbahn in Altenberg erhielt im Rahmen des Konjunkturpaketes das neue Funktionsgebäude Panoramablick.
Aber auch in Maßnahmen der Bereiche Informationstechnik (ca. 360 TEUR) und Digitale Alarmierung (ca. 200 TEUR) investierte der Landkreis.
Mit Abschluss des Förderprogramms kann somit ein sehr positives Fazit gezogen werden. Nach Aufbringung der Eigenmittel konnten also in den letzten Jahren über 15 Millionen Euro in die Schulen des Landkreises investiert und damit auch die Konjunktur gestärkt werden.
Nach Abschluss der Rohbauarbeiten konnte am 1. Dezember 2009 planmäßig Richtfest gefeiert werden. "Dass alles bisher nach Plan lief, ist in erster Linie dem Wirken den heute hier Anwesenden zuzuschreiben.", dankte Landrat Michael Geisler den Bauarbeitern, Vertretern der Planungsbüros, Geschäftsführern bzw. Leitern der Baufirmen und Vertretern der Verwaltungen des Landkreises und der Stadt Pirna.
Gemeinsam mit Schulleiterin Iris Stenzel schlug der Landrat nach dem traditionellen Richtspruch der Zimmerleute den symbolischen letzten Nagel ein.
Der Grundstein für den Ersatzneubau der Schule zur Lernförderung "Kurt Krenz" und der damit verbundenen Sanierung der Turnhalle auf dem Pirnaer Sonnenstein war am 19.08.2009 gelegt und damit ein ganz wichtiges Vorhaben des Landkreises im Schulbereich begonnen worden.
Finanziert wird der Ersatzneubau zum Großteil aus Fördergeldern. Diese kommen aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogramms Schulhausbau sowie aus dem Konjunkturpaket II. Insgesamt sind Kosten i.H.v. ca. 7,2 Mio. Euro geplant, wovon der Landkreis reichlich eine Million aus seinem Haushalt übernimmt.
Zur Baumaßnahme gehören neben dem Schulgebäude auch die Sanierung der Sporthalle, die Errichtung der Solaranlage und die Herstellung der Außenanlagen.
Die Solaranlage soll auf dem Dach installiert werden und dient hauptsächlich der eigenen Wärmeversorgung. In den Sommermonaten wird die Überschusswärme in das Netz der Stadtwerke Pirna eingespeist.
Die Sporthalle stellt im Gesamtkomplex einen wesentlichen Bestandteil dar. Sie wird später zusammen mit der benachbarten Schule für Erziehungshilfe genutzt werden.
Das Außengelände um das Schulgebäude sowie zwischen diesem und der Sporthalle wird neu und behindertengerecht gestaltet. Neben notwendigen Fahrgassen, Pkw- und Fahrradstellplätzen werden Pausen- und Freiflächen errichtet. Hier wird es künftig auch möglich sein, eine kleine Bühne für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.
Bis zum 31.12.2010 soll die zweizügige Schule mit 19 Klassenräumen, 9 Gruppenräumen und benötigten Fachunterrichtsräumen für AGs fertig sein. Dort können dann ab 2011 ca. 170 Kinder in den Klassenstufen 1 bis 10, ihre 26 Lehrer und 2 technische Kräfte lernen und arbeiten.
Ein Dank geht an die Elbtal-Getränke GmbH Mühlbach, die für das Richtfest ein Fass Bier sponserte.
Hier erfolgt der Ersatzneubau als Massivbau mit einem zwei- und viergeschossigen Bauteil.
Analog der Schule zur Lernförderung erhält auch dieses Gebäude eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung.
Beide Förderschulen auf dem Sonnenstein benutzten die Sporthalle auf der Remscheider Straße (Schule zur Lernförderung).
Hier erfolgt die energetische Sanierung durch die Anbringung eines Wärmeverbundsystems und den Einbau neuer Fenster und Fassadenelemente.
Weiterhin werden Maßnahmen zur statischen Ertüchtigung der Dachkonstruktionen von Turnhalle und Gebäude 2, zum baulichen Brandschutz, der Unfallverhütung und zum Gebäudekonstruktionsschutz realisiert.
Dacherneuerung
Hier wird das vorhandene und schadhafte Flachdach durch ein flach geneigtes Dach aus Titanzinkblech erneuert.
Fenstererneuerung
Ein Teil der Fenster wird im Rahmen von energetischen Aspekten erneuert.
Am Standort wird das bestehende Schulgebäude saniert und die vorhandene Turnhalle abgerissen und neugebaut.
