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Foto-Impressionen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

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Bodenschutz

Bodenprofil

Bodenprofil

Der Boden gehört, genauso wie Luft und Wasser zu den Kernbereichen unserer Umwelt. Er ist Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, ein Teil des Naturhaushaltes mit seinen Wasser- und Stoffkreisläufen sowie prägendes Element von Natur und Landschaft und zeugt von der kulturhistorischen Entwicklung der Menschheit.

Boden spielt also eine wichtige Rolle für die Natur, den Wasser- und Stoffhaushalt und für den Klimaschutz. Zum anderen bedient sich der Mensch des Bodens und das in immer größerem Ausmaß, indem er Siedlungen errichtet, Verkehrswege anlegt, Landwirtschaft betreibt, Wälder pflanzt und nutzt oder Industrie und Gewerbe ansiedelt.

Durch diesen Eingriff des Menschen werden dem Naturhaushalt Flächen entzogen und die Struktur und Qualität des Bodens negativ verändert. Teilweise geschieht das in einem bereits nicht mehr tolerierbaren Ausmaß.

Boden erneuert sich nur sehr langsam. Schädigungen und Verunreinigungen des Bodens bleiben vielfach zunächst unbemerkt und werden daher oft erst festgestellt, wenn die Ursache dafür lange Zeit zurück liegt.

Deshalb liegt der Schutz des Bodens nicht nur im Interesse der jetzigen, sondern vor allem im Interesse nachfolgender Generationen. Damit ist der Bodenschutz eine gesellschaftliche Aufgabe und kann nicht isoliert angepackt werden, denn es müssen alle stofflichen Eintrittspfade in den Boden betrachtet werden. Dazu zählen Immissionen, Abfälle, störungsbedingte und unerlaubte Einträge aus der Wirtschaft.

Besonders wichtig im vorsorgenden Bodenschutz sind die folgenden Schwerpunkte:

Minderung der Inanspruchnahme von Flächen

Flächenversiegelung

Flächenversiegelung durch Straßenbau

Täglich werden in Deutschland neue Flächen für Baumaßnahmen in Anspruch genommen, die dadurch dem Naturhaushalt verloren gehen. Dieser Verlust entspricht insgesamt einer Fläche von 113 Hektar pro Tag (Stand 2006), was ungefähr 160 Fußballfeldern gleichkommt.

Das sind Flächen, die damit für die Aufnahme und Speicherung von Wasser nicht mehr zur Verfügung stehen. Je weniger Wasser vom Boden aufgenommen und zurückgehalten werden kann, umso mehr fließt oberflächlich ab. Das wirkt sich besonders dann aus, wenn sehr starker Regen fällt. Die Gefahr von Hochwasser und von Schlammlawinen ist erhöht.

Der Freistaat Sachsen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 die Flächeninanspruchnahme auf weniger als 2 Hektar pro Tag zu reduzieren.

Wege, den Bodenverbrauch zu vermindern und dem Versiegeln von Böden entgegen zu wirken, bestehen z. B. in der Wiedernutzbarmachung von Brachflächen (ehem. Siedlungs-, Industrie-, Militärflächen) oder in Ausgleichsmaßnahmen, wobei für eine mit der Baumaßnahme verbundene Versiegelung an einem Ort eine Entsiegelung an anderer Stelle vorgenommen wird. Dazu kann über eine Entsiegelungsbörse nach einem entsprechenden Objekt gesucht werden.

Die Wahl eines solchen Weges sollte immer vor der Wahl der Inanspruchnahme wertvoller Böden stehen. Ebenso wichtig ist, den Umfang des Flächenbedarfs auf den Prüfstand zu stellen.

Maßnahmen zum Schutz natürlicher Bodenfunktionen und zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Bodens

Bodenerosion

Bodenerosion durch Wasser

Zu einem qualifizierten Umgang mit dem Boden gehört, die stofflichen Belastungen zu minimieren, den Boden vor Erosion durch Wind und Wasser und vor Verdichtung zu schützen und schonend mit Bodenaushub umzugehen.

Ebenso sind hier eine standort- und umweltgerechte Landwirtschaft (weg von dauerhafter Monokultur und einem Auslaugen der Böden) und eine naturnahe Waldbewirtschaftung zu nennen. Wenn sich Beeinträchtigungen des Bodens nicht vermeiden lassen, ist für eine entsprechende Kompensation zu sorgen.

Maßnahmen zur Rekultivierung und Renaturierung

Tagebau

Tagebau

Ganz grob zusammengefasst erfolgt die Inanspruchnahme (ja teilweise Zerstörung) von Böden durch Rohstoffgewinnung und durch Baumaßnahmen. Noch vor Beginn dieser Maßnahmen sollen ökologisch orientierte Ausgleichsmaßnahmen und Maßnahmen zur nachfolgenden Rekultivierung und Renaturierung festgelegt werden.

Augenmerk hat dabei immer, dass der Boden viele Funktionen zu erfüllen hat und diese nach Abschluss der Maßnahmen auch wieder erfüllen kann, ohne dass eine Gefahr von ihm ausgeht.

 

Was kann jeder Einzelne zum Bodenschutz und damit auch zum Hochwasserschutz beitragen?

  • Es sollte überlegt werden, ob wirklich der gesamte Innenhof gepflastert werden muss.

  • Können für einen (Zufahrts-)Weg, eine Stellfläche oder für den Innenhof andere Materialien als Pflaster eingesetzt werden (z. B. Ökopflaster, wasserdurchlässige Porensteine, Rasenschotter, Rasengittersteine, Kiesbodenwaben), um eine vollständige Versiegelung zu vermeiden?

  • Muss der Weg im Kleingarten unbedingt mit Steinplatten ausgeführt werden, oder reicht es aus, den Weg mit Sand, Split oder Mulch zu gestalten?

  • Für Grundstücke in einem Gebiet mit Bebauungsplan gibt es Festlegungen, wie viel Fläche versiegelt werden darf. Diese Festlegungen sind einzuhalten.

  • Unterstützung der Gemeindeverwaltung durch Mitteilung brachliegender, ruinöser Gebäude, die möglicherweise zum Entsiegeln oder für eine andere Form von Flächenmanagement geeignet sind.

Weitere Informationen zum Bodenschutz

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