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Foto-Impressionen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
 

Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft

Von Behinderung spricht man, wenn körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder seelische Gesundheit von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt ist.

Voraussetzung ist allerdings, dass diese Beeinträchtigungen nicht nur vorübergehender Natur sind. Als vorübergehend gilt ein Zeitraum von bis zu 6 Monaten. Dabei ist es unbenommen, ob die Behinderung auf Krankheit oder Unfall beruht oder ob sie angeboren ist. Ob eine Behinderung im Sinne des Gesetzes vorliegt, kann nur individuell und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles beurteilt werden.

Personen, die wegen einer Krankheit, eines Unfalls oder von Geburt an ein erhebliches Leiden haben, das von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft einschränkt, können diese Einschränkung als Behinderung amtlich feststellen lassen. Die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft erfolgt auf Grundlage von § 69 SGB IX. Eine Feststellung erfolgt grundsätzlich nur auf schriftlichen Antrag. Das Feststellungsverfahren können Sie beschleunigen, indem Sie Ihrem Antrag vorhandene Arztberichte mit einer genauen Beschreibung des Befundes oder die bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin befindlichen Untersuchungsunterlagen (zum Beispiel Facharztbriefe, Krankenhausberichte, Kurschlussgutachten, Röntgenbefunde) beifügen.

Neben der Feststellung, dass eine Behinderung vorliegt, wird auch deren Ausmaß (Grad der Behinderung (GdB)) festgelegt und die Merkzeichen für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen vergeben.

Grad der Behinderung (GdB)

Das Ausmaß einer Behinderung wird als Grad der Behinderung bezeichnet. Der GdB wird dabei in Zehnerschritten von zehn bis 100 eingeteilt. Gesundheitsstörungen, welche einen GdB von weniger als zehn erreichen, werden nicht als Behinderung erfasst. Eine Behinderung im Sinne des Gesetzes wird jedoch nur dann festgestellt, wenn die vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen insgesamt einen GdB von wenigstens 20 bedingen. Wenn mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vorliegen, wird ein Gesamt-GdB gebildet, der alle Beeinträchtigungen erfasst. Dabei werden die einzelnen GdB-Werte jedoch nicht addiert, sondern der Wert wird nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit und unter Berücksichtigung der wechselseitigen Beeinflussungen festgestellt.

Die Antragsbearbeitung endet in jedem Fall mit einem schriftlichen Bescheid. Dieser enthält eine Aussage darüber:

  • ob eine Behinderung festgestellt werden kann,
  • welches Ausmaß (GdB) die Behinderung hat und
  • evtl. zu vergebende Merkzeichen.
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