Ende Juli begann das Landratsamt mit der Sanierung der Kellerräume in der Schule für Lernförderung, Haus 2 in Freital. Einheimische Firmen erhielten den Zuschlag für diese Baumaßnahmen.
In dem um das Jahr 1900 errichteten Schulgebäude wurden in den letzten Jahren Schäden im Kellergeschoss offensichtlich. Die schulische Nutzung der Räume war durch aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr möglich.
Durch das Konjunkturpaket II stehen nun auch finanzielle Mittel zur Verfügung, um die hofseitige Gebäudehälfte zu sanieren. Außerdem werden im Kellergeschoss die Wände des Treppenhauses, des Korridors sowie der Räume zum Innenhof hin mit Sanierputz wieder instandgesetzt.
Somit wird die Gefahr durch aufsteigende Feuchtigkeit in den Klassenräumen im ersten Obergeschoss dauerhaft gebannt und auch die Räume im Kellergeschoss können bei Bedarf wieder für schulische Nebennutzungen verwendet werden.
Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Planungsbüro, ausführenden Unternehmen, Nutzern und Landratsamt als Auftraggeber konnte die Erneuerung der Heizungsregelung am Beruflichen Schulzentrum Dippoldiswalde letzte Woche fristgerecht und unter Einhaltung des Kostenrahmens von 80.000 Euro abgeschlossen werden.
Damit ist das Fernwärmenetz rechtzeitig mit Beginn der Heizperiode wieder voll funktionstüchtig. Außerdem ist es eine der ersten Maßnahmen des Konjunkturpaketes II, die im Landkreis fertig gestellt wurden.
Im Zuge der Baumaßnahme wurden in den Häusern 1, 3, 4, 10, 11 und 12 die Abzweigungen der Fernwärmeleitung zu den einzelnen Heizkreisen zurückgebaut und neu installiert. Dabei wurde moderne Regelungstechnik eingebaut, so dass die Steuerung der Heizkreise über die zentrale Gebäudeleittechnik erfolgt. Somit ist die Regulierung der Heizleistung mit Zeitprogrammen und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungen in den Häusern und der Außentemperatur möglich. Durch die gezielte Steuerung kann der Energieverbrauch erheblich reduziert werden. Außerdem werden durch zusätzliche Dämmung der Heizungsrohre die Energieverluste in den Hausanschlussräumen reduziert.
Am Montag, dem 12.10.2009, war Start der Baumaßnahmen zur energetischen Sanierung der Außenstelle Glashütte des Beruflichen Schulzentrums Dippoldiswalde.
Mit der Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II wird nun im ersten Bauabschnitt der Keller- und Sockelbereich trocken gelegt und abgedichtet, es wird eine umlaufende Dränage verlegt und die maroden Abwasser- und Regenwasserleitungen ersetzt. Für die damit verbundenen Erdarbeiten im Einfahrtsbereich sollen die zweiwöchigen Herbstferien genutzt werden. Mit der Ausführung der Arbeiten ist ein Unternehmen aus dem Landkreis, die Bausanierung GmbH aus Sebnitz, beauftragt. Bis Ende 2009 sollen alle Erd- und Trockenlegungsarbeiten fertig gestellt werden, sodass darauf aufbauend, im Jahr 2010 die Sanierung der Fassade durchgeführt werden kann.
Im zweiten Bauabschnitt werden die stark verschlissenen Kastenfenster ersetzt und an der Fassade wird ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Damit verbunden sind Änderungen der Dachüberstände sowie die Erneuerung der Dachentwässerung. Die gesamte Maßnahme soll bis Juli 2010 abgeschlossen sein.
Diese Einrichtung ist die einzige Ausbildungsstätte sachsenweit, in der die Ausbildung zum Uhrmacher angeboten wird. Glashütte ist inzwischen in aller Welt als Uhrenstadt bekannt, aber damit sich die namhaften ansässigen Unternehmen auch zukünftig behaupten können, ist die erstklassige Ausbildung von jungen Fachkräften von hoher Bedeutung.
Die Ausbildungsstätte ist in einem Gebäude aus dem Jahr 1949 untergebracht, das früher als Betriebsberufsschule zum VEB Glashütter Uhrenbetriebe gehörte. Seitdem wurde das Gebäude zwar instand gehalten aber nie grundlegend modernisiert. Da es aber auch zukünftig als Schul- und Werkstattgebäude für die Ausbildung der Uhrmacher genutzt werden soll, ist eine Sanierung, besonders auch aus energetischen Gesichtspunkten heraus, unumgänglich.
Gleichzeitig mit der Sanierung der Heizungsanlage wird die Warmwasserversorgung teilsaniert.
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